Folge 21: Anne Otto
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00:00:31: Rebecca räumt auf.
00:00:31: Ja, hallo zurück liebe Leute nach einer langen Pause die ich nicht erklären kann es gibt keine Ausreden.
00:00:39: hier war einfach
00:00:40: kein Podcast
00:00:41: gemacht auch so ein bisschen aus faulheitsgründen ich gebe's zu aber jetzt hatte ich wieder Lust freue mich euch wieder begrüßen zu hören zu können.
00:00:54: ich hoffe ihr hört Gerne zu, denn wir haben heute einen ganz tollen Gast.
00:01:01: Nämlich die
00:01:02: tolle
00:01:03: Journalistin Silke Burmester, die ihr alle kennt!
00:01:07: Eine feministische Edelfeder möchte ich sagen...
00:01:11: Vielen Dank, Rebecca.
00:01:11: das hat so noch keiner gesagt.
00:01:13: Da hab'
00:01:14: ich das mal so... ...die schon lange bewundere und immer gern auch ihre Sachen gelesen habe bevor ich sie persönlich kennenlernte.
00:01:22: Das ist ja auch schon ein paar Jahre her
00:01:24: nämlich.
00:01:24: Bestimmt
00:01:25: Und ja, wir haben uns über Corona öfter gesehen.
00:01:31: Da können wir vielleicht nachher noch mal ein bisschen drüber erzählen, was wir da so gemacht und angestellt haben und uns ausgedacht haben.
00:01:41: Das Prinzip meines Podcasts, das wer es noch nicht weiß ... Ich lade mir Leute eigentlich persönlich kennen.
00:01:48: Also nix mit irgendwer kommt und ich muss im Gespräch rauskriegen.
00:01:52: Wer ist denn das?
00:01:55: Wen hat die Redaktion da für mich vorbereitet?
00:01:57: Überraschungsgast oder so.
00:01:58: Nee, keine Redaktionen und auch kein Überraschwungskast sondern ich möchte mich auch wohlfühlen weshalb wir auch bei uns im Wohnzimmer sitzen heute und es ist sehr sehr eingeheizt.
00:02:10: Ich
00:02:11: seh mich schon sagen dass ich schon nicht stückweit entkleidet habe.
00:02:14: Genau, Silke hat sich entkleidet das könnt ihr leider nicht sehen.
00:02:17: sie kam in einem sehr sehr dicken Pullover hier an.
00:02:19: der musste sofort weichen.
00:02:21: wir mussten ein T-Shirt hier langen.
00:02:23: Entschuldigung, es tut mir leid.
00:02:25: Man ist total schön schläfos wäre anders.
00:02:28: Nein, das ist echt ganz gut.
00:02:29: und heute Experiment wir haben auch was weil ja die Adventszeit auch nahe.
00:02:33: da haben wir uns ein bisschen etwas zum Knuspern hingestellt.
00:02:36: seit müsst ihr jetzt mal rauskriegen was wir so essen anhand der Schmatz- und knusper Geräusche oder nicht.
00:02:44: Und für mich auch mal interessant, ob das geht.
00:02:46: Das wollte ich immer schon rauskriegen, ob man zwischendurch ... Ich war manchmal sehr lange reden und dann ist es oft so, dass ein kleines Hüngerchen auftritt.
00:02:54: Trinkt du mir ja immer schon?
00:02:56: Das habt ihr vielleicht bei den letzten Folgen nicht gemerkt oder was?
00:03:02: Hier ploppen schon auf die Korken!
00:03:04: Ich hab jedenfalls eben noch ganz viel gegessen damit das mit dem Ploppen auch.
00:03:08: Hättest
00:03:09: du gar nicht müssen, wir haben ja leckere Sachen.
00:03:11: Naja okay aber auch natürlich nicht so gesunde.
00:03:13: insofern muss ja auch ein bisschen gestärkt sein.
00:03:17: Genau selke Burmester.
00:03:18: kurze Vorstellung wer sie nicht kennt Journalistin langjährig bei allen möglichen Zeitungen unterwegs Bekannt geworden oder so richtig bekannt geworden.
00:03:32: als Kolumnistin kann man vielleicht sagen.
00:03:34: Widerspricht mir, wenn das nicht stimmt?
00:03:37: Das
00:03:37: darf man wohl so sagen.
00:03:39: Ganz lange bei der Tatz tatsächlich ... Wie hieß die Kolumne noch mal?
00:03:44: Da gab es ja mehrere.
00:03:45: Also da gab's einige über die Jahre und ... Eigentlich ganz wichtig war das Geheimetagebuch der Kalabuni.
00:03:53: Das war lustigerweise für mich auch ganz wichtig, weil ich dadurch ... Du hast ja wenn du für die Tatsch schreibst und ich war ja Medienjournalistin, dann schreibste noch mal für die Süddeutsche und so.
00:04:02: Und dann machst du sowas wie das Geheimetagebuch der Kalarboni und auf einmal kommt die bunte und möchte eine Geschichte von dir?
00:04:08: Also das hat mich woanders hingebeamt, nachdem das Ding ein Buch wurde.
00:04:12: Danach kam aber bei der Tatz, wie gesagt, die Tatz ... Ich liebe dir sehr Vor allem für die Freiheit, die sie einem so schenkt als Autoren und so.
00:04:21: Und dann war das eben die Kriegsreporterin zur Geburtmester berichtet von der Medienfront, was eine satirische Medienkolumne war.
00:04:27: Ich erinnere mich vor allen Dingen an das Foto, da hattest du ein Bundeswehrhelm auf oder so kann es sein?
00:04:37: Das ist so'n Presseherz.
00:04:38: Also ich hatte beim NDR einen Beitrag gesehen ... Ach Gott!
00:04:45: Ich war in der Jury, Krimi-Jury, glaub ich.
00:04:47: Und da wurde ein ... In der Unterhaltung, weil ich für das Ernsthaft nicht so gebrauchen bin und auch weil ich so schnell weine, ne?
00:04:56: So, dann haben wir ... Wie heißt noch diese Jesko und Dennis aus Hamburg vom NDR, die so ein tolles satirisches Format gemacht haben?
00:05:05: Weiß nicht mehr, irgendwas fällt mir gleich wieder ein.
00:05:07: Egal!
00:05:08: Da hatten die solche Helme auf.
00:05:11: Die haben so Einsatz nachgespielt.
00:05:14: Ich hatte die dann kennengelernt über den Preis und dachte, da rufst du an und sagst, brauchst du ein Helm?
00:05:18: Dann hab ich das gemacht ... So konnte ich mir den Helm für's Foto ausleihen.
00:05:22: Dann haben wir das Wort Presse drauf geklebt mit einem Pflaster festgeklebt.
00:05:26: Das war so'n bisschen improvisiert.
00:05:28: Ja, total!
00:05:30: Genau.
00:05:33: Das ist ja manchmal so, dass Kolumnen ... dass man so ein bisschen drauf wartet.
00:05:40: Dann kommt die neue ... Ich weiß, wie oft das ist gemacht einmal die Woche?
00:05:44: Ist ja schon eine ziemliche Schlagzahl, die du da so einmal die Woche find ich schon.
00:05:50: Ja, das doof war ... Also irgendwann hatte ich dann außerdem noch einmal die woche eine Spiegel-Online-Kolumne und alle vierzehn Tage ne andere Medienkolumne.
00:05:57: Und irgendwie wurde es ein bisschen viel.
00:05:59: Aber das war mir viel mehr so leicht.
00:06:02: Das war wie Tanzen.
00:06:04: Deine
00:06:06: Finger tanzen über die Taste.
00:06:07: Nee, ich hab getanzt und du auch.
00:06:09: Das war so... dieses Schreiben war so ein... das war.
00:06:12: oder wenn jemand manchmal Christia so anruft und heißt Frau Bohrmannstam, da kann ich dir vorstellen zu dem und dem Thema was zu machen, dann war immer so die Frage, was für Töne höre ich?
00:06:19: Kann ich mich dazu bewegen?
00:06:21: So in etwa war das.
00:06:22: Ich habe über die Woche immer die Mediendienste gelesen und so weiter, dann hab ich mir notiert was es passiert.
00:06:28: Es war ja eine satirische Kolumne,
00:06:30: d.h.,
00:06:30: auch eine lustige Kolumnen.
00:06:31: Und es waren halt die Dinge geeignet, die einen Witz haben.
00:06:36: Die hieß eben auch die Kriegsreporterin, weil sie entstanden ist als ... Zweite Medienkrise da war.
00:06:42: Und es waren nur noch Entlassungen und alles wurde zusammen gestrichen.
00:06:47: Sag
00:06:47: mal kurz, damit wir am Zeitstrang sind?
00:06:49: Wann war das
00:06:50: umgekommen?
00:06:51: Das war nach der Lehman Brothers Geschichte.
00:06:54: Dann ging das so diese zweite große Medienkriese.
00:06:58: Da haben die Medienhäuser sehr stark ... ihre Sachen dichtgemacht, Pauschalistinnen wurden entlassen.
00:07:06: Und ein Freund sagte zu mir ja wie ist das da jetzt so?
00:07:09: gerade als Freie Journalisten?
00:07:10: Habe ich gesagt du es ist wie im Krieg die Einschüsse sind jeden Tag du versuchst noch nicht erwischt zu werden und in dem Moment hatten wir sozusagen den Titel für die Kolumne und es ging halt eben darum diese Umstände, die eigentlich immer Missstände waren zu benennen.
00:07:26: Aber nicht indem ich sage oh das böse-böse Verlagshaus Grüne und ja wird von Tag zu Tag dümmer sondern indem mich darüber lustig machen sie sozusagen mit ihren eigenen Waffenschlagen oder eigenen Mitteln.
00:07:36: Und das kam natürlich gerade in der Medienbranche total gut an also nicht bei allen.
00:07:40: aber
00:07:41: wollt grad sagen Das
00:07:43: war sehr
00:07:44: viel.
00:07:45: Du hast Tatz und Spiegel gleichzeitig gemacht.
00:07:47: Ich dachte, das war
00:07:48: okay.
00:07:48: Dann hatte ich noch eine monatliche Medienkolumne
00:07:50: ...
00:07:53: Und hab noch alle sechs Wochen oder so acht Glossen für das Magazin der Aktion Mensch geschrieben.
00:08:02: Das war schon ordentlich!
00:08:04: Acht Stück im Monat?
00:08:05: Nein.
00:08:06: Ja, doch so auf dem Schlag.
00:08:07: Da mussten dann immer für das ... Das war ein Acht Stück?
00:08:09: Neuer Schwung
00:08:10: musste raus.
00:08:11: Genau und das ist natürlich deswegen das Problem oder das alles ganz Tolles kann man auch.
00:08:16: also wie gesagt ich konnte es auch sehr lang gut machen aber irgendwann ist das eigene Kontingent erschöpft.
00:08:23: Also, Leute, die so schreiben, die schöpfen sehr stark aus sich selbst, aus Erlebnissen und Sachen ... Das kann ein Hundert-achtzig Jahre her sein!
00:08:31: Aber du hast mal irgendwann was Lustiges erlebt oder gehört, jemand hat etwas Bescheuertes gesagt.
00:08:36: Und diese Sachen gräbst du nach und nach aus?
00:08:38: Und irgendwann waren meine zwei Öltanks einfach leer, da war nichts mehr.
00:08:43: Das Wortkästchen war leer sozusagen.
00:08:45: Du hattest dich jetzt mal rausgefischt Naja, es kommt ja immer wieder was nach und so.
00:08:51: Aber hat sich auch sowas wie Müdigkeit eingestellt?
00:08:55: Also was den Thron auch angeht... also weil das ja auch wenn du im Kolumnenstil immer schreibst stellt's dich ja auch manchmal ein bisschen ... also ich kenne das auch von mir so ein bisschen überdruss ein und man hat das Gefühl Möchte mal wieder wärmer werden oder so?
00:09:15: Nee, das war ja ein Reinigungsprozess.
00:09:18: Das war wie andere Leute waschen jeden Samstag ihren Wagen und ich bin einmal in der Woche in die Waschanlage und habe mich für all diesem Schmutz befreit, der da in seiner Beknackthaftigkeit sozusagen rausgelassen wurde von den anderen.
00:09:34: Das hatte immer etwas sehr, sehr Reinigendes.
00:09:36: Was schwierig war ... Ich hab auch eine sehr große Krise gekriegt, nicht mehr schreiben möchte.
00:09:43: Und was aber da auch so ein Beitrag oder was dazu geführt hat, war dass ich natürlich mit so einer Kolumne oder auch mit den anderen Sachen gerade mit der Spiegel-Online-Kolumne du natürlich bei diesen ganzen Hatern landest?
00:09:54: Ja, der Schmutz, den du dir wegwäschst, dann denken andere, du willst den Schmuss ihnen anhängen und schlagen
00:10:01: zurück... Naja es ist egal was nachher erstes völlig egal was du schreibst grade als Frau Es geht nur darum dich fertig zu machen viele Jahre gut wegstecken können, und es hat mir nichts ausgemacht.
00:10:13: Aber irgendwann war mir das dann zu viel ... Ich war auch in den Fängen der Maskulisten.
00:10:20: Das war zu dem Zeitpunkt oder maskulinisten je nachdem was man sagen will.
00:10:23: Das sind diese Frauenhasser.
00:10:25: Und das war zu diesem Zeitpunkt die im Netz am besten organisierte Gruppe haben so ... Die haben so ein Alert, also Silke Burmester sagt irgendwas.
00:10:34: Dann geht irgendwo so einen Alert los und dann ist das einerseits orchestriert und gleichzeitig aber auch ... Gott wie heißt es denn?
00:10:42: Sozusagen programmiert dass das innerhalb ganz kurzer Zeit wirst du mit sehr gleichförmigen Sachen ... Also ob das jetzt, also Kommentaren zugeschissen in so der ersten Phase wirst Du einfach nur irgendwie Beleidigt.
00:10:58: in der zweiten kommt dann, das ist doch die.
00:11:02: Und es gibt also Phasen und es hält sich... Schreibt mal was gegen Jörg Kachelmann?
00:11:06: Das ist das geilste!
00:11:06: Da kannst du das beobachten und da kannst du sehen wie die Phasens sich abwechseln, wie der Ton sich abwechselt und das hält also einmal gegen Jürgen Kachelman.
00:11:14: schreiben hält ungefähr fünf bis sechs Tage.
00:11:16: Ja, das sind ja so Trollphänomene auch.
00:11:19: Also ich hab sowas auch schon mal erlebt während der Corona-Zeit ... Man ist wirklich nicht mehr loswird.
00:11:25: Auch Leute nicht die ploppen überall auf.
00:11:27: also egal wo man mal was kommentiert hat da sind sie auch.
00:11:31: Das wirkt schon auch organisiert irgendwie.
00:11:33: Ist es oft?
00:11:34: Genau und am Anfang versucht man noch gegen zu halten und mit zu sein.
00:11:41: erst einmal freundlich Dann ist man mal nicht mehr so freundlich, dann explodiert es richtig.
00:11:48: Und dann kann man nicht mehr klar.
00:11:49: Wenn du das über Jahre ... Und irgendwann reicht's dann auch.
00:11:55: Das nimmt einem die Lust am Schreiben, weil du merkst es ist egal.
00:12:00: wenn ich sagen würde rote Äpfel schmecken besser als Grüne das reicht für Morddrohungen.
00:12:05: und dann denkst du sind die alle.
00:12:08: Hast du richtig Morddrohung gekriegt?
00:12:09: Ja
00:12:09: aber die ersten habe ich ja daran gekrieght als ich hab mal eine Spiegel online Kolumne da habe ich mich über die Ästhetik der Bayern lustig gemacht.
00:12:17: Das ging darum, Bayern hat immer wieder überlegt sich irgendwie abzuspalten.
00:12:21: Da hab ich das supergeil, Mauer aufbauen.
00:12:24: Also macht das ruhig?
00:12:26: Weil eure Ästhetik ist eh ... Für mich als Hamburger ist es ein Grausen.
00:12:31: und dann habe ich das genüsslich ausgeweitet.
00:12:33: Und da war das erste Mal!
00:12:35: Du hast ja halt nicht in der Mopu geschrieben.
00:12:37: Es war nicht begrenzt.
00:12:39: Nee, es war nicht begrenzt.
00:12:41: Und zwar so weit die waren an meiner Tür.
00:12:43: Da waren dann Bayern Aufkleber an meiner Türe.
00:12:45: Das ist aber sehr ... beängstigend.
00:12:48: Genau, das war nach den Morddrohungen.
00:12:50: Ich kam gerade von der Polizei zurück nach der Anzeige und dann hatten die da so gesagt wie welches, also dass es ein Stufen-Dings ist.
00:12:57: Also sagt ja, jetzt melden sie sich übers Netz, die nächste Eskalationsstufe ist, die kommen zu ihnen nach Hause.
00:13:02: Und ich komme von dieser Anzeigen nach Hause und die Aufkleber sind in der Tür.
00:13:07: Ja, ungeil natürlich!
00:13:09: Kann ich auch verstehen, dass du das ... Dann
00:13:11: denkst du irgendwann mal, okay.
00:13:13: Und dann stimmt die Bezahlung nicht!
00:13:14: Also das ist ja nochmal das nächste ... Ein wichtiges
00:13:16: Thema.
00:13:17: Ganz großes Thema und
00:13:18: das muss ja auch irgendwo ein Ausgleich sein.
00:13:21: Wenn du wenigstens sagen kannst mir doch egal ich habe was auf dem Konto.
00:13:27: Genau, ich fahre jetzt.
00:13:28: Mir
00:13:28: doch scheiße gar.
00:13:29: Aber wenn man nach Mecklenburg-Vorpommern fahren muss zum Urlaub zu den nächsten Nazis.
00:13:36: Stimmt, wo soll man hin?
00:13:38: Ja also Das ist ja auch so ein Thema, also Fame durch eine Sichtbarkeit und eine Bekanntheit.
00:13:44: Durch eine Kolumne oder durch Einladung... Ich weiß du warst in Sachen wie Presseclub und so.
00:13:52: Du warst schon auf dem Fernsehen oft und wurdest eingeladen.
00:13:57: Und da denkt man immer ... Wer dann so sichtbar ist und mal überall so auftaucht.
00:14:03: Und im Fernsehen schon gar und so, da muss ja ... Also die haben es natürlich ausgesorgt.
00:14:09: Die haben's geschafft!
00:14:11: Diese Leute, diese Journalisten sind ganz oben angekommen.
00:14:15: Die meisten, die das sitzen, sind das auch.
00:14:17: Auf der Bezahlpyramide?
00:14:20: natürlich stellvertretende Chefredakteurin irgendwo bist oder so, aber du warst ja auch frei.
00:14:26: Ja und ich bin zu spät eingestiegen.
00:14:27: also ich bin eingestigen quasi kurz vor der ersten Medienkrise und ich habe noch die tollen Gehälter aus der Ferne mitgekriegt.
00:14:39: Du bist ja dann Volontärin oder so.
00:14:42: Ich war Volontären bei der Szene Hamburg, da gab's auch kein Geld.
00:14:44: Aber generell hast du halt noch ... Der Stern war noch groß und die wusste es, die Leute haben ihre Zehntausend Mark und dann noch Ditt und Dat usw.
00:14:54: Und ich bin wie gesagt zu ... Also ich hab das noch so riechen können.
00:14:58: aber als ich dann soweit war, war die erste Medienkrise da und dann ging's einfach nur noch darunter irgendwie durch.
00:15:05: Ich habe immer okay verdient also ich konnte mich und meinen Sohn immer gut durchbringen Aber es ist halt nie so wahnsinnig viel übrig oder
00:15:13: so.
