Folge 19: Tex Rubinowitz
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00:00:11: Rebecca
00:00:13: räumt
00:00:13: auf.
00:00:26: Hallo aus der Schwitzhöhle Hamburg, wir haben dreißig Grad und das sagt euch auch dass wir ein Monat übersprungen haben.
00:00:35: es ist bereits Mai und ich hatte ja großspurig angekündigt dass ich jetzt jeden Monat einen Podcast mal hier natürlich sofort nicht gemacht sondern den April ausgelassen.
00:00:46: was ich erklären kann war nämlich krank.
00:00:48: ich war ziemlich krank sogar Und zwar so eine Erkältung, die nicht wegging und ich habe sie nicht von der Buchmesse mitgebracht.
00:00:55: Obwohl alle gesagt haben wer dahin führt kommt krank zurück.
00:00:59: Mein Gast nickt hier schon.
00:01:02: Aber ich war auch schon vorher krank.
00:01:03: Ich bin da krank hingefahren.
00:01:04: das waren Fehler und danach war ich noch kränker und dann hat es sehr lange gedauert und ich glaube ich hab viele angesteckt aber immerhin kein Gast.
00:01:12: und jetzt bin ich wieder fit und vor mir sitzt mein Gast für den Monat Mai und es handelt sich um Tex Rubinovitz sensationellerweise.
00:01:24: Hallo, Tex!
00:01:25: Hallo, Rebecca.
00:01:27: Tex Rubinowitz, kurze Vorstellung... Ich sag mal, ihr kennt ihn alle aber manchmal weiß man's nicht so genau.
00:01:33: er liebt in Österreich kommt eigentlich aber aus Lüneburg?
00:01:41: Du kommst aus Lüneburg oder?
00:01:42: Gebürtiger Lüneburger?
00:01:43: Nein, geboren in Hannover aber immerhin gezogen.
00:01:46: ja,
00:01:47: genau Ist dann irgendwann, wollen wir nachher auch noch mal hören aus Gründen die mir manchmal nicht so klar sind.
00:01:52: Nach Wien abgedampft wo er bis heute lebt?
00:01:55: Er ist Witzezeichner!
00:01:59: Ist das richtig?
00:02:00: Katonist ist irgendwie falsch
00:02:01: glaube ich.
00:02:01: Nein, Katonis klingt ein bisschen zu hochtrabend und Markus Rattelschnäck mein Kollege ungefähr gleich alt wie ich.
00:02:10: Wir haben beide irgendwann mal beschlossen, wir wollen dieses Hochdraben denn nicht sondern wir wollen das einfach nie runterfahren und haben uns Witzzeichner genannt.
00:02:21: In der Zeit stand damals Karikatur Brüt also rohe Karikaturen und es war eine Gegenbewegung gegen die arrivierten feinaus arbeitenden Zeichner, dass wir das einfach untergemacht haben, dreckig gemacht oder roh gemacht
00:02:40: habe.
00:02:40: Ich dachte immer Cartoon ist eigentlich wenn es mehrere Zeichnungen hat also wenn es wie so ein Mini-Comic ist?
00:02:46: Nein,
00:02:47: das heißt Strip.
00:02:49: Es gibt Comic und Strip, es gibt Karikatur und es gibt Cartoon und Cartoon hat natürlich das meiste Spektrum oder die meiste Freiheit während die Karikature vollkommen redundant irgendwas abbildet, was eben sich bekannt ist.
00:03:08: Trump muss man jetzt nicht karikieren.
00:03:10: Trump karigiert sich selbst.
00:03:13: um das mal zu vereinfacht zu sagen der Strip ist eigentlich die ambitionierteste Form, dass es, wenn man das schafft wie die Peanuts eine kleine Familie da zu erzeugen oder zu generieren und jedem Charakter irgendetwas zuzuschreiben Und das ist so... Die höchste Form ist den Strip.
00:03:32: Das ist in meistens vier Bildchen.
00:03:33: Dass man immer so eine Zeitung hatte, als Kind die Tageszeitungen konnte man die eine Seite, wo das drauf war, konnte man von den Eltern sich mal abzuhalten.
00:03:42: Was machen, genau.
00:03:43: Und dann war da auch was für ein Selber drin?
00:03:45: Aber
00:03:45: es in Amerika hat jetzt noch viel Gehörung stellen wird.
00:03:47: Da gab's immer die Sonntagsseiten... ...für die Kinder und dem Vater natürlich den Sport gelesen.
00:03:52: Die Mutter hat etwas auch immer gelesen und die Kinder bekamen dann die bunten Seiten.
00:03:58: Und da haben ganz viele Künstler, so Lionel Feininger und... Ja das
00:04:01: hab ich sogar!
00:04:02: Ich habe die alle, die er gemacht hat
00:04:05: als Buch.
00:04:06: Ja das ist wunderschön, also ja ganz großartig.
00:04:08: Der Kinderkitz.
00:04:09: Genau.
00:04:10: Also sehr surreal.
00:04:12: Das ist Kunst, große, große Kunst.
00:04:14: Total, finde
00:04:16: ich auch.
00:04:16: Aber was ich mache, das sind Kartons aber eher witzig, zeichnerisch nicht so super ambitioniert, aber inzwischen ist es auch rinundant.
00:04:29: also weil... Ich mach' das schon so lange, ich mach' es über zweiundvierzig Jahre und hab dann gestern mal jemanden vorgerechnet.
00:04:38: In der Woche sind es vier Kartons, das macht im Jahr ... zweihundert.
00:04:45: Und in dieser ganzen Zeit sind es achttausend Veröffentlichte.
00:04:48: Also ich hab da keinen Überblick mehr.
00:04:50: Sammelst du die?
00:04:50: Hast du dir irgendwo eingemappt
00:04:53: oder so?
00:04:54: Nein, nein!
00:04:55: Es gibt ja manchmal so Fragen für Ausstellungen zu einem bestimmten Thema und ich hatte jetzt in Hannover im Buschmuseum, musste da irgendwas aussuchen.
00:05:05: Das ist sehr, sehr mühsam.
00:05:08: rauszufinden, was man da irgendwie auswählt.
00:05:11: Ich mach das ja... Das muss man dazu sagen, dass es vergänglich ist und man macht das erscheint und dann ist es weg.
00:05:18: so wie der Song Contest zum Beispiel.
00:05:21: Der am Samstag findet er statt und am Sonntag weiß niemand mehr, wie ging eigentlich nochmal das Siegerlied?
00:05:27: Ist
00:05:28: richtig!
00:05:30: Das tragische aber auch das Schöne im Song Contests.
00:05:34: Aber lass uns mal kurz sagen, also du Kartonist sagst du nicht.
00:05:36: Du sagst Witzezeichner?
00:05:38: Das ist aber nicht alles was du machst sondern du schreibst auch.
00:05:42: Du bist auch Autor.
00:05:44: Kommt nachher noch drauf wie das alles zustande gekommen ist und du bist auch Künstler eigentlich freischaffender bildender Künstlern würde ich sagen wenn du machst Ausstellungen mit bestimmten Sachen in den letzten Jahren die sogenannten Stickstoffe, die ja mittlerweile auch recht bekannt sind.
00:06:04: Also wo du die Nähmaschine ihr zerstörerisches Werk machen lässt also sie so benutzt dass Sie losrattert und Du sie auch machen lässt irgendwie ne?
00:06:18: Die Stickstoffserie... also Künstler nochmal zurückzukommen Als ich aus Lüneburg nicht in dieser Kleinstadt bleiben Konnte mehr, weil das ist der Schicksal der Kleinstädter.
00:06:31: Dass man irgendwann in die Großstadt muss.
00:06:34: Da gibt es sogar ein Lied von...
00:06:35: Aber die meisten bleiben ja da?
00:06:37: Das ist ja nicht ...
00:06:37: Wo da eine Kleinstadt?
00:06:39: Ja, die meistenbleiben doch irgendwie da oder...?
00:06:42: Ich
00:06:42: dachte dann aber, ich dachte mal, man muss in die große Stadt!
00:06:46: Wir denken, dass Leute das auch wollen, weil wir das nicht aushalten könnten.
00:06:51: Aber das sind doch sehr viele, die das ganz schön finden zurückkommen, das ist ja noch schlimmer.
00:07:00: Ich will jetzt nicht Lüneburg schlecht reden oder Pinschen oder Stade oder Winsen an der Luhe hat sicher auch ihren Reiz aber für mich war das klar und ich kenne viele Leute.
00:07:14: okay kann man dich als Kleinstitterin bezeichnen?
00:07:17: Auf gar keinen Fall!
00:07:18: Also du bist Hamburgerin
00:07:19: Altonasang Pauli.
00:07:20: Ich dachte, Bergedorf?
00:07:21: Nein.
00:07:22: Kuschelweise denken das echt viele!
00:07:25: Aber nein...
00:07:28: Verzeiht es sich verletzt habe.
00:07:31: Es gibt so ein Drain, also so einen Absaugen ist auch egal.
00:07:38: Also ich kenne jetzt die Statistik nicht wer zurück ging, wer blieb oder wer in die Großstadt ging.
00:07:43: Als ich in die große Stadt ging, das war ungefähr Eighty von Lüneburg wollte ich Kunst studieren.
00:07:50: Und zwar bei einem Künstler namens Franz Erhard Walter.
00:07:54: Franz Erard Walter, sagt ihr der was?
00:07:56: Ja, auf BK oder?
00:07:57: Ja genau und zwar macht es... wie sieht die Kunst von Herrn... Das
00:08:02: weiß sie nicht aber da mein... Also der Name kommt mir bekannt vor weil meine Eltern mit einem Professor an der HFBK eng befreundet waren und in den Gesprächen habe ich immer so Namen aufgeschnappt.
00:08:15: Aber du kannst ihn nicht
00:08:17: zuordnen!
00:08:17: Können nicht zuordnen.
00:08:18: und manchmal habe ich dann gesehen, was bestimmte Leute so machen.
00:08:21: Aber dem kann ich jetzt gar keine Kunst zuordnend.
00:08:24: Franz
00:08:24: Erdwalter macht in Stoff.
00:08:26: Das heißt ... Ah!
00:08:27: Da kommt der Stoff?
00:08:29: Nein, nein, nein.
00:08:30: Der Stoff kommt später.
00:08:31: Aber er macht so Infils irgendwie Leute die sich infils einwickeln und eher mehr eine taktile Begegnung mit dem Stoff dass du Teilen nehmen kannst an der Kunst, also du kannst die Kunst anfassen.
00:08:48: Du kannst dich da einrollen wie in einem Teppich und so weiter.
00:08:52: Ich habe damit überhaupt nichts anfangen können.
00:08:54: Das ist mehr fremd.
00:08:55: Es ist nicht mein... Okay ich hätte mich angepasst aber das es war ja der Wunsch Kunststudent zu sein weil das eine eine Aura hatte.
00:09:06: in Zeiten der neuen Wilden sonderte sich das mit Martin Kippenberger Albert Oelen Werner Büttner verschiedensten Sachen, die da plötzlich Anfang der Achtzig-Jahre aufploppten.
00:09:18: Und
00:09:18: auch in Hamburg?
00:09:20: In Hamburg, in Düsseldorf... Auch in München, Berlin sowieso und das waren so diese Zentren wo etwas passiert.
00:09:31: Das war eine wirkliche Zäsur, eine Kunstzäsur.
00:09:35: Franz Erdwalter gehörte gar nicht dazu, das war eher einer aus der alten Riege.
00:09:41: Aber ich wollte Kunst studieren, weil ich den Geist der Kunststudenten inhalieren wollte um ein Mensch zu werden.
00:09:51: Ich war ja in Lüneburg kein Mensch!
00:09:53: Ich war da einen Zellhaufen also ein orientierungsloser Zellhafen und bin aber in Hamburg nicht aufgenommen worden.
00:10:03: Ich weiß gar nicht mit was ich mich beworben habe im irgendwelchen Zeichnung oder so.
00:10:08: Franz Erhard Walter hat das mich nicht aufgenommen.
00:10:11: Und dann habe ich in Hamburg...
00:10:14: Hattest du deine Rückmeldung von ihm gekriegt?
00:10:16: Nein, ist ja.
00:10:18: wenn der kriegt hundertfünfzig Bewerbungen, warum soll er sich auf jeden einzelnen fokussieren?
00:10:26: und hab dann aber in Hamburg etwas gemerkt dass es wahnsinnig schwierig war für mich anzukommen.
00:10:39: Vor zwei Tagen hat Daniel Richter in Wien getroffen, der nach Wien zieht.
00:10:44: Er ist Professor und bekommt wahnsinnig viel bebannten Geld.
00:11:00: Eine Schwangerschaft, nicht seine.
00:11:01: Aber er hat jemanden schwanger gemacht und ihm muss jetzt diese Frau in die Schwangersschaft ...
00:11:08: Gut, dass die Sachen mit Daniel, da hab ich keinen Überblick mehr?
00:11:12: Nein, aber das hat der mir gesagt.
00:11:13: Das ist nichts Geheimes.
00:11:15: Kinder müssen geboren werden und werden geboren und Sex findet statt.
00:11:21: Und Daniel Richter hat mir gesagt ja... Als ich sagte, dass ich nach Hamburg komme.
00:11:27: Dann sagte er ... Und ich sagte das mir damals anfang der Achseljahre, dass in Hamburg nicht gut ging.
00:11:34: Ich hab
00:11:37: eine
00:11:38: Feindseligkeit im Fund gegen Leute, die nicht hamburgisch durchreden, zum Beispiel auch nicht hamburgerisch.
00:11:44: Andreas Dore redet nicht hamburgerisch.
00:11:46: Felix Kubin redete nicht hamburgerisch und er mein ... Wir
00:11:50: haben uns das alle abgewöhnt?
00:11:52: Ich komme aus einer Missing-Familie.
00:11:54: Meine ganze Familie hat wahnsinnig gehamburgert, meine Mutter tut es immer noch ...
00:11:59: Du könntest das auch?
00:12:01: Genau!
00:12:02: Und Bela Bay und Fahre im Urlaub könnten auch berlinerisch reden, reden aber nicht weil die aus Westberlin kommen.
00:12:10: Das wäre eine eigene Untersuchung wert.
00:12:14: ich glaube aber dass Schauschkameron deine Richter von oberhalb der Elbe kommen, dass denen das leichter fehlen nach Hamburg zu kommen.
00:12:26: Weil die sprechen schon so nöhlendes Alter dieses Ding und wir unterhalb der elbe ... Und die Elbe ist tatsächlich offensichtlich nicht nur eine Wetterscheide.
00:12:37: also wenn hier die Sonne scheint, regnet es in Winzen an der Luhel und andersrum.
00:12:43: So ist auch mit der Sprache!
00:12:46: Alles was oberhalb der Elben passiert, ist eher Einzugsgebet Pinneberg und so weiter, die kommen eher in Hamburg an.
00:12:54: Wir aus Zelle, aus Ölzen, aus Winsen, kommen eben in Hamburg schwerer an.
00:13:00: Die Elbe ist eine
00:13:02: Metallitätsscheide.".
00:13:03: Okay das lass ich mal so stehen?
00:13:04: Ja du musst es akzeptieren!
00:13:06: Ich staube dir aber du hast schon echt oft erzählt dass du hier einfach so hart und so abweisend Die Kälte dieser Stadt hätte dich fertig gemacht.
00:13:16: Und das muss ich jetzt aber als Hamburgerin sagen, dem kann ich auch zustimmen.
00:13:21: Ich fand es so, dass man ... Also im Ausge-Verhalten oder so musste man schon eine gewisse Resilienz an den Tag legen?
00:13:31: Oder Codes verstehen oder auch so eine gewissen Gäckdichte.
00:13:36: da musste man mitziehen können.
00:13:38: Als Frau vielleicht gar nicht so stark Naja, das ist noch mal so ein anderes Ding gewesen.
00:13:43: Aber da ich tatsächlich auch so jemand bin, der in so eine gewisse Frotseligkeit irgendwie abliefern kann ... Da meint man nicht so schwer?
00:13:54: Ich war dann nur auch genervt oft von dieser Anstrengung.
00:13:58: also es lag immer eine gewissen Anstregnung im Raum weil alle irgendwie von sich zeigen wollten wo sie sich zu positionieren haben mit einer Peergroup.
00:14:07: Und dass man da irgendwann mal erschöpft ist, das kann ich total gut verstehen.
00:14:11: Du musst dauernd aufmerksam sein und du musst dauend liefern!
00:14:14: Wenn sie diese Gäckdichte, die du sagst immer noch eins draufsetzen... Ich weiß aber nicht wie es zum Beispiel im Rheinland ist in Köln oder in Düsseldorf oder in München oder Berlin ist, Berliner Schnaurze
00:14:32: Da war es auch hart, glaube ich.
00:14:35: Das sind zwei verschiedene.
00:14:36: Es gibt die Ostdeutsche Milieus und das West-Berliner Milieu.
00:14:45: Das wissen wir nicht, weil wir Norddeutschen sind.
00:14:47: Wie gesagt, es ging mir nicht gut.
00:14:49: Ich habe hier gearbeitet.
00:14:51: Ich hatte Jobs und konnte nicht Künstler sein.
00:14:59: Kurz vor Siegezeitungen, das ist sogar veröffentlicht.
00:15:02: Die war doch toll!
00:15:04: Ja, die war eher so zeitgeistig und es wurde auch gut bezahlt und für mein Ego war das gut.
00:15:13: oder da ist was drin.
00:15:14: aber man hätte das nachfeuern müssen und das gelang mir nicht.
00:15:17: dann ist nämlich die Zeitung eingegangen.
00:15:19: Dann habe ich sowas wie Banksee gemacht zum Schablonensprühe rein also ganz früh.
00:15:27: Dann gab es eine Zeitung namens Tango.
00:15:29: Für die habe ich dann auch... Die haben dann mal darüber berichtet, da gibt's einen Typen der mit Schablonen macht aber ist mir nicht gelungen!
00:15:36: Also ich hätte das ja ausbauen können, aber ich war nicht in einer Gruppe.
00:15:39: Du konntest seine künstlerische Kralle nicht in die Stadt?
00:15:44: Nein, ich hatte niemanden, der über Kunst reden.
00:15:47: willst du mit mir über Kunst treten?
00:15:49: Den gabs nicht oder die gabs.
00:15:50: nichts ging nicht.
00:15:52: Und ich werfe das der Stadt nicht vor, ich werfte es eher mir vor dass es mir das nicht gelungen ist den Code zu knacken wie man hier ankommen kann.
00:16:00: denn die Daniel Richter und Schauschkammeron denen ist er sehr gelungen auf eine andere Art mit Hausbesetzern oder Punk.
00:16:08: Ich war aber nie punk, wir waren punk peinlich.
00:16:10: Ich fand es mit Schlafanzügen auf der Bühne zu stehen und schlechte Lieder zu singen.
00:16:17: Ja, also von welcher Zeit?
00:16:19: Du warst wie alt?
00:16:20: Warst du zwanzig einundzwanzig?
00:16:22: Ja guck
00:16:23: mal da warste aber echt noch natürlich jung.
00:16:26: Die sind die Fälle noch nicht weggeschwommen.
00:16:28: Das war bei vielen, soweit ich mich erinnere, ein starker Antrieb.
