Folge 21: Anne Otto

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00:00:11: Rebecca räumt auf!

00:00:25: Hallo liebe Leute, wir sind wieder da nach einer Sommerpause.

00:00:30: Ich war im Urlaub ziemlich lange und jetzt aber geht es wieder frisch rein mit neuen Gästen.

00:00:38: heute zu Gast freue ich mich wahnsinnig.

00:00:41: Anne Otto.

00:00:42: Anne Otto veröffentlicht regelmäßig Bücher.

00:00:48: sie ist eigentlich Psychotherapeutin, ist das richtig?

00:00:52: Psychologin.

00:00:53: Psychologen

00:00:54: und ... aber warte!

00:00:55: Du bist psychologische Dramatherapeuten.

00:00:59: Das

00:00:59: stimmt genau.

00:01:00: Was mag denn das wohl sein?

00:01:02: Ja,

00:01:02: das ist auf jeden Fall ein Unterschied.

00:01:04: Psychotherapeuten jetzt sind ja Leute die eine Approbation und eine Kassenzulassung usw.

00:01:10: haben.

00:01:11: Deswegen würde ich mich so nicht nennen.

00:01:12: Psychodramatherapie ist eine bestimmte Art der Ausbildung wo man lernt mit Szenen und Rollenspielen usw.

00:01:20: Konflikte darzustellen oder auch irgendwas über sich selbst rauszuzählen?

00:01:25: Also Drama im Sinne von Theater,

00:01:29: das kommt mal vom Theater.

00:01:31: Ich hatte jetzt gedacht es ist so ... dass wir können was für mich sein.

00:01:34: So ein Drama-Ding irgendwie...

00:01:38: Alles noch mehr zu dramatisieren.

00:01:40: Es ist

00:01:40: nochmal ein bisschen mehr eine Schippe drauf zu legen in der Therapie.

00:01:44: Genau, das finde ich sind verwirrende Begriffe.

00:01:47: Ich komme damit dauernd durch den Titel Psychologen, Psychotherapeuten, also alles Mögliche rund um die Psyche beackerst du.

00:01:59: aber es muss man sagen, denn du bist auch Journalistin oder eigentlich mittlerweile in erster Linie?

00:02:04: Das musst du mal sagen, das weiß ich gar nicht so genau

00:02:07: In erster Linie nicht.

00:02:08: Ich war lange in Erster Linien Journalistin und Autorin, und habe irgendwie ... ich würd mal sagen so zehn, fünfzehn Jahre hab' ich eigentlich fast nur noch geschrieben!

00:02:18: Und jetzt mache ich eigentlich zwei Tage die Woche Praxis oder ja begleite auch mein Team oder so weil ich dabei Spaß dran hab.

00:02:25: ne?

00:02:25: Weil da fand ich das nicht mehr so gut.

00:02:27: Das heißt, du hast mit den Menschen zu tun.

00:02:30: Der Mensch und du, ihr sitzt in einem Raum.

00:02:33: Und es ist nicht mehr

00:02:35: so schwer ... Du

00:02:36: mit dem Mensch?

00:02:37: Ja

00:02:38: genau!

00:02:38: Und der Vier-Augen.

00:02:40: Hast du eine Praxis eigentlich?

00:02:42: Nee ich bin im Praxisraum von einer Kollegin wo ich da mit rein kann.

00:02:46: Alles klar.

00:02:48: Ja Anne und ich kennen uns natürlich persönlich ist ja sozusagen der Sinn dieses Podcast, dass man mit Freunden sozusagen auch redet und auch anders redet.

00:03:01: für diejenigen, die es noch nicht wissen.

00:03:03: Das ist vielleicht ein anderes Gespräch als wenn man sich das erste mal begegnet oder so.

00:03:07: Wir wissen einiges voneinander aber noch nicht alles.

00:03:10: deswegen kitzel ich hier vielleicht noch ein paar Sachen raus, die mir immer schon am Herzen lagen.

00:03:18: Du musst sagen, du kannst ... Mach mal so eine Safe-Bewegung.

00:03:23: Wenn du irgendwas nicht willst!

00:03:24: So

00:03:25: eine Safebewegung?

00:03:26: Okay das ist ja schon ganz psychotrabatisch.

00:03:28: So

00:03:28: ein bliebendes Kreuz machen oder so und dann ... Ja

00:03:31: genau, schnell ist es raus.

00:03:32: Ich glaub ich brauch das nicht, aber ... Nein, können

00:03:35: wir nicht.

00:03:36: Ich frag dich erstmal Sachen.

00:03:38: Also ... ziemlich vielseitig.

00:03:43: Ich hab mir das heute mal angeguckt, was man sonst so bei Freunden nicht macht ... nämlich die Googeln?

00:03:48: Also ich mach das irgendwie nie.

00:03:50: Nee, ich auch nicht.

00:03:51: Für mich ist es komisch.

00:03:52: Wie man sich lieber selber nicht googelt.

00:03:55: Hab das noch nie gemacht.

00:03:57: Ich habe keine Ahnung, was da für Schrecklichkeiten dann rumkehmen.

00:04:01: Das hab ich bei dir immer gemacht und war ... Da sind mir ganz viele Sachen eingefallen, die ich eigentlich wusste von dir aber schon wieder am Zeitstrahlen nicht mehr gut verorten konnte.

00:04:12: Denn du bist nicht nur im bratenden Geschäft tätig, sondern ... Und schreibst nicht nur, sondern du bist auch Musikerin.

00:04:20: Da kommen wir nachher noch mal drauf.

00:04:22: Das weiß ich natürlich, aber ich wusste nicht, wie lange das zurückreicht und da sind mir so ein paar Sachen wieder eingefallen.

00:04:30: So ziemlich irre.

00:04:32: Mutter, bist du auch noch?

00:04:34: Also hast einen Sohn.

00:04:36: ganz schön vollgepacktes reiches Leben, würde ich denken.

00:04:40: Geboren bist du aber in Hagen, wenn ich das richtig...

00:04:44: ...aufgewachsen bin.

00:04:45: Weil ich nämlich

00:04:47: immer dachte, du kommst bis in Buchum.

00:04:50: Aber da habe ich studiert!

00:04:51: Da hab' ich studierend.

00:04:51: Dabei in Haken habe ich so meine Kindheit verbracht.

00:04:54: Ja

00:04:54: super!

00:04:55: Da habe ich nämlich natürlich jetzt gegoogelt, wer alles aus Hagen kommt.

00:05:00: Muss ich dir das mal?

00:05:01: Ja gut!

00:05:02: Besser nicht nur du So, auch Julia Hummer.

00:05:06: Die Schauspielerin kommt aus Heim.

00:05:08: Inga und Annette Humpe?

00:05:09: Das

00:05:09: weiß ich die hat wohnen in so einem Café also über so ein Café wo wir früher immer waren.

00:05:15: Ja

00:05:15: weil die Eltern das betrieben haben glaube ich haben sie öfter erzählt.

00:05:19: Lina Beckmann, die Schauspielerin, das wusste ich auch nicht Tim Neuhaus auch Musiker.

00:05:23: Barbara Morgenstern kommt auch aus Hagen.

00:05:25: Wir waren auch in einer Jahrgangsstufe parallel Schulen ja eine Jahrgangsstufe.

00:05:32: Also ihr kennt euch auch Sehr lustig, Mambo Kurt.

00:05:38: Ja, aber den kenne ich irgendwie nur so von Bühnen.

00:05:42: So Quatschige

00:05:43: Orgel.

00:05:44: Dann Moosti der berühmte Produzent.

00:05:47: Auch was auch nicht!

00:05:50: Nina natürlich und Kai Hawaii von Extra Breit.

00:05:54: Dann hieß es doch immer komm nach Hagen werde Popstar.

00:05:58: das heißt du auch irgendwie Gedacht, oder?

00:06:00: Wolltest du das auch?

00:06:01: Das wurde uns ...

00:06:03: Sie wollten es uns erzählen.

00:06:05: Dass wir sagen, Pops, da wird!

00:06:09: Ich glaube ja also diese Zeit in der genau extra breit so richtig groß war und das was man dann später neue deutsche Welle genannt hat... Da war ich ja eigentlich Kind Ja, also

00:06:24: zehn

00:06:25: oder so.

00:06:26: Aber ich fand das natürlich grandios!

00:06:28: Also mein Bruder und ich, wir haben da schon immer so geguckt, wo können die, wo treten die auf?

00:06:33: Wo können wir hingehen?

00:06:34: ...

00:06:36: Und später natürlich, wo gehen die in die Bars auch?

00:06:42: Man kennt es ja, wenn man so in der Stadt ist, wo einiges passiert oder so, dann fühlt man sich da eigentlich auch ... Also hat man das Gefühl.

00:06:52: Man ist am rechten Ort sozusagen.

00:06:54: Man isst da irgendwie ganz gut aufgehoben.

00:06:57: Trotzdem wolltest du da weg, glaub ich?

00:07:00: Ja also doch total... Was heißt zu klein?

00:07:06: Eine große Tristest natürlich!

00:07:08: die ich irgendwie andererseits auch liebe.

00:07:11: Wenn man sagt, ich komme aus Hagen und dann sagen die Leute, oh das kenne ich da war ich mal am Bahnhof, dass es ja wirklich gerne den Trauer

00:07:16: hat.

00:07:16: Das hätte ich dir jetzt auch erzählt, aber mir ist noch ein Bahnhof.

00:07:18: Weiß nicht warum?

00:07:19: Man strandet da irgendwie.

00:07:20: Ja, irgendwie muss man da umsteigen wenn man's ins Sauerland will usw.

00:07:23: Und ich kann die Leute alle total gut verstehen weil es ist halt wirklich ... Es gibt natürlich auch, es ist keine reiche Stadt... eine abgerockte Stadt, eine geschmacklose Stadt und so.

00:07:35: Also da könnte ich jetzt wer weiß was drüber erzählen die haben ja auch irgendwelche Hagener Künstler, Emils Schumacher oder so und die meisten der Hagen da können sie gar nicht begreifen oder Schwert schätzen oder finden das ätzend oder sowas wobei also man könnte es mal so sagen Es gab in den achziger Jahren eben durch die Musik viel Kultur aber irgendwo hatte das eben auch Grenzen.

00:08:00: Ja, das hat

00:08:01: einfach Grenzen.

00:08:02: Es hat so eine Glühkleinstadtigkeit.

00:08:04: Genau und dann gehen aber alle dann doch weg, so ähnlich wie aus Westfalen wo es ja auch schrecklich irgendwie ist.

00:08:10: Und da passiert dann irgendwas ... Dann gehen alle doch weg oder so.

00:08:15: Ist dann irgendwie so ein ... der Anfang man empowert sich gegenseitig und dann muss es doch woanders hingehen?

00:08:23: Aber ... Hagen, du hast es jetzt gesagt.

00:08:27: Ich bin da mal rumgerannt, weil ich hatte glaube ... Ich weiß nicht, der Zug kam.

00:08:30: Ich war da zwei Stunden und dann mich da so ... Ich fand's wirklich auch sehr hässlich, muss ich sagen.

00:08:34: Ist richtig schrecklich!

00:08:36: Erzähl mal, was ist dein Hintergrund?

00:08:40: Was haben deine Eltern gemacht?

00:08:42: Wo kommst du her?

00:08:43: Hast du Geschwister?

00:08:45: Was hat dich gepriegt in der Kindheit?

00:08:48: Ja also ich hab ... meine Eltern sind ja auch... Ich habe mit Psychologie zu tun.

00:08:55: Mein Vater ist Psychiater gewesen, meine Mutter Erzieherin.

00:08:59: Die sind aus Bonn eigentlich mal ursprünglich gekommen und waren in Hagen.

00:09:04: Das hat ja durchaus auch eine dörfliche Struktur.

00:09:07: diese ... Also das ganze Ruhrgebiet Nordrhein-Westfalen hatte dieses... Du hast ja schon gerade gesagt Ostwestfalen hat ja auch diese kleinen...

00:09:14: Ja so

00:09:15: zersiedelte kleine Dörfer.

00:09:18: Das erzähl ich dazu, weil meine Eltern sich immer so als die Fremden im Dorf gefühlt haben.

00:09:22: Also die Fremmen oder dann in die ... Als die, die da nicht in diese katholische Sache reingepasst haben und so weiter.

00:09:31: Und das finde ich schon prägend.

00:09:35: Dann hatte ich ein Bruder, der war auch sehr prägent.

00:09:38: also dass wir viel zusammengemacht haben, dass wir beide eben viel Musik gehört haben, diese Dinge Kein gemeinsamen Freundeskreis, aber irgendwie ... Wir sind auch in kleinen Städten.

00:09:49: Man kennt halt alle und das verbindet sich dann so.

00:09:51: Und es war ein schöner Hintergrund.

00:09:53: Dieser Teil war ein Schöner Hintergrund.

00:09:56: Dieses Social-by-Nature oder was weiß ich?

00:09:59: Was man da mitbekommt... War eigentlich auch ein okayer Hintergrund!

00:10:06: Und deine Eltern sind da geblieben?

00:10:08: Oder sind die irgendwann wieder abgezischt?

00:10:11: Nee, sie haben sich da so verwurzelt Fanden das auch gut.

00:10:17: Und ich meine, Madi lebt ja bis heute da und wollte nicht nach Hamburg kommen.

00:10:21: als ich jetzt gesagt hatte, die löst gerade ihr Hausaufwild irgendwie in eine kleinere Wohnung hat sich Patu ... Wollte sie in Hagen?

00:10:28: Eine kleinere Wohnung weil sie da ihre Freunde hat und so.

00:10:31: Ja gut, ist verständlich dann für dich wahrscheinlich praktischer wenn Sie hier wäre aber das ist ja so ne Sache die bei vielen grade Thema ist.

00:10:41: Du bist dann zum Studieren nach Bochengänge.

00:10:43: Wolltest du von Anfang an Psychologie studieren?

00:10:47: Ich meine, wenn die Eltern das machen ... ist es doch meistens so, dass man sagt nee, kein Bock, mach was anderes.

00:10:57: Nee!

00:10:59: Also wollte ich unbedingt Psychologie studieren.

00:11:02: Ich hab zwischendurch noch mal versucht Medizin zu studieren, ganz am Anfang.

00:11:07: Als erstes oder?

00:11:09: Das war ein richtiger Reihenfahren.

00:11:12: weil ich kein Blut sehen kann und ich weiß, es war völlig verfehlt.

00:11:17: Also das habe ich gemerkt, dass hat gar nicht funktioniert.

00:11:20: Und warum hab ich das gemacht?

00:11:23: Ich glaube ... Weil da schon eine starke Prägung von zu Hause war ein starker Wunsch von meinen Eltern.

00:11:27: Ich würde sagen die haben das jetzt nicht verlangt.

00:11:30: aber meine Wünsche!

00:11:31: Ich hätte ja gerne Philosophie studiert, weil Deutsch gut usw.

00:11:35: und dann ist es in der Busterseil, kannst du dich mal erst was anderes versuchen ein bisschen verunsichert in der Zeit.

00:11:43: Und dann hat sich es aber doch sehr schnell rausgestellt, dass das zum Beispiel mit der Medizin ... Also da muss dich so nach und nach immer weiter weg davon kommen von diesen ganzen naturwissenschaftlichen

00:11:55: Sachen.