00:15:13: Ja, ja.
00:15:14: Na ja gut ... Das kann man sich auch... Also da kann man ja mit leben, ne?
00:15:19: Genau!
00:15:19: Man
00:15:19: hat eine Ahnung davon, dass das irgendwie immer so weitergeht und so.
00:15:23: Und das ist schon wichtig.
00:15:23: Das Dove
00:15:24: ist jetzt wo die anderen alle in der Eigentumswohnung haben und man selbst sitzt da und ... Weißt du, jetzt ist es bescheid.
00:15:31: Das ist ja immer so dieses Eigentumswohnungsthema ... das hat aber in den wenigsten Fällen was damit zu tun, dass Leute wahnsinnig viel verdient haben und sich die selber angestochen
00:15:42: haben.
00:15:42: Da kenne ich aber
00:15:43: einiges.
00:15:44: Ja gut gibt's natürlich, wir kennen halt nur Leute, die was geerbt haben.
00:15:48: Muss man ganz ehrlich sagen?
00:15:50: Aber selbst wenn ich damals geerbte, hätte nicht für eine Wohnung ausgegeben.
00:15:53: Niemals!
00:15:54: Das war das letzte, eine Wohnung zu kaufen.
00:15:57: Also, so spießig.
00:15:59: So jung und alt zu sein?
00:16:01: Ich hätte doch nie eine Wohnung gehabt!
00:16:02: Ja das ist aber glaube ich ... Das sind so Geschenk von den Eltern was ja auch... Im Hintergrund schwingt da ja etwas mit nämlich die Sorge nicht dass ihr auf der Straße irgendwann mal sitzt weil ihr so wenig verdient in euren prekären Kreativjobs sondern dann wir haben es ja dann wenigstens das oder so.
00:16:21: Den Eindruck hatte ich immer, das ist bei ganz vielen Die wir so kennen.
00:16:25: Und zwar auf Nachfrage erst, es wird erst mal nicht erzählt und dann im Gespräch ... Wenn man sich besser kennenlernt, kommt raus eine Eigentümosphäre und haben unsere Eltern gekauft damals?
00:16:33: Ja!
00:16:34: Also das ist noch was anderes, finde ich.
00:16:36: Was wir zu Hause als Beobachtung angestellt haben, also meine Freundin ... Ich
00:16:40: knuspe mal was.
00:16:43: Na, das kann man aber leicht raten...
00:16:45: Hörst du das?
00:16:45: Ja, ich hör das total
00:16:47: und es ist total leicht zu raten.
00:16:48: Das sind Brezeln.
00:16:52: Nein, das sind keine Brezel.
00:16:54: Drückende Brot Wie gesagt, meine Freundin ist ja Fotografin und dann haben wir ganz viel FreiberuflerInnen zu tun.
00:17:03: Wirklich ganz viele!
00:17:04: Und auch so Leute wo man sich mal fragt wie machen die das?
00:17:08: Dann sehen wir sie haben eine unglaubliche Ruhe die Menschen oder da ist gar keine tiefe Unruhe sondern irgendwie eine Ruhe.
00:17:14: und es sind jetzt diese Beobachtung Ist schon ein paar Jahre alt und wir verifizieren die dann ständig.
00:17:21: Dass wir irgendwann draufgekommen sind, das sind Leute, die werden erben!
00:17:25: Und du kannst wenn du weißt dass du erbst natürlich viel leichter für die Tatsarbeiten oder für uns einen anderen Kram als wenn du einfach nichts im Rücken hast.
00:17:33: Ganz genau.
00:17:34: Das ist eine psychologische Sache, was nämlich auch so im Freundeskreis war, dass du diese geringe Bezahlung auch als fest angestellter Redakteur nehmst du hin Genau.
00:17:44: Weil
00:17:44: du ja weißt, erst mal man zahlt keine Miete.
00:17:47: und zweitens, da kommt eh was ... Also mein Alter muss ich mir keine Sorgen machen so.
00:17:53: Das sei jedem gegönnt, ne?
00:17:55: Aber das ist natürlich...
00:17:56: Nein nicht jedem!
00:17:56: Es gibt auch Leute, denen würde ich das nicht gönnen.
00:17:58: Stimmt, aber es
00:18:00: bringt ja nichts.
00:18:01: Es bringt ja nix.
00:18:03: Sie kriegt's, hab' ich nur für den Effekt gesagt hier.
00:18:08: Natürlich agiert man da anders.
00:18:10: Und ich glaub noch nicht mal, dass man Risikobereiter ist aber man nimmt es hin und macht so das was einem Spaß macht und schreibt so vor sich hin also gerade zu einer Medienbranche.
00:18:20: Risikopereit sind die Glaube... Also man kann das ja nicht für allgemein an, aber ich glaube nicht, dass das Sicherheit bei solchen... Wenn du so eine Sicherheit gewohnt bist dann bist du nicht automatisch risikopereiter?
00:18:31: Nee, ich meine ich glaube eher nicht.
00:18:33: Risikobereiter
00:18:33: sind die, die nichts haben?
00:18:34: Genau!
00:18:35: Weil da muss ja was machen, damit überhaupt eine Chance besteht.
00:18:39: Dass man was passiert?
00:18:40: Ja.
00:18:41: Deswegen ... Also das ist im Grunde jetzt auf der Ebene gar nicht so wünschenswert.
00:18:46: Obwohl ich würde mir schon ... Ich wünsche mir schon, dass ich schönes erbe!
00:18:52: Aber leider nicht in Aussicht.
00:18:55: Genau.
00:18:56: Du bist aber ja also dein Werdegang.
00:18:59: Darüber haben wir uns schon mal ... Was hast du schon mal erzählt?
00:19:02: an einem langen Abend ist, finde ich relativ ungewöhnlich für das was du machst.
00:19:09: Du kommst nämlich eigentlich wenn ich es richtig verstanden hab aus einem eher Bildungsfernhaus.
00:19:16: also deine Familie hat keinen großen Bildungshintergrund und auch schulisch ist jetzt nicht so viel Förderung da gewesen dass man nur gesagt hätte das Kind muss aufs Elite-Internat
00:19:28: ... Nee, das Kind sollte die Hauptschule!
00:19:30: Ah, ist sie Kladow?
00:19:31: Schön
00:19:32: Warum?
00:19:33: Weil ich so schlecht war in der Schule und so.
00:19:36: Aber stimmt das, wir müssen ja immer hinterfragen.
00:19:39: Stimmt es wirklich, was einmal
00:19:40: als
00:19:40: Kind eingeredet wurde?
00:19:41: Nee,
00:19:41: da reden wir über die Grundschule.
00:19:44: Das ist eine Entscheidung, die in der Grundschulle gefällt wird.
00:19:47: Es war schon so, dass ... Ich war nicht besonders gut.
00:19:50: Und ich war halt ... Als Kind, ich war sehr frech.
00:19:56: Ich war immer, immer, sehr freig.
00:19:58: Ich war kein Klassenklauen, aber ich war sehr frech.
00:20:00: Und das wahrscheinlich was man so ein bisschen aufsässig nennt und irgendwie ist es ja dann häufig auch wenn du da nicht gut bist Dann ist das ja was.
00:20:07: der wirst natürlich schnell ein bisschen aussortiert.
00:20:08: und lustigerweise kann ich mich immer noch an das Gespräch erinnern dass Da mussten.
00:20:12: meine mutter und ich also mein vater ging natürlich nicht mit zur lehrerin Das war so ein gespieler hat die dann gesagt wenn ich jetzt nicht besser werde dann muss ich auf die hauptschule.
00:20:21: und ich habe aber verstanden ich kann was machen.
00:20:23: und dann hab ich Dann kam eine grammatik arbeit Und ich hab geübt, und dann habe ich da eine eins geschrieben.
00:20:30: Völlig absurd!
00:20:32: Dann bin ich auf der Realschule gelandet ... Natürlich, ich weiß doch heute jetzt ... Ich wär ja auch auf dem Gymnasium richtig gewesen.
00:20:38: Ja,
00:20:41: klar.
00:20:41: Das ist ja diese übliche Aussortierungs- mechanismen, wo eben geguckt wird, wo kommt das Kind her?
00:20:49: Wie sind die Eltern so drauf?
00:20:50: Das gibt's bis heute.
00:20:51: Das haben wir bei unseren Kindern mit erlebt, dass es losging.
00:20:56: Aber da gab's ja damals noch wenig Handhabe.
00:21:00: Ich kann mich ... Bei mir, ich bin glaub ich ... Du bist ... Können wir sagen wie alt wir sind?
00:21:06: Unbedingt!
00:21:06: Du
00:21:06: bist Jahrgang sechsundsechzig und bin Jahrgang achtundsechszig.
00:21:09: Und bei mir wurde in der Grundschule, das sollte glaube ich eben dieses Aussortierding so ein bisschen durchbrechen, kam jemand von der Schulbehörde und hat mit uns einen Intelligenztest gemacht.
00:21:22: So eine Art IQ-Test.
00:21:25: Und ich glaube, damit sollte so ... Also
00:21:28: die Herkunft aufgebrochen
00:21:30: werden quasi.
00:21:31: Das war diese Gesamtschulzeit, wo auch Gesamtschulen gefeaturet wurden.
00:21:36: Eigentlich sollten alle möglichst auf die Gesamthule, weil das sollte ein Erfolg werden und so.
00:21:40: Da kam jemanden hat einen Test mit uns gemacht.
00:21:44: Es wurde dann auch ausgewertet.
00:21:46: Hat aber nicht ...
00:21:47: Wo bist du gelandet?
00:21:48: Ich war sehr gut!
00:21:49: Mein Eltermann total überrascht, was sich bis heute eine Unverschehmtheit findet.
00:21:53: Ich glaube, ich war das beste Mädchen.
00:21:56: Aber es waren noch drei Jungs vor mir und daraufhin war dann klar Gymnasium aber auch nicht so super gut.
00:22:04: Also ganz schlecht in Mathe und so.
00:22:06: Ich weiß gar nicht ob ich sonst aufs Gymnasum gekommen wäre... Diejenigen, die bei uns so sagen Pauli Hexenberg ... Also was diesen Siedlungen kamen, sind trotzdem alle nicht aufs Gymnasium gekommen.
00:22:18: Ich weiß gar nicht, ob die ... Weil um diesen Test zu machen brauchtest du schon eine Voraussetzung und Bildungshintergrund?
00:22:24: Das kam überhaupt nicht hin!
00:22:27: Was ich bei mir lustig fand, ich komm ja aus Rheimweg, das ist ja ein Vorort vor ... Oh Gott, darf man nicht sagen, Vorort von Hamburg.
00:22:33: Also das ist so ne Stadt neben Hamburg wird so schläft wie ich Holstein.
00:22:37: Und da gibt es in meiner Grundschulklasse Gab es, ich glaube, sechs Katholiken.
00:22:44: Katholikinnen und Katholiquen.
00:22:45: Das war ja total ... alle anderen waren Protestanten?
00:22:47: Ich bin nicht getauft, aber das war wirklich ungewöhnlich!
00:22:50: Und die hatten auch eigenen Religionsunterricht und so.
00:22:52: Und das war ein Ausnahmslos.
00:22:55: der eine war bei dem einen war der Vater.
00:22:59: Es waren lauter Arztkinder.
00:23:01: Arztkindern hat einen Vornamen, das war ne alte Rheinbäcker-Familie.
00:23:06: Also diese sind ... Ich würd gern die Namen nennen, weil die waren auch ... ich mochte die total gerne.
00:23:11: Martin Kürf war dreimal schlechter in allem als ich und dreimal aufsetziger und auffälliger.
00:23:16: Per Jacop Justus war nicht der Allerhelste.
00:23:20: Und?
00:23:20: Die sind alle aufs Gymnasium gekommen.
00:23:23: So!
00:23:24: Das sagt natürlich was über Reimig aus aber ich glaube, Reimigg ist schnell vertreten für X. So war das halt.
00:23:30: Ich weiß nicht, ob es heute so viel anders ist.
00:23:32: Aber das finde ich interessant, da ging's um Religion.
00:23:35: Also dass die Katholiken-Kinder dann natürlich aufs Gymnasium kommen.
00:23:41: Ja, das ist egal um was es geht und heute geht's vielleicht um was anderes?
00:23:45: Vielleicht auch im Religion gibt es Kinder in einem muslimischen Hintergrund wo dann was aussortiert wird.
00:23:51: aber wenn man da nachfragen würde würde es natürlich abgestritten werden oder sowas weiß man nicht.
00:23:56: Aber natürlich diese klassistischen Tendenzen und so weiter die bilden sich natürlich auch ab wenn es darum geht eine Empfehlung zu geben für die Weiterfindesschule.
00:24:06: Kurz, du hast es mit Achenkrach auf die Realschule geschafft.
00:24:09: Genau!
00:24:10: Dann habe ich mit Acht und Krach die Realtschule geschafft ... Weil ich eine ... Also in meinem Realschutzabschlusszeugnis hab' ich eine Sechs-in-Matte Und das war das letzte Jahr, da man noch mit einer Sechs im Hauptfach den Abschluss bekommen hat Wenn man eine zwei in einem anderen Hauptfach hatte.
00:24:26: Das war bei mir Deutsch.
00:24:27: Ich hatte halt auch leider noch ne fünf in Physik und eine fünf in Chemie Und dann muss ich die Prüfung und die auf einen Vier kriegen und so habe ich mein Realschussabschluß bekommen.
00:24:35: Also alles mit Achonkrach.
00:24:36: Du auch klassisch ...
00:24:39: achonkrachtkind?
00:24:40: Achon krachkind und auch nicht so ... also Naturwissenschaften, nicht so dein Ding.
00:24:46: Obwohl man weiß es ja nicht!
00:24:48: Das wäre gewesen, wenn die gesagt hätten, du brauchst das sowieso nicht, musst nur Wurst abwiegen.
00:24:54: Also zum Beispiel bei Malchik.
00:24:55: Wurde
00:24:56: das allen Ernstes?
00:24:57: Ja, mehrfach.
00:24:58: Und das Tolle war ich, muss ja nicht rechnen können, aber ich muss nur Wüst abwieken.
00:25:02: Das muss man doch rechnen, oder?
00:25:04: Ja aber weiter.
00:25:05: Also deswegen war es nicht so schlimm, dass ich das gesamte nicht verstehe weil ich so sehr nur Wurst
00:25:08: abnehme.
00:25:09: und was ich ja total schön finde und das ist jetzt muss ich mal kurz ein bisschen... also was natürlich eine Genugtuung ist Ich habe dann ja mein Abitur nachgemacht über sechsundzwanzig als ich es hatte und hab hier einen Einzer-Abitur Und das obwohl ich auch da zwei Mathekurse einbringen musste und in dem einen hatte ich einen Punkt und im anderen zwei.
00:25:25: Also ich war noch später sehr bemüht Aber ich krieg das irgendwie nicht hin mit der Mathematik.
00:25:29: Nee, ich auch nicht.
00:25:30: Deswegen rennst du mit deiner ...
00:25:32: Aber das ist mit dem Einsabitur so geil, wenn du mit einer Sechster deinen Abschluss machst?
00:25:35: Ja natürlich!
00:25:36: Das war eine totale Genugtuung, finde ich sehr schön.
00:25:40: Also das hast Du dann ja mal beschlossen irgendwann noch nachzumachen.
00:25:44: Hattest du vorher ne Ausbildung gemacht?
00:25:46: Also es ist ja dann so ein Gap, ein zeitlicher Gap zwischen...
00:25:49: Zehn Jahre!
00:25:50: Ich wollte es jetzt nicht so aussehen.
00:25:51: Doch!
00:25:52: Und was, was das Verrückte ist?
00:25:53: Dann stehe ich manchmal da und denke scheiße und ich habe noch nicht mal einen anderen Beruf also ich bin ja auch nicht einmal irgendwie... Es war jetzt zwischendurch man überlegt ja auch mal was kann man noch machen oder dann ist irgendwie eine Corona oder man fragt sich was könnte man noch arbeiten und stelle fest ich hab gar nichts anderes gelernt auszuschreiben.
00:26:08: Ich war wie gesagt mit sechzehn ich wollte Kostümbildnerin werden Und das ist jetzt alles zu lang, um so, dass dann alles nicht geklappt hat.
00:26:16: Aber ich war an so einer Schule im Praktikum beziehungsweise mit ... Ich bin erst mal für ein gutes Jahr nach England als Oper gegangen und genau.
00:26:26: Dann hab ich das halt so versucht und hab dann aber mit Anfang zwanzig, als ich wirklich kolossal gescheitert war auch relativ durchgemöllert, bin ich dann ... habe ich Rettung gefunden?
00:26:39: Also es müssen wir wie manche dann zu Gott finden habe ich und also aufs Wirtschaftsgymnasium sein Pauli gefunden
00:26:46: haben.
00:26:46: Ach hier bei uns direkt?
00:26:47: Ja!
00:26:48: Und gegenüber sozusagen.
00:26:50: Das war eine so wunderbare großartige tolle Schule mit lauter Leuten, die eben auch ... das ist eine sehr besondere Situation.
00:27:02: Das waren jetzt kein Aufbau-Gymnasium oder wie das heißt, sondern ein ganz normales Regel-Gemnasium, zwar Wirtschaftsgymnasium hatte da einen Schwerpunkt.
00:27:10: Aber du bist seit morgens ... hin und hatte es dann ganz normalen Unterricht.
00:27:14: Und weil ich diese sechs in meinem Realschulabschluss zeug, das hatte bin ich in der Einführungsstufe gelandet.
00:27:18: Das war so eine Vorbereitungsklasse auf die Elfte.
00:27:21: Und da waren ... Warte mal was muss ja... Es waren sowas wie sechsundachtzig oder keine Ahnung in dem Dreh?
00:27:29: Und da waren lauter Leute aus dem Viertel.
00:27:32: Also, da waren sehr viele Ältere, die schon was anderes gemacht hatten.
00:27:37: Da waren Hafenstraßenbesetzer, ganz viele, die von Sozialhilfe gelebt haben.
00:27:44: Da war ein Polizist, der kein Polizisten mehr sein wollte ... Da war zum Beispiel jetzt Kopfbruch mit dem Handyschall.
00:27:51: Er war noch nicht in der Einführstufe.
00:27:53: Und gleichzeitig, du hattest einerseits dieses linke Gesoks, sagen wir es mal fröhlich und gleichzeitig einen ganzen Haufen blanke Nesa die für diese Schulen zu blöd waren, aber per Familie unbedingt ein Abitur brauchten.
00:28:11: Ab nach St.
00:28:11: Pauli, wo man das nicht so sieht ... Und
00:28:13: die haben Sie auf diese
00:28:13: Schule geschickt?
00:28:15: Das war natürlich ein ganz toller Clash.
00:28:18: und dann waren wir ... Wir hatten zum Beispiel ... Weil da nebenan oder mit in dem Gebäude war die Berufsschule der Versicherungen.
00:28:25: Dann hatte eine Versicherung ... Die hatten einen riesigen Konferenz-Tisch, da passen zwanzig Leute daran.
00:28:30: Den hatten sie der Schule gestiftet.
00:28:31: Das war unser Klassenraum.
00:28:33: Es gab Lehrer, die sich geweigert haben an diesem runden Tisch zu unterrichten weil natürlich... Zu easy, zu easy.
00:28:40: Morgens ... Also abends oder andersrum?
00:28:43: Du hast morgens die Leute getroffen mit denen du nachts um vier im Aftershave auseinandergegangen bist oder so und mit denen saßst du dann morgens wieder in Englisch LK.
00:28:52: Im Aftershaves-Zügel!