00:16:32: Dass mit dreißig schnell noch angenommen werden irgendwo ...
00:16:36: Aber George und Rocco, sie sind ja auch nach Hamburg gekommen.
00:16:41: Und die haben dann gleich ihre Gruppen gefunden?
00:16:45: Ja, ich glaub, die haben die sozusagen definiert.
00:16:48: Definiert, okay.
00:16:48: Ich gab vorher in Hamburg ja auch bestimmte Milieus und Gruppen und so ums Subitur herum, aber das kam noch fast dazu.
00:16:57: Genau!
00:16:57: Das konnte man so beobachten und auch das Gerangel beobachen.
00:17:01: Und ganz wichtig, Rebecca ist noch die Zeitung Sounds.
00:17:05: Sounds war enorm wichtig für mich und ich habe diese Zeitung tatsächlich inhaliert kurz danach auch eingestellt wurde
00:17:15: in den musikexpress überführt.
00:17:17: das habe ich dann überhaupt nicht mehr mitbekommen aber die waren die war ja dann.
00:17:20: also ich weiß noch die letzte nummer da war jeffy le piers am cover und eighty-three.
00:17:25: das war das fast an.
00:17:27: aber dieser ganze sound von sounds mit kit p und mit olav dante marx und den gedrichsen brüdern das war sensationell.
00:17:36: sie hat das jedes wort geglaubt.
00:17:38: Und ich habe jedes Wort, ähm... Ich musste diese Musik nicht hören!
00:17:41: Ich hab diesen Menschen geglaubт.
00:17:43: Dann darf ich Schlett einmal einhaken wenn euch das interessiert?
00:17:46: Ich habe eine Sendung gemacht mit Erika Tomalla die über diese Zeitungen und Publikationen einen Werk verfasst hat.
00:17:55: Die war hier auch im Podcast ist sehr interessant.
00:17:57: also wer das nochmal vertiefen möchte vielleicht
00:18:02: ja genau.
00:18:02: Also natürlich ist wenn wenn man aus als kleiner Unschuldiger Knabe aus Lüneburg nach Hamburg kommt auf der Suche nach dem Geist von Sounds, Musikberichterstattung, Aala, Dietrichsdiesensinn oder Deathlet-Dietrichsen oder Kippen und so weiter.
00:18:24: Und dann geht man in diese Läden – und ich nenne mir jetzt mal ein paar Läde, also Subito, Bendula Club oder Bzirs oder Kirr dann ist man wirklich nur ein Krömel in der Ecke, der nur zuschaut.
00:18:39: Also ich hab ja nichts beizutragen.
00:18:40: die Musik ist laut Ich kann nicht mitreden.
00:18:43: Wir haben John Peele Musik Das wissen ganz viele Leute nicht was John Piel Music isst aber wir haben das aufgenommen und das waren die Quellen.
00:18:55: oder Musik für junge Leute nach der Schule eine Sendung die heißt Musik für jungen Leute.
00:19:00: Hat
00:19:01: das moderiert?
00:19:04: Das
00:19:05: weiß ich gar nicht mehr.
00:19:06: Aber dieses Wissen, mit wem soll ich damit reden?
00:19:12: darüber reden und deswegen ist es ein bisschen unfair Hamburg vorzuwerfen.
00:19:17: Hamburg war gemeint zu mir.
00:19:19: Ich habe den Code nicht geknackt.
00:19:21: Ich wusste nicht wie die Tür aufzugehen ist oder Leute anspricht.
00:19:28: Mir ist es dann in Wien gelungen, also ich bin vierundachtzig nach Wien gegangen und da habe ich dann eben mit Albert Öhln oder mit Oliver Hirschbegel kennst du den?
00:19:35: Ja
00:19:36: geredet und Hirsch Begel hat mir sogar eine Rolle gegeben im Kommissarex.
00:19:40: Also da ging das leichter.
00:19:42: möglicherweise im deutschsprachigen Ausland war das leicht er in wien als in Hamburg wo ich wie das kaninchen von der schlange
00:19:55: Wenn wir zurückgehen, was ich von dir war ... Ich weiß natürlich einiges.
00:19:59: Schule war schwierig.
00:20:01: Du erzählst das immer so flapsig, sitzen geblieben mit sieben Fünfen und von der Schule runter und eben keinen Abi gemacht und so.
00:20:12: Richtig lustig ist es, glaube ich wahrscheinlich nicht gewesen.
00:20:16: weil sowas ja auch einen Grund hat, der vielleicht ein anderer ist als dass man Sachen nicht kapiert oder so.
00:20:23: Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen.
00:20:24: aber dann ist ja auch wenn man vielleicht was anderes will und eine intellektuellere Herausforderung will, ist ja Kunsthochschule auch eine Rettung ne?
00:20:37: Weil da kannst du einfach mit dem was du kannst und machst angenommen werden, war das auch eine Idee oder?
00:20:43: Das konnte ich so natürlich nicht definieren.
00:20:46: Später ist mir dann aufgefallen dass die Kunstunis in England eine ganz andere Bedeutung haben wo das mehr definiert ist, dass es ein sozialer Pool ist wo sich Brian Ferry und wer auch immer dort treffen und Dinge machen.
00:21:05: Also unser klassisches, also deutsches Verständnis was Kunst sein muss ist so verkrustet und verhärtet, dass es in Großbritannien viel einfacher ist zu verstehen.
00:21:17: Es geht nicht oder selbst die Beatles waren auch Kunststudenten, es geht gar nicht um das bilderische künstlerische sondern es geht einfach darum Leute zu treffen und sich gegenseitig anzustupsen und eine Energie zu erzeugen.
00:21:30: Und das habe ich zwar nicht definieren können aber ich habe es gespürt.
00:21:34: Wenn ich in einer Kunstuniversität bin, dann treffe ich die Person aus Karlsruhe oder wo auch eher aus Mölln oder von Winsen an der Lohle und wir machen gemeinsam unser Ding.
00:21:45: Ja
00:21:45: weil die ja auch aus den gleichen Gründen
00:21:47: für gute Gehase sind.
00:21:49: Die Suche
00:21:51: ist vereinfacht, total nachvollziehbar.
00:21:54: Genau und Hamburg hat nicht geklappt... Ich weiß gerne, die HFBK damals einen guten Ruf wahrscheinlich schon.
00:22:03: Aber in Wien hat es geklappt?
00:22:05: In Wien hats dann geklabt.
00:22:07: Dann hab ich, also ein Freund aus Lüneburg war vorher in den Tränen und er hat gesagt, der kannte meine Not und hat gesagt okay versuch's doch mal im Wien macht das gleiche Prozedere nochmal schickt gibt da irgendwas ab.
00:22:24: und das hat tatsächlich geklappt.
00:22:26: Und ich kannte diesen Professor überhaupt nicht.
00:22:29: Ein Südtiroler namens aus Wald-Oberhuber, ist auch egal das jetzt zu erklären.
00:22:37: Hat geklappt und dann hat das tatsächlich passiert, wovon wir gerade geredet haben also ein soziales Umfeld wurde geschaffen von Leuten aus Salzburg, aus Kärnten, aus Deutschland, aus verschiedensten Ländern und Städten und Mentalitäten und Regionen und Sprachen die sich gegenseitig befuchtet haben und sie gemeinsam irgendwo hingegangen sind Dinge entwickelt haben.
00:22:59: Und das war natürlich super, super... Also damit nicht angekommen und gleichzeitig dann Kartons in einer Stadtzeitung in Wien zu veröffentlichen.
00:23:11: Das klappte sofort?
00:23:12: Sofort!
00:23:13: Ich bin Wien zweimal dankbar...
00:23:14: Wo war das im Falter oder...?
00:23:16: Ja genau.
00:23:17: Also ich bin zweimal wien dankbar.
00:23:19: einmal dass sie mich genommen haben Und das Zweite ist eben, dass der Falter Sachen veröffentlicht haben.
00:23:25: Wenn man ein junger Mensch ist ... Okay, da war ich jetzt zwanzig.
00:23:29: Aber wenn man seine eigene Zeichnung darin ... Ich bin nicht super eitel.
00:23:34: Das liegt mir überhaupt nicht und bildet mich auch nichts drauf ein.
00:23:38: Es löst etwas aus.
00:23:40: Eine gebrochene kleine Persönlichkeit sieht seine eigene Zeit und seinen eigenen Text irgendwo veröffentlicht.
00:23:48: Das macht was mit einem.
00:23:49: Dann lesen dann Hat jetzt keine große Auflage, vielleicht zwanzigtausend oder so.
00:23:55: Aber die Vorstellung, zwanzichtausend Menschen haben diese Zeichnung entweder verstanden oder gesehen oder nicht verstanden.
00:24:03: aber dennoch und das ist für das Ego enorm wichtig und mein Ego war nicht sehr groß in Lüneburg ausgebildet
00:24:13: Hatte du das Gefühl, dein Name ist Around sehr schnell?
00:24:20: Es muss ja sowas auch wie eine Wiener Szene gegeben haben.
00:24:24: Hast du dich da gleich reingeschraubt oder...
00:24:29: Eine Wienerszene in dem Sinne Bestand aus Leuten die in Kneipen gingen, die beim Radio sind und beim FMV gab es damals noch nicht, aber im Music Box siehst du's.
00:24:42: Das war ... enorm überschaubar.
00:24:44: Also Wien war enorm überschauber, nicht so wie in Hamburg wo es viele viele Zentren gab und viele viele Aktivitäten waren uns schon seit den sechziger Jahren also seit den Beatles usw.
00:24:55: Das kann man überhaupt nicht vergleichen.
00:24:57: Wien War in einer Sackgasse, in der Ostsackgase.
00:24:59: das war grau.
00:25:01: da ging's nicht weiter nach oben gings in die Tschechlowokei rechts nach unten, nach Jugoslawien und dann nach Ungarn.
00:25:09: Ich fand
00:25:10: es auch wahnsinnig ostig!
00:25:11: Das erste Mal da hab ich gedacht
00:25:13: so oh ne,
00:25:14: wo ist der, haben wir anders vorgestellt?
00:25:16: Wo sind
00:25:17: Zuckerbecker hier, das ist Feiergarni.
00:25:20: Na ja,
00:25:20: na ja,
00:25:22: es gab schon.
00:25:23: eben diese Sachen.
00:25:24: Torten oder diese Zuckerbecke gab's schon.
00:25:26: Aber das ist ja für den einfachen Mann auf der Straße, der isst ja lieber Brot als Kotor.
00:25:30: Das war
00:25:31: so grau!
00:25:32: Es war supergrau, oder?
00:25:32: Warum
00:25:33: eigentlich?
00:25:34: Ich kann es gar nicht
00:25:37: sehen... Nein weil
00:25:38: wenn du jetzt zum Beispiel in Hamburg wohntest, lebte ich in St.
00:25:43: Georg in der Nähe der Markthalle und in der Marktheile waren immer jeden Abend die besten tollsten ersten Konzerte, die angloamerikanische oder englische Menschen in Deutschland gemacht haben.
00:26:01: Das erste Smith-Konzert war nicht in Paris, nicht in New York sondern war in Hamburg diese alte Tradition, diese Beatles-Tradition.
00:26:08: und für mich war das Ganze zwar nicht billig aber ich war da und ich sah Morrissey mit den Narzissen im Hosentasche rumfuchteln Aus der ... Ja, ja.
00:26:20: Das waren Gladiolen?
00:26:22: Oder Gladiolen!
00:26:23: Was red ich denn da?
00:26:24: Okay, ich bin nicht floristisch ein bisschen Minderbemittel.
00:26:29: Aber das gab's in Wien deswegen nicht, weil das in der Sackgasse ist.
00:26:34: eine Band überlegt sich zweimal, sollen wir da jetzt überhaupt in diese Sack-Gasse fahren?
00:26:39: Was bringt uns das?
00:26:40: Wo fährt man dann irgendwie durch?
00:26:43: Man kann da nicht mal weiterfahren.
00:26:44: Man kann ihn nach Joghslaumen fahren.
00:26:49: Das war alles geschlossen.
00:26:50: Also das war ja ökonomisch eine Überlegung weg, man kam maximal bis bis München.
00:26:57: aber dann oder wo ist Zürich?
00:26:59: oder vielleicht Salzburg?
00:27:01: Oder Linz?
00:27:02: Nein!
00:27:02: Aber es war nichts los und das ist aber eine Chance oder ein Charme dass in dem Nichts los sein, dass man dann gezwungen war irgendwas zu machen.
00:27:14: Also so wie in Ostberlin die Leute dann plötzlich ... Da fiel die Mauern und waren super billig.
00:27:21: Dann machen wir irgendwie eine Schlachterei Eine Aufgelassene Machen wir da irgendwas rein.
00:27:28: Und das hat funktioniert.
00:27:30: Das dadurch entstand ja dieser Berlin-Hype.
00:27:34: Hast du denn also?
00:27:35: Du sagst was beim Falter gearbeitet?
00:27:38: Konntest du denn davon leben.
00:27:40: Also ich meine, du hast ja irgendwie... Du musst ja Anämide bezahlen und muss ja auch Studiengebühren bezahlen.
00:27:46: Nein,
00:27:47: Studium hat sich sofort nach einer Woche beendet weil ich gemerkt habe dieser Professor aus Wald-Oberhör ist nicht anwesender.
00:27:54: Stimmt
00:27:54: das auch wirklich?
00:27:55: Das hast du oft erzählt.
00:27:56: aber es stimmt echt, dass er wirklich gleich wieder
00:27:59: rausmarschiert.
00:28:00: Ich hatte den Studentenausweis, den Schwarzen Aber
00:28:05: du hattest den Status noch?
00:28:07: Den Status
00:28:07: als Student.
00:28:08: Okay, ja alles klar!
00:28:09: Also okay das klingt jetzt pathetischer als es vielleicht ist.
00:28:11: also ich war pragmatisch genug zu sagen Ich bin student kann relativ günstige öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder was auch immer versichert irgendwas.
00:28:24: aber mir brachte das Kunststudium nichts.
00:28:28: also ich habe erkannt Kunst.
00:28:32: Ich habe dann später auch Kunst unterrichtet.
00:28:34: Aber sagt dann den Studenten oder Studentinnen immer, ich bin in einer komischen Situation euch sagen zu müssen dass ich euch das nicht... ich kann euch diese Illusionen nicht mehr füttern oder gießen die ihr im Kopf habt Andy Wall zu werden oder was auch immer oder Louis Bourgeois Maria Lasnik oder Florentine Holzinger.
00:29:04: Und darauf bin ich dann auch irgendwie gekommen, es hat keinen Sinn diese ganzen Scheinen zu machen oder Zensuren
00:29:12: zusammen... Für den Abschluss!
00:29:13: Wozu
00:29:14: soll ich einen Abschluss haben?
00:29:15: Dass ich ein diplomierter Künstler bin und da waren viele Leute die da haben das gemacht.
00:29:21: Okay, ich war in einer privilegierten Situation, dass ich eben schon gezeichnet habe.
00:29:24: Ich hab Geld verdient und das ist eine Art von Kunst auch.
00:29:29: Und das war sehr schlecht bezahlt du sagst es aber die Mieten waren auch so günstig.
00:29:34: also das war immer und ich habe dann aber auch gleich angefangen andere Dinge auch zu machen.
00:29:39: Ich brauchte Geld und ich hab dann verschiedenste Sachen gemacht Auch künstlerische Sachen, also Theater gespielt.
00:29:46: Und dann fing das auch an mit dem Schreiben, dass ich kleinere Texte ... Also Kunstrezensionen oder Plattenrezensionen geschrieben hab.
00:29:57: Hast du von zu Hause Unterstützung gekriegt?
00:30:00: Nein, nein, nein!
00:30:01: Weil du warst ja noch so alt nicht, denn
00:30:03: alles
00:30:04: ist doch eigentlich
00:30:04: alt.
00:30:05: Nein, meine Eltern haben sich getrennt und mein Vater hat sowieso nichts von mir gehalten, meine Mutter hatte kein Geld.
00:30:14: Vielleicht hat sie mir mal irgendwie eine Sondergratifikation zu Weihnachten oder sowas gegeben.
00:30:19: Aber das ging, es war wirklich
00:30:21: ... Langenbriefchen mit einem Schein?
00:30:22: Ja, mit dem Scheintchen, ja genau.
00:30:25: Es war ... Das Stoßen ist kalte Wasser und wirklich desolat gewohnt.
00:30:35: Und noch einmal zurückzukommen auf ... Ich kenne diese drei Herren jetzt nicht so gut, also Schorsch und Rocco und den Daniel Richter.
00:30:46: Kennt ihr auch nicht besonders gut?
00:30:49: Aber ich
00:30:49: könnte mir vorstellen dass Schorsch Kameron von seinen Eltern auch kein Geld bekommen haben.
00:30:53: Die haben in besetzen Häusern gewohnt und haben Dinge gemacht in Schlavernzügen aufgetreten und Schlafernzüge haben sie sich auf dem Flohmarkt gekauft oder so
00:31:01: Keine Ahnung.
00:31:03: In dieser Szene geht ja manchmal die Mehr von ... Das macht man zu zehn Jahre und dann wird doch geerbt oder so, ich hab aber keine Ahnung, ob das in dem Fall so war.
00:31:13: Aber ich kenne auch viele ...
00:31:16: Ich könnte es mir vorstellen... Locker ausschreiten
00:31:18: konnten Künstlerinnen?
00:31:20: Also ich weiß das von den Berliner, also von den Leuten, die ich in Berlin kenne, also den Wolfgang Müller vom Tödliche Doris und Max Goldt, dass die auch kein Geld bekommen haben.
00:31:31: Die sind nach Berlin gegangen, die mussten nach Berlin gehen weil sie nicht zur Bundeswehr wollten oder was auch immer.
00:31:35: Oder Berlin irgendwas versprach Westberlin und haben dann auch Dinge gemacht.
00:31:40: Max Gold hat ganz lange Stadtführung gemacht, hat davon gelebt und hat dann so sukzessive Geld verdient... Ich
00:31:50: auch!
00:31:50: Das ist ein ehrbarer Beruf.
00:31:52: Stattführung?
00:31:52: Ja, ja.
00:31:53: Das macht Spaß
00:31:55: und man verdient Geld fast nützlich zusammen.
00:31:58: Und ich sehe das hier in Hamburg ist auch ein Bedarf da.
00:32:01: Der wurde jetzt aber künstlich aus so'n bisschen... In dem Moment war ich dann noch raus.
00:32:04: Wo mir das selber auf den Sack gegangen ist.
00:32:09: Max hat viel mit Schülern gemacht, westdeutschen Schülergruppen.
00:32:14: Ich
00:32:15: hab fürs jüdische Leben spezialisiert sich denn so.
00:32:20: Berlin war ja auch interessant für Gymnasiasten aus.
00:32:25: Aber es gab ja diese Städtereisen, irgendwann wenn man Abitur machte oder in so einem Gymnasium war dann wollt ihr nach Rom fahren?
00:32:32: Nach Athen fahren und nach Berlin fahren.
00:32:34: Genau wir sind auch nach Berlin.
00:32:37: Ja das wurde... aber kriegte man auch eine kleine Lecture.
00:32:40: irgendwo musste man hin da hat einem jemand was erzählt.
00:32:43: Aber
00:32:43: du bist nicht von Max Gold geführt?