00:11:55: Du hast angefangen zu studieren und hast dann nach wie vielen Semestern gemerkt, dass du das doch nicht machen willst?

00:12:02: Bei Medizin?

00:12:03: Ja.

00:12:03: Vier!

00:12:04: Echt?

00:12:04: Ah ja okay.

00:12:06: Wie war das?

00:12:08: Musstest du deinen Elternes sagen Wie war das?

00:12:12: Wie fühlte sich das an?

00:12:14: Nö, das hab ich dann einfach gesagt.

00:12:15: Also, das war für mich ... Dann war es für mich durch.

00:12:18: Weil ich wirklich gedacht hab, das ist aber so schrecklich!

00:12:21: Das konnte ich auch sehr gut verdrehen.

00:12:22: Er war immer in zwei Jahren, die du da den Stramm durchgezogen hast, offensichtlich, oder?

00:12:27: Mit Blut.

00:12:30: Mit allem Möglichen... Nein, guck mal, da war's einfach so, dass ich gemerkt habe.

00:12:36: Ich hatte da auch ganz nette ... Studienkolleginnen, und die waren aber alle so begeistert davon.

00:12:43: Es ist jeder neue Kurs irgendwie jetzt dürfen wir zählen, Mikroskopien jetzt dürfen wie dies jetzt dürfen irgendwie richtig am Leben dann irgendwie Anatomie machen oder in den Leichen oder so... Und ich habe immer gedacht hilfe hilfe, man geht der Albtrömpf wobei und dann weißt du halt da bist du nicht richtig.

00:13:01: Also ein Leichen schon.

00:13:02: Ja,

00:13:04: das ist so ... Gott, oh Gott.

00:13:05: Das ist schlimm!

00:13:07: Und ich weiß, ich glaube nicht

00:13:08: ... Ich glaube, dass es nicht jedem ... Was ist?

00:13:13: Das will nicht jeder.

00:13:15: Okay, aber du dringst ja jetzt auch in den Menschen vor, allerdings nicht durch die Haut sondern in den Kopf hinein.

00:13:25: Also ... Psychologie ist ja ... Ich glaub's hat den höchsten NC gerade dem man so führen ... Ich glaub, man ist bei ... wenn man jetzt Psychologie studieren will.

00:13:35: Ja, das war früher ja nicht so.

00:13:37: Wollte ich

00:13:37: grad sagen?

00:13:37: War das noch nicht so?

00:13:39: Wieso ist es eigentlich so, weil das so viele wollen

00:13:41: oder... Ist ja eigentlich superinteressant.

00:13:44: Das ist, weil da so viele wohnen.

00:13:46: Ziehen die dann den NC so hoch ohne sich zu fragen was sind eigentlich das für Menschen, die ein Eins-Komannola-Abi haben?

00:13:55: Sind die ... Empathischer als andere, können die verstehen?

00:13:59: was weiß ich?

00:14:00: Können die Schwächen verstehen oder Scheitern verstehen.

00:14:05: Also das ist halt echt ein bisschen tragisch glaube ich auch.

00:14:09: also da sind auch ganz viele tolle neue Leute dabei.

00:14:13: aber aber ich finde es ein bisschen trage die Entwicklung.

00:14:15: bei uns war das echt so.

00:14:17: Was war das denn?

00:14:19: so zwei oder sowas brauchtest du da?

00:14:22: Ja das denke ich auch auf.

00:14:23: beim Medizin ist es ja auch so wie ich mir denke dass es dann eher heißt ja nicht, dass gute Ärzte und Ärztinnen bei rumkommen.

00:14:31: Nein!

00:14:32: So auf so ein Abi-Schnitt kann man auch geil hinarbeiten.

00:14:35: Also einfach mal so stramm rangehen ... Und dann hat man halt einen guten Einsatzschnitt.

00:14:41: Das bedeutet ja erst mal nicht so viel.

00:14:43: Es ist ja auch viel polymisches Lernen, wie man immer so schön sagt dabei.

00:14:47: D.h.,

00:14:47: also du hattest kein eins Komma Nuller?

00:14:52: Nein, nein!

00:14:54: Ich hatte zwei hinterher ganz gutes Abi.

00:14:57: Also schon irgendwie ein Einser-Abi aber jetzt nicht so ein brillantes.

00:15:03: und außerdem gab es Sachen... ich habe ja doch mal ein paar Folgen gehört von deinem Podcast gestern Nachmittag beim Sofa liegen Und da ging es ja immer um Mathe und ich glaube, das möchte ich jetzt diese Tradition fortsetzen.

00:15:18: Nein

00:15:18: du auch?

00:15:19: Ja!

00:15:19: Ich konnte kein Mathe, ich konnte keine Physik... ...ich bin betroffen, aber der ist auch allein deswegen.

00:15:24: wie kann mich auf Medizin, aber jedenfalls das sind alles Sachen, weshalb ich gar nicht so super in der Schule war und da auch eher meine Fünffatte oder so oder wo ich keinen Bock hatte, da habe ich auch nichts gemacht.

00:15:36: Nee natürlich nicht!

00:15:38: Das ist ja der teuflische Kreislauf dass man dann natürlich immer schlechter wird.

00:15:43: Die Spirale geht nach unten, wird man so durchgeflutscht.

00:15:47: Weil man ja nichts tut ... Aber muss man nicht bei Psychologie auch Statistik und solche Sachen?

00:15:54: Ja, das ist ja leider ... Das muss man.

00:15:57: Und da hatte ich Angst vor, aber irgendwie ist dieses Anwenden ... wie man hinter seine Steuer machen kann oder irgendwie sowas, so kannst du halt auch hinterher ausrechnen.

00:16:08: Was weiß ich?

00:16:09: Eine Statistik lesen oder das ist nicht dieses eigentliche Rechnen oder diese schlimme Integrale oder sowas.

00:16:16: also es ist von Vorteil wenn man versteht was ein Integral ist.

00:16:19: Ich habe bis heute nicht so richtig verstanden und ich kann trotzdem konnte diese Statistiksachen hinter.

00:16:24: ganz gut

00:16:26: Ja, man hat ja auch das Gefühl, man weiß wofür man's dann macht.

00:16:29: Weil das andere war ja so Luftlehreraum jedenfalls für mich ... Ich möchte das Thema nicht vertiefen.

00:16:35: Obwohl ich hätte dich noch nachgefragt.

00:16:37: Das ist wirklich soweit verbreitet dieser

00:16:40: Matte-Hass.

00:16:40: Was das is irgendwie?

00:16:42: Weißt du, oder?

00:16:43: Und ich hab'n das natürlich durchgereicht!

00:16:46: An deine Kinder

00:16:46: auch?!

00:16:47: Naja von Sason, der ist Informatiker und musste auch mattisch machen natürlich.

00:16:52: Aber ich hab ihm jetzt nicht gesagt, das ist eine tolle Sache.

00:16:56: Das macht voll Spaß oder so?

00:16:58: Keine Ahnung!

00:17:01: Du bist

00:17:02: ... Warst du jemals festangestellt?

00:17:05: Das ist grad so ein Thema mit dem ich mich auseinandersetze und mit ganz vielen auch so Rede grade.

00:17:13: Hattest du mal so ne Phase wo du nachm Studium in so ne Festanstaltung gegangen bist?

00:17:19: Ja, nein also ich hatte ... war zwei Jahre bei so einem Bildungsträger angestellt und dann noch mal anderthalb Jahre oder so, auch beim anderen Bildungsträger.

00:17:33: Und ich war ganz zwischendurch mal kurz bei einer Redaktion.

00:17:37: Aber das war alles nicht ... Vollzeit?

00:17:42: Achso, also immer so ein Teil sein.

00:17:44: Also

00:17:44: so dreißig Stunden oder so.

00:17:46: Oder das waren immer so seltsame Konstrukte.

00:17:49: Das heißt eine richtige Festanstellung Hab ich dieses Festanstellungsleben ... kenn ich nur so zum Teil.

00:17:58: Ich hab nämlich eben, bevor du kamst, es hat mich so geschockt.

00:18:01: Ich glaub in der Zeit war das... Da konnte man so eingeben wie alt man ist und wo man wohnt und wie viel man verdient mit dem was man macht.

00:18:12: Und dann wird einem da knallhart gesagt, äh, was andere in die Alter fest angestellt also Freiberufler kamen gar nicht richtig vor.

00:18:22: Und da habe ich so gedacht, wow das ist ja doch ein sehr großer Unterschied.

00:18:27: Wie schön wenn man fest angestellt ist und so ein schönes regelmäßiges Gehalt hat!

00:18:32: Hast du damals mit gehadert oder ist es bei dir immer gut gelaufen?

00:18:38: Also es läuft...also ist eigentlich meistens gut gelufen?

00:18:45: Ja, ich merke es in den letzten Jahren ganz ehrlich.

00:18:48: Natürlich ist er der Klassiker!

00:18:50: Dass ich jetzt denke... dass sich so ein Lebensentwurf natürlich eigentlich eher... Der wird immer extremer eigentlich oder zeigt sich immer extromer.

00:18:59: was habe ich denn da eigentlich gewählt?

00:19:02: Und wenn ich jetzt ... Ich hab durch die Psychologie viele enge Freundinnen und Freunde.

00:19:08: sind Therapeute innen geworden, sitzen da fünf Tage die Woche in der Praxis oder gehen fünfmal die Woche im Schulpsychologischen Dienst.

00:19:18: Und sind da auch gut.

00:19:19: und natürlich, da merke ich jetzt ... Die kriegen dann die Reden von irgendwelchen zusätzlichen ... Weiß sie nicht?

00:19:26: Weihnachtsgeldwürde, Pribsrente wird schon bei manchen Thema oder so.

00:19:33: Da denke ich dann schon ja wow!

00:19:36: Das geht so ein bisschen auseinander, ne?

00:19:39: Und trotzdem Haar dann weiß ich auch nicht.

00:19:43: Weil ich diese Freiheit ... dass sich weiterentwickelns wahnsinnig gut finde.

00:19:50: Wirklich wahnsinnigt gut!

00:19:51: Das sag' ich nicht nur so, sondern ich weiß nicht, ich wär verloren wenn ich da ...

00:19:55: Ja man merkt das ja auch irgendwann was für einen Lied ist und was einfach dann auch nicht funktioniert.

00:20:00: Und du hast ja das Glück, dass du immer also so hab ich das jetzt ähm Also, so denk ich mir das.

00:20:06: Weil ich das mitkriege, dass du ja auch mal Projekt bezogen arbeitest.

00:20:10: Dann hast du immer so eine Sache die du machst ... Du machst zum Beispiel, ich glaub einmal im Jahr dieses Psychologie-Heft für ein Spiegel?

00:20:18: Ich weiß nicht mehr, das heißt Psycho-Spiegel.

00:20:20: Ja,

00:20:20: das ist Spielcoaching!

00:20:22: Das mache ich einmal im Jah, da mache ich dann ganz viele unterschiedliche Texte und so.

00:20:27: Entwickelte Programme und sowas.

00:20:30: Und das macht auch total Spaß.

00:20:32: Und ist natürlich auch ein guter ... ja, irgendwie einen guten Ankerpunkt.

00:20:37: Oder für die Psychologie heute arbeite ich seit vielen Jahren und da kann ich auch ein bisschen gucken wie viel mache ich da?

00:20:45: oder natürlich auch die Arbeit mit Klientinnen und Klienten das auch ... Das kann man auch so ein bisschen dosieren!

00:20:53: Und das ist gut finde ich ne?

00:20:56: Und trotzdem Ja genau

00:20:59: Wie sieht denn so ein Tag aus?

00:21:00: Bei mir.

00:21:01: Ja, also so ein typischer Tag.

00:21:03: Also da ich ja in der letzten Zeit auch wieder viel Buch geschrieben habe sah der Tag dann schon irgendwie so aus dass ich um neun auf dem Sofa angefangen hab mit irgendwelchen Geschreibseln.

00:21:14: Ah du liest es aufm Sofa?

00:21:16: Ich schreibe aufm SOFA aber das ist wahnsinnig schlecht für die Haltung und für alles Aber es ist mir einfach zu gemütlich.

00:21:22: Ja was ist das auch schlecht auf

00:21:24: die Dauer?

00:21:25: Genau also dieses... Also, Sofa ist gut.

00:21:30: In der Wolldecke?

00:21:31: Und dann schreibst du oder wie?

00:21:32: Ja,

00:21:32: Wolldecke vielleicht.

00:21:33: Aber dann schreibe ich genau und dann habe ich ein Büroraum

00:21:39: auch.

00:21:41: Da gehe ich hin wenn ich journalistische Sachen mache bei uns zu Hause es einfach zu viel los irgendwie um da noch zu arbeiten.

00:21:49: Genau, dann geh ich zweimal in der Woche in die Praxis meiner Freundin, Kollegin und macht da wieder andere Sachen.

00:21:55: Jedes Mal hab ich das Gefühl, diese Vielfalt ist okay.

00:21:58: Ja super!

00:22:00: Das heißt also du hast schon eine Struktur sozusagen auch Themen bezogen, Projekt bezogen.

00:22:08: Hast du das Gefühl dass du dich ... bist du so ein Typ?

00:22:12: Also ich hab den Eindruck nicht.

00:22:13: aber mich fragt es ganz gerne immer der sich auch mal so an die Kandache selber nehmen muss oder schiebst du Sachen auf?

00:22:23: Nee,

00:22:24: überhaupt nicht.

00:22:27: Nein ich schieb Sachen nicht auf.

00:22:29: aber was schon so ist... Ich bin schon so mit meinem eigenen Zeitgefühl gerne unterwegs und deswegen kann es schon sein dass ich meine Deadline reise.

00:22:39: also die Leute die mit mir zusammen arbeiten wissen das ist jetzt kein Problem vielleicht bisher wo man sagt okay damit habe ich keinen Bock zu arbeiten weil die liefert die Sachen nicht.

00:22:50: Aber es ist schon so, dass manchmal irgendwo gesagt wird Anfang Oktober und ich habe dann irgendwie verstanden Mitte Oktober.

00:22:57: Weil ich mit Termin nicht so gut bin.

00:23:02: Einberechnet, oder?

00:23:03: Ja.

00:23:04: Bisschen

00:23:04: ja!

00:23:05: Das habe ich nämlich am Anfang auch nicht so richtig geschnallt, dass das schon ein kleiner Puffer immer eingerechnet ist.

00:23:11: Ja genau aber da bin ich halt nicht so ein U-Werktyp oder so.

00:23:14: Da bin ich jetzt nicht so... Es gibt Leute die sagen wenn am Achtundzwanzig nur um elf geliefert wird dann machen sie das auch.

00:23:19: und das ist natürlich oft, wenn man auf der anderen Seite sitzt unheimlich innen angenehm, aber das schaffe ich überhaupt nicht.

00:23:25: Aber motivieren oder so oder sich Angst haben irgendwie Und dann vor mir her schiebe ich so, nee das kenn' ich eigentlich nicht.

00:23:34: Hast

00:23:34: du Patienten die das schlimm haben?

00:23:37: Ja!

00:23:38: Hab

00:23:38: ich

00:23:39: und was riecht's denn?

00:23:42: Also Patienten

00:23:43: ... Ich hab es auch nicht so toll.

00:23:44: Nee, hast du auch nicht ne?