00:28:53: Ja wie viel der war ich das fällt mir gerade mal ein.
00:28:56: es gab auch noch andere aber das Aftershade hat sich da irgendwie so eingebrannt.
00:28:58: nicht dass
00:28:59: ich da nicht auch mal war
00:29:01: weil das war der Laden der um vier immer noch auf hatte.
00:29:04: Aber natürlich war es im Gankelab oder was weiß ich.
00:29:07: Es war
00:29:08: ein komischer Laden,
00:29:09: das war
00:29:10: ganz eigenartig.
00:29:10: Zumal man ja in die Herbertstraße reingucken konnte und ... Oder verwechseln die?
00:29:15: Das war doch nicht so
00:29:16: auf der Straße.
00:29:19: Naja, jedenfalls so war das halt.
00:29:21: Wie gesagt und viele kennen ja jetzt Kopfbruch.
00:29:23: also Sam als Sänger nannte er sich ja der war also wie gesagt englisch LK und solche Leute waren da.
00:29:29: mit denen bist du zur Schule gegangen.
00:29:30: es war großartig.
00:29:31: Ja super naja gut großer
00:29:32: Spaß.
00:29:33: Achtundsechziger Lehrer hat mich fürs Leben vorbereitet dann alles genau und so habe ich dann diese zehn Jahre bis zu meinem Abitur gefüllt.
00:29:42: Ja es scheint mir gut gefüllt zu
00:29:45: sein.
00:29:45: Ja toll
00:29:47: Aber du hast allein gelebt.
00:29:48: Du musst das nicht wieder zurück zu deinen Eltern in der Zeit
00:29:51: oder?
00:29:51: Niemand, Eltern sind dann auch bald gestorben und von daher ...
00:29:55: Also ganz alleine hast du dich mit der Machete durch das Dickig der Großstadt gewühlt.
00:30:05: Und dann, also gleichwohl non terriat?
00:30:07: Oder wie hast du das denn
00:30:09: gemacht.
00:30:09: Nee, nach danach.
00:30:10: Dann hatte ich mein Abitur.
00:30:11: Ich wusste dann, ich wollte jetzt Journalistin werden.
00:30:14: Also als ich damals auf der Realschule war, war ich unsicher Kostümbildnerin oder JournalistIn.
00:30:18: Hatte mich halt erst für das eine entschieden und so ... Dann hat ich gedacht, okay, dann Journalist, und ich hatte schon während der Schulzeit in meinen Schulferien Praktika gemacht.
00:30:27: Und dann war die Schule zu Ende und es war damals wirklich schwierig in den Hof reinzukommen.
00:30:33: Ich war damals mit jemandem zusammen, der jemanden kannte, die bei Spiegel TV war.
00:30:38: Und das war, glaube ich, im Jahr twoundneinzig.
00:30:40: Das war die Zeit als Spiegeltv sich von jetzt auf enorm vergrößert hat aus dieser kleinen Klitsche auf einmal sechzig Leute angestellt oder keine Ahnung.
00:30:50: Dann bin ich da Redaktionsassistentin TV-Thema, hier ist die Sendung.
00:30:59: Das war eine Live-Sendung, jeden Sonntag Mittag kam da irgendwelche Gäste also nicht irgendwelchen... Also ganz viele Politikerinnen.
00:31:07: das war ja noch diese Helmut Kohlzeit bis auf Helmut und ein Minister waren alle Minister da und dann hatte der natürlich immer so ganz tolle aus der Kultur so Leute.
00:31:16: Und das Lustige war Helmut Karizek Ist nicht unbedingt der Live-Mann, der hat immer nicht verstanden, dass er in diese rote Kamera sprechen muss.
00:31:24: Also die Rot leuchtet und dann hat er halt irgendwo reingeredet.
00:31:29: also es war live Sonntagmittag zwölf Uhr und er sagt so guten Tag meine Damen und Herren.
00:31:34: und dann ah nee ich muss ja die Rote Kamera nehmen und da dreht er sich um und dann fängt er noch mal an
00:31:40: Als er's gleich noch mal gesagt
00:31:41: hat.
00:31:41: Nicht weiter
00:31:42: geredet, sondern
00:31:43: ... Das weiß ich nicht mehr.
00:31:44: Aber er hat halt live irgendwie nicht verstanden.
00:31:46: Er hatte die rote Kamera nicht verstanden so.
00:31:49: Und das war aber auch nur ganz nette Zeitflug bei Spiegel TV ein böser Laden, ganz furchtbar.
00:31:55: Das war damals wichtig, kann mich noch erinnern.
00:31:58: Ich weiß gar nicht ... diese Maria, weißt du ihm wie man den Namen aus
00:32:02: dem Gräsch gesagt hat?
00:32:03: Oder Gretz oder so?
00:32:05: mit ihrer ... Kalten, eiskalten Stimme hat er immer so Beiträge Sonntags.
00:32:10: dann haben gesagt.
00:32:11: Und was fand ich damals schon ganz ...
00:32:13: Die hat ja die Sendung moderiert.
00:32:14: Ja,
00:32:14: weil sie hatte das so mit einem Ton moderiert, den man vorher noch nicht kannte.
00:32:19: Ganz distorsiert und eiskalt.
00:32:21: Das ist
00:32:21: jetzt, glaub ich, was Sie True Crime nennen?
00:32:23: So ein bisschen.
00:32:24: Ich
00:32:25: bin da ein bisschen anfällig.
00:32:26: Soll
00:32:27: ich erst mal was Neues?
00:32:28: Achtung!
00:32:31: Das kriegt ihr jetzt nicht raus...
00:32:33: Nee, das kann man nicht gut hören.
00:32:35: Vielleicht solltest du warten, bis es alt ist
00:32:38: und ... Ich kann so lange nicht warten!
00:32:39: Das tut mir leid.
00:32:41: Okay, aber dann ging's ja schon los sozusagen also ... Meinst du, dass war Glück, dass du da gleich gelandet bist?
00:32:48: Oder war das einfach ...
00:32:49: Ach, das war natürlich ganz gut um überhaupt
00:32:51: jetzt ausstrahlen
00:32:52: zu können.
00:32:52: Nee, überhaupt nicht weil ich war ja Redaktionsassistentin Und als solch hier da nicht besonders wichtig.
00:32:57: und wobei ich hab dann immer die Aufnahmelatung für die Sendung gemacht Aber das war auch egal.
00:33:02: Nee, das Ding ist ich wollte eigentlich Printjournalistin werden.
00:33:04: Aber es war jetzt die Möglichkeit in den Beruf zu kommen und ich war ja sechsundzwanzig und hatte so viel ... Ich wusste schon so lange, dass ich Journalistin sein wollte und ich wollt jetzt einfach irgendwie.
00:33:13: Und dann war ich da aber bei SpiegelTV nicht richtig weil das zu dem Zeitpunkt Lückenhent-Böserladen war.
00:33:20: der Sonnengott Stefan Aust und er hat seine Gefolgschaft, also diese Frauen nicht so wallende Kittel trugen war alles.
00:33:28: auch
00:33:28: die Männer waren im.
00:33:30: Die waren nicht in der Rivalität, das hat sich keiner zum Rivalen gemacht.
00:33:37: Aber es war wirklich ein ganz eigenartiger Nummer ... Und die Frauen hatten wirklich alle Messe an den Ellenbogen.
00:33:44: Das ist nicht meins, und was ich ganz spannend fand ... Ich bin mal irgendwann hin und hab gesagt, dass das ganz schrecklich sei, dieses Arbeitsklima und so.
00:33:52: Da hat er gesagt, ich weiß das?
00:33:54: Also nicht Stefan Aus, sondern sein Geschäftsführer.
00:33:56: Wir wissen das aber wir machen nichts weil wir so den größten Output
00:34:00: haben.
00:34:01: Okay Also lasst die mal ihren Zickenkrieg da austoben und dann gucken wir mal, was als Ergebnis oder was
00:34:09: als Tipp hat.
00:34:09: Ich will das gar nicht so nennen.
00:34:11: Das ist ja auch ... Nee, es ging immer mit diesem Übermann Stefan aus in dem Gefallen zu wollen und da die Beste sein zu wollen.
00:34:18: Und genau, und dann waren hier halt alle enorm im Konkurrenz!
00:34:21: Und ich wollte aber eh Print machen und dann hab' ich da gekündigt Und hab, weil ich aber auch nicht genau wusste, wie das so geht und so weiter.
00:34:30: Hab ich dann ... Wie gesagt, ich wollte ja printen.
00:34:34: Dann entstand Planet Pussy.
00:34:36: Das war das erste, was ich gemacht habe?
00:34:38: Erzähl mal, was das ist!
00:34:39: Das kenne ich auch noch von früher.
00:34:40: Planet Pussi war ganz toll.
00:34:42: Planet pussy war ein Fansin.
00:34:46: Das waren Pop-feministisches Fansinn.
00:34:49: Ich glaub Mitte der Neunziger kam diese erste Ausgabe.
00:34:53: Und das ist tatsächlich, es ist ganz schön.
00:34:55: Das Wort ist eine Schnapsidee und zwar entstand im Vier-, Drei-Neun, weil ich mit einer Freundin da war und es war noch nicht so voll... Da waren nur so Typen.
00:35:03: und dann hab' ich irgendwie gesagt ja weißt du wenn man da jetzt ein Artikel draus machen würde?
00:35:07: Dann habe ich so losgelegt und diese Szene beschrieben und wir mussten irrsinnig lachen!
00:35:12: Was heißt eigentlich, wenn das ein Artikel wäre?
00:35:14: Warum ist es kein
00:35:15: Artikel?".
00:35:16: Und da hab ich gesagt einfach jetzt mal machen.
00:35:20: Dann war die Heike hieß sie, die war dabei.
00:35:22: und dann haben wir noch ein paar andere gesucht und gesagt, jetzt machen wir so einen Heft!
00:35:27: Und das war halt ein klassisches Fan-Szenen.
00:35:30: Du stellst es irgendwie her, du klebst es zusammen und schickst es durch einen Kopierer und hast dann fünfzig Ausgaben.
00:35:37: Die waren für fünf Mark, was eine außer nicht hohe Preise war sofort weg.
00:35:40: Dann haben wir noch ganz wagemutig fünfzig nochmal durch den Kopierern gejagt.
00:35:44: Und die nächste Ausgabe hatte schon eine Druckauflage.
00:35:47: Wie habt ihr die verteilt?
00:35:48: Habt ihr die ausgelegt oder jemanden gebeten ...
00:35:50: Die musste ja fünf Euro kosten, damit wir irgendwie das Geld wieder reinkriegen.
00:35:54: Wir hatten auch ein paar Anzeigen von Kaffeegeier.
00:35:56: Das hieß Kaffeegeyer großes G-kleiner Eier und so.
00:36:04: Und dann haben wir halt irgendwie so Läden wie die Daniela Bar oder Salz II.
00:36:09: Da lagen sie dann aus.
00:36:12: Und Plattenläden auf, fünf Mark verkauft.
00:36:14: Aber natürlich haben wir ... oft das Geld nicht abgeholt.
00:36:17: Und wie das dann halt so ist, aber es war ein sensationell tolles Heft!
00:36:21: Es waren die Leute haben's geliebt.
00:36:24: wir hatten ja auch lustige Veranstaltungen dazu gemacht.
00:36:26: irgendwie mal Wettbewerbsschwingen den Pinsel und ich weiß nicht was.
00:36:30: Und zwischen HFII und HFIII, das kam in diese Riot-Girl-Feminismusbewegung Mitte der Neunziger.
00:36:39: Da sind wir so reingeflutscht.
00:36:40: Wir galten als weiblich Dietanik.
00:36:41: weil ich damals schon gedacht hab wenn ich Sachen verändern will, also wenn ich Patriarchat verändern Will dann geht es nicht wie... Alice Schwarzer war ja bis dahin die eine, die es gemacht hat.
00:36:51: Aber durch Mäckerei?
00:36:52: Sondern ich hab gedacht ne man muss sie mit ihren eigenen Mitteln schlagen.
00:36:55: Man muss lustig sein und vorführen.
00:36:57: Genau deswegen waren wir da glaube ich ziemlich erfolgreich.
00:37:00: Und zwischen HF II und III waren wir wirklich überall besprochen.
00:37:05: Also das war natürlich toll für so ein Ding ohne Geld und so.
00:37:08: Es war super!
00:37:09: Und konntest du das nutzen für Bewerbungen oder... Also ist das eine Einstiegsluke gewesen?
00:37:16: Nee aber
00:37:16: was ganz toll war ... Als ich mein Abitur nachgemacht hab, musste ich auch Geld verdienen.
00:37:22: Dann habe ich im Baton Rouge gearbeitet, was dir damals ein Kneipe in der Bernhard-Nochtstraße
00:37:26: war?
00:37:26: Das war eine Zeit lang auch ... Mein Wohnzimmer sozusagen!
00:37:31: Und jeden Sonntag war das das Wohnzimmert von Kirstin Rugell, die war damals noch... War sie damals Werbetexterin?
00:37:38: Es war eine sehr bekannte Werbetextur in den Achtzigern.
00:37:41: Und die kam jeden Sonntag an die Bar, das war einmal Sonntags, war es total leer, hat sich ein Kräutertee bestellt und hat einen Joint geraucht.
00:37:49: Da war immer viel Zeit zu reden.
00:37:50: Deswegen wusste ich, ich will Journalistin werden.
00:37:52: Dann hatte ich sie vielleicht bei SpiegelTV wieder getroffen, weil sie mit seiner Maisperge befreundet waren, die besucht hatte.
00:37:58: Und dann ... hatte ich schon gekündigt und sagte ja, ich bin Chefrektorin der Szene Hamburg, melde ich, da kannst du Praktikum machen.
00:38:06: Und dann hab ich mit der Szene im Praktikum gemacht.
00:38:08: Dann ist sie, also ein längeres Praktikum, Monat um Monat ... und dann ist sie von jetzt auf eben im Krach gegangen.
00:38:17: Der Volontär wurde Chefredakteur.
00:38:20: Das Voluntariat war frei.
00:38:21: So habe ich das Dynamok-Volunteut.
00:38:24: Ja, also und wann war das?
00:38:26: Bist du ungefähr so einmal
00:38:28: einstecken?
00:38:29: Also dass ich weiß es immer.
00:38:30: Das muss Mitte neunzig gewesen sein weil ich zum Ende des Volontariats nach achtzehn Monaten nämlich hochschwanger war und das war sechsundneinzig.
00:38:38: Ich kann mir ja merken wenn mein Kind geboren ist.
00:38:40: Das wollen wir doch mal sehr stark.
00:38:42: Genau genau deswegen war das dann so.
00:38:46: vierneinzig-fünfe-neunzig war so eine kleine Posse.
00:38:48: Ja, super.
00:38:49: Ja und dann hast du eine ... Hast du Babypause gemacht oder hast du?
00:38:53: Nee.
00:38:54: Ich war ja ... hab dann irgendwie frei beruflich.
00:38:57: Wie gesagt, ich hatte das Volontariat.
00:39:00: Und das Tolle war dass...
00:39:01: Erklär doch mal wie das geht!
00:39:02: Weil wir haben ungefähr gleichzeitig ... Also ich glaub, ich war ein bisschen eher und dann ... Das zweite Kind haben wir ungefähr gleichzeitig gekriegt.
00:39:09: Ähm ... Ich hab immer
00:39:11: nur ein Kind.
00:39:12: Ja, aber ich habe ja einen Zuhilier schon gekriegt und das Zweite
00:39:15: ... War das dein erstes?
00:39:17: Das ist die Femur neunzig.
00:39:18: Ja!
00:39:18: Und das zweite dann, Simon?
00:39:20: Simonneunzig... Aber wir ... ähm ... Ich war so eine schlappe Nuss.
00:39:25: Ich hab gedacht, ich kann nichts anderes als Kind.
00:39:28: Es war mir schon anstrengend alles.
00:39:30: Aber es ging auch irgendwie beim zweiten.
00:39:33: Habe ich mir schon Gedanken gemacht oder mir ist noch nicht so wichtig.
00:39:36: Das muss man ja auch nicht.
00:39:38: Ja, deswegen interessiert mich immer so wie hast du das gemacht?
00:39:43: Betreuungsmäßig und so?
00:39:44: Also was ganz gut war bei der Szene Hamburg schon ... Ich hab schöne Texte da schreiben können und hatte etwas ganz Tollwahr.
00:39:51: damals war die Allegra ein tolles Heft.
00:39:53: Dadurch dass ich planen Pussy gemacht habe konnte ich da hin und irgendwie ... Hab für dich schon geschrieben.
00:39:59: Ich hab halt dann freizuschreiben.
00:40:01: Gerade wenn die Kinder klein sind geht das total gut.
00:40:04: Dann hab ich also ein bisschen freigeschrieben und auch für die Woche damals.
00:40:09: Und dann war es aber so, dass mir einfach klar war ich mache das nicht alleine.
00:40:15: also ich hatte ja auch einen Vater zu dem Kind und dem habe ich sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass er auf eine halbe Stelle zu gehen hat.
00:40:22: Also der war Redakteur bei der Woche.
00:40:26: Das war für mich der Stand außer Frage, dass wir das teilen.
00:40:29: Und natürlich, also was heißt natürlich?
00:40:31: Also es gab so kurzzeitige Anpassungsschwierigkeiten mit der Idee seinerseits.
00:40:37: Und dann ... Ich glaube das war mit das Beste, was ihm passiert ist, dass ich ihn da gezwungen habe.
00:40:42: Weil das ein großartiger toller Vater war auch zu einem Zeitpunkt, als dieses Vatermodell ja noch gar nicht gab.
00:40:49: Ja, es ging so los gerade.
00:40:51: Die haben damals noch ... Er hatte eine halbe Stelle, dann kam ein anderer Vater, den hatten sie zusammen in einen Ganzen.
00:40:58: ein ganz kleines Zimmer getan, weil die ja nur eine halbe Stelle hatten bei der Woche.
00:41:03: Da musste da einer aufstehen wenn er anderen den Raum verlassen wollte so klein war das.
00:41:08: Und dann gab es noch ... Das
00:41:09: waren Schikane?
00:41:09: Wollten die da irgendwie was
00:41:11: schwer zu sagen?
00:41:12: Aber es gab halt dann einen Artikel über diese beiden Männer.
00:41:16: Oh oh oh, in halbe Stelle wegen Vater sein.
00:41:19: Also so war das ja noch.
00:41:20: Genau und es war aber wie gesagt, für ihn war es ein großes Glück weil er ein toller Vater
00:41:25: ist.
00:41:25: Wie schön dass du das initiiert hast... Ja
00:41:28: einer meiner vergemacht
00:41:29: hat.
00:41:30: Dass ich auf andere Leute das aussehe.
00:41:33: Darf ich mir nochmal nachschägen?
00:41:35: Ja natürlich!
00:41:35: Darf die auch nochmal nach schägen.
00:41:37: Ich habe so ein anderes Glas Dass das Getränk, was haben wir noch nicht benannt?
00:41:43: Nee.
00:41:44: Das ist ein Getränktes man am Geräusch erkennt.
00:41:46: Ich schenke jetzt mal bei mir so ein ... Ich halte es mal neben
00:41:49: das Mikro.
00:41:52: Ja, das ist gut!
00:41:53: Unverkennbar wie so Hörspiel, so künstlich.
00:41:56: was einschenken damit es im Hörspiel klar ist wird etwas
00:42:00: getrunken.
00:42:01: Ach, das is herrlich.
00:42:03: Trockend trinken als trocken feiern, oder wie ist das?
00:42:06: Götzgeorge.