00:32:45: Das
00:32:45: kann ich mich nicht daran erinnern.
00:32:47: Kann ja sein!
00:32:48: Ich glaube den hätte ich damals schon erkannt.
00:32:50: Ja, aber der war ja damals unbekannt.
00:32:52: Na ja das war ja so ... Weißt du wann hab ich?
00:32:55: Das muss ja dann so'n achtzig gewesen, äh, vierundachtzig.
00:32:58: Ja, da war er schon bekannt.
00:32:59: Da kannte ich ihn jedenfalls schon und so.
00:33:02: Deswegen verschiebt sich ein bisschen.
00:33:04: Aber ich finde es gut auch Sachen zu machen die jetzt einfach nur Brotjobs sind.
00:33:12: Es kann einem eigentlich helfen.
00:33:15: Ich will das auch nicht schlechtreden.
00:33:17: Nur... Das Problem ist, wenn man jetzt dann stecken geblieben wäre.
00:33:21: Und bei Max war das zum Beispiel so ... das weiß ich, weil ich mit ihm befreundet bin.
00:33:25: Der hat auch da immer gesagt, ich möchte auf gar keinen Fall dort stecken bleiben in dieser Dings und wenn ihm das Künstlerisch nicht weitergegangen wäre, dann würde er jetzt nach wie vor möglicherweise Stadtführung machen.
00:33:43: Wolfgang Müller Ja, der ist dann so in diese Goethe-Institutsschiene gegangen.
00:33:49: Er war in dem Künstlerkollektiv Tödliche Doris und die waren im Ausland recht wichtig.
00:33:58: In diesem Fahrwasser neubauern und neuen Berliner Musiker.
00:34:04: Die
00:34:04: Berliner
00:34:05: Krankheit!
00:34:06: Geniale Deletanten.
00:34:09: Genau aber du also in Wien.
00:34:13: Du hast sozusagen deinen festen Job als Witzezeichner.
00:34:20: Nun ist es aber so, dass du ja auch Literat bist.
00:34:24: Das Ganze wurde bewiesen vor ... dreizehn Jahren?
00:34:29: Vierzehn Jahre?
00:34:30: Nee, zwölf Jahren!
00:34:32: Zwei-tausend vierzehn.
00:34:33: Für
00:34:34: zwölfe Jahren.
00:34:35: Als du nämlich ...
00:34:36: Als Konchita Wurst in Sonken ist gewann.
00:34:38: Als
00:34:38: Conchita gewann, gewannst auch
00:34:40: du.
00:34:41: Und zwar den Bachmann-Weltbewerb.
00:34:43: Der uns jetzt wieder ins Haus steht, habe ich festgestellt.
00:34:46: Ich hab schon gesehen wer diesmal liest...
00:34:48: Kennst du jemanden?
00:34:48: Ja niemanden persönlich dieses Mal.
00:34:50: Normalerweise kennt man immer ein, zwei persönlich Und es wird gejamert, oh nein.
00:34:56: Warum hab ich mich darauf eingelassen?
00:34:58: Schlimm und so.
00:34:59: Sagen die Autorinnen ... Grüße
00:35:00: Angst!
00:35:01: Es ist da so heiß und wenn ich dann live im Fernsehen schwitze und die Tröpfchen auf das Blatt tröpfe ...
00:35:06: Sagen sie das?
00:35:07: Habe ich öfter schon gehört.
00:35:08: Ja, aber dann können wir alles vertragen.
00:35:11: Aber dann könnte man ja sagen, es gibt auch Leute gegeben, ist das Blut oft getropft genau.
00:35:16: Gut, aber das ist ja zu Recht mit dem Staub der Geschichte bedenkt.
00:35:21: Aber jetzt geht's ja wieder los und den hast du
00:35:25: gewonnen.
00:35:27: Im Jahr vorher sind wir uns noch begegnet, da war überhaupt nicht davon die Rede dass du antrittst.
00:35:33: sagt man das so?
00:35:35: Das musst du mal sagen.
00:35:35: ich weiß man muss sich irgendwie.
00:35:37: also.
00:35:38: meistens reicht ein Verlag oder so ein bei den Juroren.
00:35:42: Da werden dann Meldadressen veröffentlicht Und dann werden die Texte mit Texten beballert.
00:35:48: Wie hast Du das gemacht?
00:35:50: In der Regel ist es, also in den Bachmannpreis gibt's schon seit fünfzig Jahren Jubiläum.
00:35:58: Ingeburg-Bachmann hat auch ein Jubilänium, ich glaub kann das sein?
00:36:02: Hundert oder neunzehnt?
00:36:05: Hundert?
00:36:06: Kann doch hundert bestimmt.
00:36:08: Hundert
00:36:08: Jahre Bachmann!
00:36:10: Genau.
00:36:10: und in der Regel in diesen vielen Jahren, das kann man jetzt nicht alles poschialisieren wir den Songkontest auch nicht poschalisieren können.
00:36:17: früher was anders als heute.
00:36:19: In der Regel ist es immer so, dass man als Autorin oder Autor den bekannten Adressen der Jurorinnen und Juroren Texte schickt.
00:36:33: Das gibt eine Vorgabe, das sind so dreißig Minuten Lesezeit ungefähr.
00:36:39: Aber muss das ... Kann man das selber machen?
00:36:41: Als AutorInner?
00:36:42: Ah okay ich dachte da musst du irgendwie... Institutionen?
00:36:46: Nein, nein.
00:36:46: Überhaupt nicht!
00:36:47: Es gibt viele Jurorinnen und JurorInnen, die kriegen vierhundert Texte.
00:36:56: Die legen dann auf Stoß, also einer heißt Klaus oder hat das lange gemacht... Das musste dann entscheiden.
00:37:04: ist es jetzt wert weitergelesen zu werden nach zehn Sätzen.
00:37:08: Na
00:37:08: ja, so ein bisschen
00:37:09: Wahnsinn.
00:37:11: Papier, und das ist ein bisschen diskriminierend.
00:37:14: Wenn das Papier rosa ist und ein kleines Einhorn oben in der Ecke ist, dann geht der Jorro davon aus oder die Jorronne davon aus, dass das vielleicht nicht so geeignet wird?
00:37:24: Ich finde ich nicht in Ordnung!
00:37:25: Da
00:37:26: muss ich sagen wäre ich überrorenn.
00:37:28: Ich würde sofort nach dem Einhorn probieren.
00:37:31: Deswegen habe ich ja vorher gesagt es ist ein wenig diskriminiert.
00:37:33: Das ist nicht von mir aus sondern es ist partial diskriminerend.
00:37:37: Und dann liest man das und so weiter.
00:37:39: Aber in der Regel machen das Schicken auch Verlage, wir haben hier eine Autorin oder ein Autor und wir schicken das da mal hin.
00:37:46: Das muss unveröffentlicht sein.
00:37:48: Oder... Und das ist jetzt die Regel schon seit einiger Zeit, das weiß ich.
00:37:53: So ist es mir auch passiert dass eine Jurorin direkt jemand anspricht.
00:38:01: Liebe Frau Rebecca Spülker haben sie nicht Interesse beim Bachmannpreis anzutreten, haben Sie nicht einen Text?
00:38:09: Würden sie nicht etwas exklusiv dafür schreiben.
00:38:12: Das darf nicht veröffentlicht werden.
00:38:15: Auf unter keinen Umständen irgendwo...
00:38:16: Es darf auch nicht Teil eines größeren geplanten
00:38:19: Wärmes sein!
00:38:20: Doch doch, das kann schon.
00:38:22: Da könnte man
00:38:22: ja so ein Kapitel aus...
00:38:23: Karin Köhler hat zum Beispiel Das war eine andere Geschichte.
00:38:28: Harren hatte Windpocken?
00:38:29: Ja,
00:38:29: die habe ich dann spät... Sehr
00:38:32: traurig!
00:38:33: Ich war auch sehr trauriger.
00:38:35: Das waren die Einzigen mit denen ich befreundet war vorher und zehn Jahre später hab' ich dann die Windpokken bekommen.
00:38:41: Egal.
00:38:42: Dann muss ich kurz sagen, ich glaube sie hatte sie noch nicht mal hat sie mal erzählt sondern sie war auf einem Kindergeburtstag wo die Windpocken grassierten und das hat sie irgendwie erzählt Und dann durfte sie nicht...
00:38:54: Ja, und das ist wirklich gefährlich für Schwangere usw.
00:39:00: Und da hat mich eine Jurorin, namens Daniela Striegel gefragt, der Sie schon so viele Jahre immer beim Bachmannpreis als Zaungast sind und darüber schreiben.
00:39:11: Ich habe darüber geschrieben oder eine Zeichnung gemacht oder alles Mögliche gemacht und einen Quiz gemacht, ein Wetspimm organisiert.
00:39:18: Was ich fast mal gewonnen hab!
00:39:20: Aber es wurde vereitelt, weil Frank mir eine falsche ... Das ist ganz tiefe Wunde.
00:39:25: Oh Gott,
00:39:26: oh Gott!
00:39:27: Egal, das erzähle ich gleich im
00:39:28: Anschluss.
00:39:31: Und dann hat die Frau Striegel gesagt, wollen Sie nicht da auch mal antrennen?
00:39:35: Dann habe ich gesagt, ich kann das gar nicht.
00:39:37: Ich weiß noch nie literarisch geschrieben und dann hat sie gesagt doch versuchen Sie das
00:39:41: mal.".
00:39:42: Und dann hab ich irgendwas geschrieben.
00:39:45: Moment, moment.
00:39:46: Du hattest noch nie vorher... Man versucht einen literarischen Text, der einfach nicht journalistisch ist oder sondern einfach ... Ah okay.
00:39:57: Ich hab viele Reise-Reportagen geschrieben die auch eher essayistisch sind.
00:40:04: also wo das ... Also wie Bruce Shatman da macht ein Spaziergang durch Patagonien, dreitausend Kilometer und ringt mit einem Condor
00:40:14: Du giltst als Unzuverlässiger erzählen.
00:40:16: Das nennt sich Unzu-Verlässiges Erzählen und das hat man aber dem Brust-Jetwin nicht vorgeworfen, das ist Teil einer Beschreibung und das sind ja die interessanteren Sachen wenn man nichts sagt.
00:40:28: okay da gibt es Bier um so und zu viel billiger als dort dass man auch mal mit einem Kondo ringt.
00:40:36: Warum nicht kann auch passieren?
00:40:38: Ja Und diese Tradition, das ist ja nicht von mir erfunden.
00:40:46: Das ist unzuverlässig erzählen und es begann bei mir aber eher über Reisegeschichten also dass ich nach wo auch immerhin nach Japan oder nach Eritrea gefahren bin und mir dann irgendwie was zusammengereibt im Delirium aber schon nicht nur gelogen habe sondern das muss auch einen Anteil geben der auch dann nachvollziehbar ist.
00:41:11: Und das hat wohl die Frau Striegel erkannt, oh da ist Potenzial und der ist immer da.
00:41:16: Das war aber nicht aus Samaritatum sondern es hat sie gesagt ja ich erkenne da irgendwas hab dann etwas geschrieben dann habe ich das hingeschickt hab dann nichts mehr gehört und im Jänner im Januar war ich auf den Erzoren und dann bekomme ich eine SMS auf mein kleines
00:41:33: Auf deinem Handy.
00:41:34: Ich darf sagen, dass Text nicht im Besitz eines Smartphones ist?
00:41:38: Nein, das ist ein olden Nokia-Phones.
00:41:40: und dann schickt mir die Frau Striegel eine Herr Robinowicz.
00:41:45: Wir fahren dieses Jahr nach Klagenfurt und dann habe ich zurückgeschrieben ja aber ich fahre doch jedes jahr nach Klangenfurt weil ich habe da Verpflichtungen des Quizs und des Wetspämmens usw.
00:41:57: Und dann sagt sie Nein, wir fahren gemeinsam.
00:42:00: Und dann hab ich gesagt, fangen wir jetzt gemeinsam und teilen uns einen Ticket usw.
00:42:05: Das ist zusammen
00:42:05: in einem Vakuum?
00:42:06: Ja ja genau.
00:42:07: Dann hat sie gesagt nein, Sie lesen dort!
00:42:11: Und dann habe ich gesagt ach Gott...
00:42:13: Hast du jetzt mal ganz ehrlich, hast Du Muffensausen gekriegt oder...?
00:42:18: Aber
00:42:18: sowas von Null, aber sowas vom Null.
00:42:22: Ich hab dann eine Legitimation begonnen gehabt, auf den Azoren mir einen Portwein zu genehmigen und zwar ein weißen PortweIN.
00:42:33: Einfach um die Stunden
00:42:36: dieses
00:42:36: kleinen Glücks zu feiern?
00:42:39: Aber Rebecca ist sowas von null Mofensausen weil ich kannte ja Auftritte von Band- und von Theater oder Film auch also so.
00:42:52: Ich habe überhaupt keinen Lampenfieber nie Moment, möglicherweise hatte ich früher schon Lampenfieber.
00:42:59: Ich habe in einer sehr erfolgreichen Theater-Geschichte mitgemacht wo Max Gold auch mitgespielt haben und verschiedene Leute, Amina Handke auch.
00:43:07: Das war so erfolgreich!
00:43:11: Da habe ich am Anfang schon Muffenshausen gehört, weil mein Text schon sehr groß war und ich kann mir überhaupt keine Texte merken.
00:43:17: Wenn ich mit meiner Band auftrete wird das alles nur improvisiert so wie Ellen Weger der Schreiter irgendwas herum.
00:43:24: Ich kann nicht, wie manche andere Musiker mir Text auswendig lernen.
00:43:32: Ich will das auch gar nicht!
00:43:33: Ich finde es ja viel spannender... Was ich zum Beispiel überhaupt nicht verstehe Bands oder Genres, die jenseits von allen Konventionen stehen.
00:43:46: Also wie Metal oder GGL'n oder auch Sexpistels – das reimt sich alles!
00:43:54: Und ich denke mir mal wenn du jetzt gegen eine Gesellschaft bist und gegen alles bist, warum hast Du denn einen Endreim?
00:44:00: Mach doch irgendwas!
00:44:01: Ich habe einen schottischen Freund namens Momos und den hab ich das da auch einmal gefragt und er hat gesagt ja Reime sind einfach sexy Aber wieso braucht GGL'n, der sich dann auf der Bühne ermordet hat zu sagen oder vergiftet hat?
00:44:15: Wieso braucht er Endreime?
00:44:18: Jeder kann das ja selber entscheiden.
00:44:20: Ich finde gut manchmal reimt es sich auch dann wenn man es erwartet eben ausgerechnet nicht.
00:44:26: Das finde ich aber
00:44:28: muss
00:44:29: man auch gut einsetzen.
00:44:31: Unser gemeinsame Bekannter Max Müller hat am Anfang mit seiner Band Mutter auch nicht gereimt.
00:44:37: alles sehr, sehr roh und geschrien und rausgehustet usw.
00:44:42: Und später hat er dann gereimt ... Die Reime sind nicht so... Also die sind wirklich mit der Brechstange.
00:44:49: Ja aber das hat auch wieder bei ihm funktioniert es halt?
00:44:51: Ja
00:44:52: ist funktioniert!
00:44:53: Das war ja keine Kritik.
00:44:54: also ich bin ein Freund von Max Müller und sei an Kunst.
00:44:58: Also okay jetzt noch mal zurück zum nicht gereimten Checks den du beim Bachmann dann vordrückst.
00:45:05: Wie muss man sich das vorstellen?
00:45:07: Also dieser Wettbewerb, für diejenigen, die es nicht wissen findet jedes Jahr statt.
00:45:12: Drei Tage lang.
00:45:13: Es wird live übertragen von drei Seiten was ich nach wie vor sensationell finde und zwar eigentlich immer jeweils den ganzen Vormittag.
00:45:21: also gibt's eine Mittagspause danach gehts nochmal weiter Und die Lesenden lesen sozusagen live nicht nur vom Publikum vor Ort sondern eben auch fürs Fernsehen.
00:45:32: Und wer sich dafür interessiert für so eine Wettbewerbssituation, wird auch kritisiert.
00:45:37: Ich finde es irgendwie ganz ruhig.
00:45:39: Der guckt sich natürlich an und das weiß man ja auch, dass ganz viele Leute sich das angucken.
00:45:45: Und ich glaube, viele denken immer noch, das kann ein Startschuss sein für eine gute Karriere oder zumindest ein gut wahrgenommenes Buch.
00:45:56: Deswegen frage ich auch, wenn du das sehr doll willst.
00:45:59: Wenn du denkst, dir nützt das wahrscheinlich ziemlich?
00:46:02: Wenn du da einen von den Doppierpreisen gewinnst... Jetzt gibt es mehr sogar!
00:46:09: Dann ist man doch ...wenn man das wirklich sehr doll will oder sich das sehr doll hofft dann ist doch eine Aufregung da.
00:46:18: Aber das hast du vielleicht gar nicht.
00:46:19: Du hattest ja etwas anderes schon.
00:46:21: Rebecca mein Startvollteil war ja dass andere Dinge in Klagen gemacht habe, also das Quiz und das Wetspämmen was auch immer.
00:46:32: Und in meinem Leben auch andere Dinge gemacht haben.
00:46:34: Das war nicht die oberste Priorität Literatur zu machen.
00:46:38: Ich hab dann irgendwo mal im Interview gesagt du kannst keine Literatur schreiben wenn du Literatur schreiben willst.
00:46:46: Und das wurde dann, da wurden auch so Liegestühle bedruckt damit.
00:46:49: Ich finde den Satz der ist okay aber es ist jetzt nicht wert, dass ein Leben ist.
00:46:53: Ja du stimmt ja natürlich!
00:47:03: Es ist ein Nachteil wenn du so fokussiert bist auf ich will jetzt Künstler sein und muss jetzt Neue Picasso sein oder ich muss jetzt der neue Paul Oster sein.
00:47:14: Das geht nicht, das funktioniert nicht.
00:47:16: Also man muss entspannt sein und bei mir war es entspannt und ich habe den Eindruck dass bei Peter Licht der ebenfalls dort angetreten ist das ähnlich war weil er seine Musik hatte und der war schon berühmt mit seiner Musik.
00:47:29: Der hatte nur leider das ganz super fürchterlich inszeniert.
00:47:33: Superblöd,
00:47:34: man sollte ihn
00:47:34: nicht sehen oder das fand ich auch so ein bisschen doof.
00:47:37: und bei Reinhard Gertz den wir vorhin auch schon hatten der sich dann die Stirn aufgeschlitzt hat.
00:47:41: Das war aber eine Art von Furor der aus ihm raus musste der natürlich viele viele Leute abgeschreckt hat.
00:47:49: was wie peinlich ist diese dieser Aktionismus.
00:47:51: Aber er hat kein Preis bekommen.
00:47:54: aber ist dann da noch ein riesen Star geworden?
00:47:57: Aus anderen Gründen Und ich glaube dass Reinhald Gerdts dass auch nicht angelegt hat, ich werde jetzt durch Klagen fort oder Bachmann würde mir so viel meiner Ego oder meine Karriere bringen.
00:48:09: Weil der war Arzt vorher und das ist ein Energieatomkraftwerk gewesen Und es gibt viele Beispiele dort die verschwunden sind.