00:23:45: Nichts richtig

00:23:46: toll.

00:23:46: also na klar habe ich manchmal keinen Bock oder ah ja so rum und bis ich mich dann hinsetze aber ich setz mich in der Regel hin und machts dann auch irgendwie Aber mehr waren mir das peinlich wär, Leute ... also Leuten irgendwie zu zeigen.

00:24:02: Dass ich das nicht hinkriege oder dass wir mir unangenehmen.

00:24:05: Ach so!

00:24:06: Wenn das nicht wäre keine Deadline- oder so.

00:24:08: Leute, die auf irgendwas warten?

00:24:11: Dann weiß ich auch nicht.

00:24:12: Deswegen hab gerne eine Deadline.

00:24:15: Ich find auch, das hilft auf jeden Fall wenn der Zeit begrenzt ist.

00:24:20: Aber wenn jemand es trotzdem nicht ... Was redest du denn gibt's da...

00:24:25: Also ich würde jetzt mal sagen, dass sich für diese Lerntechnik oder so bin ich nicht die absolute Expertin.

00:24:30: Es ist aber trotzdem so das Vorkommen, dass Leute das haben und da gibt es natürlich ... die ganzen Verhaltenstechniken, dass man so anfängt bevor man anfängt.

00:24:40: Dass man sich sein Schreibtisch und sowas also diese typischen Sachen so zurecht macht, das man sich da auch hinsetzen mag und so aber... Also aufräumen?

00:24:47: Ja ist mal aufräum oder so ein Ritual oder so einen Satz.

00:24:51: was weiß ich?

00:24:51: jetzt mache ich mir noch einen Kaffee und dann fange ich an und so.

00:24:54: Das ist aber nur das eine!

00:24:55: Auf der tieferen Ebene würde man ja immer sagen Prokrastinieren ist wirklich oft Angst zu scheitern.

00:25:03: Also die Frage, wie kann ich die Schritte so klein machen?

00:25:06: Dass die Angst vorm Scheitern kleiner wird oder habe ich generell eine Angst vom Scheitert?

00:25:10: dann gucke ich mir mal an, gucke mit den Leuten vielleicht zusammen an ja wo kommt das denn her und was ist da los?

00:25:17: Das frage ich mich immer wenn man so raus gekriegt hat.

00:25:19: es ist aber vielen psychologischen Problemen so Wenn man so heraus gekriecht hat wo das herkommt Dann muss ja danach irgendwas erfolgen.

00:25:29: Man weiß es und was macht man dann?

00:25:33: Das ist unterschiedlich, eigentlich würde man sagen ... Es zu wissen ist schon mal die erste Erkenntnis.

00:25:39: Und das stimmt auch wirklich!

00:25:42: Da gibt's ja auch Studien drüber, wenn du es bewusst hast, reflektieren kannst.

00:25:45: Weißt was das ist?

00:25:46: Bin ich jetzt ... weiß nicht, wer wird's beim Aufschieben... bin ich jetzt wirklich ein Typ der eher Angst hat oder bin ich ein Typ, der einfach chaotisch unorganisiert?

00:25:54: Das wären zwei verschiedene und wenn ich das schon mal weiß, hab' ich schon mal irgendwie weiß.

00:25:58: Ja okay, dann kann man sich verhalten!

00:26:00: Und was macht man denn?

00:26:01: Okay, dann versucht man's auch mit Verhalten und mit Veränderung vielleicht von Gefühlen.

00:26:06: so andere Gefühle dazu Dinge anders sehen, also Reframing ist ja ein großes Ding.

00:26:13: So was!

00:26:14: Okay ... Ja, so Deep Diving in Sachen halte ich auch für richtig, aber davor hab' ich zum Beispiel Angst, dass man an so Sachen rankommt.

00:26:25: Wenn man Probleme bei sich erkennt und gräbt so ganz tief geht's in die Kindheit womöglich noch und so.

00:26:33: Ich hab da immer so Schiss, dass mal da irgendwas entdeckt.

00:26:36: Findest du es eher gut, weil der Verdrängung und so hat ja auch einen Sinn eigentlich.

00:26:41: Dass man alles raushebelt wenn ein Problem am Start ist?

00:26:46: Finde ich nicht.

00:26:47: Also das muss ich tatsächlich noch mal sagen Ich bin ja... Was ich mache nenne ich psychologische Beratungen oder Coaching oder sowas.

00:26:55: Ich würde jetzt nie mit den Leuten tiefstens in die Kindheit gehen.

00:26:59: Also auch, weil ich dass also wer jetzt überhaupt nicht das Spektrum, was ich mache.

00:27:08: Und dazu kommt noch ... Ich find's schon auch spannend.

00:27:11: für manche Leute kann es spannend sein oder dass mal guckt, wo kommt das biographisch her?

00:27:15: Oder man kann eine Stunde biografisch arbeiten und sagen okay wie war das mit meinen Eltern oder so.

00:27:21: aber ich würd immer an die Ansverhalten gehen wollen immer an Wie kann man's anders machen?

00:27:28: und dieses sich total in der Kindheit verbeißen halt ich für wenig zielführend.

00:27:38: Er war ja eine Zeit lang so innen mit dem inneren Kind und so weiter, dass man da irgendwie rangeht ... Was hältst du von solchen sehr populären?

00:27:51: Ja, ich finde das innere Kind ... Guck mal, das innene Kind ist eigentlich ein älteres Konzept.

00:27:55: irgendwie außen weiß ich jetzt gar nicht mehr.

00:28:01: Das ist irgendwie aus den Sechziger, Siebziger Jahren.

00:28:03: Das ist nicht schlecht!

00:28:04: Also weil sich irgendwie Symbole zu schaffen oder zu gucken, okay welche Stimme redet da jetzt?

00:28:11: Oder so... Da gibt es unterschiedlichste.

00:28:12: Deswegen ich halte da was vor und finde das gut.

00:28:15: Aber natürlich diese ganze Populären.

00:28:17: wir reden natürlich von Stefanie Stahl.

00:28:19: Ich wollte

00:28:19: die Namen nicht sagen.

00:28:21: Wolltest du nicht sagen?

00:28:22: Nein, aber

00:28:23: kann man ja zum Beispiel also sie hat das ja sehr noch mal popularisiert was ich richtig gut bei ihr da finde oder fand, dass sie das so pragmatisch gemacht hat.

00:28:34: Und dass sie es dann ein bisschen ... Ja, weggebracht hat von diesen ganzen esoterischen Begriffen oder von dem so ein bisschen so End-Countergruppe Selbsterfahrungsgruppe und ich finde das hat sie ganz gut gemacht.

00:28:45: Wenn ihr jetzt aber alles immer das innere Kind sein soll?

00:28:48: Das ist ja jetzt völlig überstrapert.

00:28:49: Ja, also wir sollen alle sozusagen darauf zurückzuführen sein.

00:28:53: Gut da wäre ich dann auch nicht dabei!

00:28:55: Okay, also du bist ja aber dann wenn du in der Praxis bist in Kontakt mit Leuten... ...das ist ja eine intime Angelegenheit im Grunde auch, ne?

00:29:05: Du mit Menschen arbeitest und dir Probleme sozusagen serviert werden.

00:29:12: Lässt du das in der Praxis oder gehst du damit nach Hause?

00:29:15: Kannst du es irgendwie so abschotten?

00:29:19: Ich kann's ganz gut abschonten,

00:29:21: ja

00:29:21: ich kann das gut.

00:29:23: Aber sagen wir mal so, ich würde das nicht können wenn ich das fünf Tage die Woche machen würde.

00:29:29: Damit da liegt er schon drin!

00:29:33: Es ist mir ein völliges Rätsel Ist mir ein völliges Rätsel, wie man das jeden Tag machen kann.

00:29:38: Aber wenn es ein bisschen ist und ... ja, ich dann auch eine Neugier oder so ne Frische hab mit den Leuten zu sprechen, dann find' ich das eigentlich auch interessant?

00:29:53: Oder dann ... Ich weiß nicht!

00:29:55: Dann merkt man eher, wo werd ich, wo lass ich mich zu sehr reinziehen.

00:30:00: Und was muss ich zurückgehen und so.

00:30:03: Oder einfach eine Frage stellen, statt irgendwelchen Ratschlag geben oder so.

00:30:08: Weil dann ist man eigentlich schon verloren und so ...

00:30:11: Ja ja, ich verstehe.

00:30:12: Ich bin da immer, also ich denke immer, dass man ... Also ich glaub, ich könnte das nicht so gut.

00:30:18: Ich hab auch immer so, denk mal viel über andere Leute nach oder was mir so erzählt wurde und so, weil ich auch ... tatsächlich mal so eine Kummerkastentante bin, aus irgendwelchen Gründen.

00:30:29: Mir wird immer viel erzählt von privaten Problemen und ich kann das nicht so gut als nicht mein Problem definieren.

00:30:39: Ich denke dann immer, ich muss mich damit irgendwie noch beschäftigen oder

00:30:43: so.".

00:30:44: Aber ich finde, das ist privat auch wirklich was anderes.

00:30:47: Weil es ist so, wenn meine Freundin, wenn's denen schlecht geht oder jemand hat eine Riesenkrise nach einer Trennung und eine Erkrankung oder sonst was, fühle ich mich als Freundin verantwortlich.

00:31:00: Man kriegt oft den Rat, zieht ihr das nicht rein?

00:31:04: Das ist im Grunde jetzt nicht dein Problem ... So kümmer dich doch unter.

00:31:11: Ja, das kenn ich auch.

00:31:13: Aber ja gut da muss man halt gucken wo fängt das an oder so wo es vielleicht wirklich zu viel wird?

00:31:19: Oder wo man sich das wirklich zu lange mit dem Problem anderer beschäftigt oder sowas ist ja immer eine Gratwanderung.

00:31:26: oder aber ich finde es ist wirklich weil du das gefragt hast.

00:31:29: wenn im Coaching Praxissituation ist es doch irgendwie leichter.

00:31:37: Ich rede da, wenn ich mit meiner Freundin oder einem Freund in der Kneipe sitze und die haben Probleme dann red ich ja nicht ... wie als ... in einer professionellen Rolle von der Psychologin.

00:31:46: Hast du deine andere Sprache?

00:31:48: Ja!

00:31:49: Oh, das kann ... Ja!

00:31:51: Nein total, weil sonst

00:31:53: ist man verloren.

00:31:54: Also irgendwie klarer... Was weiß ich

00:31:57: noch nicht.

00:31:59: Also eigentlich ja, die Rolle ist doch sehr ähm Da lasse ich die Leute doch viel mehr kommen, frag kläre Ziele.

00:32:09: Das geht alles irgendwie die ganze Zeit so hin und her.

00:32:11: oder wenn Leute sagen Frau Otto, sag sie mir doch jetzt was ich tun soll, dann sage ich ja, was würden Sie denn tun?

00:32:16: Und wenn eine Freundin mir sagt ... Was soll ich tun, dann sag ich du, ich kenne dich doch schon so lange, erinnert dich doch mal wie war das denn damals, kannst du es nicht immer wieder genauso machen.

00:32:26: Das würde ich doch nur werden klären.

00:32:27: Natürlich nicht!

00:32:28: Aber ist das Vokabular auch ein anderes?

00:32:30: Bist du da so... Professionelles Studiumsvokabular,

00:32:36: was man jene da

00:32:37: operiert.

00:32:38: Ich muss ganz ehrlich sagen es gibt ja ganz schlimme Psychologen-Sätze

00:32:43: und ...

00:32:45: So weiß ich nicht, wie was macht das mit dir oder ...

00:32:48: Hast du das noch nie gesagt?

00:32:49: Sag's mal ehrlich.

00:32:50: Doch, das hab' ich auch schon gesagt.

00:32:52: Aber ich versuch es zu vermeiden diese Psycho-Hülsen!

00:32:58: Es wär jetzt gelogen, weil ich nütze

00:32:59: dich damit.

00:33:00: Wie

00:33:00: gehts denn da mit?

00:33:01: Was macht das jetzt mit dir?

00:33:03: Ja und eigentlich find ich da... dem eine normale Sprache hinzuzufügen, das finde ich auch schon irgendwie gut und richtig.

00:33:12: Oder am Anfang hab' ich mich da total auch gesträubt über diese ... Also im Studium lernt man das ja auch so.

00:33:17: Das find ich echt, das fand immer total peinlich.

00:33:19: Also

00:33:20: lernt mal richtig Gesprächsführung?

00:33:21: Ja!

00:33:23: Auch!

00:33:25: Gut, jetzt kann man ja auch gelernt und wieder hinter sich gelassen.

00:33:28: Das ist ja auch immer ganz gut.

00:33:31: Es heißt also du bist tätig in dem Feld dass du auch studiert hast.

00:33:36: Das macht ja auch nicht jeder und du bist ... Auch Autorin, das heißt, du hast einige Ratgeberbücher geschrieben.

00:33:45: Also so würde ich die ersten Bücher jetzt vielleicht definieren?

00:33:49: Wie viele waren das?

00:33:50: vier, glaub ich, ne?

00:33:51: Ja, ich glaube vier.

00:33:55: Und ähm ... Jetzt hast du aber ein Buch geschrieben, das jetzt rauskommt am sechsenzwanzigsten Zehnten.

00:34:03: Dass es anders ist Das kann ich sagen, weil du hast es mir schon geschickt.

00:34:09: Ich

00:34:10: habe schon ... Es ist rausgeworden!

00:34:12: Ein PDF bekommen.

00:34:16: Irgendwie in Händen möchte ich's auch irgendwann halten.

00:34:18: Weil das ist wunderschön.

00:34:19: Es hat ein ganz fantastisches Cover.

00:34:22: Das ist ja immer auffällig, wenn es so richtig schick aussieht.

00:34:26: Und da geht es um die Eleganz der Fürsorge und da ... Ist natürlich für mich jetzt, weil ich auch so ein bisschen weiß was du vorher gemacht hast und wie du da schreibst.

00:34:41: Noch mal etwas anderes, weil du sehr literarisch da auf einmal schreibest ist mein Eindruck.

00:34:48: Also anders.

00:34:48: Schön wenn ihr das so vorkommt!

00:34:50: Das sollte es sein ja.

00:34:53: Ich kann sagen

00:34:53: ich wollte literare schreiben aber ja ich wollte eine andere Sprache finden als ne sachliche.

00:34:58: Also, du hattest es schon erzählt mal irgendwann.

00:35:01: Als du anfingst damit und so ... Du hast ja auch so ein ... ich glaub von ... aus der Hamburger Literaturwelt einen Arbeitsstipendium bekommen.

00:35:14: Und was du dann auch nutzen konntest um in Ruhe zu schreiben?

00:35:18: Das hattet du dann erzählt, dass hier sowas vorschwiebt...

00:35:23: Genau.

00:35:24: Aber jetzt das zu lesen, das fand ich noch mal ein anderes Ding.

00:35:27: Ich muss sagen, ich war echt geplettet an wirklich!

00:35:34: Ihr habt es auch nicht ganz durch?

00:35:36: Ja.

00:35:36: Ich hab jetzt immer so abends den Computer mit ins Bett genommen und ... Du hast eine ganz sanfte poetische Federleichtigkeit in deiner Sprache.

00:35:52: ganz, ganz schön ist.

00:35:54: Wow!

00:35:55: Das freut mich.