00:42:07: Hatte doch diese tolle Werbung für ... War das dein Haar?
00:42:11: Nee!
00:42:11: Henkel trocken.
00:42:12: Hänkeltrocken und da ist er doch in so einer ... Haben wir einen Hammock gefilmt mit einer Riesigen Wille und dann ist der runtergerutscht nach dem Sektflaschen und hat gesagt, lieber trocken trinken ans
00:42:22: Trockenfeier.
00:42:23: Ich leg jetzt auf die Feststellung, dass wir hier keinen hänkeltrocken trinken
00:42:26: um Url.
00:42:27: Nein es ist ein Kuhweh.
00:42:30: Wir haben was Schönes im Glas.
00:42:32: Das ist brickelt.
00:42:36: Prost!
00:42:37: Okay, Baby da ...
00:42:39: Genau, deswegen dann geteilt und deswegen ging das alles.
00:42:44: Ja, seitdem bist du ja eigentlich sehr gut im Geschäft gewesen?
00:42:48: Also der Name war irgendwie around, das kriegte man immer so mit.
00:42:52: Ich bin mal gefreut, wenn ich was von dir gelesen hab, fand ich immer super.
00:42:56: Gab uns ein paar Frauen, die ich toll fand, wo ich immer zwischendurch, ... meiner Dumpfheit.
00:43:06: Ein
00:43:06: so was auch nicht, das stimm ich über Treibhauch.
00:43:08: Hast du auch's noch gemacht?
00:43:09: Ja ja!
00:43:10: Nein nein!
00:43:12: Alles gemacht.
00:43:12: Aber ich war so...
00:43:13: Wo war eigentlich der Vater deiner Kinder?
00:43:15: Der war auch da.
00:43:17: Nein, der war auch viel da.
00:43:19: Wir mussten es halt immer organisieren und Lücken entstehen sozusagen.
00:43:23: Weil wir beide irgendwie nicht fest angestellt und so mussten wir halt ... Das ist alles immer so zu Recht kneten.
00:43:32: Und dann muss man natürlich gucken, wer verdient grade mehr?
00:43:34: Also da kannst du drehen und wenden wie du willst.
00:43:38: Dann kannst du auch feministische Standpunkte rausballern, wenn du einfach viel weniger verdienst ... Da sind nur mal zwei Kinder da.
00:43:48: Bleibt nicht viel anderes übrig.
00:43:50: Es sei denn, man versinkt den Armut und Not!
00:43:54: Und man möchte das und die Frisur.
00:43:55: Ist das
00:43:56: Alkohol?
00:43:56: Nein, das hat sich dann alles geändert und verbessert natürlich aber es war ein bisschen später also nicht mit Bebys.
00:44:02: Mit Bebies am Hals war das bei mir nicht möglich.
00:44:05: Die waren ja auch total nah beieinander!
00:44:08: Ja, aber es ist eine Typfrage.
00:44:09: deswegen ich frage immer gerne andere Frauen jetzt so im Nachklapp wie habt ihr das gemacht?
00:44:15: und ganz unterschiedlich.
00:44:17: Manche haben einfach weitergemacht mit voller Power.
00:44:20: Es gibt auch Frauen, die komplett raus sind und gar nichts mehr.
00:44:23: Überhaupt gar nicht mehr gemacht haben, sondern noch Mami waren und dann drei Kinder gekriegt haben was auch ein Job ist oder so oder auf vier.
00:44:31: Aber ganz anders agiert haben.
00:44:33: mich interessiert das immer.
00:44:34: wie war die Power zu der Zeit?
00:44:37: Die war schon recht
00:44:38: groß.
00:44:38: Bei dir hatte ich den Alter... Ja genau also du wolltest ja auch etwas.
00:44:42: Ich wollte ein Kind und ich wollte arbeiten
00:44:45: So.
00:44:45: Ja, aber auch jetzt würde ich jetzt populierpsychologisch sagen, dass du ja natürlich dadurch, dass es so spät immer erst losging bei dir und auch ein bisschen mühsamer war ... Dass denn der Wille größer ist?
00:44:57: Nicht noch aufzuschieben irgendwas, sondern sofort loszulegen oder täusche ich mich da?
00:45:02: Das ist ein total interessanter Gedanke, den ich mir noch gar nicht... Also die Frage habe ich mir doch gar nicht gestellt, ob das so ist.
00:45:08: Aber das ja
00:45:08: um dich selbst geht!
00:45:09: Lass doch mal die Menschen von außen dir dein Leben erklären, Silke.
00:45:15: Okay, Rebecca.
00:45:17: Genau!
00:45:18: Ich bin ja jetzt entschlossen Geld zu verdienen ...
00:45:21: Ich bin auch seit Jahren fest entschlossen?
00:45:24: Ja ich bin jetzt fest entschlossene und das hat auch sehr gedauert.
00:45:29: Zum Beispiel mein Problem ist dass ich diese, also immer noch nicht so richtig ablegen kann, dass ich Geld doh finde.
00:45:35: Ich find's blöd...
00:45:36: Das ist das Problem, ich hab gerade mit anderen Freunden drüber geht, das Problem unserer Generationen.
00:45:40: Also zumindest wenn wir aus Linken zusammenhängen kommen Das natürlich und das kann ich für mich, also den Schuh ziehe ich mir total an auch Chancen abgelehnt worden.
00:45:50: Ich hab wahnsinnig viel nicht gemacht weil ich wusste mein gesamter Freundeskreis kotzt wenn ich das jetzt mache.
00:45:57: Ach echt?
00:45:58: Ja.
00:46:00: Also Anfang zwanzig, ne?
00:46:02: Ich will jetzt nicht explizit darauf eingehen, ich bin ja auch nicht stolz drauf aber ich habe halt ... es winkten Schecks und ich hab's nicht gemacht Dann kann ich mich nirgendwo
00:46:14: mehr sehen.
00:46:14: So meinst du das?
00:46:15: Ja,
00:46:15: okay!
00:46:16: Und im Nachhinein richtige Entscheidung natürlich und auch mit voller Überzeugung getroffen.
00:46:24: aber ich habe dann natürlich auch Leute gesehen die das denn gemacht haben und dass die hatten dann auch teilweise weniger Sorgen und so also weniger finanzielle Sorgen.
00:46:34: Und es gibt ja so Phasen in dem Leben wo man denkt Ich hätt's gern ein bisschen einfacher und nicht so kleinteilig.
00:46:40: Und dass man überall immer was zusammenkratzen muss, sich anstrengen muss ... Das hab ich dann schon gedacht.
00:46:48: Aber ich war sehr groß darin, Chancen nicht zu ergreifen, weil ich dachte es ist uncool.
00:46:54: Also uncool war auch ein Kriterium?
00:46:56: Ja!
00:46:57: Das waren totales Kriterie um
00:46:58: z.B.,
00:46:58: Klamotten kaufen usw.
00:47:00: Genau.
00:47:01: Ist mal was Gutes, also wirklich etwas ... bis ich mir so was mal gekauft hab.
00:47:08: Ich kann das jetzt noch ganz schlecht, muss ich ehrlich
00:47:11: sagen.
00:47:12: Fühlt sich viel besser an natürlich.
00:47:14: Sieht auch besser aus?
00:47:15: Ja eben oder gute Schuhe zum Beispiel ein wichtiges Ding finde
00:47:21: ich.
00:47:22: Was ganz toll war ... Ich habe nicht so viele Preise gekriegt.
00:47:29: Also, es gibt so einen.
00:47:29: den hab ich mehrmals gekriegt.
00:47:30: Aber dann denk ich auch ... Wenn du da drin bist, kriegst du den E. Ich hab ein mal einen gekriegten, der war dotiert.
00:47:36: Normalerweise sind das häufig zwei Preisträger innen, aber diesmal war das nur ich und es gab fünftausend Euro.
00:47:44: Und das war die Zeit, wo's sich so mehrte, dass ich ins Fernsehen ging oder auf dem Podium saß.
00:47:49: Dann hab ich halt Teil von diesem Geld genommen und bin einkaufen gegangen.
00:47:53: Eigentlich war ich nur in einem Laden Harm Job hier in Hamburg.
00:47:57: Damals hießen die ja noch, FKK hießen sie?
00:47:59: Ja und das hat mir halt so ... Ich hab mir halt so Sachen gekauft.
00:48:05: Das ist ganz toll, die machen alles aus Jersey was sie machen und das Lustige war ... Die sind in Eppendorf, ich find Eppndorf ganz gruselig.
00:48:13: Dann komm ich da hin und hab gesagt, ich hätt ein Problem.
00:48:19: Ich habe keinen Mann, ich fahr kein SUV.
00:48:22: Und hab auch kein ... Irgendwas anderes noch?
00:48:25: Genau!
00:48:25: Und ich hab keine Größe, thirty-eight.
00:48:28: Was machen wir?
00:48:29: Und dann hat der gesagt, jetzt zieh mal die Sachen an.
00:48:31: Weil da hängt halt nur ein Dreißig und wie machen sie das denn größer?
00:48:34: Und es ist halt total toll als Katharina Fegebank, die ja auch ganz andere Körpermaßart, die kaufte auch ganz viel.
00:48:39: Das ist einfach super.
00:48:40: du gehst dahin, du siehst was und die machen dir das für dich passend.
00:48:43: Dann habe ich tatsächlich für ein paar Hundert Euro der Klamotten gekauft und das ist eine total lohnende Investitionen.
00:48:51: Das finde ich auch etwas mit Erwachsen ... werden oder sein zu tun, irgendwie auch dafür zu sorgen.
00:48:59: Dass man sich
00:48:59: z.B.,
00:49:00: dass man sagt ich sitze hier auf dem Podium und ich muss jetzt kein doofes Gefühl haben weil da schon irgendwie sich was auflöst, ablöst oder irgendwie
00:49:08: so.
00:49:08: Genau oder alle sehen das ist von H&M oder sowas.
00:49:12: Na ja
00:49:12: genau.
00:49:14: Bei mir ist es dann halt eher, also meine Sachen ... Ich hab die immer, ich habe meine Sachen ewig Genau, und dann irgendwann siehst du es natürlich auch.
00:49:22: Und das siehst Du natürlich gerade in so einem Moment, dann fällt dir auf Oh Scheiße!
00:49:26: Das ist aber schon ein bisschen abgetragen oder so.
00:49:27: Siehst ja vorher nicht, das sieß Du ja nur in solchen Situationen.
00:49:30: Man sieht's dann im Fernsehen nochmal?
00:49:33: Siehst Du da Gebrauchsspuren an den Klamotten?
00:49:36: Nee, aber in Deiner Unsicherheit.
00:49:38: In der Unsicherheitssituation.
00:49:40: dich so zu exponieren, da kommt ja alles zusammen.
00:49:42: Da rattert dann ... Und dann fällt dir auf, oh Gott, das ist hier aber nicht mehr ganz toll, was kein Mensch sieht!
00:49:52: Aber deswegen ist es wichtig, dass du dir Sicherheit schaffst.
00:49:55: und sicherheitsschaffen heißt auch eine Klamotte anzuhaben für, weiß ich nicht, Euro das Oberteil?
00:50:00: Dann sitzt du da und weißt, es sieht einfach gut aus.
00:50:03: Gerade wenn du angegangen bist, total wichtig.
00:50:06: Genau, also wie so eine Rüstung natürlich.
00:50:10: Merkel hat das super klug gemacht.
00:50:11: Fand ich auch, dass sie es kluggemacht hat, obwohl ich nun wirklich wahrlich keine Merkel-Anhängerin bin.
00:50:17: aber sie hat nach den ersten Angriffen einfach das gemacht was am wenigsten... Stört und ich habe mir so vorgestellt, manchmal wie sie morgens an ihren Schrank geht.
00:50:29: Und einfach das T-Shirt den Blazer die passende Hose und ihre Treterchen anzieht und weiß okay des Wundert sich keiner, wenn ich das anhabe.
00:50:38: Ich
00:50:38: glaube ja, dass es ganz anders ist.
00:50:40: Die hat eine Beraterin ...
00:50:43: Wir wissen ja auch, sie hat bei einer bestimmten Designerin alles machen lassen.
00:50:50: Sie hatte zwei Gäste.
00:50:52: Ich hab's gerade
00:50:53: nicht parat wegen Alter.
00:50:55: Ich will sagen, sie will ein Paar versteht.
00:50:57: Das stimmt aber nicht!
00:50:58: Ist auch völlig egal.
00:50:59: Aber ich glaub eher, dass das über wahrscheinlich für die nächsten zehn Tage festgelegt war.
00:51:04: Weil sie hat ja so viel Klamotten und dann heißt es irgendwie der und der Anlass oder der und Der Termin.
00:51:11: ist die Farbe richtig, da ist die farberichtig ... Und dann haben die das einfach vorher festgelegt was sie da anziehen.
00:51:18: Genau, dann kommt noch jemand zum Haare föhnen.
00:51:20: Zwischen Ruhs auflegen fertig los geht's, sechs Uhr fünfzig.
00:51:25: Das Wetter.
00:51:26: Ab zu MTV auch, muss jetzt mal losgehen!
00:51:29: Ein Leben um das ich sie nicht beneidet hab und auch... Egal.
00:51:34: Ich ess' jetzt auch mal Chips.
00:51:35: Mal
00:51:36: gucken wie die?
00:51:36: Leg's mal auf die Zunge und lass es zergehen.
00:51:38: Ne, es geht gar nicht.
00:51:39: Ich habe auch so... Mh, superwirtig.
00:51:42: Ich hab superwertige Chips gekauft in so einer ganz großen Tüte Und dann hab ich die früher geöffnet und es war irgendwie nur ein Drittel unten gefüllt.
00:51:50: Ich dachte, ich kaufe mal so eine Riesentüte.
00:51:53: Kann man nicht so viel essen?
00:51:55: Nee, damit wir ein bisschen ... eine Möglichkeit haben
00:51:59: auf was zu
00:52:00: tun.
00:52:02: Oder war es etwas enttäuschend.
00:52:03: Aber
00:52:04: gut!
00:52:04: Ja, die sind sehr gut.
00:52:06: Ich hab auch noch so ein Süßes hier, guck mal.
00:52:08: Aber jetzt hab ich grad mal Seite.
00:52:10: Okay.
00:52:12: Wir schwiften etwas ab.
00:52:16: Ja, Klamotten als Wertigkeit aber auch, was ja auch wichtig ist... Was ist für einen wichtig, wo möchte man landen?
00:52:28: Hattest du nachdem das Baby da war, deinen Sohn, die spitzen Sohne übrigens.
00:52:36: Nach dem der Davor ... Ja!
00:52:40: Hattest du dann Masterplan oder bist du ... Hast du einfach weitergearbeitet?
00:52:47: Ich
00:52:47: hab gearbeitet.
00:52:49: Das Ding ist, das Einzige, was ich wusste ... Ich habe mir vorgestellt, Journalismus ist wie so eine Pyramide.
00:52:55: Du hast unten diesen ganzen Trashbereich-Bauer und dieses Bauerblechter und das Ganze, was man nicht ernst nimmt, wo es echt schlimm ist.
00:53:04: Dann hast du einen Mittelbau, der ist halbwegs ... Anständig aber immer noch blöd, die ganzen Frauenzeitschriften.
00:53:10: Aber zu dem Zeitpunkt ja nicht alle nur schlecht waren und so.
00:53:13: Und dann hast du oben die Spitze mit dem was wir heute Qualitätsjournalismus nennen.
00:53:18: Ich wollte an diese ... ich hab irgendwie klar, ich will da hin wo... Also wenn ich will an das untere Ende der oberen Spitze.
00:53:27: Ich will so gut sein dass ich tendenziell für sie schreiben kann.
00:53:31: Für die Süddeutsche, für die Zeit usw.. Und ich hatte überhaupt gar keinen Plan.
00:53:36: Das war auch so ein bisschen schwierig, weil ich hatte halt auch ... Ich hatte zwar ein paar Praktika gemacht, aber die waren jetzt nicht alle nur ... Also, überhaupt nicht toll und ich hatte wenig Kontakte und Verbindungen.
00:53:48: Die kam ich hier in Hamburg, wo doch eigentlich gefühlt ... Achtzig Prozent aller mit denen wir damals so ausgegangen sind irgendwie ... Pressemäßig oder Werbung?
00:53:56: Ja, Werbung
00:53:56: ist viel näher.
00:53:57: Ganz viel Werbung.
00:53:59: Die haben sich ja den Arsch.
00:54:01: Die haben sich ja
00:54:02: richtig
00:54:02: golden lassen.
00:54:04: Und die Plattenfirmen auch?
00:54:06: Ja,
00:54:06: genau und die Journalistinnen zum Teil auch.
00:54:09: Aber irgendwie war ich da ... Ich war dabei nicht so drin.
00:54:17: Was wollte ich jetzt sagen?
00:54:19: Du wolltest an das untere Ende der Spitze der Pyramide.
00:54:23: Genau wie du da
00:54:27: bist.
00:54:27: So, und es ist so ein mehr ... Also, da geht's um Qualität.
00:54:31: Was ich wollte gut sein und ... Genau, aber wie gesagt ein Plan hatte ich nicht, sondern ich hab dann halt geschrieben und geschrieben.
00:54:37: Und nee, ich wollt noch irgendwas anderes sagen was jetzt leider weg ist.
00:54:42: es kommt bestimmt gleich wieder.
00:54:44: Dann schiebst du das nochmal ein?
00:54:45: Aber es war diese Sache mit dem eben diese also keine Kontakt.
00:54:48: genau jetzt weiß ich es wieder.
00:54:49: Keine Kontakte zu haben und ich bin dann halt... Das war so lustig und zwar aufgrund von Planet Pussy.
00:54:58: Als es bei der Tatz angelandert ist, konnte ich deinen Text schreiben.
00:55:02: Auf meinen ersten Text.
00:55:04: in der Tat ... Und zwar die Tochter von Rudolf Scharping hatte sich damals nackt in der Max fotografieren lassen.
00:55:10: Was dann sowieso ...
00:55:11: War nicht Scharpping selber im Pool rumgespattet?
00:55:14: Das war schon später.
00:55:15: Beta,
00:55:15: seine Tochter, nackte und ... Die
00:55:16: haben mal so ein bisschen Affinität.
00:55:19: Genau, und dann hab ich halt irgendwie ... Ich sollte dazu was schreiben.
00:55:22: Auf der Wahrheit, auf der Satireseite.
00:55:24: Und habe mich darüber lustig
00:55:26: gemacht.
00:55:28: Also die Frage ist, was fällt einem da zu ein?
00:55:29: Wie geht es damit um?
00:55:31: Dann hatte ich gesehen, dass die Brustwarzen gekräuselt waren.
00:55:34: Meine Frage war, warum hat man sie so frieren lassen?
00:55:36: Große Shooting- und arme Frau muss frieren!
00:55:39: Das kam sofort zur Abokündigung.
00:55:41: Und da wusste dann die Tats, ich bin richtig und ich wusste auch.
00:55:45: Dann bin ich bei der Tat reingerutscht.
00:55:49: Ich fühle mich sehr verbunden, wenn nicht mehr viel für dich macht.
00:55:53: Auch weil ich da kaum noch jemanden kenne.
00:55:55: Aber dadurch dass sie so wenig zahlen ... Es gibt eine zweite Währung und das ist die Freiheit.
00:56:01: Und du kannst bei der Tat einfach ... Du hast irrsinnig viel freier Raum, und du kannst dich ausprobieren.
00:56:08: Für mich war es halt die Möglichkeit, mich auszuprobieren.
00:56:12: Wenn du ... Dadurch dass ich sozusagen ... Ich hatte keinen Vitamin B, ich kannte wenige Leute.