00:48:26: Katrin Pasek zum Beispiel hatte einen Text gelesen hat den Hauptpreis bekommen und danach ist sie verschwunden.
00:48:35: Wobei ich es bei der Katrin so verstanden hatte damals, dass dieser Text eben auf Bachmann, also diese Bachman-Elemente... Ja genau!
00:48:44: Zweifel haben sich bei mir nämlich auch eingestellt weil der Text doch zu gut... Also das hätte man auch gemerkt.
00:48:52: wenn das eine Verarschung ist Ich führe jetzt mal die Machmannpreis vor, weil ich euch zeige wie das funktioniert.
00:48:58: So kann es auch nicht gewesen sein, aber es wird immer noch kolportiert.
00:49:02: Das ist das Traurige, dass die öffentliche Wahrnehmung so langweilig diese Folklore nachkaut.
00:49:15: Wenn Katrin unter diesem Kalköl geschrieben hat wie schreibt man einen Bachmannpreis?
00:49:23: Oder wenn sie in der Gruppe, das gab ja eine Gruppe die Zier- oder Riesenmaschine, wo ich dann auch teil war.
00:49:29: Wenn wir das gemeinsam geschrieben hätten, dann hieß es im Umkehrschluss, dass sieben Jurorinnen und Juroren so doof sind, dass sich nicht zu kapieren.
00:49:37: Und wenn einer ... Das wäre durchgegangen.
00:49:40: aber Sieben sind unkorumpirbar!
00:49:43: Das ist eine Institution, die kannst du nicht bescheißen.
00:49:48: Aber Katrin, ich kenne sie auch gut?
00:49:51: Die hat einfach keine Lust gehabt, also das zu erfüllen.
00:49:55: Eine Literate zu werden und abzuliefern einen Roman zu liefern wie Max Gold zum Beispiel.
00:50:01: Max Gold hat zwar nicht gelesen dort aber ich habe ihn auch mal früher gemacht.
00:50:04: Magst du da lesen?
00:50:05: Ja ja genau!
00:50:07: Und dann würde ich mich bedanken.
00:50:09: Schönen Dank für den Ingrid Bergmann Preis als Witzchen.
00:50:13: Aber Max Gold z.B.. Die Verlage wollen immer, dass sie einen Roman schreiben.
00:50:17: Und er sagt, wieso soll ich ein Roman schreiben?
00:50:19: Also ... Ich schreibe meine Sachen ab der Schreibkrise.
00:50:23: Ja, die
00:50:24: kurze Strecke ist sein Ding und ...
00:50:26: Es ist sowieso immer die Frage, wie viel Romane es soll noch geben.
00:50:29: Aber bei dir war's ja so das ... Das ist ein ziemlich Überraschungseffekt.
00:50:34: Also kam sozusagen überraschend.
00:50:37: Ja aber
00:50:37: bei Katrin war's auch nicht überraschen.
00:50:39: Genau!
00:50:41: Hast du das auch, also warst du auch selber überrascht?
00:50:45: Oder merkt man schon so nachdem man gelesen hat?
00:50:50: jetzt tut sich da... Da ist eine Stimmung in Klagen
00:50:54: zu melken.
00:50:54: Nein, nein, absolut nicht!
00:50:56: Also ich gehe ja in solche Sachen immer rein diese Fünfzig-Fünftig-Sachen.
00:51:02: Wenn ich gewinne freue mich nur halb so viel und wenn ich verliere bin ... bin ich nur halblich viel traurig.
00:51:10: Das ist auch mein Lebensmotto, einfach mal für was wenn es nicht klappt...
00:51:16: Wir probieren's mal und wenn das nicht klappt dann sind wir nicht super traurige und versuchen uns mit etwas anderem nochmal.
00:51:22: Und das ist eigentlich eine... Also ich kenne Leute.
00:51:28: Ich kenne einen Autor der... Man kann ja manchmal mehrfach antreten.
00:51:34: Der hat einmal einen kleinen Preis bekommen von diesen inzwischen sechs Preisen.
00:51:38: Und einmal hatte es von Marcel Rechonitzki so dermaßen zerrissen und zu flückt worden, gemordet worden, dass er gesagt hat okay das war's jetzt mit mir mit Literatur ich werde jetzt nie wieder machen, nie wieder irgendwas schreiben und ist dann nach Japan ausgewandert und ist jetzt Professor dafür irgendwas.
00:51:56: Das kann also so viel Hoffnung hineinzusetzen.
00:52:00: war bei diesem Walter Vogelhöster Schlecht, dass er schon mal den Preis bekommen hat und dachte das geht jetzt so weiter.
00:52:08: Lena Meyer Landruth und Stefan Raab haben einmal den Bachmann-Preis... Den singe Bachmannpreis?
00:52:16: ESC gewonnen!
00:52:17: Und dann hat der ehrgeizige Stephan Raab mit seinen zweiundfünfzigzehnen gedacht okay arbeitet mir noch einen neuen Zahn dazu und gehen nochmal ran.
00:52:29: Klappte das nicht.
00:52:30: Und das hat eigentlich der Lena geschadet, also so ...
00:52:33: Es ging ja um Titelverteidigung da an.
00:52:35: Nein es ging eben um das Ege von Stefan Krab.
00:52:37: Ja,
00:52:37: der geht's ja immer drum.
00:52:38: Ja sowieso und sie war der nützliche Idiot.
00:52:41: oder die Puppet on the String.
00:52:43: Genau okay um es kurz zu machen du hast gewonnen.
00:52:49: großer Jubel irre und so.
00:52:53: Allerdings wurde gesagt, sensationell schlecht gelesen.
00:52:58: Wie hast du das damals empfunden?
00:53:00: Das ist mir sowas von egal!
00:53:03: Ein
00:53:03: Wumpe oder?
00:53:05: Manche streng sich ja wahnsinnig an.
00:53:08: Ich vermute auch mit Coach.
00:53:10: Das ist meine Theorie... Wie so ein Schauspielcoaching gönnen, um hier wirklich
00:53:17: ... Ein Beispiel.
00:53:19: Der wunderbare Joachim Meyerhoff hat einen Jahr vor mir gelesen.
00:53:24: Wunderbarer gelesen... Also es ist ein super, super, Super-Schauspieler, ein ganz toller Schauspiller und ein charmanter guter, wirklich toller Mensch im Gegensatz zu vielen anderen Schauspielern.
00:53:38: Aber ein guter Schwimmer, wie ich beobachten konnte!
00:53:41: Ach so?
00:53:41: Wirklich?
00:53:42: Ja ja, am Badie sieht man das schon.
00:53:44: Ich raubte da so rum aber er freien.
00:53:47: In
00:53:47: Klangwort?!
00:53:48: Ja weil ich ihn fördernd um mich erzählter geliesen
00:53:50: habe.
00:53:52: Der hat aber kein Preis bekommen und da wurde dann sein Vortragsstil so gelobt.
00:53:59: Natürlich ist er Schauspieler und kann gut atmen.
00:54:01: Er ist präsent und charmant
00:54:04: usw.,
00:54:06: aber hat keinen Preis bekommen Und da wurde immer gelobt, fantastisch gelesen.
00:54:11: Großartig!
00:54:12: Wir waren alle hypnotisiert und man hat richtig gemerkt, dass die Leute hypnotisiert wurden.
00:54:15: Bei mir war das hingegen so.
00:54:16: ich kann nicht lesen... Ich mag auch gar nicht lesend.
00:54:19: Ich möchte lieber reden.
00:54:20: Wenn ich eingeladen werde in der Lesung lege ich das Buch weg und frage dann die Leute wollen sie, dass ich lese oder wollen sie erzähle?
00:54:31: Und die meisten wollen sich erzählen.
00:54:34: Und weil das viel mittelbarer ist, also ich schau die Leute den Leuten in den... Kannst
00:54:38: du auch selber lesen?
00:54:39: In der Regel können sie... Aber
00:54:41: wenn man auch so ist.
00:54:42: Du hast ja die Zettel mit dem Ausdruck
00:54:43: eigentlich
00:54:44: immer vor der... Ja, das
00:54:44: kommt doch dazu!
00:54:47: Das ist eigentlich eine sehr, sehr höllsterne altmodische Art jemandem dabei zuzusehen wie er liest oder sich verliest oder gut liest und vielleicht
00:54:56: auch heult so wie Telegram einst.
00:54:59: Der kann sich ändern an diese ... Er
00:55:01: hat geweint,
00:55:01: echt?
00:55:01: Er hat geweint.
00:55:02: Das war in dieser Doku da hab ich gedacht so jetzt, der hat nämlich Uwe Telcom auch mal gewonnen und bei einer Lesung hatte er einen Text über seinen Sohn gelesen und dann hat er geweint.
00:55:13: Und es war so von sich selber verzückt über die Schönheit.
00:55:17: Naja
00:55:17: das war aber wahrscheinlich ein trainiertes Sentiment.
00:55:23: Du musst jetzt auch nicht stehen.
00:55:24: also das wird er wahrscheinlich auch getrainiert haben.
00:55:25: Bei dem lassen wir jetzt mal lieber.
00:55:28: Aber es gibt auch Leute, die dann aktionistische Sachen machen.
00:55:32: Dass sie ihren Text aufessen.
00:55:34: Also gab einen den der ... Aber egal!
00:55:38: Und mir war das jetzt... Als der Jury-Vorsitzende Bucket Spinnen sagte ja schöner Text aber geschäustlich gelesen Das berührt mich sowas von gar nicht.
00:55:47: also ich finde das ja so fast schon adelnd.
00:55:50: So adelnt wie Als ich das natürlich nicht mitbekommen hab oder nicht als Adelnd empfand, als ich sechzehn war und von der Schule flog mit sieben Fünfen.
00:56:01: Inzwischen finde ich das adelnd.
00:56:03: also ich kann jetzt wirklich sagen hey besser also schlechter geht es nicht aber Ich drehe das jetzt so einfach um.
00:56:09: ihr gesellschaft findet das.
00:56:11: deswegen bin ich kein Beamter oder was auch immer.
00:56:14: Und wenn der bockert spinnen sagt also so preußisch guter text aber scheißlich gelesen Das interessiert mich überhaupt nicht.
00:56:27: Und das hat er ja aber gesagt, nach dem Samstag in meiner Lesung ... Das war ja nicht bei der Preisfindung.
00:56:39: Auch bei der Preisfindung wäre es mir egal gewesen.
00:56:41: Ich bin da reingegangen, nicht um zu gewinnen und auch nichts umzuverlieren, sondern es war eigentlich Wumpe wie du sagst.
00:56:49: Es wäre ...
00:56:51: Aber es freut du dich doch sehr?
00:56:54: Naja, ich hab mich schon irgendwie gefreut.
00:56:56: Aber alles ... Tranquello!
00:57:00: Dann bekam ich einen Blumstrauß und ich habe jetzt mit ... Was macht man in Klagen von einem Blumenstrauß?
00:57:08: Und dann stand ich da so und haben viele Fotografen gesagt, machen Sie doch mal irgendwas.
00:57:14: Ich kann ja auch nicht lachen.
00:57:15: Also ich lache auf Fotos nie.
00:57:17: Hab dann so blöd in die Kamera geblückt.
00:57:19: Machen sie irgendwas Blumstraße wie die Freiheitsstauter so in Höhe geregt und dann klick, klick.
00:57:24: Also das war so dieses Element.
00:57:26: Und bei der Rückfahrt mit dem Zug in der Nacht ich hatte einen vier Stunden Interviews.
00:57:32: also die fieseste Frage war eine von der hats der Hannoverste allgemeinen Zeitung.
00:57:39: Der glaubte weil ich in Hannover geboren bin der glaubte mit mir zu kumpeln.
00:57:44: Na, was machen wir jetzt mit den Fünfundzwanzig-Ocken?
00:57:46: Weißt du es war erst so was du erzählt hast und du warst richtig empört.
00:57:50: Und ich find's echt empörend.
00:57:51: Wieso... Unverschämtheit!
00:57:53: Und zwar wir!
00:57:54: Was machen wir hier jetzt mit dem Fünfundzwanzige-Ock?
00:57:56: Unverschemtheit.
00:57:58: So was du kannst.
00:57:59: Ja aber ich finde das sagt ganz viel aus über Den bürgerlichen Blick auf künstlerische
00:58:06: Berufe.
00:58:07: Genau,
00:58:08: dass es um Geld geht und dieses Geld wäre dann ... Also die Annahme muss da ja sein, die Ocken kommen noch mal obendrauf zu dem was du ja ohnehin irgendwie ... also nicht zusehen das das etwas ist womit man überhaupt erst weiterarbeiten kann in seiner Miete bezahlen kann im Zweifelsohn?
00:58:24: Ja aber ich habe es ja nicht gemacht um meine Miete zu bezahlen sondern es ist mir passiert Nicht nichts, aber diese Frechheit zu fragen.
00:58:36: Nur weil er glaubt wir sind wie jetzt bei Hanno Verano und die Ocken.
00:58:42: Und was machen wir mit den fünfundzwanzig Ocken?
00:58:45: Wie hast du reagiert?
00:58:47: Ich habe das leider unsouverän reagiert... gesagt, meine Brille ist ja so schlecht.
00:58:53: Ich kaufe mir jetzt eine neue Brille und das fand der Vater wahnsinnig komisch aber es war überhaupt nicht gut.
00:58:59: Es war verzweifelt.
00:59:01: also ich war da nicht souverän genug in irgendeinen Replik eine witzige Sache zu machen.
00:59:08: Aber das ist auch vollkommen egal!
00:59:10: Also der Mann von der Hatz mit den
00:59:20: Ziemlicher Irrsinn.
00:59:22: Okay, man muss dazu sagen ihr seid da immer schon... also ich sage jetzt ihr weil du gehörtest einer größeren Gruppe an die sehr früh im Netz schon aktiv war wir höflichen Paparazzi eine Gruppe die ich nicht kannte Kein Laptop, kein Computer hatte.
00:59:42: Ich wär aber bis heute öfter mal gefragt ob ich da auch mit dabei war weil...
00:59:47: Aber deine Freundin Isabel ist dabei?
00:59:49: Meine Freundin Isabell war dabei du warst dabei Holm war glaube ich auch dabei und Friebe.
00:59:55: also so einige Leute genau Wolfgang Herndorf Katrin Passig
01:00:02: Felix Gubin
01:00:03: ihr stimmt und Lottmann Echt aber auch dabei?
01:00:06: Ja, ja.
01:00:06: Wichtige Leute!
01:00:07: Max Gold oder...
01:00:08: Und da habt ihr euch sozusagen ja auch gebettelt.
01:00:11: Du hast mal gesagt das war eine stalinistische Schreibschule für einige ich weiß nicht ob für alle.
01:00:17: Erzähl mal was ihr da eigentlich gemacht habt.
01:00:20: Ich hatte Mitte der achtziger Jahre ein Fensin herausgegeben in Wien wie es überall Fensins gab in Nürnberg mein kosmischer Penis in Berlin, ich und meinen Staubsauger.
01:00:37: Das sind ... wo man nicht banale Zeitungsnormen erfüllt sondern alles machen konnte.
01:00:49: Und ich und mein Staubsauger in Berlin für die auch Max Gold geschrieben hat natürlich ohne Geld das hat eine Auflage von tausend gehabt.
01:00:57: aber das war wahnsinnig komisch.
01:00:58: diese Zeitung also das sind so Gossip und vollkommen an dem Thema vorbei.
01:01:03: Berichterstattung Depeche Mode Konzerten und so weiter.
01:01:08: Da ging es eher darum, wo man Bier besorgt und wie man die Bierdosen reinverschmuggelt ins Konzert.
01:01:13: Und das ist unglaublich lustig gewesen!
01:01:18: vom Thema abzuweichen und das hat mir sehr, sehr getaugt.
01:01:20: Also die Erwartung wird nicht erfüllt?
01:01:23: Genau!
01:01:23: Man interessiert sich vielleicht für Depeche Mode und liest es dann wie die Leute in erster Linie versuchen Bier ins Konzert reinzuschmuggeln, fand ich wahnsinnig komisch.
01:01:33: Und dann habe ich sowas Ähnliches in Wien gegründet.
01:01:36: Das ist eine Zeitung, glaube ich, amerikanische Krankenhauszeitungen und für die auch Max Gold geschrieben hat.
01:01:46: Fritz Ostermeyer sagte dir was, Radio Marademann und verschiedene Leute.
01:01:53: Auch so eine ... Das hatte nur fünfhundert Auflage, selbst gehäftet, kopiert usw.
01:02:00: Da hat mir gut gefallen, Leute zusammenzubringen in irgendein Gestos oder einen Spirit zu erzeugen.
01:02:10: Das ist dieser Wunsch eben... irgendein etwas zu studieren, mit Leuten zusammen zu sein und etwas gemeinsam zu entwickeln.
01:02:17: Da muss gar nicht ich die Hauptperson sein sondern der Schwarm ist.
01:02:22: das ist das Geile!
01:02:23: Und dann habe ich für den Schweizer Verlag, Hafners Verlag so Anthologien herausgegeben zu einem bestimmten Thema, d.h.
01:02:34: der Rabe und ich hab zwei Raben herausgekommen.
01:02:38: das erste Mal... Das war immer ein Thema der Rube und Punk-und Bertha Rabe.
01:02:45: Und es ist immer so ein Thema, dann haben wir irgendwie Punk und Bertha zusammengefügt.
01:02:50: Ups!
01:02:51: Da hat dann auch Felix geschrieben und Max geschrieben oder Emma Nominen, also Freunde.
01:02:58: Das hat mich extrem erfüllt mit Glück Leute mit gleichem Spirit sich gegenseitig gepruchtend etwas Tolles abzulehfern.
01:03:11: Was war hier die Frage nochmal?
01:03:12: Ja, wie kam es zu den höflichen Paparazzi?
01:03:15: Genau.
01:03:17: Und dann hat mir jemand mal angeboten in Frühzeiten des Internets also vor sechsundzwanzig Jahren bekam ich ein Laptop, hab' ich gekauft und eine Domain oder eine E-Mail Adresse.
01:03:36: Und mit dieser E-Mail-Dresse kann man ja auch Dinge machen.
01:03:38: Da kann man
01:03:39: z.B.,
01:03:40: Sachen bestellen oder was auch immer, eine Homepage gründen und dann hat der Mensch, der mir das gegeben hat, gesagt, du kannst doch was gründen?
01:03:50: Du kannst zum Beispiel ... D-Wasser.de.
01:03:55: Das war natürlich besetzt!
01:03:57: Diese Leute, die da Wasser.de gegründet haben, die haben unglaublich viel Geld verdient.
01:04:01: Ja, damit sie hats auf solche ...
01:04:03: Oder die Sterne.de Die Bernd, die Sterne mussten das dann zum Teil abkaufen.
01:04:10: Weil das irgendjemand ganz schnell schon gesichert hat diese Domains.
01:04:14: und ich habe gesagt okay ich möchte jetzt eine Forum gründen namens höfliche Paparazzi denn uns begegnet es dauernd dass wir auf der Straße Lars Eidinger sehen den wir nicht kennen und er hatten komischen Hut auf dem Kopf.
01:04:33: oder Jürgens Wo steckt man das hin?
01:04:38: Erzählt man dann dem... Boah, sie muss jetzt mich etwas wegrücken.