00:35:56: jetzt aber ... Ja, das ist... Man kennt es von deinen Songtexten auch.

00:36:00: da kommen wir nachher noch drauf.

00:36:01: also da habe ich sich ziemlich viele parallelen.

00:36:06: Aber das passt natürlich jetzt total zu dem Thema.

00:36:10: Also diese sanfte Herangehensweise dieses sehr tastende und so überlegende Denn du beschäftigst dich mit Ja, du nennst es Fürsorge.

00:36:24: Manche würden das irgendwie Kehrarbeit nennen oder so ... Ich find das ja auch immer ein bisschen blöd.

00:36:28: und mit dem sich umeinander kümmern.

00:36:31: Mhm.

00:36:32: Was ja eine unentgeltliche Sache meistens ist?

00:36:37: Wie bist du darauf gekommen, dass das ein Thema für dich ist, mit dem du dich beschäftigen willst?

00:36:45: angefangen, hat es eigentlich mit dem einen Buch oder zwei Bücher davor bei die alten Eltern.

00:36:51: Das war noch

00:36:52: auch... Da hast du ja ein Sachbuch geschrieben wo es darum geht was tun mit den älter werdenden Eltern?

00:37:00: Wie kann man sich zu denen verhalten wenn die Pflege bedürftig werden?

00:37:03: und genau da generell

00:37:06: Genau wie kommt man aus der Rolle raus immer das Kind zu sein obwohl man schon erwachsen ist?

00:37:11: und das bricht ja das Verhältnis zu den Eltern macht sie auch kennt jeder.

00:37:15: Schwierig!

00:37:17: Aber dann kommt ja eben dazu, wenn älter man muss sich irgendwie kümmern auf einmal da dreht sich was um.

00:37:22: Genau das habe ich mir nämlich gedacht dass das vielleicht so ein Ausgangspunkt war für dich?

00:37:28: Ja da war dieses ... Da wurde... Das ging ja viel auch über Menschen die ich da interviewt hab und die ich ... Die da zu Wort kamen und die proträtiert hab.

00:37:40: Und irgendwie fand ich so viele Sachen absolut ungerecht und unverschämt.

00:37:47: Die Zahlen, die ich dazu recherchiert hatte wie Druckfehler ... Das kann nicht sein, dass das immer noch nur Frauen sind, die sich um das ganze Thema kümmern, damit alle eingelassen werden

00:38:00: usw.,

00:38:01: und hatte da eigentlich schon eine ziemliche Wut am Ende dieses ... Prozesses von ... und hab gedacht, okay was ist denn eigentlich für Socke?

00:38:12: Wie kann das denn?

00:38:14: Also ich frag oft die Frage, die man nicht so fragen soll.

00:38:18: Nämlich warum!

00:38:20: Und irgendwie denke ich, die bringt einen doch weiter.

00:38:23: Warum... Ist.

00:38:25: kann es sein dass wir das so wenig wertschätzen, warum?

00:38:28: Hattest du Zahlenstatistiken in welchem Prozentsatz der pflegenden Frauen man sich da bewegt also wie viel Prozent der fliegenden Frauen sind oder der sich kümmern?

00:38:41: Ja, also

00:38:42: in etwa jetzt mal.

00:38:44: Sind das ... Siebzig bis Achtzig Prozent Frauen und die zwanzig Prozent Männer Das sind fast alles Ehemänner

00:38:58: Also die sich um ihre

00:39:00: Erkrankten Frauen kümern.

00:39:03: Es sind ganz wenige Söhne dabei Und das fand ich echt krass.

00:39:09: Ich sag nicht, das gibt es nicht.

00:39:12: Aber sind wirklich echt verschwindende Prozentzahl.

00:39:15: Das hätte ich jetzt auch nicht gedacht.

00:39:17: tatsächlich.

00:39:19: D.h.,

00:39:20: wenn so eine Konstellation ist Bruder-Schwester oder drei Schwestern ein Bruder ... Machen es die Töchter in erster Linie?

00:39:29: Können man sich drum ...

00:39:30: Genau und ich glaube, dass ich daran auch ... hoffentlich irgendwie mal was ändert oder dass es sich vielleicht leicht ein bisschen geändert hat, aber auf jeden Fall ist die Tendenz viel zu stark.

00:39:42: Und das sind ja auch von Pflegebiografien, die dann Frauen aufbauen und so weiter ... Das ist nach wie vor irgendwie das gleiche Problem.

00:39:52: Das Problem ist ja auch, dass alles Mögliche andere destabilisiert.

00:39:56: Also das berufliche Fortkommen, dass sie sich um sich selber kümmern.

00:40:02: Was ja dann ... wenn die Frauen auch öfter mal auf die Füße fällt.

00:40:06: Es geht ja nicht nur um erkrankte oder pflegebedürftige Eltern, sondern auch um Kinder, um die man sich kümmert ... Wenn sie da sind.

00:40:17: Ist das ... Du hast gesagt du warst so wütend, was ich total gut verstehen kann?

00:40:22: Das Gefühl kenne ich gut!

00:40:25: Aber du hast jetzt nicht gedacht, du schreibst ein pamphletartiges Wut Buch, sondern du wolltest da was anderes mitmachen.

00:40:35: Du musst ja da irgendwie hingekommen sein zu der Idee, was ist daran auch elegant oder schön oder richtig?

00:40:43: Was bedeutet das für die Gesellschaft?

00:40:45: Ja ich habe halt das Gefühl diese Wut, die ist total wichtig für die politische Auseinandersetzung – dass schon und ich hab trotzdem gedacht, dass oft schießt das über das Ziel hinaus Empfindung.

00:40:59: Weil, weißt du dann sind wir nur noch dabei zu sagen wer macht jetzt diese schreckliche Fürsorgearbeit oder wo muss sie jetzt hin?

00:41:08: Und das finde ich ist ja verkehrte Welt weil eigentlich es ja alles sanfte oder ja zugewandte... Ja eigentlich cool!

00:41:19: Genau da wollte ich hin.

00:41:22: Du drehst also das habe ich auch verstanden du drehest Die Art des Diskutierens über solche Themen grad mal um, weil es ja jetzt immer ganz viel um Forderungen geht.

00:41:34: Der Mental Load bei Frauen ist zu schlimm ... Sie haben so viel was ihnen aufgebürdet wenn das ungerecht, ungerecht und ungerecht was es auch is einerseits.

00:41:46: aber das verdeckt natürlich was daran auch wertvoll und toll ist Wenn man als Mensch ohne geschlechter Zuschreibung Lust dazu hat und es gut findet.

00:41:59: Und man sieht ja auch was raus aus der ganzen Sache.

00:42:03: Ich bin jetzt noch nicht so weit gekommen, ich weiß nicht ob du dich im Buch damit beschäftigst.

00:42:09: Wie wird das entlohnt?

00:42:10: Also wie kann man das irgendwie monetär abbilden?

00:42:14: Kommst du dazu noch oder ist das für dich erst mal gar kein Thema?

00:42:19: Also zu diesen alternativen Wirtschaftsmodellen oder sowas, das habe ich da nicht.

00:42:23: Das ist nicht das Hauptthema aber es geht natürlich schon ein bisschen darum wie kann man dass mehr in die Welt integrieren sich solidarisieren oder auch ja überhaupt spüren?

00:42:41: wo kann ich eine Verbindung herzustellen zu Leuten die auch sich kümmern oder so.

00:42:46: Das ist mir da irgendwie ... Also

00:42:47: Vernetzungsbedanken?

00:42:48: Ja, Vernetzung bedanken!

00:42:50: Du

00:42:50: hast von einem so leuchtenden Gitter gesprochen was dir begegnet wenn du bei dir im Stadtteil oder so hab ich noch so einen anderen unterwegs bist.

00:43:01: das man sieht wer macht was wer kümmert sich vielleicht um was und so.

00:43:06: ja dass war ein Gefühl so das könnte sein.

00:43:11: Das hat mir irgendwie eingeleuchtet.

00:43:13: Weil ja, klar, jeder ist mit irgendwas befasst und die Dinger hängen auch zusammen dann.

00:43:19: Also

00:43:20: wenn es um Familie, Freunde usw.

00:43:22: geht.

00:43:23: Ähm ... das Buch über Kinder und Eltern?

00:43:28: Und wie fliegt man?

00:43:30: Welche Möglichkeiten gibt's?

00:43:33: Welchen Probleme tauchen dabei auf?

00:43:35: Wie kriegt man seine eigene Rolle klar?

00:43:38: Das hast du noch in einem anderen Ton geschrieben.

00:43:40: Da hast du auch viele Interviews, wie gesagt drin und so ... Was war denn jetzt dein Impuls?

00:43:48: Auf solch literarische Art mal zu schreiben?

00:43:50: War das immer schon ... Gestiel ist jetzt!

00:43:54: War

00:43:54: es immer schon heute Wunsch von dir, also einen anderen Ton mal zu finden?

00:44:03: Auf jeden Fall.

00:44:04: Also, würde ich schon sagen war immer schon Wunsch oder wie ich das irgendwie bei mir oft so erlebe.

00:44:10: Ich tastte mich irgendwie immer so von Ding zu Ding.

00:44:12: So, ich hangel mich so von Ast zu Ast und jetzt bin ich eben da angekommen mit einer Sprache die mich eigentlich schon immer interessiert hat.

00:44:20: Und ich war ja mal ... Vor vielen Jahren hab ich damit schon mal angefangen gehabt und hatte mal ein paar Sachen geschrieben, weißt du?

00:44:27: Kurze Geschichten und so was man dann so macht.

00:44:29: Das war irgendwie Ende der Neunziger Und da war ich auch mal beim Open Mic mit so einem Text.

00:44:36: Also das heißt, ich hatte schonmal so einen ersten Griff irgendwie auf diese Sprache gefunden und dann fand ich das aber alles so schrecklich und so stressig in dieser Literatur Szene dass ich da irgendwie ganz schnell wieder abgehauen bin.

00:44:51: also im Sinne von eingeschüchtert

00:44:54: Also, im Sinne von ... Du hast dir auch zu viel gezeigt.

00:44:57: Ja,

00:44:58: alles!

00:44:58: Ich fand das alles schlimm und hab gedacht, ich halte das nicht aus.

00:45:05: Es war jetzt aber nicht so erfolgreich oder so.

00:45:06: Ich habe auch gedacht, dass ich halt es nicht aus und bin ich wieder dahin zurückgekommen.

00:45:12: Gar nichts ganz bewusst.

00:45:15: Aber schon ... Weißt du?

00:45:17: Es gibt ja immer diese ganze Essigistik hat sich durchgesetzt Als ich das mal so gelesen, also angefangen hab zu lesen eben auch.

00:45:27: Hier liegt bei dir ja auch Deborah Livy und so oder die Daniel Schreiber Geschichten da habe ich irgendwie gedacht okay das könnte ein Schritt sein den traue ich mir zu.

00:45:37: jetzt einen Roman schreiben oder sowas im Sinne auch von Geschichten erzählen Das ist mir ganz auch echt fremd.

00:45:45: Ja diese sind ganz großen Bogen zu halten

00:45:49: oder auch überhaupt eine Geschichte zu erfinden.

00:45:51: Wir haben ja durchaus im Freundes- und Bekanntenkreis, haben wir Leute die total gut Geschichten erfinden können.

00:45:58: Und das hat mich immer so ein bisschen eingeschüchtert, weil das kann ich überhaupt nicht.

00:46:05: Sondern ich hab jetzt plötzlich gedacht ... Ich habe aber Lust Sachen hin und her zu denken, weiterzudenken und so.

00:46:11: Da bin ich in dieser Form.

00:46:15: Irgendwann hab ich mich da drin dann plötzlich wohl

00:46:16: gefühlt."

00:46:17: Wie hast du das denn?

00:46:19: Du musst das ja dem Verlag irgendwie gepitscht haben.

00:46:22: Das ist jetzt bei Nagel und

00:46:25: Kimcheln,

00:46:25: Kimche ... Hast du den gleich gesagt was du vorhast oder haben die mit etwas anderem gerechnet?

00:46:34: Ja, das müsste man jetzt tief.

00:46:38: Also ich glaube sie haben... Also tatsächlich weil das so ein neuer Einstieg war, hab ich schon drei Kapitel denen geschickt.

00:46:52: Also, drei Kapiteln hatten die?

00:46:54: Die ersten drei Kapittel hatten die ...

00:46:55: Wie man das so macht ist.

00:46:56: Das geht

00:46:57: immer

00:46:57: gut.

00:46:58: Man weiß nicht, warum.

00:47:00: Und das waren dann ja schon irgendwie so sechzig Seiten oder irgendwas und die fanden sie gut und haben sie genommen.

00:47:07: Oder haben gesagt, dass wollen wir wissen!

00:47:09: Ich

00:47:13: denk uns mal ein Glas rein.

00:47:14: Ja, ihr kennt das schon.

00:47:15: Auf jeden

00:47:16: Fall.

00:47:16: Was soll's, ne?

00:47:18: Danke.

00:47:20: Und dann, ähm ... ich weiß nicht.

00:47:28: Wie heißt das noch mal?

00:47:30: A-S-M-R!

00:47:30: Genau.

00:47:35: Dann hast du aber gesagt, okay, dann mach' ich das jetzt wirklich.

00:47:39: oder hattest du noch Zweifel ob du das ... Oder war dir das klar, du machst es?

00:47:43: Nee, das mache ich.

00:47:44: Das wusste ich.

00:47:45: Prost.

00:47:47: Das wusst ich, das probiere und das mache Ich.

00:47:50: Und ähm Nagel und Kämche war auch nicht der erste Verlag der das gekriegt hat.

00:47:56: Also, wir haben ... Ich hab eine Agentin, die war damit unterwegs.

00:48:00: Der

00:48:00: kommt mir nicht so an wie immer noch

00:48:02: keiner.

00:48:03: Ja!

00:48:05: Aber ich weiß wo du bist, ist ja sehr nett.

00:48:07: Genau also kann man hier auch nennen... Also es

00:48:10: ist beiner, ne?

00:48:12: Bei

00:48:12: Celine meiner bin ich genau und ... Celine trägt tatsächlich auch muss ich schon sagen Selin und meine Freundin Simone Buchholz, die tragen schon einen Mitteil daran.

00:48:27: Dass ich an diesem Projekt irgendwie so dran geblieben bin weil sie von Anfang an gesagt haben der Ton ist gut oder Selin fand das Thema so gut.

00:48:37: Celine ist sehr hartnäckig und sagt immer so, mach mal da weiter oder das interessiert mich.

00:48:43: Oder stellt immer ganz wenige Fragen über die richtigen.

00:48:46: Und Simone halt Begeisterung.

00:48:49: Simone Buchholz muss man auch einfach kennen wahrscheinlich alle relativ prominente Autoren erst mit Krimis und jetzt versucht sie aber auch ... Geht jetzt auch so ein bisschen weg vom Krimi, ne?

00:49:02: Ja.

00:49:02: Ich glaub schon mit dem dritten Buch auch weg von Krimy und da weiß ich gar nicht für sie gar nichts zu sprechen.

00:49:08: aber ... Sie geht wirklich schon weit in diese literarische Szene rein und so genau.

00:49:14: Und ja also ...

00:49:19: Hat dir das geholfen?