00:56:18: Die Frage ist, wenn du nicht über so Koneckel da reinkommst, wie kommst du dann rein?
00:56:23: Das ist Aufmerksamkeit generieren!
00:56:25: Ja.
00:56:26: Und ich hab halt einfach rotzfrech, wie ich schon als Kind ja war.
00:56:31: habe ich da geschrieben und das wiederum hat dann so Aufmerksamkeit generiert.
00:56:34: Und dadurch wurde ich dann langsam bekannt, und deswegen also meinen sich etablieren ging eben über dieses Aufmerksamkeit Erregende häufig im sehr freche schreiben.
00:56:51: Was ganz interessant war, als ich da angekommen war, wo ich hin wollte, habe ich festgestellt, dass es zwei Stränge gibt.
00:56:58: Und der eine ist halt diese ... dieses unbändige Fräche auch kindliche Rumrockerriege was sich alles rausnimmt, diese Figur und es gibt aber noch die Schönschreiberin.
00:57:13: Damit mit diesem Rockering wirst du bei der Zeit nichts.
00:57:15: Bei der Zeit wirst Du etwas, wenn Du richtig schön schreiben kannst.
00:57:18: Zum Glück kann ich das auch.
00:57:20: dann gab es diese zwei schreiberischen Existenzen.
00:57:24: Die hatten gar nicht viel Überschneidungspunkte, aber das war irgendwann mein journalistisches Ich mit dem ich recht erfolgreich war und im Presseclub landest du natürlich ... Da reicht es nicht, dass du irgendwie tolle Behauptungen hast oder tollen Zahlen recherchiert, sondern musst du noch mehr mitbringen oder so.
00:57:44: Das ist quasi das Aufgang.
00:57:46: Ein Plan gab es nicht?
00:57:48: Aber mir ist hinterher sozusagen ein gewisses Muster oder so aufgefallen und ich kann zum Beispiel heute sehr, also ... Ich kann Leute aufbauen.
00:58:01: Jetzt natürlich auch mit den ... Am Anfang gab's ja dieses Internet nicht und so.
00:58:06: Ich bin dann sozusagen zu einer Medienmarke geworden, ich war öfter auf Podien, Journalist, wie werde ich Marke?
00:58:13: Das hat maßgeblich mit dem Foto zu tun in dieser einen Kolumne, weil das Foto so prägnant war...
00:58:17: Ja genau!
00:58:18: Das waren
00:58:18: wir überhaupt nicht klar.
00:58:20: Aber jetzt, wo du sagst, weil ich sehe dieses Foto
00:58:24: noch.
00:58:24: So.
00:58:25: Ich war die Frau mit dem Helm.
00:58:26: Genau.
00:58:27: Bei so ner Firma, irgendeinem Mittelstandsunternehmen Ich weiß gar nicht, ob das Dixie-Clo war.
00:58:31: Irgendeine Firma wollte ich eine Geschichte machen und der Typ sagt ... Also kommen Sie mit Ihrem Helm?
00:58:37: Und da hab' ich gedacht, ach guck!
00:58:40: Das war auch ... Kommen Sie mit dem Helm, wo?
00:58:43: drauf muss ich mich einstellen.
00:58:44: Ich war halt die mit dem helm und das ist für eine Markenbildung total gut.
00:58:49: Aber nur ne Zeit?
00:58:50: Nee, ich hatte ja noch das andere bei der Zeit.
00:58:53: Was so ... Das Gute war, ich hab dann diese Medienkolumne, die Kriegsreporterin war wichtig weil sie mir noch mal Türen geöffnet hat in Redaktionen hinein.
00:59:04: Weil ich hatte unglaublichen Respekt der Kolleginnen und Kollegen weil ich Sachen gesagt habe, die sich nicht zu Trauen sagen.
00:59:11: Und die waren total froh, dass es jemand ausspricht.
00:59:14: Diese ganzen Kürzungen und Einsparungen, die oft gar nicht gerechtfertigt sind ... Ich hab das ja benannt.
00:59:21: Das war wie das Kaisers neue Kleider.
00:59:23: So war meine Kolumne.
00:59:25: Deswegen gab's ein paar Leute, die mich nicht mögen.
00:59:28: Das sind meist ein paar Chefs.
00:59:30: Alle anderen fanden diese Kolumnen geliebt!
00:59:34: Dadurch hatte ... Das war zum Beispiel... Und dann habe ich für eine Recherche bei der Süddeutschen angerufen und sage ja, ich möchte mal eine Zahl verifizieren oder man sagt da sind sie die von der Kolumn nicht so.
00:59:44: Ja und dann ging da die Türen auf und danach hab' ich für die Süd-Deutsche geschrieben.
00:59:48: So und trotzdem war das... Trotzdem war da irgendwie ne Trennung aber es gab sozusagen also deswegen ist gab diesen Plan nicht.
00:59:54: aber im Nachhinein lässt sich ein.. lässt sich was daraus ablesen wie man Leute aufbauen kann.
01:00:05: Ich finde schon, dass man nicht außer Acht lassen darf.
01:00:08: Weil das hört sich an, wenn solche Erzählungen ... Das kenne ich auch zum künstlerischen Bereich.
01:00:14: Dann hab ich das und das gemacht, es hat Aufmerksamkeit generiert, dann hat sich da wieder eine Tür geöffnet.
01:00:19: Aber im Hintergrund ist natürlich Arbeit.
01:00:22: Ja?
01:00:23: Und das arbeiten ja nicht nur im schreiberischen Sinne, das kenn ich von mir auch, sondern du musst ja
01:00:29: auch ...
01:00:30: around sein, du musst ja das Leben irgendwie aufnehmen.
01:00:33: Du musst ja Antennen haben um rauszukriegen.
01:00:38: was ist hier überhaupt los?
01:00:39: auch viel lesen viel anderes lesen und so dass erfordert jetzt halt und auch.
01:00:43: also ich finde dass es viel zeit erfordern raus zu kriegen.
01:00:48: was ist ihr überhaupt los bevor man ein thema hat oder weiß das könnte jetzt ein gutes thema sein es sei denn es sind auftrag.
01:00:57: Hast du diese Zeit gehabt mit dem kleinen Kind?
01:00:59: Oder hast du sie dir einfach nehmen können.
01:01:01: Ich mein, was für ein Modell habt ihr gehabt?
01:01:04: Habt ihr einen Wechselmodell
01:01:05: gehabt?
01:01:07: Wie man so schön sagt ... Ein wechselmodel hat wir.
01:01:10: Ich weiß gar nicht wie man das nennt aber das Ding war also Helmut heißt der Helmuth-Zitler.
01:01:13: Der hatte eine halbe Stelle bei der Woche da hat er seine festen Arbeitstage zu denen.
01:01:18: Das Ding war dann ich wollte gerne ne feste Stelle haben Und da war Anton, also Ben.
01:01:28: Ich hab jetzt so ein Buch geschrieben, das ist kein Ben.
01:01:31: Komm wir gleich nach unten.
01:01:32: Das habe ich dann gesagt mit Anton.
01:01:32: Egal... Da war der three ... Aber er ist jetzt
01:01:36: alt genug glaube ich?
01:01:37: Ja ja, er ist alt genug!
01:01:40: Jedenfalls, ich wollte gerne feste Ställe haben und hatte eine halbe Stelle bei der AMIKA.
01:01:45: Und lustigerweise gab's damals überhaupt nicht.
01:01:48: Das war für den Chefreaktor auch mehr oder weniger unvorstellbar.
01:01:51: ne Journalistin die nur zur Hälfte da ist.
01:01:53: Da hat er gesagt, es gibt ein Ressort das ist so außen vor, das ist produktionstechnisch, es läuft nebenbei ... Dann kannst du das machen und das war Sex und Sünde.
01:02:03: Ah!
01:02:03: Hatte ich ja keine Ahnung von dem, aber ich hab gedacht mein Gott, wer bumsen kann.
01:02:05: Du hattest ja eben... Was
01:02:07: geht doch?
01:02:08: Das kann wohl nicht so schwierig sein
01:02:09: Genau.
01:02:10: Und deswegen hatte ich meine Tage mit der Arbeit, und dann war ich auch bei der Arbeit.
01:02:14: Da wurde nicht irgendwas kontrolliert.
01:02:16: Ich hab auch nicht zu Hause angerufen, sondern mein Kind war versorgt, was soll ich mich darum kümmern?
01:02:20: Deswegen hat das gut geklappt.
01:02:22: Aber als ich bei der Amika weg war nach zwei Jahren ... Dann habe ich freigeschrieben.
01:02:27: Dann hab ich zum Beispiel auch als freie Textchefin gearbeitet für beim Jahreszeitenverlag.
01:02:32: Das hieß, wenn du danach fragst... Also, man hat morgens gegen sieben das Kind geweckt.
01:02:39: Kindergarten oder Schule fertig gemacht, ist dann zur Arbeit gegangen.
01:02:42: Aber vorher hatte ich schon mal anderthalb zwei Stunden gesessen und meine freien Sachen gemacht.
01:02:47: Und abends, wenn das Kind im Bett war ... Ich hab richtig gekäuelt!
01:02:53: Genau du hast gekäut.
01:02:54: Das ist nämlich der Unterschied, dass er dich nie gemacht hat.
01:02:57: Da war ich einfach zu schlapp zu.
01:03:01: Ja genau,
01:03:02: es ist auch eine Typfrage.
01:03:05: Ähm, du bist eine brennende Frau sozusagen.
01:03:10: Also nicht nur jetzt in ...
01:03:15: Ja, das stimmt.
01:03:16: Aber da ist schon mehr Power hinter
01:03:21: uns.
01:03:21: Das ist ja das Reinigende, was wir finden.
01:03:24: Ich sag auch manchmal, ich wäre Alkoholikerin geworden, wenn ich nicht geschrieben hätte.
01:03:29: Man
01:03:30: kann beides.
01:03:31: Ich habe mich bewusst dagegen entschieden
01:03:33: und ... nahm einen großen Schluck aus sich.
01:03:36: Rebecca hat einen großen schluck genommen, nicht ich!
01:03:39: Nee, aber zum Beispiel ... Ich habe mich irgendwann ganz bewusst gegen das ... Also dagegen entschieden zu schreiben und zu trinken.
01:03:50: Weil ich ...
01:03:50: Das geht ja auch nicht so.
01:03:52: Die erfahren, ob ich das geht nicht zusammen.
01:03:55: Wenn ich weiter getrunken hätte, hätte eine sehr gute Schreiberin werden können.
01:04:00: Aber du bist
01:04:00: ja nicht konzentriert?
01:04:03: Ja, ich hab immer so tolle Einfälle und die Welt wird so groß.
01:04:07: Jetzt fangt dich mal, sind das dann wirklich tolle einfälle?
01:04:10: Ich habe schon Schlimmes gehört von Leuten, bei denen, wo sie durchgeschrieben haben unter Einfluss von Sachen ... Und dachten okay, das ist es jetzt!
01:04:20: Aber weißt du, allein das Gefühl
01:04:21: ...
01:04:22: Das ist doch ganz toll dazu sitzen und berauscht zu sein.
01:04:26: Ja, aber du kennst ja auch das Tunnelschreiben, dass du loslegst und du bist... Also es ist ja rauschhaft, wenn's gut läuft.
01:04:34: Genau!
01:04:36: Man hofft immer drauf, dass so was immer mal wieder passiert.
01:04:40: Meistens passiert nicht, aber wenns mal passiert ist, hat's
01:04:43: nichts zu tun.
01:04:43: So war das bei mir immer.
01:04:45: Es war einfach, ich fang an und gucke auf die Uhr und es sind dreieinhalb Stunden.
01:04:50: Und das ist natürlich ... Wenn es so ist, dann ist das nur großartig beglückend und du willst es jeden Tag wieder.
01:04:56: Es war ja auch keine Mühe!
01:04:57: Das war wie Tanzen.
01:05:00: Es musste erlernt werden?
01:05:02: So irgendwie wie Tancen auch erlernten muss.
01:05:03: Aber es war halt wie ... Ja, das war mein Leben.
01:05:08: Vielleicht bist du auch gesegnet mit Talent.
01:05:11: Das gibt's ja auch die große Ungerechtigkeit dieser Welt.
01:05:15: Aber
01:05:15: das hast du auch.
01:05:16: Ja, aber das mag sein.
01:05:19: Aber das ist ja nichts ... Obwohl ich bin mir gar nicht so sicher.
01:05:23: Vielleicht hat man sich das
01:05:24: auch... Nein, weißte was?
01:05:26: Ich mache ja schon ganz lange so Kreativitätstraining.
01:05:28: Es gibt ja ganz lange schon, manchmal schreibe ich Workshops und was ganz spannend ist zu sehen, also da geht es darum die Kreativity bei den Leuten sozusagen wachzukitzeln.
01:05:39: Und ich hab manchmal das Gefühl, ich bin wie eine ... Also es geht darum, die Rohre freizulegen.
01:05:44: Weißt du, diese diese Verbindungsrohre, die in den Menschen sind.
01:05:49: Ich mach das jetzt wirklich zwanzig Jahre lang und es gibt keine Menschen, die nicht kreativ sind oder so.
01:05:55: aber bei vielen sind einfach die Rohre verstopft!
01:05:58: Ja und sie sind auch verstopf mit Angst?
01:06:00: Das merke ich immer wieder.
01:06:01: also gerade bei Frauen ist es so dass dann... Also ich habe neulich einen Text geschrieben, den ich jetzt überhaupt nicht... Also fand ich logisch einen Text zur Zeit und dann kriegte ich die Rückmeldung supermutig.
01:06:13: Das ist aber mutiger Text.
01:06:14: Und ich hab so gedacht, wieso?
01:06:16: Wieso
01:06:17: das?
01:06:17: Aber weißt du was?
01:06:17: wir sind in einer Welt mit Schissern?
01:06:19: Ist ja grade alles mutig!
01:06:21: Und gleichzeitig wirst du dafür gefeiert, wenn du irgendwie guck dir doch mal auf Linkin oder so was anderen sagen und dann dieses ... Toll, dass du das mit uns teilst.
01:06:30: Und so mutig.
01:06:30: Wenn man so denkt, nee ich hab gesagt, ich war schon mal nackt auf der Straße, wo ist das Problem?
01:06:36: Die Leute sind so schissig!
01:06:38: Das ist unglaublich.
01:06:39: Ja, in den letzten Jahren ist mir es immer klarer geworden natürlich auch durch Corona ein bisschen, wo auch so klar wurde, was ist da jetzt eigentlich?
01:06:49: Ja, das ist ein Bestäppnis.
01:06:50: Glaub ich die
01:06:50: Kernaussage?
01:06:51: Aber auch
01:06:51: dass man nicht immer vor allem ... Also ... Dass man nicht dafür Angst haben muss, dass Leute die vernünftige Sachen sagen, einen verarschen so.
01:07:04: Das war ja sehr verbreitet gewesen.
01:07:08: Ich hab grad bei Frauen gesehen, dass so ... bestimmte ... Erzählungen aus ihrem Leben oder auch das Aussprechen von Wahrheiten, doch sehr zurückgehalten wird.
01:07:22: Aus einer Ängstlichkeit heraus oder auch aus einer Scham.
01:07:26: Also Angst davor sich angreifbar zu machen oder dass es peinlich ist.
01:07:30: oder bei Frauen auch weit verbreitet und sexy?
01:07:35: Ja,
01:07:36: weil wir sollen ja auch nicht edgy sein.
01:07:38: Wir sollen
01:07:39: ja schon geschmeidige
01:07:41: Ketzlies
01:07:43: sein.
01:07:44: Das ist ja in irgendeinem Fall vorbei.
01:07:45: Apropos vorbei!
01:07:46: Jetzt kommen wir zu den nächsten.
01:07:50: Wenn es überhaupt jemals war ... Ich glaub bei dir war das auch nie so.
01:07:53: War's schlimm?
01:07:53: Dass du ein geschmeydiges Kätzchen warst.
01:07:55: Ähm ich glaube wenn man einen Umfeld fragt, wenn man noch die Möglichkeit hat um meine Eltern zu fragen, nö.
01:08:01: Nee, ich glaub bei mir war's auch nicht ... Ich glaube never ever der Fall.
01:08:07: Jetzt ist es ja so.
01:08:09: Wir kennen uns vom Seen, weil wir in der gleichen Hüt wohnen und auch ... Das darf ich wohl sagen gerne, da wo wir wohnn.
01:08:19: Und haben uns dann immer mehr getroffen angenähert und in erster Linie wegen einer Sache die dir eingefallen ist, die man mal machen müsste.
01:08:31: Und zwar hast du dich beschäftigt mit Frauen Ähm, im Wechsel.
01:08:38: Also ich sag immer so ungern Wechseljahrs ... Oder Menobus, wie ich total bescheuert.
01:08:42: Was soll sich denn da wechseln irgendwie?
01:08:44: Ja, es wechselt sich schon ein bisschen was.
01:08:46: Die Kleiderhäusle und die Kleide.
01:08:48: Ja mein Gott!
01:08:48: Ein
01:08:50: bisschen mehr Stoff
01:08:50: kann nicht sein.
01:08:51: Das ist mir Muster drauf.
01:08:53: Aber es ist einfach so dass man ja ab einem bestimmten Alter noch mal nicht mit sich ins Gericht geht aber so überlegt als Frau Was könnte ich jetzt noch so machen?
01:09:06: Oder was kommt jetzt noch und Sachen auch in Frage stellt.
01:09:10: Das hat etwas mit hormonellen Veränderungen zu tun, das steht außer Frage.
01:09:15: Aber es hat natürlich mit Lebensveränderung zu tun ... Wenn's darum geht die Kinder ziehen aus oder so, was bei uns der Fall war.
01:09:21: Du hast sogar ein Buch drüber geschrieben, Mutter Blues damals.
01:09:25: Da fahren wir noch bei der Buchvorstellung.
01:09:27: Ich fang
01:09:27: herum mit Kirchen.
01:09:27: Ja, ich erinnere mich noch wie wir am Ende dann
01:09:30: auf sehr gut
01:09:30: Bühne standen und gesungen haben.
01:09:34: Genau und da hast du in diesem Buch haste drüber geschrieben wie das für dich ist, dass dein Sohn geht auszieht selbstständig wird usw.
01:09:43: Aber für uns alle markiert das ja auch also bei mir auch so einen Schritt in okay mehr Zeit mehr Kapazitäten und so weiter.
01:09:54: Und Du hast dann überlegt auch weil es beruflich für Dich Änderungen gab weiß ich nicht ob Du das erzählen willst oder so aber dass man was anderes machen muss.
01:10:04: Und dann hast du ein Online-Magazin gegründet mit dem schönen Namen Palli Flux.
01:10:11: und das ist ja mittlerweile, also es kennen wahrscheinlich auch alle weil es recht gut durchgestartet ist muss man sagen lustigerweise für die Frau ab siebenund vierzig da ist so eine
01:10:24: Haken.
01:10:26: der Haken daran ist Erst ab siebenundvierzig?
01:10:30: Nein, natürlich nicht.
01:10:31: Aber einfach so ein willkürlich gewähltes Alter was irgendwie so markiert okay das ist so zwischen vierzig und fünfzig und da passiert etwas.
01:10:41: Und die Frauen die sich in diesem Altersspektrum bewegen wissen auch was gemeint ist sofort glaube ich.
01:10:46: Ist auch so ein bisschen lustig weil man hätte normalerweise gesagt ab vierzig oder so.
01:10:51: Nee,
01:10:51: siebenhundvierzig genau.
01:10:54: Und also diese Idee hattest du halt auch Frauen zusammengetrommelt.