01:04:43: Ich werde hier geröstet.
01:04:45: Ich kann es gleich mal...
01:04:46: Nein, nein!
01:04:46: Es geht so.
01:04:47: Schau, schau.
01:04:48: So geht's genau.
01:04:49: Geh in den Schatten, mit mir Lars Eidinger.
01:04:56: Und dann muss man das irgendwie wegstecken.
01:04:57: also wie ging es mir an dem Tag wo ich fast gepruzzelt wurde und auf der Straße Lars Eidinger ein komischerweise einen Zylinder trock?
01:05:05: und diese Geschichten habe ich dann gesammelt von verschiedenen Leuten.
01:05:08: da war ich nicht die Hauptperson sondern der Spam war die Hauptpersonen und da entstand so ein riesiges Netzwerk von dreißig tausend Menschen die dann verschiedene Sachen reingehen geschrieben haben.
01:05:19: Und das war zum Teil sehr erfolgreich, das wurde den schrecklichen Harald Schmidt, der hat es dann auch erwähnt und dann kamen noch mehr Leute.
01:05:27: selbst bei Thomas Gottschalk waren Leute die das zerstören wollten, die haben diese Domainname irgendwo hingeschrieben um uns zu fluten mit Idioten.
01:05:36: Hat nicht geklappt.
01:05:38: Egal aber dieser Gedanke einen sozialen Tisch zu erschaffen, wo viele Leute ihre Geschichten erzählen.
01:05:48: Eigentlich ein Stammtisch ... Also, ein demokratischer StammTisch, wo kein Führer ... Ich war kein Administrator, ich war einfach nur da und ich hab mich gefreut an der Gruppe, einem Schwarm.
01:06:02: Und das Schwarm hat extrem gut funktioniert.
01:06:05: In dem Schwarm waren eben auch Wolfgang Herndorf und wir haben vorher schon Bachmann geschaut und kommentiert sodass selbst ihres Rades dann irgendwie davon gehört hat, können sie die mir das mal ausdrucken?
01:06:16: Ich möchte es.
01:06:17: Und dann waren das...
01:06:18: Können Sie mir also Lust...?
01:06:20: Ja,
01:06:20: und da herrschte ich mir das in Kleidung.
01:06:22: Mit meiner Mutter.
01:06:23: Ja
01:06:24: genau!
01:06:31: Das war zum Teil auch despektierliche.
01:06:34: Wir haben ja nicht literarisch fokussiert das Besprochen sondern Alles drum rum, also was hat der da an?
01:06:41: oder wie schwitzt er?
01:06:42: Oder wie sieht die aus.
01:06:43: Oder bla bla bla oder wie wird das besprochen?
01:06:45: oder wie verhält sich der und der Autor?
01:06:48: Und das habe ich dir dann tatsächlich mal.
01:06:51: oder der Sascha Lobo hat es denn einmal gemacht, weil ich nicht mal einen Drucker hatte und den hat ausgedruckt.
01:06:55: Das stimmt, Sascha-Lobo war ja auch
01:06:56: dabei genau und der wollte unbedingt dabei sein, der war noch nicht ganz sichtbar und egal.
01:07:05: Lobo war dann auch eben in Klagen gefunden, er hat ihr mal diese Konflikt gegeben von zweihundert Seiten ausgetobtes Internet und dadurch entstand das Interesse an Bachmann.
01:07:19: Und dann habe ich irgendwann mal gesagt zu Wolfgang Herndorf dessen schreibe ich der nur geschrieben hat im Internet also in so einem Forum Der
01:07:28: ja auch als Künstler an, also als bildender Künstlern gefraut.
01:07:31: Also Illustrator
01:07:33: genau am Anfang der hat in Nürnberg Kunst studiert und dann aber ... Ja Und hat dann aber eben in diesem Forum Schreiben trainiert.
01:07:43: Es ist keine Schule weil es ja auch keine Lehrer gibt.
01:07:46: Aber wir haben...der Schwarm war sozusagen Schüler als auch Lehrer gleichzeitig Und da gab's eben auch härtere Beurteiler des Textes oder der Texte, die da abgeliefert wurden.
01:08:02: Oder Schlachter, also diese Leute auch rausgeäkelt haben und wirklich brutal waren... Nein, nein!
01:08:12: Ja aber das war ... Wenn du dich da reinbegeben hast in diesen Pool dann hat man das schon gewusst.
01:08:19: Also wenn du jetzt einen Scheißtext reinschreibst dass du auch geköpft wirst Und wenn du guten Text reinschreibts und es war ja auch viele viele Amateure haben gute Texte reingegeben und die wurden dann sehr gelobt, auch insbesondere von so Alphatieren wie Katrin Pasek oder von Wolfgang Herndorf.
01:08:36: Und da entstand eben diese ... mein Wunsch, weil wir den Bachmann immer schon beobachtet haben, Wolfgang schickst du doch mal einen Text dorthin.
01:08:45: Achso?
01:08:45: Genau!
01:08:46: Dann hat er gesagt ja ich werde das hinschicken aber ich kannte ein Juro namens Klaus, Klaus Nüchtern sagt dem Klaus Nüchter nicht, wenn jetzt etwas von mir kommt.
01:08:57: Von mir Wolfgang Herndorf, dass du das gepusht hast.
01:09:03: Also ich möchte nicht, dass ich hier bevorzugt
01:09:06: werde.".
01:09:07: Und dann hat Klaus den tatsächlich genommen, den Wolfgang Herrendorff.
01:09:10: und Wolfgang Erndorff hat es im Jahr four gelesen mit Richard David Brecht und Juli C., Uwe Tellkamp.
01:09:20: Das ist so schlimm!
01:09:23: Was für ein Jahrgang... Und
01:09:24: Arno Geiger, der war auch
01:09:25: gut?
01:09:25: Sperre ich im Abgang.
01:09:26: der ganze Jahrgang,
01:09:28: gekippt
01:09:29: mittlerweile gekippte und nur noch eine Essigplere.
01:09:32: Na,
01:09:32: Arno-Geiger?
01:09:33: Ja,
01:09:33: das stimmt.
01:09:36: Und Wolfgang hat dann den Publikumspreis bekommen.
01:09:40: aber dazu muss man sagen dass das manipuliert war weil Damals gab es die Möglichkeit, in Internetcafés in Klagenfuhr zu gehen und wir unsere Gruppe, wir waren zu fünfzehnt oder so haben dann alle geklickt.
01:09:52: Und jetzt gibt's das aber nicht mehr.
01:09:53: Aber
01:09:54: nicht dass es jetzt Post-Hum noch sozusagen abeckt?
01:09:58: Wolfgang ist tot!
01:10:01: Er ist ein sehr erfolgreicher.
01:10:02: und wo Uwe Tellkamp ist, weiß man vielleicht...
01:10:06: In Afriot Ameriko.
01:10:07: Man weiß es nicht, Das weißen Hirsch hockt er noch vor sich hin.
01:10:13: Egal, aber das ist ... fand ich eine ziemlich irre Geschichte, dass ihr euch da sozusagen auch in Teilen diesen Preis oder besser gesagt das Rahmenprogramm sozusagen eingekreist habt.
01:10:27: Ihr habt euch da ungefragt.
01:10:29: Eingenistet?
01:10:29: Ihr habt
01:10:30: Euch ungefragt eingenistelt!
01:10:31: Ihr habt da irgendwie so das Rahmen-Programm gemacht und legendär das Bachmann Wettschwimmen wo Leute, die daran beteiligt sind.
01:10:43: Mit Aufblassbandieren oftmals
01:10:44: ausgerichtet?
01:10:45: Ja ja es gab zwei Gruppen.
01:10:46: Es gab die Forellengruppe und die Steingruppe.
01:10:49: Jetzt rate mal welcher Gruppe ich angehört hätte.
01:10:52: Natürlich nicht!
01:10:55: Aber diese Steingupe wurde von Katrin Pasek erfunden weil sie schwimmt.
01:11:01: Die schwimmt hochkant.
01:11:02: Man schwimmt ja irgendwie horizontal und sie schwimmt einfach ...
01:11:05: Nein, man schwimmt nicht horizontal weil dann ist ja das weißt du gar nicht.
01:11:09: Ach
01:11:09: so?
01:11:09: Weil denn musst der Kopf ja unter Wasser!
01:11:11: Das geht natürlich nicht.
01:11:13: Doch,
01:11:13: ich schwimme immer mit dem Kopf unter Wasser.
01:11:15: Ich
01:11:15: schwimme so, jetzt könnt ihr das nicht sehen.
01:11:17: Ich mach es dir einmal vor.
01:11:18: Ja genau, genau.
01:11:19: Sie schaut aus dem Untertisch hervor wie eine Ente.
01:11:26: Nein aber Katrin Pasek ist noch steiniger als du.
01:11:29: Und dafür, weil Leute nicht diskriminiert werden sollen wurden eben zwei Kategorien erfunden und dann kamen diese Aufblabserentiere dazu.
01:11:41: Aber das ist auch egal... Also so früher gab es sogar noch ein Fußballspiel Techniker gegen Autorenrennen.
01:11:50: muss man nicht mal gendern, weil Frauen haben da gar nicht mitgespielt?
01:11:53: und da hat dann Richard David Precht eine sensationelle Schwalbe mal hingelegt.
01:11:59: Also, wie so entsterbenden Spanen auf dem Grün.
01:12:03: Auf dem Rasen.
01:12:04: Das große Drama ... Das
01:12:05: große Dramat, genau!
01:12:07: War schlammverkrustet.
01:12:10: Ich seh's auch vor mir.
01:12:11: Okay, du hast es gewonnen?
01:12:14: Wenn man nun aber gewinnt und jetzt kommen wir wieder zu deiner ...
01:12:17: Ich hab sogar zweimal gewonnen, ich habe sogar das erste Wetschwimmen gewonnen.
01:12:20: Achso.
01:12:21: Du hast Wetschwimmen gewinnen und du hast den Preis gewonnen... Einmal.
01:12:25: Nun ist es ja so.
01:12:27: danach Also sozusagen nach dem Bachmann ist... Kannst du zuziehen?
01:12:34: Ich stelle dir die Frage.
01:12:38: Obwohl, du bist auch so ein Hitze-Mensch!
01:12:40: Du liebst doch die Hitze.
01:12:42: Okay jetzt ist es hier ganz dunkel aber das hat auch seinen Reiz.
01:12:45: Siehst du mich?
01:12:46: Hallo?
01:12:46: Ja natürlich seh ich dich.
01:12:47: Hallo?
01:12:50: Hallo!
01:12:51: Ich wollte sagen mein Gewinn sowas.
01:12:54: und dann geht man dann einfach zum normalen Alltag über, man zeichnet weiter für den Falter oder macht dies und jenes.
01:13:01: Aber du hast... Man will doch auch wenn man jetzt schon mal sowas gewonnen hat damit was machen.
01:13:07: In deinem Fall war es so dass du dann Roman sozusagen nachgeschoben hast.
01:13:11: Hast du dir das vorher ausgedacht?
01:13:13: Oder das musst du mal erklären.
01:13:16: Ich bin hab diesen Preis bekommen.
01:13:19: vier Stunden Interviews, vollkommen erschöpft nichts gegessen.
01:13:22: Bin dann heimgefahren mit dem Nachtzug oder in der Nacht, also späten Abend so um... ...dreiundzwanzig Uhr nach Wien wieder zurück und nebenan im... Und das werde ich auch nicht vergessen und immer positiv konnetzieren.
01:13:39: Nebenan war eine Männergruppe, so besoffene Männer die man natürlich nicht mag Und die haben ... Die ganze Nacht in dieser Nachtfahrt, also von Zweiundzwanzigio bis was ich nach Wien den aktuellen Hit von damals gesungen.
01:13:56: Nämlich?
01:13:57: Was, war es ein Conchita-Wurst?
01:14:00: Nein!
01:14:02: Nein, nein, das sind sie zu doof, besoffene Männer sind so doof.
01:14:05: Das waren atemlos durch die Nacht und die ununterbar einen
01:14:09: Atemloß.
01:14:10: So rüber hat er ja stimmiert.
01:14:13: Ja.
01:14:13: Seitdem bin ich diesem ... habe ich ein positive Gefühl, dass diesem Lied und Held in die Fische gegenüber ist auch egal.
01:14:21: Und dann bin ich heimgekommen und hab da selbst aus dem Zug noch Interviews geben müssen und dann mein Lector für den ich auch schon Reisebücher gemacht habe beim Rohwald verlackt.
01:14:32: Dr.
01:14:32: Markus Gärtner hat dann gemeint ja Herr Winowitz nun haben sie diesen Preis.
01:14:38: Können sie sich vorstellen, daraus etwas zu machen?
01:14:43: Keine Ahnung.
01:14:44: Was meinen Sie mitmachen?
01:14:46: Ja, irgendwie... Sie können sich Kurzgeschichten oder was auch immer, aber Roman am ehesten, weil er sich das am besten verkauft.
01:14:53: und dann habe ich angefangen diese Geschichte die ich damals gelesen hatte also die ich ein Tag vorher gelesen hat auszuführen einen, das muss jetzt nicht... ich habe dann auch den großen Fehler gemacht.
01:15:06: Ist das alles biographisch?
01:15:08: Stimmt das jetzt alles was Sie da schreiben oder was du da geschrieben hast und hab gesagt ja es stimmt alles und es stimmt tatsächlich alles aber man muss sich ein bisschen dekuvrieren also man darf sich nicht zu sehr in die Karten blicken lassen und habe dann viele Sachen verschlüsselt geschrieben, aber im Grunde gibt das natürlich alles.
01:15:31: Also ist praktisch mein Leben.
01:15:32: also das Buch heißt Irma der Herr Gärtner hat es dann genommen hat sofort gedruckt.
01:15:37: die haben dann irgendwie auch Papier und Zeit das zu veröffentlichen und das habe ich dann gemacht.
01:15:49: Ich muss jetzt dazu sagen, der Ehrlichkeit halber.
01:15:52: Ich bin jetzt natürlich kein Bestseller.
01:15:54: Das hat sich auch überhaupt nicht verkauft.
01:15:56: Alles in einem kleinen überschaubaren Rahmen.
01:16:00: Man kann ja damit werben!
01:16:02: Du kannst da so ein Sticker drauf machen...
01:16:03: Die haben natürlich einen Sticker darauf gemacht.
01:16:05: und aber dann kommt schon ein halbes Jahr später Preis der Frankfurter Buchmesse und immer weiter ist kommen oder der Büchnerpreise.
01:16:16: Immer viele, viele Preise lösen andere Preise wieder ab und stellen sie in den Schatten.
01:16:21: Und ich bilde ... Das ist ja auch wieder diese Entspannung, dass ich mir jetzt erstens auf diesen Preis nicht viel einbilde und ich erwarte mir auch nicht viel, das sich einen Buch machen konnte bei Harold mit Herrn Gärtner, der ein guter Lector ist.
01:16:36: Du kennst ihn?
01:16:37: Ja!
01:16:38: Er ist natürlich wunderbar.
01:16:42: Und als ich gelesen habe, saß er auch in der ersten Reihe in dieser Arena dort und machte mir ... Ich schaute ihn an um Augenkonzerte unter mich aufzuziehen.
01:16:55: Aber ich war ja nicht nervös!
01:16:58: gar nicht gut geschlafen in der Nacht.
01:17:00: Ich hab supergeschlafen, ich war total verkatert, bin auf die Bühne gegangen ... Ach so!
01:17:05: Na ja, weil ich am Samstag das Quiz hatte.
01:17:08: Am Freitag hatte ich das Quiz und im Samstagmorgen und war übertrieben überdreht.
01:17:14: Und dann machte er die sogenannte Halssäge.
01:17:16: Ja?
01:17:16: Und ich schaute ihn an, er schahte mich an und machte die Halsseger,
01:17:20: d.h.,
01:17:20: mit der Handkante den Hals durchsägen.
01:17:26: Das kann mir nicht viel anhaben.
01:17:28: Aber was sollte das
01:17:31: sein?
01:17:32: Dann habe ich gefragt, Herr Dr.
01:17:34: Gärtner ... tutst du ihn eigentlich?
01:17:38: Ja!
01:17:38: Ach
01:17:38: so, nein, ich sitze ihm.
01:17:40: Herr DrGärtner, warum machen Sie die Halssäge?
01:17:45: und dann hat er gesagt, sie sind ... Immer so braun, weil sie so viel schwimmen und immer in der Sonne sind.
01:17:53: Und oft in der sonne offensichtlich lesen.
01:17:55: Deswegen haben Sie hier am Hals weiße Streifen ... Ja!
01:17:59: Und Sie dürfen Ihre Hals diese Streifen nicht zeigen.
01:18:02: Sie müssen nach unten hängen.
01:18:05: Das sollte sein bitte nicht des Halses.
01:18:08: Achso?
01:18:08: Aber du hast es so interpretiert als die Sache ist gelaufen.
01:18:12: Vergesst
01:18:12: das einfach.
01:18:13: Alles ist vorbei.
01:18:14: Es ist so schlimm.
01:18:15: Du
01:18:15: bist tot.
01:18:16: Dabei ist Herr Gerd.
01:18:17: Also Typ.
01:18:18: Genau also ... Sie müssen gar nicht antreten.
01:18:21: Ihr Kopf ist ... Könnte
01:18:21: sich gleich vergessen!
01:18:22: Genau, genau.
01:18:23: Und er hat aber das lustig gemeint... Aber er konnte mir ja nichts anhaben.
01:18:30: also weil ich bin ja eh entspannt dorthin gegangen.
01:18:33: Ja gut, also ich könnte das nicht.
01:18:37: Also Irma kam.
01:18:39: es kam noch um kurz zu machen ein zweiter Roman zwei Jahre später oder so?
01:18:45: Flop
01:18:46: Floppyflop, also so richtig floppyflopp.
01:18:48: Gigantische Floppe!
01:18:49: Alles was ich mache sind Flops.
01:18:51: Mist.
01:18:51: und jetzt die Frage natürlich du wirst sie lieben.
01:18:55: Du guckst mich auch schon so...
01:18:57: Wir können das sogar nicht sehen weil es so dunkel ist.
01:18:59: Ja doch, ich seh dich.
01:19:00: Ich habe meine Augen haben sich jetzt an die Dunkelheit gewöhnt.
01:19:05: Kommt da noch etwas?
01:19:07: Schreibst du noch was?
01:19:09: Naja, ich mach ja Dinge weiter.
01:19:11: Also meine Zeichnungen mache ich immer weiter.
01:19:14: Vier Kartons in der Woche.
01:19:16: Ich schreibe immer mal wieder so kleine Geschichten für die Zeitungen.
01:19:24: Er hat Theaterstücke geschrieben wie das ja alle irgendwie machen.
01:19:29: Mach Kunst im Ausstellung.
01:19:32: einige jetzt zum Song- und Testthema?
01:19:37: Ja, ich dachte ... Arbeitest du an einem
01:19:40: ...?
01:19:41: Nein, es ist etwas Fertig.
01:19:45: Eine Biografie, eine unzuverlässige Biographie über Woody Allen und das ist ganz ...
01:19:52: Ist das nicht vermietes
01:19:53: Gebiet oder dass du da ... Ja, ist total ... weil es vermietetes Gelände ist.
01:19:57: Genau!