00:49:21: Kannst du das gut wenn du an jemanden einen Text gibst an die Agentur, an die Argentin oder an Freunde.

00:49:30: Was ich ganz heikel finde aber...

00:49:32: Nein!

00:49:33: Ich kann das eigentlich gar nicht und ich habe auch wirklich erst Sachen abgegeben, die ich jetzt schon richtig gut finde.

00:49:44: wenn ich denke jetzt könnte dass jemand sehen und ich meine du bist ja auch viel im Journalismus unterwegs und man weiß einfach wann Text jetzt fertig ist was man wann man jetzt erstmal nicht mehr war es weiterhin zu viel.

00:49:57: Ja, ich meistel dir immer noch rum und schreib auch Redakteuren.

00:50:02: Nee!

00:50:03: Das war noch nicht die Finale.

00:50:05: Machst du das?

00:50:06: Wirklich?

00:50:07: Mache ich ganz oft.

00:50:08: Ah sorry ... Ich hab doch was geändert.

00:50:12: Also dann auch Sprachliche.

00:50:14: Ja,

00:50:14: lehste es da nochmal durch und denk ne.

00:50:16: Da sind ja drei Wortwiederholungen.

00:50:19: Warum haben die das nicht?

00:50:20: Ich bin da noch sauer, als Schlussredaktion.

00:50:22: Es gibt es kaum so richtig ...

00:50:24: Okay, dann machst du alle Schritte gleich.

00:50:27: Dann denke ich, nee, das geht gar nicht.

00:50:28: Und dann reißel' ich immer noch nachts.

00:50:31: Nervt bestimmt total.

00:50:34: Ich kann den Schlusspunkt nicht so gut setzen.

00:50:37: Plus, ich denk dann auch ... Ein Scheiß wieder.

00:50:40: und so ist es bei mir ja ganz stark ausgeprägt.

00:50:43: Wirklich?

00:50:43: Bei deinen tollen Texten?

00:50:45: Ja,

00:50:45: das weißt du aber auch dass man nicht immer selber überzeugt ist.

00:50:49: Aber du weißt ja offensichtlich dann wann ... Wann du das auch so rauspacken kannst und zeigen kannst.

00:50:59: Also das schon mal

00:51:01: gut.

00:51:01: Das finde ich beneidenswert.

00:51:04: Ja, aber ehrlich gesagt so diese Sachen eine Literaturgruppe und da stellen wir dann immer so lose unsere Kapitel vor.

00:51:15: Und da sagen dann zehn Leute was dazu.

00:51:17: also das würde ich auch nicht können.

00:51:19: oder das habe ich auch in der Vergangenheit mal gemacht mit Leuten die ich alle sehr schätze.

00:51:23: Aber es hat mir nicht gut getan

00:51:26: Mir auch nicht?

00:51:26: Ich bin aber trotzdem noch in so einer Gruppe Ich bin so ein Schisser, ich zeig immer gar nicht das was ich wirklich ... Reicht dann irgendwas anderes ein.

00:51:39: Das schnallt die natürlich auch alle.

00:51:41: Es wird auch schon nicht mehr ernst genommen.

00:51:43: Ja also ich kann das auch ganz schlecht.

00:51:45: Ich find es gerade auch bei Leuten mit denen man befreundet ist und die auch schreiben und vielleicht auch mehr Erfahrung haben oder erfolgreich sind oder so.

00:51:58: da traue ich mich nicht so richtig Hab da richtig Schiss vor, ich mag das nicht.

00:52:03: Und triff dich das?

00:52:04: Wenn eine Kritik kommt oder bist du so überzeugt von der Sache ... dass du denkst nie, ich mach das aber so wie ich mir das gedacht hab?

00:52:14: Ja, schwer zu sagen.

00:52:15: Ich find, Kritik trifft mich schon immer sehr schnell.

00:52:18: Mhm.

00:52:18: Das schon.

00:52:20: Aber wenn die gut ist, kann ich sie doch auch ganz ... ja irgendwie auch ... Es

00:52:27: gibt ja Leute, die bedanken sich dann.

00:52:28: Auch Danke für diesen Impuls und so ...

00:52:31: Ja gut, also so spiel ich da auch

00:52:35: nicht.

00:52:36: Ich hab auch nicht immer Lust darauf.

00:52:38: Aber deswegen irgendwie gucken sind das gute Kritiker, das meine ich.

00:52:42: Ich find zum Beispiel wenn jetzt meine Agentin sagt eh, das Kapitel so und so gefällt mir nicht so gut wie das Kapitelsohnso, weil es kam tatsächlich sächlig auffordet beim einem Kapitel gesagt hat, dass fällt so ein bisschen

00:52:54: raus?

00:52:55: Das hab ich dann tatsächlich noch mal überarbeitet.

00:52:58: Und da hab ich wirklich gedacht, ja, da hast du recht vielleicht ... knallt das jetzt zu sehr in eine andere Richtung und dann ... Ja, war's oder kam diese Rückmeldung auch von der Lektorin und so später.

00:53:11: Und irgendwie wenn sowas kommt, wenn sich sowas häuft?

00:53:14: Oder das sind keine vernichtenden Kritiken sondern eher so dass man denkt okay, das müsste ich jetzt überarbeiten.

00:53:20: Und das finde ich dann gut.

00:53:24: Was ich nicht so mag oder was ich echt schwer finde, so kritiken öffentliche Sachen.

00:53:32: Also wenn Leute dann hinterher veröffentlicht sind und das ist aber ein schlechtes Buch ungefähr.

00:53:38: Das hab' ich jetzt bei dem Buch weiß ich da noch nicht, was da kommt...

00:53:41: Hast du schon mal erlebt, dass du so eine Art Verriss haltest?

00:53:46: Ja, noch nicht so richtig.

00:53:48: Aber eben damals bei diesen früheren literarischen Texten da war es schon manchmal so, dass dann irgendwie ... Was weiß ich?

00:53:54: Da hatte man diese Jury und die haben ja auch was gesagt und das war alles nicht so doll.

00:53:59: Okay, das habe ich alles nie mitgemacht oder mitgekriegt, glaube ich.

00:54:03: Es gab's in Hamburg tatsächlich auch ziemlich viel.

00:54:06: So Lisebühnen und so unter den Berlinien auch.

00:54:10: Ich

00:54:10: hab mich nicht so ... Hätte ich mich nicht so zu Hause gefühlt, glaub ich.

00:54:14: Nee, irgendwie ist das ja doch sensibel?

00:54:16: Ja genau!

00:54:17: Aber jetzt ... Ist das ein erster Schritt in diese Richtung... Jetzt kommt die Frage, die du im Grunde schon beantwortet hast, so in Richtung Roman, denkst du da in die Zukunft?

00:54:31: Nee, okay.

00:54:33: Auf keinen Fall.

00:54:34: aber ich hab schon wieder eine nächste Idee für sowas esergistisches, jetzt nicht das gleiche Gleiche Irgendwie wieder so ein etwas ... luftig, würde ich gar nicht sagen.

00:54:45: Aber irgendwie ein ungreifbares Sachthema was ich da gerne bearbeiten würde oder wo ich mir reingehe und auch schon bisschen schreibe und so.

00:54:54: Aber das dauert schon ganz schön lang!

00:54:56: Also für dieses habe ich ja jetzt doch auch zweieinhalb Jahre gebraucht?

00:55:00: Echt?!

00:55:01: Also nicht die ganze Zeit am Schreiben aber dann mal die drei Dinger, dann ging das zu der Agentin, dann wieder zurück, also der Prozess zog sich.

00:55:11: Und hast du so Schreibklaster, also dass du ganz viel schreibst.

00:55:17: So eine Woche lang und dann wieder nicht?

00:55:19: Und das weglegst und nicht drauf guckst oder bist du jeden Tag damit zugange?

00:55:25: Ich kann ja mal erzählen ... ich hab hier so ne Schreibklicke.

00:55:30: Wir treffen uns immer in Lexo.

00:55:32: Kann man jetzt mal einfach erzählen... Da

00:55:34: können wir Werbung für Lächeln

00:55:36: machen.

00:55:37: Das ist ein Gutshaus, was umgebaut wurde von so einem sehr netten Paar ... Die haben das ganz schick gemacht und da kann man mit mehreren Leuten unterkommen, weil es so Einzelzimmer gibt, eine Riesenküche.

00:55:48: Mir braucht mal eigentlich nicht.

00:55:50: Der ist auch nicht viel los.

00:55:51: Wenn er jetzt irgendwie Remy Demi will, sollte der nicht.

00:55:55: Aber ich fahre da immerhin mit einer Gruppe hin.

00:55:58: Du hast ja die Konkurrenzkruppe, mit der du wieder hinfährst?

00:56:03: Mit einer der vielen unterschiedlichen Konkurrenzgruppen.

00:56:07: Und da ... genau, da trifft man sich und packt die Sachen aus und bespricht ganz viel.

00:56:16: Ich weiß schon nicht mehr, worauf ich jetzt hinaus wollte?

00:56:18: Ich wollte es einfach nur erzählen nie!

00:56:20: Ich wollte irgendwas dazu erzählen.

00:56:22: Jedenfalls da müssen die Karten auf den Tisch geliegt werden sozusagen.

00:56:27: Jeder zeigt sich die Texte oder wir reden drüber

00:56:31: Da macht ihr das.

00:56:32: Dann nimmst du die richtigen Texte mit oder auch nur ...

00:56:37: Ja, also jetzt schicken wir es ... Wir schicken das rum vorher.

00:56:43: Das heißt jeder, der was hat... Es sind ja auch manche dabei, die an einem Roman arbeiten und so.

00:56:48: Man kriegt dann auch mit, was sie machen und wie das Gestalt annimmt.

00:56:53: Doch jeder muss da was schicken!

00:56:56: Und dann kommt jeder dran.

00:56:57: Also ... mal so ein halben Nachmittag oder einen halben Vormittag, es wird so eingeteilt und dann wird das besprochen.

00:57:05: Und das ist schon ... Ich kann das überhaupt nicht?

00:57:08: Ich kann gut mir das anhören, was andere dazu sagen, auch meinen Senf dazugeben.

00:57:15: Ich kann aber nicht gut ... mir das anhören.

00:57:19: Also ich hab Vermeidungsstrategien, da darf ich das gar nicht erzählen.

00:57:24: Von ich denke, ich bin sehr triggreich!

00:57:26: Bin ich aber nicht.

00:57:27: Meine Freundin Susanne Passtor, die auch immer dabei ist und eine tolle Romane schreibt, die meinte, sie hättest durchschaut ... Ich soll mich mal zusammenreizen!

00:57:36: Ich kann es nicht gut.

00:57:37: Also, ich hab wirklich Verletzungsangst ganz stark und so.

00:57:42: Und ich würd sofort den Griffel fallen lassen, wenn mich jemand fix und fertig machen würde.

00:57:48: Also an dem Punkt bin ich noch nicht.

00:57:50: So selbstbewusst bin ich nicht.

00:57:52: Ähm... Du kannst es offensichtlich ... Aber du bist auch schon weiter, ne?

00:57:56: Du hast ja eine Agentur.

00:57:57: Du hast gute Verlage und so.

00:58:00: Im Grunde ... Ja doch!

00:58:02: Im Grunden kannst du jetzt... Ich glaub übrigens fest daran, dass dieses neue Buch in Erfolg wird.

00:58:09: Das hab ich irgendwie ... Hab ich so ein ... Ich lieg da meistens richtig an.

00:58:13: Da liege

00:58:13: dich ... Ja, da freu' ich mich doch.

00:58:14: Guck mal, Prost noch mal.

00:58:16: Kannst

00:58:16: du sich schon mal vorfragen.

00:58:21: Ich könnte mir vorstellen, dass du da Ähm ... in eine ganz andere Richtung noch mal weiter wächst.

00:58:29: Also für mich wäre das, ich würde mich total drüber freuen!

00:58:34: Und jetzt die Frage, die ist wahrscheinlich abgeschmackt und blöd.

00:58:38: Dein Beruf also dass du dich beschäftigst mit Menschen?

00:58:43: Und deren Problem?

00:58:45: hilft das beim Schreiben?

00:58:47: Also hast du das Gefühl, du siehst Figuren oder glaubst so, dass es gut ist?

00:58:53: Oder ist es eher schlecht?

00:58:54: kann ja auch?

00:58:55: Scheiße sein, dass man immer so hinterfragt und Leute nicht einfach leben lässt in der Literatur.

00:59:02: Ich weiß das gar nicht genau.

00:59:04: Ich glaube ... ich finde die Leute, die ich da sehe zum Beispiel oder mit denen ich arbeite, das sind genauso inspirierend oder manchmal nicht inspiriernd wie andere Leute auf der Straße oder Freunde, Freundinnen, Nachbarn, was weiß ich?

00:59:21: Also ich find', sie sind so ein Baustein!

00:59:25: Und was vielleicht schon ist ... dieses irgendwie viel sehen, ne?

00:59:34: Also das kommt mir da jetzt glaub ich bisschen zu gut.

00:59:38: Dass ich das Gefühl hab, ich seh immer so viel

00:59:41: in

00:59:42: einer Szene oder irgendwas.

00:59:44: Es muss gar keine Geschichte sein und das kann nicht aufgreifen.

00:59:49: Da können auch mal so Szenen aus so einer Beratung dabei sein.

00:59:53: Also kannst du auch irrational sein, wenn es so ... Kannst du auch loslassen?

00:59:58: Ja.

00:59:59: Den

00:59:59: Anok hatte ich jetzt bei dem ...

01:00:01: Genau da ist auch einiges irrational oder das ist ja nicht alles eins zu eins, weißt du, da ist ja ... Nee, also

01:00:06: so mehr anderen, dass du einfach Gedanken schleißen auch mal zulässt

01:00:10: und so.

01:00:11: Da sind ja auch ausgedachte Sachen drin.

01:00:13: Das sind ja nicht Eins-zu-Einsfiguren und so,

01:00:15: ne!

01:00:15: Genau aber das ist auch neu,

01:00:17: ne?!

01:00:17: Ja,

01:00:18: das ist total neu.

01:00:19: Das ist total neu, dass da Leute drin sind.

01:00:22: Die es eigentlich gar nicht gibt und so.

01:00:23: Hast du schon ordentlich Interviewanfragen?

01:00:26: Ein paar

01:00:26: ... Nicht so viele, aber ein paar Jahre ja.

01:00:29: Ich kann mir schon vorstellen, dass du in Philosophiesendungen ... ich seh dich da!

01:00:34: Ich sehe dich da schon an.

01:00:35: Hallo, du, wie siehst... Ja, also ich war schon geplättet.

01:00:41: Weil wir kennen uns und ich weiß, wie du so tippst oder was für einen Typ du bist.

01:00:49: Aber im literarischen zeigt sich noch mal was anderes.

01:00:54: Da glaube ich ganz fest dran, da kommt nochmal etwas anderes durch und jetzt weißt du was?

01:00:59: Jetzt fällt mir nämlich ein weshalb ich auf Lexo kam.

01:01:03: Ich werde das übrigens... Meinst du, das ist doof?

01:01:05: Ich werde das in die Show-Notes mal packen.

01:01:08: Natürlich!

01:01:09: Irgendwann lag so ein ganz toller Ort ... Da soll noch viele Leute hin.

01:01:13: Das mach ich auf jeden Fall.