01:10:57: Ich war auch dabei, wir haben uns im größeren Kreis immer wieder getroffen drüber geredet was kann man da so machen wie kann man das aufbauen?
01:11:05: Wir haben über Namen diskutiert Wie kann es heißen und so aus allen möglichen Bereichen waren Frauen dabei Vorläufer war Da kenn ich mich auch noch ineinander.
01:11:15: Hättest Du mich mal eingeladen bei dir zu Hause hast Du geladen Frauenfreunden Zum Thema das schöne Kleid, da haben wir alle unser schönstes Kleid angezogen.
01:11:25: Egal ob es noch passt oder nicht!
01:11:29: Und haben uns aus verschiedenen Berufen und haben uns... ...ausgetauscht und auch so ein bisschen genettworkt unsere Visitenkarten in die Mitte auf einen Tablett geschmissen und jeder konnte sich das daraus nehmen.
01:11:40: Es war ganz schön ne?
01:11:43: Also aus einer Netzwerksituation hat sich Pally Flux im Grunde ja auch entwickelt.
01:11:47: für dich denken Wo stehst du jetzt mit diesem Online-Mac?
01:11:52: Wie läuft's?
01:11:53: und kannst du vielleicht mal erzählen, wie ihr angefangen habt.
01:11:57: Du warst ja natürlich nicht alleine.
01:11:59: Und wo es jetzt hingehen soll?
01:12:03: Also das ist jetzt gerade drei Jahre alt geworden.
01:12:09: Das ist auch während Corona gestartet.
01:12:12: Das war diese Zeit als man wirklich zu Hause saß.
01:12:17: Ich kann mich überhaupt nicht dran erinnern, was ich da die ganzen Monate gemacht habe.
01:12:20: Aber irgendwie hatten wir alle viel Zeit und ich hatte vorher etwas konzipiert damit ein Magazin für einen Menschenhub fünfundsechzig.
01:12:29: Also damals noch so ein Printmagazin.
01:12:30: Das hat es erzählt ja.
01:12:32: Genau das
01:12:32: war dem vorausgegangen.
01:12:33: Das
01:12:33: hast du auch gepitscht überall ne?
01:12:35: Ja und ich bin damit sehr weit gekommen aber ist nicht ins Machen gekommen.
01:12:40: Und das ist das, was ich ganz schön finde, so ein Magazin zu machen.
01:12:45: Weil wir leben ja einfach in sich wandelndes Altersbild.
01:12:48: die Menschen, die jetzt älter werden... Die sind ja nicht mehr so wie unsere Eltern es noch sind sondern eine ganz andere Generation sehr popkulturell geprägt, sehr politisch auch geprägt und so weiter.
01:12:59: und einfach auch egal wie alt wir sind Ich glaube wir sind sehr viel jünger als die Generation davor.
01:13:06: Das finde ich ganz spannend.
01:13:07: und da hab' ich gedacht, das muss man irgendwie abbilden.
01:13:10: Vor allen Dingen vor dem Hintergrund dass ja so viele Menschen jetzt so alt werden und die gleichzeitig mit den Jungen auskommen müssen.
01:13:15: also was wir in diesem Boomer Generation Z-Konfliktjahr haben.
01:13:19: Da hab' mich gedacht, da muss man was machen!
01:13:21: Dass es gut abbildet, dass wir als Gesellschaft uns da gut entwickeln.
01:13:25: Und das ist dann aber eben nicht gemacht worden?
01:13:27: Also kam nicht ins Machen... Oder in die Umsetzung.
01:13:30: Und dann hat nach einem Jahr oder so ein Freund von mir gesagt, das war diese Corona-Zeit ... Das ist doch alles da!
01:13:35: Denk mal kleiner und fang einfach
01:13:37: an.".
01:13:38: Ich hab gedacht, okay was ist kleiner als Mensch, ich habe unsechzig Frauen, ab siebenundvierzig.
01:13:42: Genau, und dann haben wir ... Dann hab ich so Newsletter aufgesetzt, hab gefragt, wer hat Lust mitzumachen?
01:13:47: Und das war im Mai und im Oktober gegen dann, also den Eintritt des Magazins online.
01:13:54: Genau.
01:13:54: Und das Ding, was für mich ganz wichtig ist ... Wir sind drei Jahre jetzt am Machen und es ist alles wirklich ohne
01:14:00: Geld?
01:14:01: Da war ja überhaupt keine Kohle drin mittlerweile.
01:14:04: Man kann uns freiwillig unterstützen.
01:14:07: Das kann man regelmäßig machen oder unregelmäßig.
01:14:10: Das ist gut, weil da mittlerweile ... Jetzt kommen knapp unter tausend Euro jeden Monat rein.
01:14:16: Aber es wird kein Mensch bezahlt, aber das geht halt.
01:14:18: wo hast du Lizenzenreise kosten?
01:14:20: Weil wir manchmal auch Veranstaltungen machen.
01:14:23: Dafür brauchen wir dieses Geld oder auch mal, um Lustigen Merch zu machen.
01:14:28: Das ist ganz wichtig an der Stelle.
01:14:29: Es ist aber eben die einzige Kohle und nach drei Jahren sind wir wie du sagst so dieses Jahr.
01:14:37: das hat sich sehr schön etabliert.
01:14:40: Sehr viele Leute kennen das.
01:14:41: gleichzeitig es immer noch sehr schwierig Reichweite wirklich groß aufzubauen.
01:14:46: Da musst du ... Das ist auch die Frage, ob das eigentlich überhaupt heute noch funktioniert?
01:14:51: Weil diese großen Konzerne, dass alles sehr dominieren und, trotzdem irgendwie wir stehen ganz schön da.
01:14:57: Wir haben immer viel Presse, das ist alles toll!
01:15:01: Aber wie gesagt jetzt ist so der Punkt ... Ich hab dann in den letzten drei Jahren meine Altersvorsorge aufgebraucht...
01:15:08: Da bist du
01:15:09: rangegangen?!
01:15:10: Ja, die ist weg.
01:15:11: jetzt also ... Ich hab nämlich auch mal geerbt, meine Eltern sind sehr früh gestorben.
01:15:17: Da waren hunderttausend Euro und die sind jetzt weg.
01:15:20: Und das ist
01:15:22: ... Apropos Mut?
01:15:24: Ja!
01:15:25: Das Ding ist immer, ich weiß ja gar nicht, ob ich morgen noch lebe.
01:15:28: Nee, so denke ich eigentlich auch.
01:15:29: Ich kenne es auch.
01:15:31: Was soll das?
01:15:32: Soll ich jetzt denken, dass ich mit ... seventy-fünfmal ne schöne ... Afrikatur mache oder so.
01:15:39: Nee, wenn dann jetzt ... Genau
01:15:41: und das war halt so, weil es war ein bisschen ungünstig, ich hatte für mich beschlossen, ich will nicht mehr schreiben.
01:15:47: Ich bin auch krank geworden, ich war anderthalb Jahre krankgeschrieben, weil ich nur noch Kopfschmerzen hatte.
01:15:52: Es war klar, ich möchte nicht mehr schreiben.
01:15:54: Dann hab ich gedacht okay was kann ich denn dann?
01:15:56: Und ich hatte ein paar Mal, also ich hatte so Podien moderiert die Rückmeldung waren super, aber ich sag okay, dann moderiere ich jetzt Website aufgestellt und dies und das.
01:16:05: Und dann kam Corona.
01:16:07: Die ist übrigens ganz toll, ich hab die heute mal angeguckt.
01:16:10: Die Website, die ist richtig
01:16:12: knackig.
01:16:12: Ich mag die auch gern aber sie ist leider, sie müsste jetzt eigentlich mal wieder neu gemacht werden ...
01:16:17: Aber die Basics sind drin?
01:16:18: Ja, die Basic sind drin.
01:16:20: Aber genau, deswegen ist es halt so... Wie gesagt, dann kam Corona und das brach ja alles weg.
01:16:27: Und die Arbeit an Palipflux ist sehr umfassender.
01:16:31: mittlerweile ist sie eine komplett ausfüllende ich habe gar nicht mit Zeit für irgendwas anderes.
01:16:35: heißt Ich kann gar keine Akquise machen.
01:16:38: Ich hab manchmal einen Auftrag moderationsauftrag von Leuten, die mich schon kennen oder so.
01:16:42: aber es kommt einfach.
01:16:43: de facto kommt kein Geld rein und deswegen habe ich jetzt in den letzten drei Jahren also Das war jetzt, also nicht ganz hunderttausend Euro.
01:16:51: Aber ich hab halt einfach dieses Geld aufgebraucht und muss ja von irgendwas leben.
01:16:55: Und das ist jetzt weg!
01:16:56: Und das heißt, wir müssen mit Palliflux Geld verdienen oder uns irgendwie finanzieren.
01:17:04: Wir haben jetzt im Herbst ... Erklär ich gleich mal eben, es ist jetzt in der UG gegründet worden.
01:17:11: Es ist so die kleinste Unternehmerschaft.
01:17:13: Das ist wie eine GmbH nur ganz klein.
01:17:16: und das Ding ist du musst nicht wie bei einer Gmb H zwölf tausend Euro Einlage haben sollen.
01:17:20: Es reicht ein Euro und dann ... Ja, das ist wirklich ... Du weißt was ganz geil ist?
01:17:25: Die Gebühren... Ey!
01:17:27: Da kommen Gebühren zusammen.
01:17:29: Also sie sagen den Leuten hey, du brauchst nur einen Euro um zu gründen.
01:17:32: Die wollen damit so encourageen dass Leute halt was machen.
01:17:36: Aber da kommen Gebühren zusammen für die Notare, für diese komischen Behörden.
01:17:43: Das zieht ja echt die Schuhe aus!
01:17:45: Egal... Genau, Paläflux ist jetzt eine UG-Haftungsbeschränkt und das Tolle ist.
01:17:51: damit kann man aber Fördergelder beantragen.
01:17:53: Förder Gelder, Projektgelder was auch wiederum ein bisschen unglücklich ist weil sie werden gerade enorm zusammengestrichen.
01:18:01: Jetzt wahrscheinlich sogar noch mehr nachdem die Haushaltslücke leider unglücklicherweise
01:18:08: In den letzten Jahren wurde das Geld, was ich so mitkriege von anderen sehr großzügig verteilt.
01:18:13: Konntest irgendein Projekt.
01:18:14: haben wir das Geld gekriegt?
01:18:15: Jetzt wird es schwierig ... Wir machen halt was, unser Thema ist Frauen und Altersdiskriminierung.
01:18:22: Unser Thema ist gesellschaftlicher Zusammenhalt.
01:18:25: Und wir kommen für verschiedene Töpfe in Frage.
01:18:28: Wir haben jetzt unseren ersten Projektantrag mal durch.
01:18:32: Das war ein Projektantrag bei der Antidiskriminierungsstelle von Ferda Attermann.
01:18:37: Wir machen eine kleine Social Media-Kampagne zum Thema Altersdiskriminierung von Frauen im Beruf, und dieser Projekteantrag ... Also das Lustige war nicht nur wir sind verzweifelt sondern auch die innerbehörde.
01:18:50: ich weiß nicht ob die anderen sich klüger anstellen.
01:18:52: also Der erste Projekt Antrag ist
01:18:54: Es gibt ja Antragsprofis auch im Kulturbereich.
01:18:57: es gibt Leute die leben davon dass sie ihre Anträge suchen Geil stellen, weil die so Profis sind.
01:19:04: Also das irgendwie so ein Fingerspitzengefühl auch dafür entwickelt haben im Laufe von teilweise zwanzig Jahren dass sie immer gefördert werden wenn du da erst mal drin bist.
01:19:12: Wenn du
01:19:12: verstanden hast wie das funktioniert und was die hören wollen genau.
01:19:15: Aber es ist echt ein riesiger Akt.
01:19:17: Und das war dann so, weil wir das auch noch nie gemacht hatten.
01:19:20: Wir haben das im März oder April beantragt ... Also waren wir bei Ferda Atamann und haben mir was vorgestellt.
01:19:25: Sie hat sofort gesagt super, beantragt das Geld irgendwie, das werdet ihr mit Sicherheit genehmigt bekommen.
01:19:32: Dann ging das hin und her und wir haben das ja noch nie gemacht und sind da ja auch naiv.
01:19:36: Auf einmal ist der Sohn zu viel der Oktober und diese Behörde meldet sich und sagt sie müssen jetzt mal ihren Antrag zu Ende machen.
01:19:43: Sie müssen Ihren Antrag jetzt Geld abrufen und dieses Jahr noch ausgeben.
01:19:48: Das sagen sie im Oktober, da mussten wir ganz schnell ... Also es war ein Irrsinn-Ritt?
01:19:54: Genau!
01:19:54: Und an dem Punkt sind wir, und für zwanzig vierundzwanzig geht's darum, Projekte sich finanzieren zu lassen weil das Schöne ist du kannst dir dann deine Arbeit bezahlen lassen.
01:20:07: auch andere Leute brauchen irgendeine Einkommen.
01:20:09: Und dann ist auch mein Ziel, ich möchte gerne mit der Wirtschaft ins Einvernehmen kommen.
01:20:17: Weil ich glaube ... Also wenn man sich unsere Website anguckt, wir sind ja sehr originell.
01:20:23: Wir bilden diesen ganz großen Spektrum an Themen ab und sind dabei am originellen Zugang haben, sehr lustvollen Zugang, sehr popkulturell, sehr modern.
01:20:34: Ich find's total interessant, wenn man jetzt Ich sage, mein Beispiel ist ja immer ein Baumarkt.
01:20:39: Wenn wir einen Baumarktt als Partner hätten ... Also ich würde das immer kennzeichnen.
01:20:44: Aber was man könnte so toll deren Dinge featuren?
01:20:48: Wir könnten sehr für Frauen total interessante Inhalte produzieren mit Baumarktsachen!
01:20:53: Und dann hätte der Baumarktwöchst davon, wir hätten keine
01:20:55: Inhalter.
01:20:56: Dann wäre es schon mal drüber geredet.
01:21:00: Genau.
01:21:02: Und finanziell unterstützen lassen kann, sagen wir mal so?
01:21:05: Genau.
01:21:06: und zu der Frage mit dem Wir das war ich immer sage wir also Das war so meine Idee, mein Diss und das.
01:21:12: Und dann ... das war ganz toll!
01:21:13: Ich hatte ja diesen Newsletter aufgesetzt.
01:21:16: Also ich hab damals ungefähr hundert Frauen aus meinem beruflichen Umfeld angeschrieben und hab gesagt, hey, ich habe das in das vor.
01:21:21: Wenn jemand Lust hat... also ich setze jetzt ein Newsletter drauf unregelmäßig.
01:21:27: Wer möchte ihn haben?
01:21:27: Da steht da drin wie es weitergeht.
01:21:29: Und auch wer vielleicht mitmachen möchte.
01:21:31: Und von den Hunderten haben sie siebzig ungefähr, haben gesagt, schick mal.
01:21:36: Und mittlerweile sind das etwas über viertausend in dem Newsletter.
01:21:41: Und was ganz toll ist, ich bin so technisch überhaupt nicht bewandert da war dann halt eben auch eine Freundin die gesagt hat echt kann dass mit WordPress das Krimi schon hin mach einfach mal.
01:21:51: und dann saßen wir heute bei mir in der Küche haben dann am ein dreißigsten den Startknopf gedrückt.
01:21:55: und was ganz schönes ist es Das ist auch beweglich.
01:21:59: Manche Frauen sind die ganze Zeit dabei, andere mal punktuell
01:22:04: usw.,
01:22:04: und wer total wichtig ist, ist Simone Glöckler?
01:22:07: Genau das müssen wir hier nämlich sagen.
01:22:08: Ich hätte es ja schon heute so ein bisschen angekündigt auf Facebook und Instagram.
01:22:13: Wir wollen ja nicht zu Dritträuter reden da hätten wir dann auch nochmal den Schwerpunkt etwas stärker auf Pali Flux gelegt weil Simone Glökler deine Mitsch... Die Dreiterin ist sozusagen auch eine Freundin und sie konnte aber heute nicht, weil sie umpesslich ist.
01:22:31: Indisponiert?
01:22:31: Indisponniert
01:22:32: wie wir vorhin auch schon.
01:22:33: Indesponiert
01:22:34: nicht indisponent.
01:22:37: Und konnte leider nicht kommen.
01:22:38: Aber sie sei von Herzen erwähnt, weil sie eine ganz wichtige
01:22:42: ... Ja, ohne Sie ist es auch immer und dann guckt ihr so
01:22:45: süß weg?
01:22:47: Ohne Sie
01:22:47: gäbe's das nicht mehr, weil du kannst... Also ich bin die mit den Ideen.
01:22:53: Ich hab für manche Leute zu viele Ideen, aber man kann alles gar nicht umsetzen.
01:22:58: Trotzdem habe ich halt ständig gute Ideen wie Lustig sind, die was können.
01:23:04: Da ist natürlich dann ... Ich kann auch Umsetzung, aber ich bin technisch überhaupt nicht besonders avisiert.
01:23:12: Vor allem, ich brauche den Menschen und da ist Simone einfach ... Jemand hat uns mal die kongeniale Ergänzung genannt.
01:23:19: Und das ist sie, weil die ist halt eher rational sehr strukturiert.
01:23:23: Die hört sich das von mir an.
01:23:27: Weiß mittlerweile auch so, dass es oft nicht schlecht war, was die Burmester da wieder ... Manchmal hat sie Angst vor meinen Ideen.
01:23:33: Dann überlegt ihr das aber dann... Dann guckt die, was lässt sich daraus machen?
01:23:37: Wie lässt sich das umsetzen.
01:23:38: Und deswegen sind wir soweit gekommen und natürlich teilen wir uns die Arbeit.
01:23:44: Weil für mich ist es mittlerweile ein Fulltime-Job.
01:23:48: Ja... Warst du mal an einem Punkt wo du gedacht hast innerhalb dieser drei Jahre ... Ich lass das wieder!
01:23:57: Es ist so viel Zeit, zu viele Anstrengungen oder zu wenig Geld.
01:24:06: Du bist ja auch eher so ein Durchbeißer-Typ.
01:24:08: oder hast du gedacht, nee, ich kann das jetzt nicht noch mal lassen.
01:24:12: Das wird durchgezogen?
01:24:14: Also, ich hab das schon manchmal gedacht ... Es ist wie wenn du eine Sprache lernst, da gibt es diese Zeit, du hast unheimlich viel gemacht und es geht einfach nicht weiter.
01:24:25: Und dann ist das schon, dass du denkst... Wobei ich keine Alternative habe.
01:24:30: Ich denke, das was ich da tue und inhaltlich mache ist das, was ich machen möchte.
01:24:37: Es gibt etwas Besseres als dass du dir deinen eigenen Raum schaffst wo du so agieren kannst, wie du tanzen und spielen kannst, wo du dich einfach ... Das ist natürlich was ganz Schönes.
01:24:51: Was ich manchmal mit Schrecken feststelle ist Scheiße, das kann nicht wieder ... Ich kann das nicht einfach wieder aufgeben.
01:25:00: Das ist wie ein Kind zu kriegen, du hast eine Verantwortung!
01:25:06: Und natürlich könnte ich das jetzt beenden.
01:25:10: Dafür sind wir aber schon zu weit gekommen, wo man denkt, äh... Da hängt so viel dran und vor allen Dingen
01:25:16: da hängen
01:25:17: auch.
01:25:17: was für mich ganz tolle ist, sind ja diese Mails die ich von Frauen krieg.
01:25:22: Die sich bedanken oder sagen wie gut es euch gibt oder vielen Dank für diese Arbeit weil wir haben einen gesellschaftspolitischen Ansatz Wir wollen wirklich etwas verändern, wir versuchen nicht nur sehr lustig zu sein.