01:19:57: Und das ist sagenhaft interessant.
01:20:01: Das ist auch schon fertig, das kommt auch bei Ventil im Oktober.
01:20:09: Ich hab das anderen Verlagen auch gezeigt und die haben gesagt, nein.
01:20:12: Das ist nicht nur für mich das Gelände, sondern es ist auch Eraltbacken.
01:20:18: Die Leserclientel oder Leserinnen muss man leider sagen ... Das muss man ja auch nicht mehr gendern.
01:20:25: Leser-Rinnenklientell interessiert sich für Wude Ellen nicht.
01:20:31: Obwohl... Es gibt so viele Filme von ihm, diese verschiedene Aspekte der Zeit.
01:20:37: aber Ich hab deswegen gesagt unzuverlässig, weil das ist keine richtige Biografie.
01:20:44: Sondern es eher so eine erzählerische von einem Typen der ein Problem hat mit Alkohol und mit Leuten.
01:20:52: Und da kommt Dereon Kruk ... na Klug vor?
01:20:57: Heißt er was ich meinst, heißt der Klug oder klug?
01:20:59: Klug!
01:20:59: Ich habe mich dann auch mehr verstanden.
01:21:02: Also einen Plattenhändler in Hamburg Und den ich sehr mag, der hat mich mal beauftragt irgendwas zu schreiben.
01:21:07: Das ist aber nicht genommen worden und den hab' ich gleich reingemerkt und er wird dann auch ermordet dort und ein gewisser Gunter Buskis kommt auch drin vor.
01:21:17: es kommen verschiedene Leute drin vor die ich einfach so ohne Gedanken da rein manche mit Vodelln und Vodellen will sein letzten Film in Eze Hohe drehen weil Deutschland noch das letzte, die letzte Nationen bereit ist, Geld zu geben.
01:21:35: Und Geryon Krug?
01:21:39: Ja, bin mir echt nicht sicher gerade!
01:21:41: Geryron wenn du das wirst... Krug oder Klug?
01:21:44: Klug, klug, Klug.
01:21:45: Er ist der Set-Designer und er ist von der Filmfirma beauftragt.
01:21:53: in so hohe die Situation für diesen letzten Film.
01:21:59: Für wo die Ellen zu schaffen?
01:22:00: und zwar geht es darum dass wo die ählen das buch von Eckhardt Henscheid, die Vollidioten in E-Zuhol realisieren möchte.
01:22:09: Klar.
01:22:10: Klar!
01:22:14: Genau und da hat er mir wahnsinnig Spaß gemacht und es kommt jetzt im Oktober.
01:22:17: Sehr schön ja beim Ventilverlag.
01:22:19: Das ist gut.
01:22:22: Ich treffe übrigens morgen Gregor Kessler.
01:22:27: Kennst du den?
01:22:27: Ne.
01:22:28: Ja können
01:22:30: wir nachher noch sprechen.
01:22:31: Das gehört nicht hierher.
01:22:33: Okay, jetzt würde ich ganz gerne noch zu dem was du außerhalb von Witzezeichnen noch machst kommen.
01:22:44: das hatten wir vorhin schon angeteasst.
01:22:49: Du arbeitest mit einer Nähmaschine und mit Stoff.
01:22:54: Kannst du mal kurz erzählen, was du da machst und wie du drauf gekommen bist?
01:22:58: Und was das ist.
01:22:59: Weil du hast jetzt schon mehrere Ausstellungen gehabt und wie mir zugeflüstert wurde.
01:23:04: Sind einige Sachen auch ... werden ganz erfolgreich verkauft.
01:23:07: Ja, verkauft sich ganz gut!
01:23:09: Also es kommt auf die Galerien an.
01:23:11: Ich hab in Hamburg eine Galerie mit Lekke Billier.
01:23:14: In Hamburg nur in Wien auch zwei Galarien.
01:23:18: Das is so... Ich hatte eine Schreibblockade, ich konnte nichts mehr schreiben.
01:23:22: Also das heißt, ich habe einen Knoten im Kopf gehabt und ... War es
01:23:26: auch mit Selbsthaus verbunden?
01:23:28: Nein, nein!
01:23:28: Schade
01:23:29: weil das finde ich immer so schön wenn Leute so.
01:23:31: ah
01:23:32: Nein, Rebecca.
01:23:35: Das ist mir zu pathetisch.
01:23:38: Es gibt bestimmte Dinge, die ich nicht an mir mag ... Aber selbst Hass wäre mir zu Pathetisch?
01:23:43: Ja, das muss ja
01:23:44: auch nicht stimmen!
01:23:45: Ich finde es so schön zu erzählen, dass man sich
01:23:48: eine
01:23:49: Zeile ... Nicht eine Zeil!
01:23:52: Nein, mit anderen Usancen zu tun.
01:23:55: Mit Marktusancen, dass es nicht geht und Bücher verkaufen sich nicht.
01:24:01: Ich bin ja stolz auf meine Texte und ich mag das auch alles gerne.
01:24:04: Und ich würde auch Gesellschaft nicht die Schuld geben, dass sie es jetzt nicht lesen oder nicht kaufen.
01:24:09: Das ist mir...ich bin da komischerweise wirklich, wirklich entspannt und froh, dass sich überhaupt was für mich kann.
01:24:16: Aber in dem Fall ging es wirklich darum, dass ich nichts mehr zustande bringen konnte und hatte eben einen sogenannten Knoten im Kopf und habe immer schon genäht.
01:24:28: Ich hab früher, in den Siebzigerjahren meine Hosen sehr eng sein mussten.
01:24:32: Also du besitzt
01:24:34: immer schon ne Nähmaschine?
01:24:35: Ich besaßt Nadel und Faden.
01:24:39: Nehmaschinen nicht.
01:24:40: Später habe ich mir eine Pfaff besorgt übrigens.
01:24:45: Und habe sehr viel gestickt ... Dinge auf die Jacke genäht
01:24:51: usw.,
01:24:52: oder Knöpfe angenäht.
01:24:53: Das kann ja jeder!
01:24:54: Aber Da hat man dann irgendwie gelernt, also wie man mit den Nähmaschinen das viel effizienter zu nähen und habe dann angefangene Sätze, angefangenen Ideen auf Stoffe gestickt.
01:25:09: Und zwar in der Technik.
01:25:10: für all jene die wissen, wie eine Nähmachine geht.
01:25:15: Die müssen jetzt weg hören.
01:25:16: aber für jene, die es nicht wissen Es gibt einen sogenannten Oberfaden und einen sogenannen Unterfaden.
01:25:21: Und es gibt ein Füßchen, das Füsschen muss immer nach unten damit der Stoff eingezogen wird.
01:25:28: Der Unterfadern ist eigentlich der wichtigere Faden weil er hält den Oberfaden fest.
01:25:41: Und wenn man jetzt aber das Füßchen oben lässt, dann weiß der Unterfaden nicht wie er den Oberfaden zusammenhalten soll und verknutet sich.
01:25:49: Ich sage mal wer kennt es nicht?
01:25:50: Wem ist es nicht auch schon einmal passiert?
01:25:52: Aber all
01:25:53: jenen wem!
01:25:53: Beim Versuch, Gardinen
01:25:55: umzunielen...
01:25:56: Lasseiniger und Geri und Klug oder Krog, der weiß es vielleicht nicht.
01:26:02: Dann verklummt das so und dann entstehen diese sogenannten Verzweiflungsknoten.
01:26:06: Mein Verzwieflingsknoten im Kopf, der schreibt Blockade für Zweifelungsploten wandert auf das Textil und ich schreibe meine Texte immer negativ,
01:26:17: d.h.,
01:26:20: in Spiegelschrift damit der Unterfaden die Klumpen macht.
01:26:25: Jetzt wird es mir überhaupt erst
01:26:26: klar, du kennst Texteckereien von mir?
01:26:29: Ja ich kenne die natürlich.
01:26:31: und aber jetzt wird mir klar das ist ja logischerweise musst du das ja genau...
01:26:37: Genau weil der Unterfahren viel für interessanter Sachen macht.
01:26:43: Also, das könnte man jetzt psychologisch erklären.
01:26:46: Oder es männlich ist oben und das ist der Wichtige, der sagt wie's geht aber die ... Das Weibliche muss das zusammenhalten und jetzt drehe ich das aber um und da zieht man also in die Verzweifelung, oh ja, das fällt mir jetzt gerade ein, Wahnsinn!
01:27:00: Ich weiß nicht so genau, ich
01:27:02: bin grad jetzt im Überlegen ob ich das
01:27:04: so ... Und das weibliche ... Das weibische muss das dann... Genau, egal.
01:27:10: Egal, man kann alles irgendwie hintrehen.
01:27:13: Und da habe ich eine ganze Serie gemacht von vielleicht zweihundert Stickstoffen und die haben sich zum Teil ganz gut verkauft.
01:27:23: Nein nicht ganz gut gekauft!
01:27:24: Ich hab einiges verkauft.
01:27:26: also es gibt so Editionen und Serien usw.. Das Interessante.
01:27:34: was dann?
01:27:35: dass diese Tätigkeit, also die sehr erschweißtreibende Tätigkeiten mit der Maschine, die rattert und verzweifelt ist.
01:27:42: Weil sie dann brechen auch den Nadeln ab
01:27:44: usw.,
01:27:46: dass das dazu geführt hat, dass mein Knoten im Kopf tatsächlich auf den Stoff gewandert ist... ...und das gelöst hat!
01:27:54: Und ich konnte danach tatsächlich schreiben wieder.
01:27:55: Also es ersetzt eine Psychotherapie.
01:28:00: wenn ich Therapeut wäre würde ich Therapie an der Nähmaschine.
01:28:08: Okay, also genau da haben wir.
01:28:10: ich habe auch eine Ausstellung hier in Hamburg gesehen und das ist einfach... Also es ist natürlich auch dekorativ so man kann das gut bedient.
01:28:20: Es ist roh weil es hängen Fäden raus es ist klumpig es ist wie Action Painting von Jackson Pollock.
01:28:31: Okay, sehr kalkuliert seine Tröpfchen gemacht hat und so weiter.
01:28:34: Aber es ist nicht intellektuell gesteuert.
01:28:38: also aus einer... Und so im Grunde ist jetzt der Kreis geschlossen.
01:28:43: möglicherweise, so schreibe ich auch.
01:28:45: Ich kann nicht steuern!
01:28:48: Wenn du jetzt sagst, schreib eine Geschichte über einen Obstschale drei Flaschen Bier oder eine Flasche Wasser auf einem Tisch In Hamburg, in einer Backofen heißen Stube könnte ich das schon machen.
01:29:04: Aber das wäre so abbildend schreiben.
01:29:10: Also es kommen ja Gefühle dazu und wie geht's mir?
01:29:13: Was mache ich?
01:29:14: Wo komme ich her?
01:29:14: Wohin gehe
01:29:15: ich?".
01:29:15: Und so weiter... Intuitive schreiben oder intuitive Kunst machen, ist ja das Interessantere.
01:29:26: Denn wenn man jetzt zum Beispiel... Ich kann zum Beispiel jeden jede Fälschung eines Baskia-Bildes erkennen – es gibt ganz viele Baskier, weil alle Leute glauben, Basker kann man ganz gleich….
01:29:38: Das kann
01:29:38: ich ja wohl auch!
01:29:39: Ja genau, genau.
01:29:39: Das kann ja wohl nicht so schwer sein.
01:29:40: Oder ein AFM II.
01:29:42: Aber ich erkenne das, weil Jean-Michel Baskir ... Ganz viel geile Teile in seine Dings weglöscht, wo jeder denkt lasst es doch stehen.
01:29:53: Aber der ist okay mit Drogen natürlich auch aber das ist eine Wut und es ist eine nicht intellektuell gesteuerte Art der Kunst.
01:30:04: Und das Ideale war ja bei diesen Stegstoffen dass die Maschine das entschieden hat, dass nicht das wo die Klumpen sind oder wo die Fäden raushängen Das kann ich nicht steuern.
01:30:14: Deswegen sehe ich das ja auch nicht, weil ich das eben andersrum mache.
01:30:18: Ja und Überraschungs-Effekt
01:30:20: für dich natürlich auch.
01:30:21: Dann dreht man es um und sieht... Ah!
01:30:22: Das ist aber toll, dass da klumpen uns weiter.
01:30:25: Und jetzt hatte ich kürzlich eine Ausstellung zum Songkontest und habe dann Senni Shaw und Udi Jürgens und Vicky Lernos gestickt.
01:30:33: Aber eben auch auf diese Art, also dieses negative Sticken und dann hab' ich's umgedreht.
01:30:37: Mein Gott hat er so einen Verklumptes Auge.
01:30:41: Du hattest ja schon mal eine Ausstellung zum Songkontest, wo du ...
01:30:44: Also
01:30:45: die Nuller?
01:30:46: Diejenigen gibt es natürlich.
01:30:49: in der Geschichte dieses Wettbewerbs, den ich auch sehr schätze ist es selten aber es kommt vor dass Leute Nullpunkte haben, The Null Pointers Deutschland war vertreten durchaus schonmal bei euch sensationeller Weise dieser Typ, der irgendwas über Regen in Wien gesungen hat.
01:31:09: Venedig
01:31:09: im Regen?
01:31:10: Genau, Thomas Forsner.
01:31:12: Traurig!
01:31:13: Das sind traurige...
01:31:16: Der hat das Schicksal in traumatisierende Geschichten, also weil Thomas Forsener war, der war ein Wiener Sängerknabe und ist dort angetreten, weil er nämlich zwei Jahre vorher schon mal für Dieter Bohlen, also mit einem Dieter-Bohlen.
01:31:32: Ich singe nur ein Lied für dich heute Nacht sensationell in fünfter wurde und dann hat man ihm einen neunzehnjährigen eingepflanzt.
01:31:43: du kannst es schaffen und tritt noch mal an und trat ein Rom an mit Venedig im Regen und ist heimgekommen nach Österreich und das ist so typisch österreichisch.
01:31:53: er ist Schimpf und Schande empfangen worden.
01:31:56: Sie haben sofort die Haare rausgefallen, hat in einer Tierhandlung gearbeitet ... In Deutsch-Wagramm.
01:32:02: Und hat mit dem nichts mehr zu tun gehabt haben wollen.
01:32:05: Aber das ist nichts Ungewöhnliches.
01:32:07: Franz Galle wusste gar nicht was sie da singt.
01:32:11: Puppetissier, Repetition, was Saint-Saint-Georges Burg geschrieben hat.
01:32:15: Als man ihr sagte, worum es geht um Sex nämlich... Das war eine ganz junges Mädchen.
01:32:20: Hat sich gesagt, sie wird dieses hässliche Lied will sie nie wieder hören.
01:32:24: Also das sind manipulierte ...
01:32:27: Natürlich.
01:32:28: Das ist ja auch, es ist ja durchaus auch interessant
01:32:31: natürlich und dass
01:32:33: scheitern auf großer Bühne ist natürlich...
01:32:38: Man möchte
01:32:39: sich nicht dran weiden aber es
01:32:40: ist schweres nicht zu machen.
01:32:41: Aber der zum Beispiel in diesem Jahr war ein österreichie namens Korsenmode auch ganz weit unten also vorletzte geworden ist.
01:32:49: Aber er ist entspannt genug, dass sie gesagt hat okay, Der Lerndestentist, der ist entspannt genug.
01:32:56: Das lasse ich nicht an mich ran.
01:32:58: Thomas Forsner hingegen bei Venedig im Regen.
01:33:01: Er war richtig verzweifelt gewesen weil Österreich ein hämmisches Niederträchtiges... Thomas Bernhardt-Land ist, dass die Leute gerne ... es liebt sie, die Leute zu massakrieren.
01:33:14: Und ja, es ist so, Rebecca!
01:33:17: Inzwischen ist das anders.
01:33:19: aber diese ganzen Klischees von Thomas Bernardt, das stimmt einfach.
01:33:22: Also Thomas Bernart hat ja nur genüsslich das nachgekaut was die ... Ich
01:33:27: verstehe das alles und ich finde es auch.
01:33:29: also ich meine wer hochfliegen will kann Tief fallen,
01:33:36: fliegt
01:33:36: nicht zu hoch mein kleiner Freund.
01:33:38: Wir wissen es,
01:33:39: das waren
01:33:39: wahre Worte von Bernd Meinemar sein.
01:33:41: Aber
01:33:41: sie ist ja hoch verflogen!
01:33:43: Ich bin inzwischen mit Thomas Forstner bei Facebook befreundet und habe... Hast du
01:33:48: Ihres Bild geschickt?
01:33:50: Nein, das nicht.
01:33:50: aber ich hab viel geschrieben da drüber damals oder über Songkonteste und dann Ihnen auch erwähnt und dieses Drama und wie gemein Österreichs sein kann usw.
01:34:00: Inzwischen produzierte veganes Bratenfett Und ... und hat keine Haare mehr, natürlich.
01:34:09: Sie näht sich aus Hosenhauben.
01:34:12: Also Männer, die keine Haar haben, machen was obendrauf und schneiden sich.
01:34:17: Und der hat... Wir haben mit meiner Bernd Meuse in unserem Repertoire immer Venedig im Regen.
01:34:25: Ach so!
01:34:26: Ich mag das wahnsinnig gern.
01:34:28: Venedige im Regeln?
01:34:29: Wollen wir uns hier einmal kurz an?
01:34:31: Ich kann das nicht singen.
01:34:32: Nee, aber wir können es ja mal kurz ... Also nachher im Vertrauten in Teamkreise.
01:34:39: Du hast es erwähnt, Mäuse?
01:34:41: Nicht nur dass du in der Bildenden Kunst und im Schriftsteller-Tum zu Hause bist sondern!
01:34:48: Du bist auch noch Musiker und hast ... Ja, man muss schon sagen die Band Mäusel Sagen nicht, die Mäuse.
01:34:56: Ich weiß es ist die Bände.
01:34:59: Diei-Mäuse?
01:35:02: Gibt das aber schon lange?
01:35:03: Wie lange?
01:35:06: Echt.
01:35:07: Aber aufgelöst, neunundneinzig weil wir uns zu gut verstanden haben.
01:35:12: Er hatte die Spannung, die es auch braucht.
01:35:16: Die Verwerfungen
01:35:17: innerhalb
01:35:18: einer Welt?
01:35:20: Nein,
01:35:21: bei Slayer zum Beispiel oder auch Ramones zum Beispiel.
01:35:23: Die haben nicht miteinander geredet.
01:35:26: Das hat ja vielleicht diese Wut in die interne Band, interne Wut...
01:35:31: Ihr habt gekumpelt ihr wolltet euch nicht gegenseitig rausschmeißen?
01:35:36: Wir mussten uns wirklich trennen nach einer Tour mit den Goldenen Zitronen wo es wirklich ... Nein das war Albern!
01:35:47: Turen.
01:35:47: Wurdet ihr niedergemacht?
01:35:49: Nein, überhaupt nicht!
01:35:50: Also wir wurden ... also nicht bejubelt aber... Also
01:35:52: ich mein jetzt mit
01:35:53: von der... Nein, aber gemeinsam in einem Bett schlafen und dann kommt dann auch noch Ted Geyer mit seiner Freundin und meinen Musiker Begehrt Putus mit seiner Freunden Und ich musste im Kinderbettchen schlaven.