01:01:14: Genau und da ging es ja darum wie schreibt man, wie nimmt man sich selber auch in die Pflicht zu tun.

01:01:20: Und da wurde irgendwann einmal Heinz Strunk angefragt ob der auch mit will Und es wurde ... im Gespräch kam dann so, ja, wir wollen auch mal drüber sprechen.

01:01:31: Wie wir unsere Schreibblockaden und wie wir uns selber ein bisschen disziplinieren.

01:01:35: Der meinte dann, das hab ich aber nicht, da muss ich nicht mit.

01:01:39: Das kenne ich gar nicht!

01:01:41: Da steht man auf, da setzt man sich hin.

01:01:43: Dann schreibt man vier Stunden, wo ist das Problem?

01:01:47: Wir haben so, achso, okay.

01:01:49: Achso geht das.

01:01:52: Nee, das nur nebenbei.

01:01:54: Das fand ich auch ganz interessant.

01:01:55: Hitzig!

01:01:56: Ja.

01:01:56: Auch so ungerührt irgendwie auch total spitze.

01:01:59: Na wieso?

01:01:59: Das ist doch quatscht.

01:02:00: Das schreibt man einfach.

01:02:02: Setzt man sich hin und schreibt.

01:02:04: Das finde ich so... Einfach ist es nicht.

01:02:06: Find' ich einfach nicht.

01:02:08: Also ... das is irgendwie neuer Weg aber auch nicht.. Nicht nur neu denn du bist auch Musikerin.

01:02:17: Mhm

01:02:18: Und zwar da bin ich jetzt mal so ein bisschen, weil ich das gar nicht mehr so richtig wusste.

01:02:22: Du warst ja bei der Band Helikon oder heißt es Helicone?

01:02:27: Helicon!

01:02:29: Das wusste ich gar nicht meer dass du da früher warst denn deine aktuelle band heißt von luft

01:02:34: genau die

01:02:35: ist daraus hervorgegangen habe helikon natürlich.

01:02:38: was ist denn das?

01:02:39: was hab ihr gleich ge googelt was das wohl ist was das bedeutet und Bedeutet.

01:02:45: einerseits muss mir mal auf die Sprünge helfen.

01:02:47: Irgendso ein Gebirgszug?

01:02:49: Ja, ich glaube das ist so'n Berg wo irgendwelche Musen

01:02:53: drauf runden.

01:02:54: Ist es danach?

01:02:56: Nee eigentlich war da so... Es gibt doch dieses Instrument dass auch so heißt und irgendwie fanden wir eigentlich dieses Wort ganz schön.

01:03:04: Und weil Helikon eigentlich auch wirklich ein Projekt war was aus dem nix kam okay wir brauchen jetzt einen Namen.

01:03:13: Ich glaube, in so einem Namen bin ich ganz schlecht.

01:03:16: Also das Helikon ist ein super Instrument, was sich quasi um den Körper schlängelt?

01:03:22: Da kriegt man sozusagen rein.

01:03:24: Es sind ganz viele Schleifen, die das machen

01:03:26: oder so... Genau!

01:03:27: Genauso nach Artur und irgendwie so kam das mal.

01:03:29: Das war eigentlich ein Arbeitszitel der sich dann ewig weitergezogen hat.

01:03:33: Wann

01:03:33: habt ihr da angefangen mit der Band?

01:03:37: Ich muss mal überlegen.

01:03:39: Ich glaub

01:03:41: ...' Also schon auch neunziger.

01:03:43: Ja, Ende neunzig aber, ne?

01:03:45: Die berüchtigten

01:03:46: Hamburger Neunzige da seid ihr.

01:03:48: Du machst das unter anderem ... Ich weiß nicht so ... Damals war dir zu viert glaub ich in der Band mit deinem Mann Jochen.

01:03:59: Da

01:04:02: hab' ich mir die Frage gestellt!

01:04:05: Wie ist denn das?

01:04:08: Könnt ihr das gut?

01:04:10: zusammen oder ja offensichtlich, aber ist das nicht auch komisch?

01:04:14: Oder irgendwie ...

01:04:18: Jein!

01:04:19: Also es ist auch manchmal komisch.

01:04:21: Ja also ich find ähm weißt du warum?

01:04:25: dass man nicht mal komisch wird weil das dann nicht so professionell ist Wenn man zu zweit irgendwelche ...

01:04:31: Denkst du, aber andere die von draußen drauf kommen.

01:04:34: Aber mir kommt's dann manchmal nicht so vor.

01:04:36: Weil wir sitzen zu Hause in der Küche und machen die Sachen, irgendwie machen Zeugs Und was wir immer ganz gut können ist zusammen aufnehmen oder auch zusammengucken wie sehen Die Songs aus oder also so ein bisschen zu arrangieren oder so, dieses ganze Kreative.

01:04:58: Das macht super Spaß!

01:05:00: Oder auch zusammen ganz ... also wir machen jetzt heute nicht mehr so viel Zusammenmusik, aber früher haben wir ständig zusammen Musik gemacht und fanden das richtig gut.

01:05:09: Habt ihr euch so kennengelernt?

01:05:10: Ja auf dem

01:05:11: ... Okay, okay, das ist nochmal ein anderer.

01:05:13: wenn der Anfang so ist natürlich was anderes.

01:05:15: Und

01:05:15: fanden dass irgendwie sozusagen alles immer beste Möglichkeit irgendwie auch zur Kommunikation oder was immer.

01:05:22: ja dann war das gut.

01:05:25: Und wo wir uns aber manchmal natürlich nicht so einig sind, ist dass die Temperamente unterschiedlich oder wie schnell.

01:05:30: Wie langsam sollen Sachen sein?

01:05:32: Oder wie ist man auf der Bühne oder so und da gab es oft auch richtig

01:05:36: Krach.

01:05:37: Also aber nicht auf der bühne sondern... Nein,

01:05:39: das war generell bei einer Sache, die einem dann so wichtig ist.

01:05:45: also ich verstehe warum sich Band verkrachen oder warum sich auch Pärchen-Bands, warum sie sich alle zerlegen Weil irgendwie ist man da so hochgepegelt.

01:05:56: Wenn dann irgendwas kommt, was man nicht gut findet, gibt's richtig

01:05:59: Zoff!

01:05:59: Ja, ich kann mir das auch vorstellen.

01:06:01: Das ist ja natürlich ... Man zeigt ja auch ganz stark etwas von sich und wenn der nahestehende Partner irgendwie quer schießt oder so, dann trägt man es ... Also, wenn man zusammenlebt, trächt man das vermutlich auch in den Alltag mit rein?

01:06:17: Oder es schwingt so mit?

01:06:19: So könnte ich mir vorstellen.

01:06:21: Obwohl ihr seid ja ... Ihr wirkt so eingegruft.

01:06:24: Also wirklich im wahrsten Sinne des Wortes,

01:06:27: als

01:06:27: Paar ... Dass ich mir vorstellen kann, dass das ganz gut funktioniert?

01:06:32: Doch, das funktioniert.

01:06:33: Wir sind natürlich auch nicht immer eingegruft und sind total unterschiedlich in vielen Sachen.

01:06:36: Und dann gibt's natürlich Ärger also.

01:06:39: Okay!

01:06:40: Das

01:06:40: kann ich mir gar nicht richtig vorstellen.

01:06:43: Wenn du es sagst.

01:06:45: Genau, dein Mann ist Künstler, bildender Künstlerin tatsächlich Ist das eine gute Kombination?

01:06:54: Also ... seid ihr im Austausch oder arbeitet jeder, also wenn es nicht um Musik geht für sich.

01:07:05: Oder könnt ihr euch abends noch über das was ihr macht gut unterhalten?

01:07:10: Manchmal hat man da keinen Bock drauf in seiner eigenen Welt.

01:07:14: Nee.

01:07:15: Also wir unterhalten uns dann nicht immer drüber und gerade Jochen Findet das gar nicht so gut.

01:07:24: Er möchte erst mal seine Sachen alleine machen und findet es gar nicht super, wenn ich da vorbei huschel und dann irgendwie sagt ... Das wird immer besser als das!

01:07:32: Machst du das?

01:07:33: Ja, manchmal schon.

01:07:34: Ungefragt kommt's ins Atelier.

01:07:36: Nicht jetzt, aber zu Hause ja auch ein paar Sachen.

01:07:39: Da sind meistens nicht die Main-Sachen, sondern so Sachen... Und da hab' ich schon ein paar Mal ungefragt meine Meinung gesagt und habe dafür natürlich gleich die Grenze gekriegt.

01:07:48: So, das findet er nicht gut Und ich finde ... Aber ich muss trotzdem zugeben, dass ich viel mit ihm über meine Sachen spreche.

01:08:01: Also über meine Texte oder dass er natürlich auch der absolute Erstleser ist.

01:08:05: an allem

01:08:06: ja.

01:08:07: Okay!

01:08:07: Weil es so davor und also wenn er's gut findet, das muss ich aussagen, dann ... Ist es vielleicht nicht immer gut aber ... Auch bei Texten, bei journalistischen Texten Dann denke ich, okay, dann kann das jetzt weg.

01:08:27: Echt?

01:08:27: Nee, das ist bei uns ja gar nicht ... Wir lesen nicht unsere Sachen gegenseitig um Himmels willen!

01:08:35: Es sei denn es hat irgendwas zu tun mit einer Sache die uns beide beschäftigt oder dass wir selten ... Sie lesen es nicht, machen wir lieber nicht.

01:08:45: Weil ich ... Das ist Vermeidungsstrategie, Anne.

01:08:48: Vielleicht ist es auch schlecht, ich weiß es nicht.

01:08:50: Aber wieso also ...

01:08:55: Nee, dann hab ich andere mit denen nicht das besprechen.

01:08:57: Das

01:08:57: ist doch gut!

01:08:58: Also muss man ja nicht

01:08:59: genau ... Okay, aber zurück zur Band-Telefon.

01:09:03: Ähm

01:09:04: ... Das ist ja so ein bisschen angesiedelt in so Amerikaner-Vibes?

01:09:12: Ich hab immer das Gefühl ... Ich hab noch heute ein paar Sachen mir angehört noch mal.

01:09:16: Es hat auch eine Sanftheit, aber auch so was Relaxtes.

01:09:22: Aber ... Ich gehe davon aus, dass du die Texte geschrieben hast.

01:09:27: Nicht alle?

01:09:27: Nicht alle tatsächlich!

01:09:29: Nein, nein, nein.

01:09:32: Viele Texte sind von Jochen.

01:09:35: Okay und

01:09:36: ah...

01:09:37: ich habe mich darauf versteift, dass das die Texten

01:09:41: ist.

01:09:43: Auf der letzten Klattejahr, wo wir jetzt schon von Luft hießen, da hab' ich viel gemacht aber weil in Frühen hat viel Jochen gemacht.

01:09:51: Aber du singst die dann, ja.

01:09:53: Wie ist das denn?

01:09:54: Ja,

01:09:54: das ist nicht so einfach.

01:09:56: Okay ...

01:09:57: Weißt du was?

01:09:58: Das ist zwar manches Hautgut hin und manches aber irgendwie auch nicht.

01:10:05: Ja, kann ich mir vorstellen.

01:10:07: Und das merke ich schon, dass da experimentieren wir das manchmal auch, dass wir wieder die Sachen teilen oder das Jochen dann plötzlich wieder doch Sachen singt, die er geschrieben hat

01:10:16: usw.,

01:10:18: weißt

01:10:18: du?

01:10:19: Und dokterst Du dann... dran rum?

01:10:21: Also, dass es für dich singbarer wird oder ...

01:10:23: Ja, manchmal muss ich das.

01:10:25: Weil jetzt auch nicht so viel.

01:10:27: Aber ähm ... Genau.

01:10:30: Okay!

01:10:32: Und dann habt ihr aber den Move gemacht und euch noch mal umbenannt.

01:10:36: Er heißt jetzt von Luft.

01:10:38: Was hat sich denn geändert, dass ein anderer Bandname geworden ist?

01:10:44: Ach, das hat sich eigentlich so geändert.

01:10:46: Dass wir eine Weile ... Mit diesem Bandnamen nicht zufrieden war.

01:10:52: Jetzt mit dem anderen sind wir aber auch nicht zufrieden.

01:10:55: Da dachte

01:10:55: ich, es kommt jetzt von Luft und Liebe?

01:10:58: Ja

01:10:58: in etwa also keine Ahnung.

01:11:01: Es ist auf jeden Fall gar nicht so ein guter Name.

01:11:03: Aber was war da anders?

01:11:07: Bisschen andere Besetzung bisschen neue Idee Und dieses ganz sanfte wollten wir ein bisschen raus.

01:11:16: Ich weiß ja nicht, was du gehört hast.

01:11:17: Es gibt so eine Platte, die ist ... von zwei Tausend Fünfzehn oder so.

01:11:24: Die ist sehr ... Ja, fast schon dreamy aufgenommen.

01:11:31: Langsam und dreamy!

01:11:32: Und irgendwie auch manchmal zu soft wie ich sie heute finde.

01:11:39: Da wollten wir ein bisschen von weg und wieder ein bisschen auf ... First Take und schnell aufnehmen.

01:11:44: Und so, weil wir immer mit der gleichen Person aufnehmen, haben wir dem auch gesagt ... Wir machen ein Demo.

01:11:50: Also, da haben wir ihm gesagt, wir machen einen Demo, das haben wir dann genommen bei von Luft.

01:11:54: Weil wir wollten es etwas frischerer oder weiß ich nicht.

01:11:57: Das heißt also, dass Grohe ohne Dramatoren

01:12:00: rumt?

01:12:00: Genau!

01:12:02: Nicht dieses.

01:12:03: und jetzt noch eine Gitarre und noch ein Teppich und irgendwie was, was so... Ja.

01:12:08: Wie viele seid ihr?

01:12:09: Weil ich hab euch immer nur zu zweit jetzt gesehen.

01:12:11: Wir sind zu zweite, dann gibt es den Menschen der Misch, der kann auch Gitarre spielen... Da gibts noch einen Bassisten und dann gibt das ein Schlagzeuger.

01:12:22: aber die Leute sind alle hauptsächlich in anderen Projekten, die Anderen Und sind uns nun beigeordnet im Sinne von dass sie so freundlich sind mit uns zu spielen.

01:12:32: Ja okay also das heißt ihr könntet jetzt nicht Längere Turnier oder sowas.

01:12:37: Nein,

01:12:37: das könnten wir überhaupt nicht machen weil dafür sind die anderen was weiß ich bei Ketkarra oder weiß ich viel zu eingespannt.

01:12:43: So hättest du da Lust zu?

01:12:45: Hättest Du Lust eine Turnie?

01:12:47: Also ich meine jetzt mal so richtig dich mal in ein Bus setzen und losfahren.

01:12:52: also ehrlich ganz richtig ganz ehrlich Rebecca rollt auf!

01:12:56: Ehrlich nein

01:12:58: Das kann ich sehr gut verstehen.

01:13:00: Null

01:13:00: Ich hasse null Bock zu Und weiss ich nicht.

01:13:05: Die All-Stars-Tournee, wo man drei große Städte spielt gerne.

01:13:10: Aber irgendwie

01:13:11: so jetzt dieses ... Mit dem Bus mit den Leuten und so.

01:13:16: Also ein bisschen haben wir was auch gemacht.