01:25:33: Es geht um was?
01:25:35: Neues Bild von Alter, Frauen in die Sichtbarkeit zu bringen.
01:25:39: Ja auch Gesundheit!
01:25:40: Also das ist ja jetzt ... es geht ja sogar bis zum Bundestag.
01:25:43: Mit den Wechseljahren genau.
01:25:45: Ansonsten gibt's nicht viel Gesundheitsthemen bei uns und keine Rezepte.
01:25:49: Und wenn dann die Frauen...
01:25:51: Keine Kochrezelle.
01:25:52: Oh
01:25:52: Gott, er blabt mir weg damit.
01:25:54: Deswegen ist es so toll, dass es da Frauen gibt, die sagen, boah, das ist so wichtig für mich.
01:25:58: oder ich lese das mit dem Newsletter
01:26:03: Die schöne Sex-Ecke, die kommt auch immer gut an.
01:26:05: Ja
01:26:06: der Sex der Woche, der ja gerade pausiert aber ja auch wieder weitergehen soll.
01:26:10: also genau diese sind nämlich das sind so wahre Geschichten, die Frauen erlebt haben, die schicken uns ihre Sexerlebnisse aus.
01:26:17: Aber
01:26:17: Anonymous ist natürlich nicht mit richtigen Namen denn sonst will man ja auch... Das traut man sich vielleicht.
01:26:25: Nee,
01:26:25: da steht dann ein Anfangsbuchstabe, den wir auch manchmal willkürlich nehmen und das Alter soll echt sein.
01:26:31: Das finde ich wichtig.
01:26:32: Und ansonsten steht er ab Punkt fifty-sechs oder was auch immer.
01:26:37: Genau aber das ist so.
01:26:37: dieses ... Oder eben wie gesagt mit dem Fluxletter, auch mit dem Newsletter der ja einerseits sehr informativ ist und ich bemühe mich wirklich auch immer dass es lustig ist.
01:26:45: Dann habe ich viel Spaß am Schreiben.
01:26:48: Den
01:26:49: schickst du einmal die Woche raus?
01:26:50: Muss man ja auch sagen.
01:26:51: Sonntags kommt immer.
01:26:53: Ja, das ist natürlich auch ... Der muss auch geschrieben werden und aufbereitet werden.
01:26:58: Also erst muss man das Ding schreiben, dann muss ich mal ein Korrektur lesen.
01:27:02: Dann ist Simone meist diejenige, die das in die Form packt, da muss ich noch rübergehen und so weiter.
01:27:08: Das sind natürlich Stunden um
01:27:09: Stunden.
01:27:10: Aber der Lohn ist wunderbar, weil die Frauen ... Ich will gar nicht sagen, dass sie es lieben, aber du merkst manchmal, dass du denen damit hilfst.
01:27:18: Und das ist das Tollste!
01:27:19: Weil das ist ein ganz schwieriges Alter.
01:27:23: Also eine Phase des Umbruchs, die glaube ich für viele mit der schwierigste Zeit im Leben ist.
01:27:29: Eventuell die erste richtig schwierige Zeit.
01:27:32: Weil du auf einem überhaupt nicht mehr weißt wo oben und unten ist?
01:27:34: Je nachdem wie die Pubertät gelaufen ist...
01:27:36: Ja bei mir waren sie zwanziger, die waren total scheiße!
01:27:38: Ja bei mich auch.
01:27:39: also das war die scheiß beschissenste Zeit.
01:27:41: Ich finde es jetzt eigentlich super aber ... Unterschiedlich.
01:27:45: Guck,
01:27:45: ich hatte zwei mal ne Scheißzahl.
01:27:47: Na toll!
01:27:48: Ich
01:27:49: hatte mehr Scheißzeit als du?
01:27:50: Nee,
01:27:51: immer hunderttausendmal mehr.
01:27:54: Genau.
01:27:55: Ja, nee ... Ich weiß was du meinst.
01:27:57: Wir haben ja auch zusammen mit Freundinnen oder im Kreis oft darüber geredet so, was ist los und wie geht's einem usw.
01:28:07: Jetzt hast du das jetzt tatsächlich ein ziemlicher Pressewirbel gewesen mit initiiert eine ... Ja, ist das eine Initiative?
01:28:22: Ich weiß es gar nicht.
01:28:23: Wo es darum geht, dass Frauenbild in Film und Fernsehen... Also das Bild der älteren, der alternden Frau im Film- und Fernsehen mal so ein bisschen unter die Lupe zu nehmen und zu gucken.
01:28:37: In die
01:28:37: Jetztzeit zu bringen!
01:28:39: damit aufzuhören, das Mutter beimerhafte durchzuziehen.
01:28:44: Was ja in Deutschland immer noch ein Thema ist sozusagen.
01:28:49: Also ab einem gewissen Alter ist man Muddi-Omi aber im Grunde entsexualisiert und hat keine Geschichten mehr zu erzählen.
01:28:58: Und dagegen richtet sich die Kampagne Let's Change the Picture.
01:29:02: Mhm.
01:29:03: Und wird sehr unterstützt ... Da war ich tatsächlich, hab ich gedacht, wow!
01:29:08: waren doch viele Schauspielerin ab einem gewissen Alter mit dabei.
01:29:12: Wo ich eigentlich gedacht hab, machen die das?
01:29:15: Weil du dich dann auch ... Du begibst dich ja in so eine Dangerzone sozusagen, indem du erzählst, pass mal auf!
01:29:22: Ich kriege gar keine Rollenangebote mehr.
01:29:24: Ich bin jetzt über vierzehn, da kommt grad nix.
01:29:27: Auch wenn du bekannter Name bist.
01:29:28: Das sehen die Leute von außen nicht.
01:29:30: Die sehen irgendwelche Wiederholungen im Fernsehen und denken hier, Marion Krach, die ist voll im
01:29:34: Geschäft.".
01:29:36: Aber nein, mit Nichten so.
01:29:39: Und das ist natürlich wichtig.
01:29:40: und wo wir über Mut sprachen vorhin ... Das find ich dann wirklich mutig!
01:29:44: Weil das kann ja.
01:29:45: im schlimmsten Fall kannst du dich da auch in eine blöde Ecke selber stellen als jemand der angewiesen ist auf Angebote.
01:29:55: Du kannst nicht sagen nimm mich sondern musst dich ja anbieten sozusagen als jemand, der so da ist als eine Frau, die eigentlich alles spielen kann.
01:30:08: Und in der männlichen Entscheiderwelt, die ja auch vorherrscht im Film und Fernsehen immer noch... Es ist natürlich schwierig!
01:30:16: Was habt ihr da gemacht?
01:30:17: Was war die Idee dahinter?
01:30:21: Ich komme gleich nochmal zu dem, was du jetzt gesagt hast von etwas ganz Entscheidendes.
01:30:24: Also es war so dass Ich war ja lange Fernsehkritikerin, war eben auch in so Jury's wie Grimmensjury und so weiter.
01:30:33: Und ich war diese Arbeit immer aus der Perspektive der Zuschauerin gemacht.
01:30:37: Also ich hab nicht studiert, bin keine Akademikerin oder keine Ahnung, wie man auf Filme guckt.
01:30:41: Aber ich war ein vernachlässigtes Kind ... Jahre meines Kinderlebens in einem Monat, also nein doch Jahre vor dem Fernseher verbracht.
01:30:48: Ich habe eine unglaublich gute Schulung und deswegen war ich ne gute Fernsehkritikerin.
01:30:53: Und deswegen ist immer meine Perspektive die der Zuschauerinnen.
01:30:55: und als die der Zuschauern sehe ich eben was da im Fernsehen läuft und merke halt das so gewisse Frauen, die eben nicht einen so ein CDU-Familienbild leben ... Da überhaupt nicht vorkommen.
01:31:10: Zum Beispiel auch so Frauen wie du und ich, und unser Umfeld oder aber natürlich Leute mit Menschen zu verheiratet oder zusammen sind die nicht deutschgebürtig sind ... Homosexuell, aber das wird ja alles nicht richtig gezeigt.
01:31:27: Und das ist eben was, was mich so gestört hat.
01:31:32: und vor allen Dingen auch ältere Frauen ... Das ist mein Thema Ältere Frau, dann ist mir das aufgefallen.
01:31:37: Dann wurde ja Diversity als Thema im Film- und Fernsehen sehr groß.
01:31:41: Es war noch zur Corona-Zeit.
01:31:43: Da gab es viele Panels und Veranstaltungen, die wurden immer gestreamt.
01:31:47: Dann hab ich mir die angeguckt und gemerkt, sie reden über alles.
01:31:50: Also Herkunftsfarbe mögliche körperliche Beine?
01:31:54: Trächtigung, aber nicht Alter.
01:31:56: Und dann hab ich dazu einen Text geschrieben für Zeit online.
01:32:00: Der hieß wir wollen mitspielen.
01:32:01: also wo ich mich beschwert habe.
01:32:02: Da hab ich noch mal gelesen, ein toller Text.
01:32:04: Danke.
01:32:05: Daraufhin hat sich die Schauschwähngesine zu Krofski gemeldet und er hat gesagt hey dieser Text der ist so super!
01:32:11: Die hat den weiter geschickt an alle möglichen und hat gesagt Wir sitzen hier in Berlin mit Kolleginnen und haben alle ... sind total genervt und wir wollen was machen.
01:32:22: Und es war ganz gut, weil wir hatten mit Pali Flux schon eine erste kleine Kampagne gemacht.
01:32:27: Die wirklich also schon gut aber klein war und waren gerade so überlegt wie kann das weitergehen?
01:32:32: als Gesine eben sagte lass uns doch was machen.
01:32:34: und dann konnte ich sagen ja Das ist, wir sind gerade überlegen E. und dann sagte sie ja ich bring die Schauspielerin.
01:32:41: Und jetzt wird das interessant weil das was du grade gesagt hast die Sache mit den Rollen war genau der Punkt wie die Frage war für uns Wie kriegen wir das hin?
01:32:49: Dass wir das thematisieren also das Problem der sozusagen ältere Frau und Fernsehen ohne in diese Schiene zu kommen.
01:32:55: einzelne Schauspularen beschweren sich dass sie keine rollen mehr kriegen
01:32:58: Genau, weil das hat ja ... Das
01:32:59: geht nach hinten los.
01:33:00: Das ist immer
01:33:01: das Opferlanding.
01:33:03: Das Opferding ausgrenzt nicht.
01:33:05: Und außerdem muss ich jeder einzelne Ahnung wieso?
01:33:07: Du bist doch
01:33:08: schnell
01:33:08: nicht so sehen was du hast.
01:33:09: total recht Wiederholung.
01:33:11: Das war mir auch nicht klar.
01:33:12: man denkt die Leute sind gut beschäftigt.
01:33:14: nie das sind wiederholungen oder am alter
01:33:16: liegt es gar nicht.
01:33:17: denk doch mal nach Vielleicht hast du dies oder jenes nicht richtig performt.
01:33:23: Dann haben wir halt lange überlegt, was es eigentlich ist und worum es geht und sind darauf gekommen dass es eben um die Geschichten geht.
01:33:29: also es sind halt einundzwanzig Millionen Frauen in Deutschland sind über siebenundvierzig Und wenn Du dir das Bild im Film- und Fernsehen anguckst wie wir da gestellt werden dann hat man ja das Gefühl diese einen und zwanzig millionen sind entweder verlassen
01:33:44: betrogen
01:33:46: oder freuen sich aufs Oma werden.
01:33:48: Und wenn wir beruflich erfolgreich sind, sind wir verbittert.
01:33:52: Sex haben wir alle ... Oder ein erotisches Ich?
01:33:55: Haben wir alle nicht!
01:33:56: Das ist natürlich völliger Schwachsinn.
01:33:58: und so sind wir draufgegangen zu sagen, dass es um ein zeitgemäßes Altersbild von Frauen- und Film- und Fernsehen geht darüber, dass andere Geschichten erzählt werden.
01:34:07: Dann war die Idee einen Real zu produzieren mit Schauspielerinnen zur Berlinale und jetzt kommt das Stichwort Mut.
01:34:15: Und es ist ganz interessant, weil auch Gesine sagte, dass hätte sie nicht gedacht.
01:34:20: Es war sehr schwierig diese Schauspieler zusammenzukriegen Das glaube ich.
01:34:23: Das war total schwierig
01:34:25: Weil ich glaube, dass der Impuls bei ganz vielen da ist.
01:34:29: aber nach dem Impuls kommt ja Die Angst, die Überlegung.
01:34:34: Das Abwägen usw.
01:34:36: Genau
01:34:36: und dazu kommt natürlich auch das irgendwie ... Als wir gefragt hatten, dass ist ja alles lange vorbereitet worden ein Jahr vorher war diese Geschichte nach hinten losgegangen mit den Schauspielerinnen und der Corona-Filmchen.
01:34:50: Da hat man gemerkt, dass so was total nach hinten lossgehen kann.
01:34:52: Deswegen hatten sie dann auch noch mal mehr Angst.
01:34:54: aber es ist tatsächlich ganz viel Angst.
01:34:57: Na gut,
01:34:59: wenn der
01:34:59: Faktor Dummheit noch mitten ... Nein, komm, da kannst du nix machen.
01:35:02: Mir leid!
01:35:03: Aber das weißt du nicht?
01:35:05: Das ist ja auch eine Vertrauensleistung.
01:35:07: Wir sagen wir wollen so einen Film machen, der sieht so und so aus.
01:35:10: Da musst du minutiös aufschreiben was du planst wie der Claim ist und so... Und es war sehr schwierig diese Frauen zusammenzukriegen.
01:35:16: Wir hatten dann Vierundzwanzig für das Real haben das produziert und da sieht man wie Frauen so Farbe klatschen also so... Also man sieht schwarz-weiß Aufnahmen von eben diesen Schauspielerinnen und ein paar andere Schauspülern die Farbe klatschen Und am Ende ist alles vollgeklatscht und dann ziehen sie so eine Folie ab.
01:35:34: Dann steht der Let's Change, die Picture.
01:35:37: Was ganz toll ist, dass dieses Reel bereits im zweiten Tag von hunderttausend Klicks hatte.
01:35:42: Also es ist wirklich viral gegangen ... Das ist viel, ja.
01:35:46: Und dann haben wir halt irgendwie... Man kann eben auf unserer Seite du kannst sagen ich unterstützt.
01:35:54: Wir haben dann unsere Ziele, worum es geht.
01:35:56: Das haben wir alles gut dargelegt.
01:35:57: Wir haben Stimmen von Schauspielern und so.
01:35:59: Dann kannst du da eben unterstützen sagen ja das finde ich auch.
01:36:02: Da sind ganz nahmhafte Frauen und Männer mittlerweile bei
01:36:05: ... Wenn doch ruhig mal ein paar Namen!
01:36:07: Ach, wen wir alle mögen ist Bjarne Mädel.
01:36:09: War einer der Ersten ... Also nachdem die ersten Namen ... also Bjarna Mädel hat sich relativ früh gemeldet aber es sind halt auch ... Wir hatten zum Beispiel jetzt bei dem Reel is
01:36:20: z.B.,
01:36:21: Sophie von Kessel ist dabei, Yasmin Tabatabai Maria Furtwengler, die so wahnsinnig wichtig ist weil sie politisch so wichtig ist, weil sie mit ihrer Mali-Sas-Stiftung eine irrsinnig gute Arbeit macht und man dazu hört... Deswegen ist es ganz wichtig, die zu haben.
01:36:37: Und mittlerweile ist das wirklich ... Du guckst auf diese Liste dieser sechshundert Unterzeichnerinnen.
01:36:42: Da sind auch viele Regisseurinnen bei und so.
01:36:43: Also da sind wirklich große Namen.
01:36:46: Das war letztes Jahr zur Berlinale.
01:36:48: Also zwanzig, drehnzwanzig bin ich die Berlinale?
01:36:50: Und dann, das Lustige war, ich weiß ja wie Medien funktionieren hab ich, wir haben Schauspüren, das wird schon ein bisschen gehen.
01:36:56: Es hat wirklich keiner mit diesem Erfolg gerechnet.
01:36:59: Also das ganze Jahr
01:37:01: ...
01:37:02: also fast jede Woche irgendwo ein Artikel.
01:37:05: Jetzt kürzlich gerade noch mal einen Beitrag in Aspekte, jetzt kommt einer... Also dann hat Reisert was gemacht das kommt jetzt demnächst am Anfang Januar gibt es eine Maren-Kräumansendung zu unserem Thema,
01:37:17: also
01:37:17: so ne Sketch Sendung.
01:37:20: Dann, die Hürzumacht grad wieder was Großes.
01:37:24: Wir haben dann wunderbarerweise gesehen und ich hab den Ehrenpreis des deutschen Schauspielpreises
01:37:28: begonnen.
01:37:29: Das war so krass!
01:37:32: Da bist du ja auch noch mal medial durch die Decke gegangen.
01:37:36: Ey das ist so lustig... Ich mit meiner bunten Scheiße und kein Respekt für solche Medien und dann bist du auf einmal da drin.
01:37:46: Das ist so
01:37:47: lustig.
01:37:47: Ja, aber ich hab auch so gedacht ... Ich kriegte das ja natürlich immer so mit, ne?
01:37:51: Du hast auch erzählt, aber wir haben es natürlich auch via Netz und so mal mitgekriegt, was da wieder los ist, was du geprofstet hast und so.
01:37:59: Ähm... Ich würde sagen, sowas passiert nicht einfach so, sondern das Thema war schon, lag schon rum.
01:38:08: Es hätte sich etwas angestaut.
01:38:10: Und jetzt eine Kettenreaktion.
01:38:13: Je mehr ... Also wenn zwei, drei das machen können auch noch vier und fünf und sechs hinterher latschen.
01:38:19: Dann ist es nicht mehr so.
01:38:20: ein großer Schritt irgendwie.
01:38:22: Und den einen habe ich, dass das so passiert ist irgendwie.
01:38:28: Was ich so wichtig daran finde ist Fernsehen-Film hat ja eine Wahnsinnswirkung auch auf Frauen.
01:38:35: Man orientiert sich an bestimmten Bildern Ob man will oder nicht.
01:38:39: Natürlich kommt das Netz auch dazu, aber immerhin ... Frauen in einem gewissen Alltag sehen noch fern und gehen ins Kino.
01:38:47: Und sehen da ...
01:38:50: Frauen mit denen sie entweder nichts zu tun haben oder Frauen, die sie nicht sein wollen?
01:38:56: Oder wo man das Gefühl hat, nee!
01:38:58: Das ist ein männliches Bild auf uns ja.
01:39:02: Mhm.
01:39:03: Man guckt, wer hat das geschrieben?
01:39:05: Wer hat Regie geführt und weiß okay es waren Männer.
01:39:08: Es ist ja relativ selten ... dass Frauen in der Lebensmitte, möchte ich mal sagen, adäquat abgebildet werden.
01:39:18: Und das ist sowohl für Schauspielerinnen glaube ich als auch für diejenigen, die sich das angucken einfach ein Bedürfnis.
01:39:25: ganz wichtig, dass sich das ändert.
01:39:27: also Ich hatte schon das Gefühl da geht so richtig was los irgendwie Und da habt ihr natürlich einen ganz großen Anteil dran und findet Palliflux auch.
01:39:37: Denn ohne euch wäre jetzt zum Beispiel Gesine gar nicht so drauf aufmerksam geworden, denke ich mal, dass ihr da eine Idee habt?
01:39:43: Ich glaube also das Ding ist wir sind eben nicht die Ersten... Also auch dieses Thema thematisieren.