01:36:09: Ich kann mich mit zwei Paaren im Doppelbett Und ich im Kinderbett, das kam Tom.
01:36:15: Sei doch mal ein bisschen locker!
01:36:17: Das kann auch nicht sein.
01:36:21: Verzeihe, dass ich verkrampft bin und panke ich von dir.
01:36:26: Bei den Zitronen war dann dieser Thomas... Wer heißt der Thomas?
01:36:29: Der ob in Sterne mitgeschrieben
01:36:30: ist.
01:36:31: Thomas Wenzel.
01:36:33: riesigen Augen.
01:36:34: Ich habe gesagt, Thomas darf ich bitte bei dir schlafen?
01:36:36: Weil ich kann nicht mit diesen zu beandern.
01:36:38: und dann hat er gesagt ja und das war die beste Nacht überhaupt.
01:36:40: Dann bin ich mit dem Thomas Wenzel in einem Doppelbett geschlafen und bei der Musik war es so dass wir dann die Band sind sehr viel getourt auch mit Suicide und Blaine Reininger von Taxidermoon usw.
01:37:00: Die Musik wenn man sich das beschreibt ist Es ist keine Strophen, strufere, freier Strophe-Bands.
01:37:08: Sondern alles frei.
01:37:10: eher so zu ist halt oder darf irgendwas laut aggressiv.
01:37:15: Keine Liedchen außer wenig im Regen und wir haben dann ab einem bestimmten Alter weil der Gehr hat.
01:37:23: Wir waren ein Duo Gehrt aus seinem Dayjob part.
01:37:26: ich habe meine Jobs aber den entstehen ja... Wir versuchen jetzt mal, eine Label zu gründen.
01:37:32: Wir haben da eine Labeln gegründet, Angelika Köhlemann und haben dann japanische Elektronikmusik veröffentlicht.
01:37:38: Und es ging auch recht gut im Rahmen, so Auflage fünfhundert bis tausend.
01:37:44: Also das ist
01:37:45: aber schon
01:37:46: gar nicht
01:37:47: so wenig.
01:37:47: Anfang
01:37:49: neunziger.
01:37:51: Da gingen das noch.
01:37:51: Der ging es noch.
01:37:54: Dann haben wir das... Max Müller hatten wir auch drauf und verschiedenste Dinge.
01:37:58: Vieles aus Japan Und dann ging es überhaupt nicht mehr.
01:38:02: und dann haben wir uns wieder reformiert.
01:38:05: Wir sind eben, wie gesagt, nicht im Streit, sondern weil wir zu...
01:38:10: Die Liebe ist das.
01:38:11: der Kitt zwischen euch aber verkleistert auch.
01:38:15: Ja, er zerkleisterte.
01:38:16: Er zerkleistert euch.
01:38:18: Ich glaube die Reibung ist das Geile hier.
01:38:21: Das
01:38:21: ist das was die Band zu Höhen flügen?
01:38:27: Das
01:38:27: stimmt.
01:38:30: Wenn man jetzt Remonts sieht, diese unfassbare Energie auf der Bühne zu glauben, dass die echt befreundet sind und alle vier in einem Bett schlafen oder Beatles haben acht Stunden am Tag in Hamburg drei Monate gespielt Weil
01:38:48: die haben doch diese Droge,
01:38:51: diese ... So
01:38:51: ein Aufputsch.
01:38:52: Pervertin, wenn ich fast nie das verhitle.
01:38:54: Aber auch so was Ähnliches muss es gewesen sein.
01:38:57: Es gab vielleicht noch
01:38:58: einen größeren
01:38:58: Mengen.
01:38:59: Aber Rebecca, du kennst dich ein bisschen aus Miturleben?
01:39:04: Aber stell dir mal vor, den müssen acht Stunden spielen.
01:39:08: Schwitzen!
01:39:09: Wo hängen die ihre nassen Sachen auf, wenn sie in einem Doppelzimmer, in engem Doppelsimmersituation leben?
01:39:17: Das muss alles unfassbar gestorben.
01:39:19: Ich habe es schon öfter mal gesagt, dieses Prinzip Turen und auch das zu romantisieren und unbedingt mitfahren zu wollen dabei sein zu wollen so.
01:39:29: Es hat sich mir noch nie erschlossen und daher hab ich's auch nie getan
01:39:33: weil er einfach
01:39:34: zu schlimm ist.
01:39:36: Und jetzt kommen da Sachen dazu wie Kiss dass die Kostüme haben aus Plastik sind.
01:39:45: Die
01:39:45: innerlich, das kriegst du gar nicht trocken?
01:39:48: Das zeugt
01:39:49: mich.
01:39:50: Also Farin hat mir das mal erklärt ja die machen.
01:39:52: also Farin ist ja trink der nichts und schwitzt auch nicht demnach und er wäscht aber immer seine Sachen und trocknet den dann obwohl sie müssen ja auch trocken werden.
01:40:03: Aber jemand hat mir mal erzählt dass die mal KISS begleitet hatte wegen Interviews und so weiter.
01:40:11: Kostüme hängen hinten am Bus in der Luft und werden durch den
01:40:16: Fahrtwind
01:40:18: frisch getrocknet.
01:40:20: Trotzdem ekelhaft,
01:40:22: aber das war die Entscheidung.
01:40:25: Als sie sich denn demaskiert haben waren sie nicht mehr fahren.
01:40:28: Aber ich muss dazu sagen dass ein Kiss für mich nichts Verständliches und bei allem Respekt für Bela Die Vergötterung für Kis ist mir ein absolutes Rätsel.
01:40:43: Ich
01:40:43: muss sagen, die Ärzte sind für mich auch nicht so stark verständlich.
01:40:46: Deswegen kann ich
01:40:47: das mitsaunen ... Ja, aber es sind Lebetypen.
01:40:50: Das mag sein!
01:40:54: Genau also Mäuse, ihr macht immer noch mal was?
01:40:59: Leider jetzt in letzter Zeit weniger.
01:41:01: Aber
01:41:03: wenn euch der Ruf ereilt ... von jemanden, mit dem ihr sehr gerne zusammenarbeiten möchtet.
01:41:09: Würdet ihr euch dann wieder zusammenfinden?
01:41:13: Findet man euch überhaupt bei Spotify oder so?
01:41:15: Nein ... Wahrscheinlich ja, können wir schon ... Falls
01:41:18: jetzt jemand interessiert ist ...
01:41:21: Ich hab diese Zugänge nicht und interessieren mich auch nicht.
01:41:23: Und das war nur eine hobbyistische Sache.
01:41:25: Wie alles was ich mache läuft zuneben her.
01:41:30: Ja.
01:41:31: Ob das gut geht oder nicht gut geht... Tourn durch Portugal gemacht.
01:41:36: Das hat mich total fasziniert, weil wir haben eine Mäuse-Fangruppe da in Portugal und das war ... Wir singen Deutsch oder ich schreihe Deutsch.
01:41:47: Ich spiele meine Geige auf Deutsch und spiele Posaune Deutsch.
01:41:54: Und wir wurden dann auch kein Geld bekommen.
01:41:57: Wir wurden eingeladen und zum Schluss hat uns dieser Veranstalter ein Bauer hat uns so einen großen Sack Maracuias gegeben, Maracujage.
01:42:07: Und das ist doch das beste Ding ... Also wenn uns jetzt mal wieder angeboten wird, also ein ... wegen ... mit Maracuyas irgendwo zu spielen?
01:42:19: Mit wem eigentlich?
01:42:21: Ja, kannst du ja jetzt mal ... Kannst du jetzt mal name-dropen?
01:42:25: Früher war es, früher war das Ellen Weger natürlich oder Suicide, das waren meine Heiligen.
01:42:31: Daff geht natürlich auch nicht mehr.
01:42:34: Felix hat mit Daff gespielt, Blaine Reininger auch mal gespielt war ein fantastischer Typ aber auch schon sehr, sehr sichtig.
01:42:44: Aber Fall, Marquis Smith... Auch tot?
01:42:52: Mause tot!
01:42:53: Also Gerhardt hat mal mit dem gespielt.
01:42:56: Ich war hier leider beim einem der letzten Konzerte.
01:42:59: Oh
01:42:59: Gott, woher saß?
01:43:00: Und es war so schlimm und ich ... Hätte mir gewünscht, das nicht gemacht zu haben.
01:43:06: Ich war leider zu neugierig.
01:43:10: Was ist sehr toll, da haben wir uns auch mal unterhalten, also wenig toll finde.
01:43:15: Das ist Celtic Frost.
01:43:18: Okay, der eine ist schon tot aber ... Tom G Warrior Hat ja so eine neue Band, Tripticon.
01:43:29: Also mit Tripticon wäre natürlich toll ... Ich glaub ich hab mich sogar mal beworben weil ich war ja mal bei einem Celtic Frost Concert und war sogar im Backstage-Raum wo ich sah, wo Tom G Warrior und der andere, wer auch immer sich den Namen vergessen geschminkt wurde von ...
01:43:49: Ich weiß es nicht!
01:43:50: H.R.Giger.
01:43:52: Nee jetzt echt?
01:43:52: Ja Der berühmte Hersteller des Aliens.
01:43:58: Und der hat auch die ersten Platten für Celtic Frost gemacht, weil das Schweizer ...
01:44:02: Ich dachte immer es spricht sich Celtic-Frost
01:44:04: aus?
01:44:04: Nein, ich weiß es so sehr.
01:44:06: Ich hab es
01:44:06: dann ungefähr
01:44:07: zwanzig Jahre
01:44:08: falsch
01:44:08: gesagt.
01:44:09: Weil du vielleicht eine schlottische Ader hast, also die Schalten sagen Celtic aber die Schweizer sagen Celtik.
01:44:15: Die Celtic frost!
01:44:18: Das leuchtet mir ein.
01:44:20: Okay Also apropos Reisen vielleicht, wir müssen dann langsam mal zum Ende kommen.
01:44:25: Aber das würde mich nochmal interessieren.
01:44:28: Fliegst
01:44:29: du?
01:44:30: Ich bin nach Hamburg geflogen aber nach zwei Jahren schon wieder einmal geflog und ich habe gemerkt wie ungern ich eigentlich pflege weil ich bin früher, weil ich viel Reisegeschichten gemacht hab sehr, sehr viel herumgeflogen.
01:44:48: Weil man kann nicht so einfach nach Japan schnell mal fahren oder nach Eritrea das geht auf dem Bahnweg nicht so sehr.
01:44:55: ich fliege sehr ungern allein weil ich mich unwohl fühle nicht nur den Klima gegenüber.
01:45:03: also das ist zweitrangig aber das spielt natürlich auch nicht und ich esse auch kein Schweinefleisch.
01:45:08: Ich weiß nicht,
01:45:12: was es gibt.
01:45:12: Wahrscheinlich auch
01:45:14: eine ... Es ist einfach diese Abgreifmentalität, dass alles billiger ist und leider, leider, die Nachzüge nach Hamburg oder nach Wien sind um ein vierfaches Teure als ...
01:45:26: Ist das so?
01:45:27: Ich hab's noch nicht nachbeguckt!
01:45:29: Ja, genau.
01:45:30: Und ich würde gerne gut schlafen in Zügen aber man ... Offensichtlich ist das ... wirtschaftlicher oder leistbarer oder ökonomischer Maschine, also diese Flugzeuge herzustellen.
01:45:49: Oder Kerosin zu tanken?
01:45:51: Aber er weiß wie lange jetzt noch...
01:45:53: Aber wieso fragst du?
01:45:54: Ich habe mich gefragt ob du auch zu denen gehörst die nicht mehr so gerne reisen.
01:46:04: Es
01:46:04: gibt, also viele erzählen das.
01:46:06: Das ist irgendwie diese Reise-Lust die du ja mal ganz stark hattest.
01:46:11: Du hast ja wirklich
01:46:12: von ihm
01:46:13: mit sechzehnt schon Auto stoppen.
01:46:16: Die erzählern dann dass es irgendwie so gar nicht mehr so stark
01:46:20: ist?
01:46:20: Ja aber das ist eine Altersgeschichte glaube ich.
01:46:23: Ich bin ja mit fahrenden Urlaub befreundet und immer wieder in Kontakt.
01:46:27: Und ich habe dann mal gesagt, hört das bei dir und der ist Jahrgang dreiundsechzig.
01:46:31: Hört es bei dir nicht mehr auf?
01:46:32: Hört das eigentlich...hört das bei Dir irgendwann mal
01:46:35: auf?".
01:46:35: Und er sagt aber nein, nein, Nein!
01:46:37: Das ist bei mir so implementiert also dieses Wegfahren und das sagt der Name.
01:46:42: Also er hat seinen Namen deswegen gewählt.
01:46:44: Der muss fahren.
01:46:46: Und der fährt ja anders, der reißt ja anders.
01:46:48: Er fährt nach Taiwan und lernt dort drei Monate Mandarinen oder fährt bringt, fährt nach Afrika mit einem Auto oder mit so einem Motorrad da rum und baut dort auch ... hilft den Leuten dort.
01:47:02: Er ist ein ... nicht ein Gute-Reisender aber er hat diesen Wegfahrdrang umgebaut in dem er etwas macht vor Ort etwas macht.
01:47:14: Und ich hab das zum Teil auch gemacht dass ich immer mit Platten mit Singles rumgereist bin auflegen und hab dann, bin dann auf den Tegel gesprungen.
01:47:24: Wir nädigen im Ring, geschrien ... Und die Leute haben gefragt, was ist das für eine Sprache?
01:47:29: Oder was machen wir mit dem, was macht?
01:47:33: Also dieser Wunsch mit der Welt verbunden zu sein, indem man sich in sie auch hineinbegibt und nicht da bleibt, wo man irgendwie mal zufällig gelandet ist oder so.
01:47:43: Das kann ich auch verstehen.
01:47:45: Aber ... Ich kann auch verstehen, wenn man sagt, ich ... Kann es, also ist einfach auch too much irgendwann.
01:47:54: Man möchte diesen Stress nicht
01:47:56: mehr machen?
01:47:56: Also ich versuche Fahrerinnen immer zu verstehen.
01:48:00: Ich verstehe das auch, dass er unbedingt will durch Uganda oder Senegal mit einem Auto über möglicherweise desolativ-Dings Pisten zu fahren und sich zu helfen und umzubauen.
01:48:17: Und er kann Auto fahren, kann tranken und alles Mögliche.
01:48:22: Aber das ist ein Sonderfall.
01:48:26: Diese Reisehysterie oder dieses Overtourism, was ich auch sehe da wo ich in Hamburg wohne, die Landungsbrücken, diese Massen von Menschen... Oder in Österreich, Haltstadt oder Venedig.
01:48:40: Im Regen... ...oder nicht im Regen diese Massen.
01:48:44: Oder im Louvre in Paris wenn du jetzt tatsächlich ein Interesse hast einmal die Mona Lisa zu sehen ist Du hast nicht mal eine Chance weil du erstens einen Slot brauchst und dann hast du immer Leute davor deiner Nase die das abhalten.
01:49:00: Und was ist das jetzt für'n Antrieb?
01:49:04: nach Paris zu fahren, um den Eiffelturm oder die Mona Lisa zu sehen.
01:49:08: Das hat sich verändert und ich glaube das was du jetzt angesprochen hast, dass viele Leute sagen okay dann verzicht dich lieber drauf und schau mir das im Internet an oder... Ich habe das alles schon mal erlebt, ich war schon mal, hab schon mal in Paris gesehen oder was auch immer, dass es eine Vertick gibt also einer Ermüdung reisen zu müssen.
01:49:31: Das Problem ist jetzt dieser Schwarm, der Kreuzfahrtsschiffsreisenden, die fahren müssen und die fahren irgendwo dahin.
01:49:43: Dann stoppt das irgendwo in Dubrovnik, dann wird es ausgespuckt, dann fahren sie wieder rauf nicht wissend was das alles... für Unweltschäden erzeugt.
01:49:52: Und auch in Dubovnik, für Schädenerzeugte oder in ... Gott sei Dank haben wenig das jetzt gecancelt mit den Schiffen.
01:50:00: Aber es ändert nichts.
01:50:01: Wenig ist verloren?
01:50:03: Europa ist sowieso verloren!
01:50:04: Europa ist ein Freiluftmuseum.
01:50:07: Ja, weil das als einen ... Das wird ja wirklich als Kontinent gesehen und man merkt das immer wie die Leute reisen.
01:50:14: Jeder Tag eine Haltestopp im anderen Land oder so.
01:50:18: Ich ... Nehme war, dass viele sagen das Große im Kleinen.
01:50:23: Also dieser Reisefomo ist weg.
01:50:25: Ich kann auch bei mir irgendwo was finden.
01:50:27: Da hab ich grad mit einem Freund drüber geredet, der darüber auch Lieder schreibt
01:50:31: und so ...
01:50:32: Und ich habe mich zugedessen gefragt, was macht das mit reisefreudigen Menschen?
01:50:36: Die eigentlich ja immer einen Fomo hatten oder vielleicht so Angst.
01:50:42: Irgendwas nicht gesehen zu haben.
01:50:43: Ich weiß von Farin, dass er sozusagen den Plan hat ... die Welt in Gänze kennen
01:50:49: zu lernen.
01:50:49: Das hat er schon als junger Mensch gemacht und der hat das... Das ist fast so eine... Also nicht aggressiv, aber das ist ein Lebenselixier von ihm.
01:50:59: Es kann man jetzt nicht umlegen auf die Leute, die einen Nine-to-Five-Job haben und Urlaub haben und dann auf Kreuzfahrtschiffe gehen.
01:51:08: Das kann man überhaupt nicht vergleichen.
01:51:09: Das ist ganz was anderes, was er
01:51:10: macht!
01:51:10: So Ärzteplatten machen, um zu reisen?
01:51:12: Ja
01:51:12: ja,
01:51:12: natürlich.
01:51:15: Okay, aber Flugzeug ... Hast du Angst?
01:51:20: Habe ich auch nicht.
01:51:21: Aber ich hab von vielen gehört, dass sie im fortgeschrittenen Alter auf einmal eine Angst entwickeln.
01:51:25: Bei mir ist es andersherum ... Als ich jünger war und geflogen bin, hatte ich wirklich Angst, wie kann das sein, dass so ein Riesenton schwere Zigarre in der Sicht lufthalten kann?
01:51:34: Jetzt hätte ich ... jetzt habe ich das nicht, aber ich hab ... Ich wohne in der Nähe vom Michel.
01:51:41: Da gehen Leute darauf.
01:51:42: Und ich hätte Angst da raufzugehen.
01:51:43: Ach so!
01:51:44: Ich hab keine Höhenangst, Ähm, ich hab auch komischerweise einfach so ein bisschen trottelt durch.
01:51:50: So ein bisschen denkt man das wird schon gut gehen.
01:51:53: Das wird ja gewartet und so... Ich habe keine Lust in Frageschäfte zu gehen im Dom weil ich denke da kann schon mal eine Schraube sich loggen.
01:52:00: Da bin ich mir nicht sicher ob das alles mit rechten Dingen zugeht.
01:52:05: Und einmal das kann ich dir, weiß ich nicht wie ich es erzählt hab als ich von euch von Wien zurückflug Als die Pandemie gerade losging Du änderst dich?
01:52:14: Auf einmal war alles wie ein Tod.