01:13:18: Da hab ich schon gemerkt, da sind meine Schwächen ...

01:13:22: Inwiefern?

01:13:24: Ich bin ja schnell gestresst.

01:13:26: Das

01:13:27: ist auch stressig!

01:13:28: Und find das echt ... Also, ich mir ist das ein Rätsel wie Leute diese Touren durchhalten?

01:13:34: Mir auch.

01:13:35: Ich seh's jetzt nicht mehr.

01:13:36: Mir find' es total bewundernswert und alles.

01:13:39: oder in diesem Eimbuch von Judith Hullofernes ... Da kannst du's ja nachlesen, wie das dann irgendwann bei manchen noch einen Burnout führt.

01:13:47: Die haben immer

01:13:48: noch mitgenommen.

01:13:50: Und eine Mutter.

01:13:51: Genau

01:13:52: aber ohne das finde ich das den totalen Wahnsinn!

01:13:58: Also schön vielleicht auch, aber ich hab dafür nicht.

01:14:01: Dafür sitzt sie wahrscheinlich zu gerne auf meinem Sofa ... Ich weiß es

01:14:03: nicht!

01:14:03: Ich glaub das ist ganz unterschiedlich.

01:14:05: Es hatte halt auf jeden Fall nichts, also meine Co-Erfahrung sozusagen, nichts Glamouröses der meiste Teil sondern das is so Doofarbeit je nach Finanzlage oder Bekanntheitsgrad oder so hast du natürlich Hilfe Leute die dich fahren?

01:14:24: irgendwie ausräumen und einräumen.

01:14:28: Oder einen Tourmanagement, dass dir sagt, geh da in dieses Hotel ... Und der Schlüssel liegt da oder solche Sachen, ne?

01:14:34: Wenn das erreicht ist, ist es natürlich besser.

01:14:36: Aber die ganze andere Kram, ich versteh's nicht.

01:14:41: Bist

01:14:41: du denn auch viel mitgefallen?

01:14:42: Niemals!

01:14:46: Musste jetzt ... Ich hab schon mal irgendein Podcast gesagt, weil die Tourmanagerin, die auch Merch macht Hat ein Baby bekommen und dann waren manchmal so Lücken entstanden bei Konzerten für den Merch.

01:14:58: Und dann hab ich auch von mir aus gesagt, ey, da mach' ich das halt, ist okay, komm' ich mit und so ... why not?

01:15:05: Aber das war, glaub ich, viermal.

01:15:07: Ich fand's schrecklich!

01:15:09: Also, ich find's schräglich in diesen Hotelzimmern, ich finde es schrecklig, dass auf- und abbauen, dass rumhängen, man sitzt irgendwo rum und wartet, dass irgendwas losgeht.

01:15:20: Soundcheck oder ... Der Konzert.

01:15:23: Und danach ist dann auch Erschöpfung, also je nach Alter natürlich auch unterschiedlich.

01:15:28: wahrscheinlich aber so keine Lust mehr da noch irgendwas zu machen und es geht nicht mehr.

01:15:36: Also muss ja körperlich auch fit sein.

01:15:39: Dann ist das eigentlich Öde-Nicht wenn man sich gegenseitig mag und diese ganzen Bandmitglieder gut miteinander klarkommen.

01:15:46: Aber eigentlich isst er nicht viel Glamm dran Und deswegen sehe ich da die Arbeit dahinter.

01:15:53: Warum sollte ich dann jemanden bei der Arbeit zugucken?

01:15:57: Dann mache ich lieber zu Hause was, das fand ich immer schon!

01:16:00: Ich hatte nie Lust gehabt dabei zu sein und deswegen kann gut verstehen dass man das scheut dieses

01:16:14: drumherum

01:16:17: Bei so einer Band wie ihr seid, ist ja das ... Also ich finde oder ich würde vermuten, dass Emotionale das was ihr da auf der Bühne macht.

01:16:26: Oder wie du dich auch öffnest.

01:16:31: Du hast eine sehr nicht leise Stimme aber sehr zurückgenommen sensibel Art zu singen und so.

01:16:42: Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das zwei Wochen hintereinander jeden Abend machen kann.

01:16:46: also Ja.

01:16:48: Also ich finde, würde mir unehrlich vorkommen auf eine komische Art der Fletsche und täuschig mich auf.

01:16:52: Nee das ginge!

01:16:54: Das singen selber oder so, das geht für mich oder das singen fällt mir auch nicht schwer.

01:16:59: also auch wenn das genau stimmt.

01:17:00: Es ist leise... Hatte ich auch in früheren Bandprojekten manchmal Schwierigkeiten mit,

01:17:11: aber

01:17:12: Genau.

01:17:13: Ich glaube, ich habe da generell nicht so viel Lust zu und sehe das bei anderen Kollegen oder den Leuten die Musiker innen sind, die das wirklich zum Beruf machen Die suchen sich ja auch, ihre ... ihre Mechanismen mit dieser Arbeit zurechtzukommen oder so.

01:17:33: Die finden dann da rein!

01:17:35: Oder ich finde die finden oft gute Lösungen und beobachte das immer mehr, dass manche zum Beispiel sagen, okay, kein Alkohol?

01:17:43: Weil es eben gefährlich ist, wenn wir ... Also wo muss man schon wirklich sagen?

01:17:46: Wenn man je weiterdest du gar nichts mehr, desto gar keinen Alk Kohlen mehr.

01:17:50: Dass man immer so zum Runterkommen das braucht, merke ich bei mir selber irgendwie auch solche Mechanismens.

01:17:57: und ja, also dass die sich da schon toll darauf einstellen oder diese ganzen... Profi, Musikerin oder Musiker kannst du doch auch daran erkennen dass sie sich wo sie auch sind in der Ecke setzen können mit ihrem Handy und womit auch immer und sich irgendwie beschäftigen.

01:18:14: Und sich irgendwie so ein Alternativleben aufbauen egal wo sie sind.

01:18:18: Das stimmt das ist auffällig.

01:18:19: Ja ja und

01:18:20: das finde ich auch ganz toll und ich glaube aber ich könnte das nicht.

01:18:24: Aber die Umgebung ist dann so schrecklich.

01:18:27: Schreckliche Räume und diese schrecklichen verklebten Käsebrote.

01:18:32: Immer

01:18:32: Käse Brote?

01:18:33: Ja, das liegt dann.

01:18:34: Wenn man ankommt, liegt da so kalte Platte irgendwie und es ist alles nicht richtig gut ... Und man hat ja nicht Bock drauf.

01:18:43: Also ich fährte da keinen Bock drauf!

01:18:45: Nun ist es ja so, in der Lage seid ihr ja nicht, dass es euer Hauptberuf sein muss.

01:18:52: Da bleibt nur noch Touren- und Konzerte geben als Verdienst?

01:18:57: Das braucht ihr zum Glück nicht, sondern ihr könnt es selber entscheiden wann und wie und wo.

01:19:02: Ja, das machen wollt.

01:19:04: Kommt da eine neue Platte?

01:19:05: Demnächst mal?

01:19:08: Nein!

01:19:09: Das kommt jetzt erst mal nicht... Also da ist es wirklich so dass ich jetzt so viel mit dieser Schreiberei irgendwie in dieser neuen Art unterwegs bin und Jochen auch mit der Kunst ... macht ihm doch so ein Spaß.

01:19:27: Nein, ich

01:19:28: weiß nicht.

01:19:30: Generell also wir haben Zehn neue Stücke, immer.

01:19:35: Also ihr arbeitet eigentlich immer so dran?

01:19:37: Immer

01:19:38: mal wieder oder machen so und da ist Jochen auch irgendwie der fleißigere von uns, den möchte ich jetzt auch mal betonen.

01:19:43: Ich hab in so einem älteren Interview gelesen, da wurde dir gefragt ... Oder du wurdest gefragt, glaub ich, wie das mit eurem Sohn ist, ob er das cool findet was ihr macht.

01:19:52: Und da war der aber noch jünger also vierzehn oder so.

01:19:56: Da meintet ihr nie, findet es nicht cool!

01:19:59: Wie ist es denn jetzt?

01:20:01: Er findet's immer noch uncool.

01:20:02: Okay!

01:20:02: Nein, also er ist zwar ein bisschen gnädiger geworden oder ich weiß gar nicht was, manchmal ist er auch gekommen und hat sich das angehört oder in Köln gespielt haben mit Freunden dann kommt der da auch und so.

01:20:16: aber er findet uns total uncool oder er ist ja jetzt in einer seiner eigenen Musikschiene Da ist ihm das so wichtig irgendwie dass das erfolgreich ist Geld und so.

01:20:28: Das sind die Sachen, er findet unsere Sachen einfach zu ...

01:20:32: Also der ist mehr im Techno-Bereich?

01:20:34: Ja, im Rap!

01:20:36: Und der findet das

01:20:38: schon irgendwie uncool was wir machen.

01:20:40: Aber gut, mal sehen.

01:20:41: Das

01:20:41: ist ja auch gut.

01:20:43: Man muss nicht unbedingt sein, dass man so zusammen ...

01:20:47: D.h.,

01:20:49: es vielleicht ist das zu persönlich aber ich würde schon ganz gerne wissen Wie ihr das aufgeteilt habt früher mit euren Sohn.

01:20:58: Bist du die Hauptverdienerin oder die Haupt ... Wegseierin tagsüber?

01:21:06: Oder wie habt ihr das damals gemacht?

01:21:08: Ja,

01:21:08: also in den ersten Jahren war ich die Haupt-Weg-Seierin.

01:21:11: Also du irgendwie verstehst was

01:21:12: ... In den ersten jahren war ich dir hauptsächlich irgendwie zum Arbeiten rausgegangen ist oder Jochen ist natürlich auch immer raus gegangen weil der Weitere Jobs ja auch irgendwie Museen hat.

01:21:26: Und trotzdem war ich da diejenige, die mehr raus, mehr in Tradition ... weiß ich nicht, mehr den acht Stunden Tag hatte und Jochen hat mehr Luke abgeholt oder von der Kita oder wenn er krank war, war dann mehr zuständig und so.

01:21:48: das war bei uns tatsächlich so.

01:21:50: Das heißt, du hast dann auch noch mal so einen anderen geöffneteren Blick auf Fürsorge und Care.

01:21:56: Also wer macht was?

01:21:58: Wenn du jetzt sagst Stereotyp wäre, es sind eher die Frauen ... Dann war das bei euch vielleicht nicht eindeutig so?

01:22:08: Nee, bei uns war das nicht eindäutig.

01:22:10: Und trotzdem haben wir die gleichen Zwangsläufigkeiten gespürt, die andere auch spüren.

01:22:16: Sobald eine Person anfängt sich mehr zu kümmern wird das finanzielle Gleichgewicht, lagert sich sofort zu der anderen Person.

01:22:25: Die verdient mehr Geld und hat gute Chancen.

01:22:28: Die andere Person bleibt ein bisschen zumindest erst mal für einen Moment dahinter zurück.

01:22:33: Und es kommt zu totalen Unwuchten!

01:22:37: Das fand ich auch irgendwie interessant weil es ist nicht... Es hat mit der Rolle zu tun die man jeweils einnimmt und nicht nur mit einem Geschlecht oder so.

01:22:45: Und das fand ich irgendwie auch spannend.

01:22:48: wir haben Vielleicht deswegen, weil es so ein bisschen untypisch war.

01:22:52: Oft gegen gesteuert oder das Jochen dann auch mal gesagt hat, jetzt reicht's mir mal?

01:22:56: Oder so ...

01:22:57: Ja.

01:22:58: Weißt du so immer mal alle paar Jahre gab's dann irgendwie was umsortiert, was sich sehr um sortiert hat.

01:23:05: Ihr seid verheiratet, ne?

01:23:06: Mhm.

01:23:08: Wie findest du das, das Konzept ihr?

01:23:10: Hast du dich damit mal...

01:23:12: Ich muss sagen, irgendwie war ich mit dem Konzept eher echt naiv.

01:23:16: Ja, ich auch.

01:23:18: Und Ich fand das sauromantisch.

01:23:21: Also, da ist Jorgen sicherlich auch ... Der fand es, glaub ich noch ... Also der fand es irgendwie noch cooler, keine Ahnung?

01:23:28: Habt ihr

01:23:28: vorm Kind geheiratet?

01:23:29: Jaa.

01:23:30: Okay!

01:23:32: Ja, dann was ... Ist das romantik oder?

01:23:35: Jaaa... Keine Ahnung, ich fand das irgendwie plötzlich gut.

01:23:39: Auch so ein bisschen und ... Fört euch nicht sagen, ich bin gegen das Commitment so ... Oder ich bin ... gegen diesen Schritt, gegen dieses Ritual bin ich überhaupt nicht.

01:23:52: Aber was das ... Also weil, ich finde es hat viel Gutes gemacht

01:23:56: so.

01:23:56: Mhm.

01:23:58: Was das natürlich politisch bedeutet wenn man das durchdrechnet und macht und guckt und was der Staat davon hat und ja irgendwie diese ganzen Diskussionen die jetzt laufen ist schon interessant oder dass man also war ich sehr

01:24:14: Es gibt ja jetzt auch viele neue Veröffentlichungen, die rund um dieses Thema ... Also Svenja Flasspöhler, von der ich nicht so viel halte.

01:24:22: Da hat sich dazu geäußert, dann gibt es ein neues

01:24:26: Buch

01:24:29: über Mutterschaft.

01:24:30: Wie heißt sie Autoren noch mal?

01:24:32: Ist eine jüngere Autorin, die eben auch sagt echt

01:24:36: ... Regrettingmutter?

01:24:38: Nee,

01:24:38: ist ne deutsche.

01:24:40: Regrettenmutter-Hutmeßig?

01:24:41: Nee.

01:24:42: Im Gegenteil!

01:24:43: Ach so,

01:24:44: jetzt gut.

01:24:45: Weißt du im Sinne von ... hab ich gar nicht paratin, das ist altersgemäß, fallen mir Namen nicht an.

01:24:52: Das

01:24:52: musst du in die Show notes packen?

01:24:54: Ja, stimmt!

01:24:54: In die Show ... Richtig!

01:24:56: Weil Linus Volkmann und

01:24:58: Felix Scharlow in ihrem Podcast ...

01:25:02: Aber das muss man ja auch behalten.

01:25:03: Da geht es zum Beispiel darum,

01:25:06: dass

01:25:07: eben dieses Sich um Kinder kümmern Ja, auch ein Problem war, wenn man das wollte in der Vergangenheit so als Mutter.

01:25:15: Wenn man sagt ... Ich hab das Kind geboren und ich möchte jetzt dabei bleiben, weil der Erwerbstruck oder der Performancedruck so stark ist.

01:25:24: Also verkürzt gesagt.

01:25:26: Mhm.

01:25:26: Also was wird ja grade so besprochen?

01:25:30: Und das sind ja so ... Das sind ja Tesenbücher!

01:25:37: Das machst du in deinem neuen Jahr nicht.

01:25:39: Da geht's ja ... wird ja alles Mögliche, was so sich kümmern angeht.

01:25:45: Anders ... Also ist ein anderer Blick drauf.

01:25:49: Habt ihr also, wenn ich das mal so fragen darf als Paar jemals deswegen eine Krise gehabt?

01:25:57: Weil einer von euch sich benachteiligt fühlte oder überfordert?