01:39:50: aber uns ist es halt gelungen wie vielleicht diese Sache mit zur richtigen Zeit usw.. glaube ich ein bisschen anders gemacht als die anderen.
01:39:59: Ich glaube, wie wir agieren ist eine wichtige auch dass so was dann bleibt aber es vielleicht war es gerade der günstigere Zeitpunkt oder was auch immer.
01:40:09: Wie gesagt, jetzt haben eben schon andere, also auch pro Kote Film ist ja sehr aktiv und deswegen und der BFFS sind wahrlich nicht die Ersten Aber was halt ganz toll ist.
01:40:19: Also wie gesagt, es war ein bisschen schwierig.
01:40:20: Die Frauen waren ängstlich und gleichzeitig ... Es sind sehr viele die nicht ängslig sind.
01:40:26: Und vor allen Dingen auch die Ängstlichen, die sind alle wütend.
01:40:30: Die sind so geladen.
01:40:34: Was ich ganz interessant fand, war... Ich hatte ja nur mit Schauspielern zu tun, aber ich bin nicht diejenige, die sich da ranwanzt.
01:40:41: Es gibt ja auch Journalisten, die schreiben über Filme und Schwupps, sie sind mit Leuten befreundet.
01:40:46: Das ist alles nicht so meinsig.
01:40:49: Und trotzdem hatte ich ein bisschen ... Man kriegt ja mal mit Leuten zu tun oder so.
01:40:52: Aber was mir nicht klar war, also, ich war überrascht wie denkend ganz viele von
01:41:01: denen sind.
01:41:02: Das glaubst du nicht?
01:41:03: Die spielen die letzte Traumschiff-Scheiße.
01:41:06: und dann hast du mit denen zu tun und dann schicken sie dir einen Film aus dem Film von Ulrike Meinhof in einem Interview von ... Also da ist zum Teil eine Auseinandersetzung und auch eine Kluge, hat eine Belesenheit die wir überhaupt nicht mitkriegen.
01:41:23: Weil die natürlich auch... Die wird weder in den Filmen abgefragt noch in den Interviews Und es war ganz spannend zu sehen dass so viele von denen wirklich einfach einen Potenzial haben das man so nicht erahne und gleichzeitig was ganz scheißlich mitzukriegen Was heißt du im Konkurrenz?
01:41:42: zu stehen.
01:41:43: Was das heißt, also ich möchte im Gottes willen keine Schauspielerinnen sein muss so furchtbar sein.
01:41:49: Das ist glaube
01:41:49: ich der schlimmste Beruf der Welt
01:41:52: und
01:41:52: ich sage das weil ich das nämlich mal werden wollte und auch wirklich viel dafür getan habe und ich mach jeden Tag schlage ich ein Kreuzchen dass es nicht passiert ist einfach so schlimm und fürchterlich finde und wir kennen ja auch so ein paar Schauspielern die das auch bestätigen.
01:42:12: Eigentlich toll, aber das schlimmste Beruf der Welt.
01:42:16: In Wirklichkeit ...
01:42:17: Ja, also
01:42:18: es ist
01:42:18: jetzt so ganz spannend für mich.
01:42:20: Ich krieg ja mal ein bisschen mit und ich hab sehr viel Kontakt mit Gesine jetzt und kriege auch mit, wie so ein Schauspieler in dem Leben aussieht und was da alles zu dieser Arbeit dazugehört und so.
01:42:31: Und das ist total interessant.
01:42:34: Aber ... Jetzt habe ich erneut mein Fahren verloren.
01:42:38: Wir waren bei diesem ... mit dieser wahnsinnigen Konkurrenz, die sie untereinander haben und auch... Genau.
01:42:44: Und das ist jetzt habe ich wieder was Gesine auch gesagt hat es hat es vorher nicht gegeben dass die sich so zusammen tun.
01:42:52: also die haben da sind einfach Bündnisse entstanden über diese Kampagne.
01:42:59: Und was ganz Süßes in Berlin, da haben sich so welche gefunden ... Ich nenne jetzt die Namen nicht, aber die gehen immer zusammen, gucken sich die Vorstellung von den anderen an und so weiter.
01:43:07: Sie sagt auch das hat es bis dahin nicht gegeben, dass wir uns so zusammentun.
01:43:12: Das ist natürlich etwas ganz Wichtiges.
01:43:14: Ich glaube der Erfolg dieser Kampagne ist ja auch nicht nur, dass sie diese wahnsinnige Presse oder Leute unterschreiben, sondern dass die Film Schaffenden und Verantwortlichen mit uns ... Gespräch gehen wollen und dass die uns da wirklich ernst nehmen.
01:43:31: Also wir waren jetzt zum Beispiel bei der Digito, das ist Firma, die die Produktionsaufträge für die ARD rausgeht.
01:43:37: Da war dir schon das A. Ich hatte nur mitgekriegt, dass es ins Haus stand.
01:43:41: Es soll jetzt bald eine zweite Runde geben, wo wir noch mit einzelnen Gewerken reden und so.
01:43:46: Wir sind auch mit dem ZDF und Netflix gibt's Annäherungssachen.
01:43:51: Und das ist natürlich ganz toll, dass sie bewegen sich.
01:43:56: Das ZDf bewegt sich weniger.
01:43:58: Die haben's nicht verstanden manchmal, aber andere.
01:44:02: Das ist ja auch nichts, was jetzt nur ... Also muss man ja auch sagen im Film- und Fernsehbereich ein Thema ist.
01:44:10: Wichtig ist es, dass Frauen sich zusammentun, gerade ab einem gewissen Alter.
01:44:15: Denn wir haben da auch in dieser Anfangsphase von Pali Flux als du noch am Suchen warst und am Gucken wie kann man das machen?
01:44:23: Und so haben wir viel drüber geredet.
01:44:25: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen uns Frauen, wenn wir in einer Gruppe zusammen saßen oder in kleineren Kreisen.
01:44:33: In unseren Mit-vierzigern, mit Fünfzigern – das ist ja der Bereich, in dem wir uns jetzt so bewegen – zu unserem jüngeren Ich.
01:44:43: Also wie anders verhalten wir uns auch?
01:44:45: Das kann ich mich erinnern.
01:44:47: am Anfang so ein Thema.
01:44:49: Dieses supportende weniger konkurrenzhafte Rückte auf einmal im Vordergrund wenn sich viele zusammentun, natürlich Stärke generiert.
01:45:02: Das heißt es ist ja nicht nur im Show-Business so sondern auch im normalen Leben vielleicht so.
01:45:09: Ja wir sind ja die zwei wichtigen Sachen spielen keine Rolle mehr im Punkt von Konkurrenz.
01:45:15: das eine ist der Beruf weil wenn du jünger bist und du weißt was du werden willst dann musst du dich da ja irgendwie hinkämpfen.
01:45:21: also bei uns war dass du bei den anderen bei den Jüngern ist jetzt nicht mehr so.
01:45:25: und das nächste ist ja der Kampf ums beste Sperma.
01:45:28: Ja, genau.
01:45:29: Und das muss man aber auch mal ... Das ist halt wie Silke Burmester sprechen.
01:45:35: Du sagst halt nicht, Mann!
01:45:38: Was es ja ist biologisch?
01:45:39: Also man sucht sich die Typen
01:45:41: aus nach
01:45:42: ... Umgekehrt würden wir sagen Fuckability.
01:45:46: Das sagen wir nicht, weil's abwertender Scheiß ist.
01:45:49: Aber natürlich will man das beste Kind möglichst kriegen mit den besten Genen.
01:45:57: Das liegt in der Natur der Sache.
01:45:59: Und dann sucht man sich halt jemanden aus, wo man zum Trinklos konnte irgendwie ganz geil sein.
01:46:04: Aber natürlich ist das ... Ich könnte ganz geil sagen.
01:46:06: Ja oder auch nicht, aber immer ein gutes Spärmer.
01:46:08: Aber warum so viele Frauen dann zu Idioten nehmen?
01:46:11: Das ist doch schon noch eine Frage, oder?
01:46:14: Weißt
01:46:15: du was da für Attraktivitätsvorlieben ... dahinter stecken, es kann der Job sein.
01:46:27: Es ist aber noch mal ein anderes Thema was es zunehmend zu beackern gibt finde ich.
01:46:32: Also wenn man ja als ältere Frau nochmal einen etwas klareren Blick ... Dynamiken
01:46:40: hat.
01:46:44: Genau!
01:46:44: Als letzte Frage wollte ich dir mal stellen... Was für den Stellenwert hat Wut für dich eigentlich?
01:46:51: Ich hab jetzt ganz allgemein gesprochen.
01:46:55: Warum
01:46:55: fragst du das?
01:46:57: Ja, weil mich das beschäftigt als wütende Frau ... ich merke, dass ich eine zunehmend wütente Frau bin und auch eine aggressive Frau, was mir persönlich gefällt.
01:47:08: sehr gut an mir.
01:47:11: Wie ist es bei dir?
01:47:13: Ganz ähnlich.
01:47:14: Deswegen frage ich auf ... Weil das ungewöhnlich ist, dass diese Frage kommt... Und dann habe ich gesagt ... Hat die was in dir erkannt, Zylke?
01:47:23: Habe ich gedacht.
01:47:24: Nee das Ding ist ... Ja du bist
01:47:26: ein offenes
01:47:27: Buch!
01:47:31: Nein natürlich nicht.
01:47:35: Ich bin eine große Anhängerin der Wut.
01:47:37: Ich finde das ein wahnsinnig wichtiges Gefühl und auch das wahrscheinlich am meisten unterschätzte wichtige Gefühl weil es natürlich ... Wut ist ja immer treibend.
01:47:49: Das ist ja ein unglaublicher Motor und eine Kraft.
01:47:53: Ich glaube schon, bei mir ist es sicherlich so dieses ... Dieses Elternhaus, das wirklich echt nicht supportive war und mein Bestreben ist ein elementares daraus kommen wollen.
01:48:04: Das merke ich auch jetzt.
01:48:06: Manchmal denke ich, du bist doch draußen im Brück dich mal ... Aber da ist diese Wut auf die Scheißverhältnisse und es ist so treibend.
01:48:14: Was ich in unserem Alter toll finde ist ... Und jetzt kommen wir auf die Biologie mit den Wechseljahren, dass ja die Hormone sich verschieben bla-bla-bla und vor allem die Spiegel absinken Und das Estrogen ist ja unser Harmonie-Hormon.
01:48:30: Das macht alles geschmeidig, deswegen ... Katzenkuschelhormon?
01:48:33: Katzenkuschelhomon, deswegen bekümmern wir unsere Kinder und deswegen wollen wir immer Harmonie
01:48:38: usw.,
01:48:39: und das wird weniger.
01:48:40: Ich denke was ein Geschenk!
01:48:44: Deswegen finde ich auch ... dass es so schwierig für Frauen Hormone nehmen, damit's bitte alles so bleibt wie es ist und sie auf ihrem Energielevel bleiben.
01:48:50: Ja
01:48:50: aber ich nehm Hormonen und deshalb macht Garke ... also ich bin trotzdem super.
01:48:54: Das ist sehr schön!
01:48:54: Das ist ein tolles Hormon das du dann nimmst.
01:48:56: Aber weißt du was?
01:48:57: Weil ich denke, das ist so eine wichtige Art.
01:49:01: Das ist so schade, wenn wir uns darum bringen.
01:49:02: Es ist ja auch das zu merken und zu fragen warum bin ich denn so wütend?
01:49:07: Was
01:49:07: stört mich denn?
01:49:08: Das ist was ganz Elementares!
01:49:11: Ansonsten sind wir wieder bei Frauengold.
01:49:12: irgendwie schön Gefühle unterdrücken.
01:49:14: Ja
01:49:14: kannst du auch gleich Schnapsi trinken.
01:49:17: Genau.
01:49:19: Man kann ja beides machen, ich trink ganz gern mal ... Aber ich spüre auch gerne meine Wut.
01:49:23: Nee, ich find Wut super und es schade ... Nee oder andersrum?
01:49:27: Ich möchte ein Appell aussprechen an Frauen im Bühnen zu sein, das wahrzunehmen sich die einzugestehen und auch zu feiern und zu sagen, ey, ich werd jetzt einen Teufel tun und was nehmen, was meine ... Wut unterdrückt!
01:49:42: Stell dir mal vor, wir hätten alle mit unserer Wut zu tun.
01:49:46: Was ... Was meinst du?
01:49:48: Oder was würde denn dann passieren.
01:49:52: Ja, das ist halt schwierig.
01:49:53: also ich kriege von Frauen auch die Rückmeldung
01:49:57: gerade auch
01:49:58: wenn ich irgendwo etwas veröffentlicht habe oder so.
01:50:00: Du schreibst so aggressiv Rebecca!
01:50:03: Das ist immer so aggressif und ich kann dazu nur sagen ja.
01:50:07: Die Welt ist doch auch scheiße.
01:50:08: Genau es ist Scheiße.
01:50:09: Ich werde doch jetzt hier nicht Kuschelartikel schreiben, nur weil dir das jetzt too much ist.
01:50:18: Mir ist es nicht to much, mir ist es genau richtig.
01:50:21: Ich fühle mich damit sehr wohl.
01:50:23: Genau!
01:50:24: Das Gefühl, dass du da ähnlich denkst, deswegen frage ich das.
01:50:27: Deswegen heißt unser Magazin ja auch Online-Magazin für Rauschrevolte Wechseljahre, weil das ein wunderbares Miteinander ist?
01:50:34: Gut dann sage ich mal Rausch, das wird in den nächsten Minuten und Stunden... Unser Thema, aber da seid ihr nicht dabei.
01:50:43: Sorry!
01:50:44: Aber
01:50:45: andere Volte haben wir jetzt auch ein Stück gearbeitet?
01:50:47: Ja genau.
01:50:49: Alles für den Hintergrund der Wechseljahre?
01:50:52: Genau.
01:50:52: Wir haben eigentlich jetzt doch alles richtig gemacht... Deswegen haben wir jetzt ganz entspannt zum gemütlichen Teil des ... Obwohl das
01:51:01: war auch gemütlich.
01:51:03: Ich hab
01:51:03: mich nämlich extra nur damit die Leute das wissen, ich hab mich nicht mehr so hingesetzt.
01:51:06: Ich wollte mal nicht gerade am Tisch sitzen sondern habe so einen Nebenstuhl, hab gefragt ob ich meine Beine darauf legen darf?
01:51:12: Hab das lange Kopfhörerkabel gekriegt, damit dich hier so schlonzig
01:51:17: abhängen kann!
01:51:17: Ja sieht sehr gemütlig aus und du musstest deinen dicken Pulli auch nicht anziehen.
01:51:21: weil das hier, weil wir eingeheizt haben.
01:51:23: Wir haben uns eingeheitzt.
01:51:24: Hab dir gut gemacht.
01:51:25: Genau
01:51:25: ähm ja Ich bedanke mich für Ihr Zuhören.
01:51:29: Was soll ich noch sagen?
01:51:30: Stimmt, ich soll sagen ... ihr sollt das abonnieren und den Flugsletter sowieso.
01:51:39: Guckt bei Palliflux auf jeden Fall rein.
01:51:42: Guckt auf Silke Burmester's Internetseite wenn ihr interessiert seid.
01:51:48: Wie ist die Adresse?
01:51:50: wahrscheinlich www.
01:51:51: silkeburmester.de?
01:51:53: Habe ich mir schon gedacht!
01:51:57: Paliflux findet ihr auch.
01:51:58: Ganz Easy-Popeasy...
01:52:00: Genau, wir haben ein Instagram-Account der schön ist.
01:52:02: Von modern?
01:52:04: Ja!
01:52:04: Aber was total unmodern ist und richtig klasse, ist auch der Facebook-Accout.
01:52:09: Wir haben nämlich jetzt drei Frauen, die das richtig toll machen.
01:52:11: Da sind immer ganz viele Termine drin Veranstaltungen.
01:52:14: Sortiert.
01:52:15: Das ist richtig, richtig toll.
01:52:16: Ich sag
01:52:17: ja auch, Facebook ist wieder am Kommen.
01:52:18: Das kommt wieder.
01:52:19: Jessen hat es wieder hoch.
01:52:20: Es ist so'n Retro-Ding
01:52:23: aber natürlich auch ein Qualitätsding.
01:52:26: Ja, und ihr könnt ja mal schreiben wie ihr meinen Podcast findet.
01:52:33: Und ich glaube, ihr könnt es auch irgendwie abonnieren und so... Da müsst ihr mal gucken!
01:52:38: Wir
01:52:40: haben Rebecca schon mal vorgestellt mit ihrem Podcast
01:52:45: bei uns.
01:52:46: Es haben viele das schon vorgestellt.
01:52:47: Ich bin auch wahnsinnig dankbar dafür!
01:52:48: Ich bin ein bisschen erhilflose madame.
01:52:50: Ihr müsst euch vorstellen wir sitzen mit Mikros am am Esszimmertisch und essen Käse und Schips.
01:52:56: Soll ich es verraten?
01:52:58: Na gut!
01:52:58: Ist schon in Ordnung, was haben wir nicht gegessen?
01:53:00: Wie heißen die Kekse mit dem Zimt um den ... Zimtschterne
01:53:03: wegen der Weihnachtlichkeit.
01:53:05: Genau.
01:53:07: Sag doch mal wie ihr das findet... Ich sag das ganz ohne Hintergedrömmung.
01:53:16: Bis zum nächsten Mal.
01:53:17: Ich nehm jetzt gerade so eine Rutsche auf also jetzt kommt wieder einiges.
01:53:21: Ich möchte mich aber auch noch bedanken.
01:53:23: Vielen
01:53:24: Dank, Rebecca!
01:53:24: Mir hat es sehr viel Spaß gemacht.
01:53:25: Das war ein ganz schönes Gespräch.
01:53:27: Ich habe mehrere Gespräche in meinem Leben geführt und das ist ganz selten, dass mal jemand so fragt und dass jemand anders auf die Person guckt.
01:53:39: Das fand ich ganz schön.
01:53:40: Es war mir eine große Freude dafür...
01:53:42: Ja, da ist ja die Idee dahinter, dass man sich eh schon kennt.
01:53:45: Das fragt man auch noch mal anders.
01:53:48: Weißt du, das war so ein bisschen der Gedanke dahinter
01:53:51: auch?
01:53:51: Ja und man wundert sich schon auf wie blöd die anderen Leute
01:53:53: fragen.
01:53:54: Gut aber wir fragen ja nicht blöd.
01:53:56: Nee.
01:53:57: Gar die sind ja nicht Blöd!
01:53:58: Und es wäre ich ja auch nicht.
01:53:59: doch manchmal, dann wäre ich viel doch... Nein egal.
01:54:00: also ich will mich jetzt hier nicht um Dings- und Bums reden.
01:54:03: Es war ganz schön vielen Dank.
01:54:04: Okay tschüss ihr Lieben bis bald, ciao Wir sind
01:54:10: durch.
01:54:11: Ein Uhr ist taub.
01:54:13: Das war aber wirklich sehr, sehr nass.
01:54:15: Das hat wirklich Spaß
01:54:16: gemacht.
01:54:17: Das waren wirklich gut
01:54:18: Super Ganz toll.
01:54:20: Nee, was das ist so ein bisschen ... Weil du ... Also deine Fragen sind gut?
01:54:26: Oder dieses Was hinter diesem Fragen, das ist gut.
01:54:28: und vor allen
01:54:30: Dingen... Und jetzt mal wieder bei dem Mut manche Leute, es ist ja auch immer so ... Manche trauen sich oder denken, dass das kann man nicht oder nicht anschauen.
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