01:52:17: Ich hatte mich zu euch gerettet, da bin ich doch zurückgeflogen und da sind wir in einen Luftloch mit dem Flugzeug.
01:52:23: Ich weiß nicht, hat es was mit dieser Art über die Alpen oder ...
01:52:28: Nein, das hat damit so tun, dass der Luftraum nicht mehr gesichert war von den vielen Flugzeugen sondern eh war das einzige Flugzeug und dass der
01:52:42: Das war echt,
01:52:43: echt gruselig.
01:52:45: Natürlich
01:52:45: war das Zufall, aber es waren kaum Leute im Flugzeug.
01:52:51: Vor mir waren so junge Männer, die hatten auch schon ordentlich getankt
01:52:53: und die waren extrem aggressiv laut.
01:52:55: Und
01:52:55: die waren ganz laut und so.
01:52:57: Die waren einfach immer ganz still ... Mama!
01:53:00: Nein, nein!
01:53:00: Echt?
01:53:01: Mama...
01:53:02: Mama!
01:53:03: Wir waren wirklich es.
01:53:04: Wir sanken die, also ich habe echt
01:53:06: nur zu gestützen.
01:53:09: Das war nicht schon gruselig und danach hab' ich gedacht okay traue ich mich jetzt noch mal aber das verpuffte irgendwie.
01:53:15: Ich bin da
01:53:15: irgendwie so ein bisschen...
01:53:16: Ich bin mal mit einem Schiff in den Orkan gekommen von Odessa nach Istanbul auf das Schwarze Meer und das war so unfassbar widerlich.
01:53:28: Gut schwimmen und ich schwimme gerne, aber das waren riesige Wellen.
01:53:32: Das ist so runtergesackt.
01:53:33: Nee ohne mich!
01:53:33: Also da bin ich dachtlich.
01:53:35: Und es war ganz eng und ganz wenig Leute und man konnte sich im Schiff auch gar nicht bewegen.
01:53:38: Man musste sich nicht so handeln also ran herumhangeln und es alles runtergeflogen.
01:53:45: und dann habe ich einen Seemann gefragt... Ist das hier normal da draußen?
01:53:49: Das ist ja Wahnsinn!
01:53:50: So eine Nacht und dann hab ich gesagt you got to eat it Was?
01:53:55: Gerade
01:53:55: nicht.
01:53:55: Wir haben
01:53:56: alle gekostet und dann bin ich mal in diese Kantine gegangen, da haben Leute ihr Tablett genommen auf den Tisch gestellt und das ist sofort wieder runtergerutscht alles ... Nee also, ich bin
01:54:06: ja nicht so eine gute Schwimme,
01:54:09: deswegen würd ich ... Ich werde auch untergegangen natürlich, du kannst nicht an Land schwimmen.
01:54:16: Das sind fünfhundert Kilometer bis Bulgarien oder was auch immer Aber da ist mir wirklich übel geworden, also das ist mir nicht wohl gewesen.
01:54:25: Okay!
01:54:25: Also Ängste zum Abschluss vielleicht
01:54:29: ...
01:54:31: Wie ist das mit?
01:54:32: Weil da wird jetzt grad viel drüber geredet.
01:54:34: es ist ja dieses Buch von Christiane Rösinger auch rausgekommen wo sie auch über so was wie wohin mit uns Alten, wohin, wovon leben wir eigentlich?
01:54:46: und so Jetzt lebst du ja in Österreich.
01:54:48: Man hat eine Zeit lang von Österreich immer so Wunderdinge gehört, dass für die Künstler ganz gut gesorgt ist, weil das Rentensystem besser ist.
01:54:57: Ist das so eigentlich?
01:54:58: Das
01:54:59: kann ich nicht beantworten.
01:54:59: Lohnt es sich noch auszuwannen?
01:55:02: Also Christian Rösinger ist insofern ein ganz guter Vergleich, weil sie exakt gleich alt ist wie ich und wir waren auch mal verheiratet.
01:55:15: Nein, wir haben gemeinsam einen Dialog geschrieben für ein Film.
01:55:20: Ein Episodenfilm wo wir ein eher altes Ehepaar spielten und so ein angepisstes... voneinander angepisstes Ehemann das noch mal neu versuchen will.
01:55:27: Das wurde nie realisiert.
01:55:28: vielleicht ganz gut Aber ich habe das Buch natürlich auch gelesen.
01:55:33: Ich kann es gar nicht sagen.
01:55:35: Also sie sagt dass natürlich alles aus der fraulichen ... partnerschaftlich wünschenswerten Form ihres Lebens.
01:55:48: Nun lebe ich in einer Partnerschaft und kann das... Ich verstehe Sie, ich verstehe sie sehr, ich mag sie sehr aber und verstehe auch dass sie ihr soziales Umfeld als Familie sieht weil sie sehr früh ein Kind schon hatte und Bindung für sie vielleicht nicht so das Ideal ist wie das mit Versicherungen ist, oder Pensionsversicherung in Deutschland.
01:56:17: Das weiß ich nicht, weil es eine Künstler-Sozialversicherung gibt.
01:56:22: In Österreich zahle ich halt... Ich bin ja kein künstlerisch angemeldet, sondern ich bin normaler Erwerbsarbeiter oder was auch immer.
01:56:40: Ich glaube, mit sechsundsechzig darf ich irgendwie eine Pension beanspruchen.
01:56:46: Es gäbe auch Möglichkeiten auszurechnen und das will ich nicht.
01:56:48: Also da habe ich jetzt Angst.
01:56:50: Wenn was daraus kommt ist es sicher sehr dünn.
01:56:52: Kriegst
01:56:53: du nicht so einen Brief?
01:56:53: Wir kriegen immer so Briefe.
01:56:55: Wie viel Rente
01:56:56: wegkriegen?
01:56:56: Das finde ich schön!
01:56:58: Das muss ich jetzt nicht erklären, oder?
01:57:01: Peter
01:57:02: Hein.
01:57:02: Für die, die es nicht wissen
01:57:03: ist... Also Peter Hein, Sänger von Fehlfam, der mal eine riesen Karriere hatte, die aber dann ganz schnell beendete weil er fest angestellt war und das...
01:57:12: Der Rang-Zerox war dann...
01:57:13: ...weil so einer Kopierproduzenten.
01:57:16: und den habe ich mir gefragt ja du bist ja auch schon und der ist jetzt auch glaube ich geht auf sich siebzig zu und kriegst du jetzt eigentlich auch schon Pension oder sowas?
01:57:24: Ja, aber er sieht es aus wie in Indianern.
01:57:28: Das ist im zweistelligen Bereich!
01:57:35: Im zweistellen Bereich!
01:57:39: Wie von Deutschland oder Österreich?
01:57:42: Er lebt schon seit zehn Jahren in Österreich.
01:57:45: Er kriegt sicher eine Person... Deswegen hat er
01:57:48: das doch gemacht
01:57:50: damals.
01:57:51: Bei Peter Hain fand ich das Interessante Er war ja der erste Punk oder die da in Düsseldorf an den ersten Punks, dass er aber immer seinen fest angestellten Job hatten und sich dann entschieden hat für die Festanstaltung.
01:58:06: Und dann im Nachhinein finde ich das jetzt viel punkiger!
01:58:09: Die haben sich die Sicherheitsnadel und haben sich totgesorfen oder was auch immer und waren diese Punk-Dings gespielt und er hatte aber nur die Sicherheit.
01:58:21: Man könnte jetzt sagen... Der war feige.
01:58:25: Aber man kann das auch umkonzentrieren und sagen, dass ist das punkigere
01:58:30: Ding?
01:58:31: Ja einfach zu sagen ich lass es oder so.
01:58:33: Da wurde
01:58:33: ja viel immer drüber gerätselt wie das eigentlich zustande gekommen ist.
01:58:38: Okay also du bleibst in Österreich zurück nach Lüneburg.
01:58:43: ist das eine Option für dich im Alter?
01:58:48: Ich habe mich, ich habe mich ... Lümurg ist hübsch natürlich.
01:58:50: Und ich hab' mich sogar mal beworben dafür eine dreimonägige Residenzie und die habe zweimal nicht bekommen und ich fand das so gemein!
01:58:59: Was
01:58:59: für ne, also so ne Künstler?
01:59:01: Schreib Residenz hier genau.
01:59:02: Aber das nicht bekommen weil ich gerne in der Nähe meiner Mutter wäre, die ist über die es neunzig, dass man zumindest ein bisschen noch diese Nähe hat.
01:59:11: aber weißt du Lüneburg, ich fahre morgen wieder nach Lüneberg.
01:59:20: Das gibt viele Städte in Deutschland, die so sind.
01:59:23: Ein Innenbegriff der geriatrischen Überalterung einer beschen Schicht von Menschen.
01:59:34: Es ist wirklich ...
01:59:36: Immerhin gibts jetzt Aparul Spritz?
01:59:38: Das wird da ja auch am Marktplatz gegangen.
01:59:40: Ja gut, aber überall.
01:59:42: Aber diese Dass Lüneburg so berühmt ist wegen dieser schrecklichen Sendung, dieser Serie Roter Rosen.
01:59:52: Das ist ja mit Lünebuck passiert und da kommen massen von Menschen und wollen an diese pittoresken Schöne Hörtchen von Roter Rosen.
02:00:01: Aber immer wenn ich durch Lüneberg gehe bin ich verzweifelt.
02:00:08: Ist da was eingeschrieben, ist das ein Körpererleben aus der Kindheit?
02:00:13: Ja natürlich und das bringt mich wieder auf Hamburg.
02:00:16: Dieser Versuch nach Hamburg zu kommen... Also ich hatte keine schöne Kindheit oder keine schöne Jugend.
02:00:22: Das war Leiden-Verzweiflung Einsamkeit.
02:00:26: Dann kam ich nach Hamburg dachte jetzt wird alles gelöst.
02:00:28: Jetzt fahre ich und das ist echt über vierzig Jahre her aber dennoch Die Geräusche der U-Bahn, die Gerüche in der U Bahn sind anders als zum Beispiel in Wien oder natürlich in New York und London und Köln.
02:00:42: Aber es löst diese Geräusch der U Bahn und diese Gerüchen lösen etwas aus und lösen eine Kleinheit aus und eine Einsamkeit aus.
02:00:53: Und das ist sehr eigenartig!
02:00:57: Ich kann den Verkehrsbetrieben hier nicht vorwerfen.
02:01:01: Das ist so, aber das war zu einem Punkt Nicht gut für mich diese Sinne Sozu Unterfüttern mit meiner Verzweiflung.
02:01:14: und Lüneburg ist genau das gleiche.
02:01:16: ich sehe die bestimmten pittoresken schönen Orte Ich seh diese Rentner diese vielen und die starren sind immer in Gruppen sind ängstlich.
02:01:24: da gibt es ja keine individualisten.
02:01:28: Individualisten schauen ja auch nicht.
02:01:30: Die schauen eher den Song und das sind andere Individuen.
02:01:34: Aber weißt du was ich meine?
02:01:36: Ich bin natürlich kein Österreicher, ich werde nie ein Österreicher sein.
02:01:39: aber was ich auch merke, ich verliere einen Heimatbegriff zu Norddeutschland.
02:01:45: Ach
02:01:46: so, das verspielt sich ein bisschen.
02:01:49: Also keine Alterssehensucht, wovon ja auch viele berichten?
02:01:51: Dass man doch noch mal ...
02:01:53: Nein!
02:01:53: Man
02:01:54: war nach Australien ausgewandert aber doch zurück in die Heide.
02:01:57: Ja
02:01:58: okay, das ist zu weit weg.
02:02:01: also diese dieses blutende Herz wenn du nach Kitzbungen bist.
02:02:05: also da waren zum Beispiel Wiener Sängerknaben vierzig oder fünfundvierzig zufälligerweise als der Krieg zu Ende.
02:02:12: Der Krieg war zu Ende und die konnten nicht mehr zurück.
02:02:16: Als zehnjährige mussten sie dann alle, also zwanzig Jungs, zur Schule gehen
02:02:22: usw.,
02:02:23: weil das die Eltern gar nicht leisten konnten, die wieder zurückzuholen.
02:02:27: Und die wurden gezwungen oder viele Leute, die Geflüchtlinge usw.
02:02:32: dass die eine anderen Heimat begreifen haben.
02:02:34: Ich hab mich ja freiwillig gewählt von Lüneburg nach Hamburg zu gehen.
02:02:41: Ich könnte natürlich zurück, aber es ist eine Art von Gewöhnung an Wien.
02:02:48: Wie wohl ich kein Österreicher bin und auch nicht österreichisch spreche?
02:02:52: Also du bist nicht ... Nein, assimiliert.
02:02:55: Dirk Stärmann zum Beispiel hat sich mehr assimilieren, weil der im Radio und im Fernsehen gearbeitet hat.
02:03:00: Der spricht offensichtlich ... Er
02:03:01: hat einen wienerischen Tummschlag mittlerweile für
02:03:04: mich auch.
02:03:04: Ja das wurde ihm gesagt Du musst wenn du im Radio arbeitest dann musst du diese Sachen sprechen.
02:03:10: Du kannst nicht einfach doof sagen, das Wort Doof gab es in Österreich nicht.
02:03:21: Aber deine Mutter liebt noch, und sie liebt in Lüneburg.
02:03:24: Und hast du noch andere Verwandtschaft da?
02:03:27: Oder wenn deine Mutter nicht mehr da ist ...
02:03:31: Sie hat ein Leben-Mann, also nicht mein Vater.
02:03:34: Sehr netter Typ!
02:03:35: Den hab ich ja auch
02:03:35: mal im Mannfred.
02:03:36: Genau der Turmbläser von ihr.
02:03:39: Interessanterweise.
02:03:40: Der ist doch
02:03:41: Turmturmbläse.
02:03:43: Und in Michl gibt's auch einen Turmbläser.
02:03:46: Ja, und
02:03:46: er heißt Herr Töne
02:03:48: mit Nachnachtern.
02:03:51: Ganz banale, also nur in zwei Richtungen.
02:03:55: Also mein Stiefvater hat in vier, also macht er inzwischen leider nicht mehr in vier Richtungen Bachkantaten gespielt und euer Herr Töne spielt ein wahnsinnig banales sehr kurzes Lied in nur in zweier Richtung.
02:04:09: Ja muss ja nicht an alle vier ist egal man kann es hier manchmal hören tatsächlich.
02:04:13: Ah wirklich?
02:04:14: Wenn der Wind weht.
02:04:17: Und das Glockengeläut ist aber ganz toll bei Michaelis weil die Viertel um halb, dreiviertel und voll vier verschiedene Töne spielen.
02:04:26: Also nicht die Ernest gleiche, sondern das ist ganz, ganz toll!
02:04:29: Und ganz dezent.
02:04:30: wir wohnen da ganz in der Nähe von
02:04:32: jemandem.
02:04:32: Ich mag es
02:04:32: auch.
02:04:33: Das ist großartig.
02:04:34: Herzlichen Glückwunsch!
02:04:35: Okay danke schön.
02:04:37: so Wir haben gehört dass quetschen der Tür signalisierte uns das härter
02:04:44: deine
02:04:45: liebensgefährten
02:04:46: deinen Partnern ... hier reingekommen
02:04:51: ist.
02:04:52: Sie gesellt sich zu Frank in die Küche, der dort etwas zubereitet
02:04:55: für uns.
02:04:56: Königsberge
02:04:56: Klopse?
02:04:57: Wir wissen noch nicht was.
02:04:58: Vielleicht eine Hamburger Spezialität?
02:05:01: In meinem Buch dieser Vodellengeschichte isst es Lieblingsessen von Berger Klopsel, weil er eigentlich
02:05:12: Königsbärker ist.
02:05:13: Ja stimmt!
02:05:14: Richtig!
02:05:14: Das wird behauptet natürlich.
02:05:17: Aber vielleicht gibt's heute Königs-Bärken.
02:05:19: Nein,
02:05:19: glaub ich nicht.
02:05:20: Okay aber... Wir werden es sehen und ich glaube, wir haben ein bisschen was erfahren.
02:05:27: Dann im Herbst kommt im Ventil verlacktes Buch.
02:05:32: Little
02:05:32: Woody
02:05:33: Allen heißt das Wie umfangreich?
02:05:36: Hast du schon eine Zeit im Anzahl?
02:05:38: Ich glaub so... ...dreihundert
02:05:42: oder sowas.
02:05:42: So normal.
02:05:44: Nicht zu lange.
02:05:46: Das macht man.
02:05:47: Das schafft man.
02:05:49: Okay!
02:05:50: Danke lieber Tex, für dein Hiersein.
02:05:53: Danke für die Gastgeberschaft!
02:05:55: Bist du schon ganz aus der Suppe gezogen?
02:05:57: Ich schon... Wir lüften jetzt mal...
02:05:59: Also genau und inventiert.
02:06:01: Den Ventil
02:06:02: natürlich gleich machen.
02:06:05: Und ich trinke dann auch mal ein Gläschensekt.
02:06:08: Gut, danke für deinen Hiersein.
02:06:11: und euch muss ich noch sagen... Ach, ich vergesse es immer aber ich muss das sagen
02:06:15: kommentiert
02:06:17: abonniert Ihr könnt auch was spenden, wenn ihr wollt.
02:06:23: Das ist ja immer total bescheuert das zu sagen aber ich mach' es hier ja auch umsonst, was jetzt nicht so schlimm ist.
02:06:31: Aber wer gerne etwas spenden
02:06:33: will kann das tun.
02:06:34: Lieber Rebecca, sag dazu
02:06:35: was.
02:06:36: Du kannst ja auch goodies anbieten, du könntest ja zum Beispiel sagen eine Original-Tekso-Pinowitzzeichnung die im Handel Neunhundert Euro kosten würde in ein Dorotheum.
02:06:49: Die wird jetzt hier hergestellt und die wird jetzt gespendet.
02:06:55: Ja, aber dann muss das jemand steigern und kaufen?
02:06:59: Nein, nein!
02:07:00: Oder gibt er eine freiwillige Summe?
02:07:02: Das ist mit der Freiwilligkeit.
02:07:03: Das habe ich jetzt mal angefangen.
02:07:06: Man will
02:07:07: ja nicht bei irgendeinem halsabschneiderischen Ding sein wo man den irgendwelche Leute interviewen muss, die man gar nicht intervieren will.
02:07:18: Das ist nämlich dann die
02:07:19: Kehrseite des Ganzen?
02:07:21: Nein aber ich gebe das freiwillig her.
02:07:22: also wenn du... Ich mach da mal irgendwas und entweder leider bist bei euch an der Wand oder du stehst...
02:07:30: Ja es kann schon auch sein!
02:07:32: Aber wir können ja jetzt gleich auf the record mal darüber reden was wir da machen können.
02:07:38: Ja, ihr könnt Geld spenden und abonnieren und kommentieren.
02:07:42: Und Sterne könnt ihr
02:07:45: auch vergeben.
02:07:46: Möglichst die höchste Anzahl.
02:07:47: Das sind wahrscheinlich
02:07:48: fünf oder so?
02:07:49: Keine Ahnung!
02:07:51: Ihr kennt euch aus.
02:07:52: Ich bedanke mich.
02:07:53: Nächsten Monat geht's weiter.
02:07:55: Hat es klar bis dann.
02:07:56: Ciao!
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