01:26:01: Auf

01:26:02: jeden Fall!

01:26:03: Siehkrisen!

01:26:04: Ja, nee schon.

01:26:07: Also jetzt keine ... keine existenzielle, wir gehen jetzt auseinander-Krise.

01:26:12: Aber schon so Krisen im Sinne von das kotzt mich an.

01:26:16: So will ich das nicht.

01:26:18: oder dass man sich nie mehr verstanden hat, weil man wie auf zwei unterschiedlichen Planeten gelebt hat?

01:26:25: Oder dass ... ja, dass so ein bisschen so wie ... so einen anderen Blickwinkel auf die Beziehung plötzlich kommt Wer ist der Benachteiligte oder die benachteiligt?

01:26:39: ich?

01:26:40: Ja, das ist ja immer ... Gut.

01:26:42: Das ist ja fast in jedem Streit, wo man sagt, wer ist jetzt hier?

01:26:44: Ich bin irgendwie die Arme oder sonst was.

01:26:47: und da fand ich... Das ist normal wenn man das mal hat und dann geht das wieder kann man das lösen oder gar auch drüber lachen oder so.

01:26:57: aber ich fand es in den ersten Jahren mit Kind schon sehr krass dass sich das schneller verhärtet, weil man auch so gestresst ist.

01:27:05: Und ich da schon krisenhaft fand doch in Teilen eben ...

01:27:11: Hattest du mal den Wunsch nicht zu arbeiten und nur dich ums Kind zu kümmern?

01:27:17: Nee!

01:27:17: Nee ne?

01:27:18: Nee.

01:27:21: Den Wunsche hatte ich auch wieder nicht aber ich hatte natürlich schon manchmal den Wunscht nach ein bisschen mehr Ruhe oder nach ein bissel mehr Flexibilität die Sachen schneller ändern zu können.

01:27:30: Also ich weiß nicht, wie es bei euch ist.

01:27:32: Aber man kann ... wenn bestimmte Rollen sich eingeschliffen haben, kann man die Sache nicht innerhalb von Monaten ändern?

01:27:40: Man kann sie innerhalb von Jahren ändern oder sagen, wir wollen ab jetzt da und darauf achten.

01:27:46: Es gab so eine Phase, da fand mein Sohn mich irgendwie total ... wollte immer nur vom Papa ins Bett gebracht werden und so.

01:27:54: Und da hatte ich irgendwann das Gefühl, okay, ich muss da jetzt mehr rein!

01:27:58: Ich muss jetzt wieder mehr rein in diese Mutterrolle, sonst wird das hier ein bisschen seltsam.

01:28:04: Wobei es umgekehrt ... Wenn das bei Vätern so ist, was ja oft so war in der Vergangenheit, hat es die nicht so gestört?

01:28:12: Vielleicht da ist auch wieder eine Rollengeschichte im

01:28:15: Hintergrund

01:28:16: vielleicht.

01:28:17: Weil das sind ja immer Phasen, weiß man im Grunde ja auf.

01:28:21: Aber dann also vielleicht abschließend weil das alles hat zu tun mit dem mit dem Thema Fürsorge, die ja essenziell ist, wenn man eine Familie hat oder sich ... Mit Leuten zusammenwohnt.

01:28:35: Oder

01:28:36: so.

01:28:37: Also dann bleibt es nicht aus, dass man sich umeinander kümmern muss.

01:28:42: Wenn man's nicht tut, passieren schreckliche Sachen.

01:28:45: Das ist ja eigentlich keine Alternative.

01:28:48: Ähm ... Wenn du jetzt für diejenigen, die das Buch natürlich noch nicht gelesen haben als noch nicht rausgekommen ist, erklären müsstest was ist deine ... Idee von Fürsorge.

01:28:59: Was findest du daran elegant?

01:29:01: Was ja auch interessant ist, dass du diesen Begriff Eleganz mit reinbringst.

01:29:07: Kannst du das erklären was da deine Idee war.

01:29:10: also jetzt wenn wir alles mit reinpacken was wir auch besprochen haben.

01:29:13: Deine Familie, dein Beruf, das was du so machst und trotzdem hast du Freunde, Du hast Familie... Was ist deine Idee von für Sorge?

01:29:26: Also warum ich das elegant finde, Fürsorge elegant finde hat glaube ich damit zu tun dass sich sie eine offene und irgendwie gerichtete Gefühlsqualität finde die irgendwie... ...die ich selbst streuern kann wenn ich das will.

01:29:48: Und wo ich sage okay da wo ich mich hinwende da passiert was da wird etwas anders Und das ist eigentlich auch eine Kraft, oder?

01:29:56: Das finde ich ... vielmehr so zu sehen.

01:30:00: Als eine aktive ... Oder als eine aktieve, als eine glitzernde, verbindende Geschichte.

01:30:09: und so möchte ich das sehen und so empfinde ich das halt total oft.

01:30:15: Der Wunsch ist natürlich auch ... wegzukommen von diesen Worthülsen für Sorge, Zusammenhalt.

01:30:24: Diese Wörter klingen für mich nach ja auch ein bisschen Pastoral muss ich sagen Und weg davon, sondern hin ... Für

01:30:35: Sorge im Sinne von Seelsorge.

01:30:36: Ja auch Seelsorge

01:30:38: oder wir brauchen Zusammenhalt das ist alles wichtig aber das prallt dann so ab.

01:30:43: also ich möchte dass man sich das sinnlich vorstellt in dem Moment immer wieder was ist es denn eigentlich?

01:30:51: und ja was wirkt da?

01:30:54: Was fließt da?

01:30:57: Wie elegant ist das?

01:30:57: Das muss ja dosiert sein!

01:31:00: Also wie furchtbar ist es wenn jemand einem Ja, wirklich so tröstet's so ganz plump oder so.

01:31:06: Es muss ja das richtig für die richtige Totalität haben!

01:31:08: Das ist nicht echte ... Genau.

01:31:12: Wo von Menschen denken sie müssten es tun?

01:31:14: Das ist ja nicht das was man haben möchte auch von anderen.

01:31:20: Was wäre dann also was passiert wenn man die Fürsorge, die man mal gegeben hat oder das Interesse wieder wegnimmt?

01:31:28: hast du ich Hast du das besprochen im Buch?

01:31:32: Soweit bin ich irgendwie noch nicht.

01:31:34: Weil dann kommt ja was auf einen zurück, wovor man auch Angst haben kann.

01:31:39: Also wenn man sich überfordert fühlt ... solche Situationen

01:31:43: gibt's ein.

01:31:44: Du meinst, wenn die anderen deine Fürsorge nicht mehr brauchen.

01:31:47: zum Elbischwilch?

01:31:47: Nee oder man

01:31:47: hat das

01:31:48: gespürt und kann es jetzt nicht mehr geben!

01:31:50: Das kommt schon auch vor.

01:31:51: Klar, klar, dass das Pendel so hinschlägt, dass man irgendwann denkt okay, jetzt hab' ich da gar kein Bock mehr drauf Und ich finde das auch, oder ich kann nicht mehr.

01:32:02: Wie kommt es eigentlich zustande?

01:32:05: Dass man so weit drüber hinausgeht ... Ich find's auch total legitim, weil wir waren ja vorhin schon bei der Wut.

01:32:13: Ich finds total legitim zu sagen und jetzt hab' ich mal fünf Jahre keinen Bock mehr mich zu kümmern.

01:32:18: Manche Leute denen von den Bucherzählen sagen auch so nie wieder Fürsorge oder so.

01:32:25: Das find ich fast ... Ich versteh es als First Move, verstehe ich's nach einer Zeit.

01:32:32: Da muss man da erst mal raus!

01:32:35: Aber für mich wäre das halt nicht der letzte Schluss.

01:32:39: Wie du es beschreibst so hab' ich's, versteh' ichs oder lese', ist eine Natürlichkeit also das natürliche Bedürfnis auch dahinter zu sehen dass man das machen möchte oder so ohne Zwang vielleicht erstmal

01:32:56: Genau, also das Wort natürlich ist ... Das weiß ich ja besser.

01:33:00: Also dieses Wort natürlich für Sorgemütterlichkeit und so weiter auch schon wieder total gefährlich, weil man dann auch wieder denkt okay, hat er Mütterigkeit, Hormone oder auch so müsste es sein?

01:33:14: Aber ich glaube schon, dass es eine Fähigkeit ist was Selbstverständliches, was so... Was leichtes eben auch.

01:33:23: Genau, Leichtigkeit!

01:33:26: Genau, so ist das Buch.

01:33:29: Keine leichte Lektüre?

01:33:31: Das finde ich nicht!

01:33:33: Also, wenn wir bei den Begriff bleiben ... Man muss sich Zeit nehmen und Ruhe dafür haben.

01:33:38: Aber deine Sprache hat eine wahnsinnige Leichtigkeit, Durchlässigkeit.

01:33:44: Du kannst die Lücken auch füllen, wenn du mal innehälst.

01:33:48: und zwei Schlücke ... Brutwein, kein Bein ist.

01:33:52: Wir haben schon liest!

01:33:54: Mein Tipp an euch alle... Genau.

01:33:58: Danke für das Gespräch.

01:33:59: Ich habe mir trotzdem noch eine letzte Frage an dich.

01:34:03: Hast du ein Air-Fryer eigentlich?

01:34:05: Nein.

01:34:06: Guck mich nicht so.

01:34:09: Das ist der Werbeblock.

01:34:11: Kommt sie da jetzt drauf.

01:34:13: Du hast es beschäftigt.

01:34:16: Aber pass auf ich hab keinen.

01:34:18: Aber ich

01:34:19: träumendauern, da kannst du das täuten.

01:34:21: Ich träumdauernd dass ich einen hab und dann mach' ich aber ganz merkwürdige Sachen mit!

01:34:27: Weil der kann alles...

01:34:30: Was machst du denn damit?

01:34:32: Und zwar habe ich glaube ich

01:34:33: auf TikTok eine Frau gesehen.

01:34:35: die hat so Sprüh-Sahne da rein gemacht und irgendwelche Streusel und so ne Backmischung.

01:34:41: Hat es

01:34:42: in

01:34:42: dem Air Fryer

01:34:44: verrührt?!

01:34:45: Und behauptet, das sei ein leckerer köstlicher saftiger Kuchen.

01:34:50: Das kennste ich nicht auf, wenn man so was guckt und denkt zu mir, das ist ja schnell gemacht... ...und

01:34:57: köstlich!

01:35:01: Und jetzt habe ich da heute Nacht einen Wahnsinn geträumt mit Air Frye.

01:35:06: Ich kann es nicht Träume erzählen, dass blöd ist.

01:35:08: Ich kanse auch gar nicht weil das irre war Aber auf jeden Fall hatten wir dann keinen Herd mehr.

01:35:14: Also ich hab das, weil brauchten

01:35:15: wir nicht mehr Werden mit den Air Fryer und

01:35:20: da musste...

01:35:22: Und das war auch nicht

01:35:22: diese Wohnung.

01:35:23: Das waren meine alte

01:35:24: Wohnungen also.

01:35:28: Was hält's?

01:35:28: Also Air Frye hast du nicht?

01:35:30: Das ist auch nicht das Thema.

01:35:31: aber was hältst du von Träumen?

01:35:36: Erzählen die manchmal Leute von ihren

01:35:37: Träum?

01:35:40: Ich halt viel von Träumen.

01:35:41: Ja, ich meine... Aber

01:35:42: ich... Nee, mir erzählen die Leute nicht so

01:35:44: Träume.

01:35:45: Da sonst sind die Leute irgendwie nicht

01:35:46: drauf!

01:35:47: Ich hab nämlich gestern

01:35:48: gedacht, das muss ich anheizen.

01:35:49: Kannst du wirklich heute gucken?

01:35:50: Das ist ein klatschiger Airfryer.

01:35:52: Was bedeutet das denn wohl?

01:35:54: Dass ich kann es jetzt nicht auf

01:35:56: die Schnelle mir natürlich sagen.

01:35:58: Ich habe mir so'n bisschen Sorgen um mich selbst gemacht und vor allen Dingen dass

01:36:03: ich den vielleicht bestelle.

01:36:04: Ich bestell hier immer so schnell.

01:36:13: Okay oder träumst ihr jetzt schon den dritten Tag?

01:36:15: Oder was?

01:36:16: in allen möglichen Variationen schon getragen.

01:36:19: Es geht immer um diesen löden Air-Fryer, weiß nicht warum und du hast auch keine.

01:36:24: Du kannst mir nicht

01:36:24: ... Das kann sein, da kann ich dir jetzt keine Spur geben irgendwie außer dass es irgendwie ... Nee, kann den

01:36:31: nicht.

01:36:32: Sehr gut!

01:36:33: Ich werde ihn dann mal vorstellen.

01:36:34: Gut das beruhigt mich jetzt.

01:36:36: Dass es nichts Wichtiges

01:36:39: ist, was fürs Leben

01:36:41: richtig wäre.

01:36:43: Anne Wir gehen jetzt zum gemütlichen Teil über, obwohl das war auch schon sehr komisch.

01:36:50: Du wirst jetzt ein Traum von Essen gleich erleben, glaube ich.

01:36:56: Jetzt, wo wir bei Insta sind

01:36:59: ... Ich glaub,

01:37:00: Frank hat was aus TikTok.

01:37:05: Was uns beiden gestern schlüssig vorkam, dass es bestimmt köstlich ist!

01:37:10: Du würdest sagen, was es ist?

01:37:13: Ja, da klar... Kürbis, also Kürbesgericht und der Kürbus

01:37:20: ist so ausgewöhnt.

01:37:22: Und fungiert sozusagen als Gefäß!

01:37:27: Und in diesem Kürbsgefäß, damit im Ofen schon da ist geschmolzen... ...geschmolzene Käse?

01:37:37: Hamombeeren?

01:37:38: Wahnsinn!

01:37:39: Und die Aromen des Käses sollen sich mit den

01:37:42: Kürbasaromen,

01:37:44: mit der Saftigkeit

01:37:48: Und

01:37:49: wir sollen dann rot oder so, glaube ich reinstippen.

01:37:52: Das hatte er vor!

01:37:53: Wir wissen nicht was sich in der Küche...

01:37:55: Was dich da wirklich abspielt?

01:37:56: Erzeugt.

01:37:58: Das packe ich auch nicht in die Showmots.

01:38:00: Okay vielen vielen Dank für deinen

01:38:03: Besuch.

01:38:07: und ja euch möchte ich sagen Leigt diesen Podcast gerne.

01:38:14: Man kann Sterne vergeben, man kann ihn weiter

01:38:17: empfehlen

01:38:18: und alles Mögliche damit anstellen um die Reichweite zu erhöhen was mir sehr gut gefallen würde.

01:38:27: Ich kann immer nachgucken wie viele Leute das hören.

01:38:29: Das ist gar nicht so wenig aber vielleicht interessiert es noch mehr.

01:38:36: Wenn man fünf Sterne gibt sag ich jetzt mal einfach Macht es doch einfach, auch wenn ihr's scheiße fandet.

01:38:43: Solidarität!

01:38:44: Einfach so... Es ist nur ein Klick weit entfernt und dann würde ich das hier fangen und danke

01:38:54: dir lieber an.

01:38:56: Danke dir liebe Rebecca,

01:38:58: bis dann!

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